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Mich erregen Dinge, die ich eigentlich nicht gut finde

Sjchwar$zweißg`rxau


Was genau reizt Dich denn an der Fantasie, wenn sie offensichtlich derart abstrakt ist? Visuelle Reize in den fiktiven Bildern?

Das und die Vorstellung, was die fiktiven Beteiligten dabei empfinden.

Die moralische Verwerflichkeit?

Nein, das nicht.

Das Wissen um die Verurteilung durch andere bei bekanntwerden?

Nein, auch nicht. Es geht mir nicht um den Tabubruch an sich, nicht um die Vorstellung, erwischt und deshalb an den Pranger gestellt zu werden o.ä.

Ich bin mir ziemlich sicher dass die TE Vergewaltigungsphantasien hat.

Davon gehen interessanterweise die meisten aus, auch in den zahlreichen PNs, die ich erhalten habe ":/ (Nein, ich gebe auch per PN keine Auskunft darüber). Es trifft nicht zu, aber ich finde es schon interessant und aufschlussreich, dass die meisten erstmal davon ausgehen, es ginge um Fantasien, in denen man selbst das "Opfer" ist. An die andere Perspektive denkt auf Anhieb kaum einer. Woran liegt das? Daran, dass ich eine Frau bin? Oder daran, dass man vor allem diese Perspektive in Ordnung und die andere schon irgendwie erschreckend findet?

Es macht einen Unterschied, ob das nicht nur unmoralisch, sondern auch strafbar ist

Inwiefern, wenn es um Fantasie(n) geht? Diese Unterscheidung treffen viele, wie mir scheint. Und viele kommen wohl zu einem ähnlichen Schluss wie Andifreak. "Wenn das (strafrechtliche Relevanz) der Fall wäre, dann würde ich nir schon eher Gedanken darüber machen." Also sind die Gedanken wohl doch nicht frei? :-/

ob die Phantasie grds realisierbar ist oder nicht; ob man etwas der Phantasie Ähnliches in den Sex als Rollenspiel einbauen könnte

Wäre beides möglich. Daran habe ich aber wie gesagt gar kein Interesse.

ob man die Ursache für die Phantasie kennt/ kennen sollte; usw.

Ich würde sie gerne kennen, habe aber keinen Ansatzpunkt. Interessant aber, dass du schreibst "/kennen sollte". Aus welchem Grund? Also woran denkst du da so? Wann wäre es angezeigt, nach der Ursache zu forschen?

Ich möchte die Fantasie wie gesagt nicht teilen. Sie ist und bleibt ausschließlich in meinem Kopf. Aber ihr könnt euch ruhig irgendetwas vorstellen, das massiv gegen euer moralisches Empfinden und euer Rechtsempfinden verstößt. Etwas, das ihr so grundverkehrt findet, dass es eurer Meinung nach nie gesellschaftlich akzeptiert werden sollte. Nichts, was nur ein bisschen schräg oder komisch ist, sondern etwas, das eurer Meinung nach wirklich verboten sein und bleiben sollte.

Wichtig fände ich, wenn die Vernunft den Körper nicht ablehnt Die umgekehrte Gefahr, dass der Körper die Vernunft ablehnt, ist hier wohl nicht gegeben, obwohl die Sorge davor möglicherweise Auslöser des Fadens war...

Das, was in Sternchen gesetzt ist, trifft nicht zu. Ich habe nie den Drang verspürt, die Sache real auszuleben und auch keine Sorge, irgendwann "schwach" zu werden. Es verstößt so klar und eindeutig gegen mein moralisches Empfinden, dass ich mir da wirklich keine Gedanken darüber machen brauche, irgendwann der "Versuchung" zu erliegen. Das halte ich für absolut ausgeschlossen und bereitet mir auch kein Kopfzerbrechen oder schlaflose Nächte. Für mich ist das ganz klar nur eine Sache, die sich in meinem Kopf abspielt und sonst nirgendwo. Mich irritiert nur, dass mein körperlich sexuelles Empfinden da nicht im Einklag mit meinem moralischen ist. Ich habe mir das in jungen Jahren nicht übel genommen, sondern es nach dem Credo "Die Gedanken sind frei" einfach zugelassen. Aber ja, ich frage mich inzwischen, ob das richtig ist. Ob ich meinen Körper bzw. seine körperliche Reaktion auf etwas, das ich moralisch so grundverkehrt finde, annehmen darf oder das körperliche Empfinden "bekämpfen" sollte.

Ich finde es schon echt erstaunlich, dass das Empfinden da so auseinander gehen kann. Das Bild vom Tanz statt Kampf gefällt mir in dem Zusammenhang allerdings gut.

rVa~zoxr80


Ich bin mir ziemlich sicher dass die TE Vergewaltigungsphantasien hat.

Davon gehen interessanterweise die meisten aus, auch in den zahlreichen PNs, die ich erhalten habe ":/ (Nein, ich gebe auch per PN keine Auskunft darüber). Es trifft nicht zu, aber ich finde es schon interessant und aufschlussreich, dass die meisten erstmal davon ausgehen, es ginge um Fantasien, in denen man selbst das "Opfer" ist. An die andere Perspektive denkt auf Anhieb kaum einer. Woran liegt das? Daran, dass ich eine Frau bin? Oder daran, dass man vor allem diese Perspektive in Ordnung und die andere schon irgendwie erschreckend findet?

Diese Antwort lässt wieder einige Schlüsse zu ;-D

r3azpor80


für die Teilnehmer, die hier drin schon fröhlich rumspekuliert haben, meine ich

GMü2rte+ltiDer382


An die andere Perspektive denkt auf Anhieb kaum einer.

Womit nicht gesagt ist, dass die TE in ihrer Phantasie eine Täterperspektive einnimmt.

Ich denke, es muss etwas wirklich Hässliches und für Frauen eher untypisches sein, sonst hätte sie gesagt, was es ist. Sado Maso etc. ist ja im Grunde schon gesellschaftsfähig, selbst wenn sie Domina-Fantasien hat, Homosexualität sowieso. Es muss also etwas wirklich "Schlimmes" sein, so dass sie nichtmal per Online-Pseudonym darüber reden will um nicht sozial ausgegrenzt zu werden.

Würde sie ihre Phantasie erzählen, würde ihr evtl. niemand mehr helfen, mit ihrer Fantasie umzugehen sondern es kämen nur noch Kommentare wie man so abscheulich denken kann.

Ich hoffe es ist nichts mit Kindern. Falls ja: [[https://www.kein-taeter-werden.de/]]

CLo#teSaCuv,age


Es macht einen Unterschied, ob das nicht nur unmoralisch, sondern auch strafbar ist

Inwiefern, wenn es um Fantasie(n) geht?

Für mich würde es einen Unterschied machen, weil ich - wenn ich meine körperliche Reaktion und mein Moralempfinden miteinander in Einklang bringen wollte - an meinem Moralempfinden schrauben könnte ;-) Außerdem: So wie ich mich kenne (du beschreibst dich in deinem letzten Post ja nochmal sehr deutlich anders) möchte ich etwas, was ich toll finde, eines Tages auch ausprobieren; und wenn das strafbar wäre, müsste ich an meiner Phantasie schrauben, damit ich dann nicht straffällig werde.

Interessant aber, dass du schreibst "/kennen sollte". Aus welchem Grund? Also woran denkst du da so? Wann wäre es angezeigt, nach der Ursache zu forschen?

Dich irritiert es ja auch, dass dein Körper was anderes sagt als dein Moralempfinden. Mich würde eine Phantasie irritieren, die überhaupt nicht zu meinem Selbstbild passt. Dann würde ich versuchen, der Ursache für diese Phantasie nachzugehen, letztlich um diese Phantasie zu bekämpfen.

ob die Phantasie grds realisierbar ist oder nicht; ob man etwas der Phantasie Ähnliches in den Sex als Rollenspiel einbauen könnte

Wäre beides möglich. Daran habe ich aber wie gesagt gar kein Interesse.

Warum denn nicht wenigstens als Rollenspiel? Oder funktioniert die Phantasie dann nicht, weil es eben doch nicht dasselbe ist? Oder geht es nicht (wenn du zB in deiner Phantasie Sex mit deinem Sohn hättest)?

Es ist schwer, sich da reinzudenken, wenn man selber keine Phantasie hat, die man selber furchtbar findet ...

LtovHxus


Ich habe nie den Drang verspürt, die Sache real auszuleben und auch keine Sorge, irgendwann "schwach" zu werden.

Ok, so hatte ich dich auch verstanden. Es ist einfach nur die andere Möglichkeit, nämlich dass der Körper der "Gewinner" und die Vernunft/Moral die "Verliererin" ist. Auch wenn du den Drang nicht kennst und vielleicht auch nie real kennen lernst, heißt das ja nicht, dass es nicht schreckliche Dinge real gibt. Massenvergewaltigungen, Massaker, Blutrausch in der Schlacht. Es gehört offenbar zu unserem Erbe, dass sich unser Körper auf solche Situationen - auch real - einstellen kann und sogar ein bestialisches Vergnügen daran empfindet. Es würde keine Horrorfilme geben, wenn Schrecken und Ekel nicht auch von Vergnügen durchsetzt wären.

Auch wenn unsere Vernunft auf ein paar tausend Jahre moralische Reflexion zurückgreifen kann, ist der Körper in einigen hunderttausend Jahren archaischer Stammestriebe verwurzelt. Dass Probleme durch Ausgrenzung, gar Ausrottung gelöst werden sollen, ist ein Erbe auf das wir nicht stolz sein können, das uns aber offenbar in den Knochen steckt. Öffentliche, physische Bestrafungen, Folter, Hinrichtungen (und nicht nur durch den Strang) gehörten bis vor kurzem auch bei uns noch zum gesellschaftlichen Alltag. Das vergisst unser kollektives Gedächtnis nicht so schnell. Und zu diesem Gedächtnis scheint der Körper gelegentlich und mal mehr, mal weniger Zugang zu haben.

Dmie SRehe6rin


Ich überlege nur, wie ich mit der Fantasie umgehen sollte. Ihr weiter Raum geben in meinem Kopf, nach dem Motto "Die Gedanken sind frei" und da alles nur in meinem Kopf stattfindet, ist es ok? Oder sollte man sich solche Fantasien über Dinge, die man moralisch falsch findet, verbieten?

ich habe auch eine phantasie, die ich im leben niemals verwiklichen wollen würde und das für mich auch moralisch absolut verwerflich fände. (und nein, ich werde dazu auch nichts näheres sagen) und trotzdem verbiete ich mir diese spielart im kopf nicht. im gegenteil, ich animiere meinen mann sogar, meine gedanken zu beflügeln und in ein ganz bestimmtes spiel einzubauen.

und ich glaube nicht, dass ich mir damit die hemmschwelle niedriger lege, irgendwann doch "in versuchung" zu geraten, das ganze zu realisieren - weil ich diesen gedanken damit den raum gebe, den sie verdient haben, aber die grenzen erhalte, die ich selber nicht überschreiten werde.

LyovxHus


Schwarzweißgrau

Soweit ich weiß sind sich selbst Fachleute da uneinig, ... ob ein lebendiges Kopfkino ... dabei "hilft", die Fantasien nie in die Tat umzusetzen oder ob sie dadurch erst recht geschürt und es dadurch immer schwieriger wird, der "Versuchung" zu widerstehen.

Wir Menschen sind ja sowohl Meister im Schönreden als auch Meister der Selbstverleugnung. Aber wer will schon sagen, wann wir gerade was tun?

Ich kenne zwei sehr unterschiedliche Arten von Vorstellungsbildern: Werkzeuge und Botschaften. "Werkzeuge" sind funktionierende Mittel für bestimmte Zwecke. Sie sind wirksame Helfer in bestimmten Situationen. Meist geht es darum, in schwächenden, stressenden Situationen ruhig, angemessen und gelassen zu bleiben. Warum nicht auch Helfer für einen Orgasmus. Sie stehen mir zur Verfügung und entsprechend liegt ihr Einsatz auch in meiner Verantwortung.

Anders die "Botschaften". Sie klopfen an die geistige Tür, ich habe sie nicht gerufen. Sie teilen mir ihre Botschaft mit, wenn ich hinhöre oder hinsehe oder hinfühle, wie auch immer. Sie klopfen solange, bis ich sie wahrnehme. Sie wiederholen die Botschaft so lange, bis ich sie wahr nehme. Erst dann werde ich in sofern frei von dem Klopfen und dem Vorstellungsbild, als ich es in meine eigene Verantwortung nehme, damit umzugehen. Lasse ich das bleiben, kann es schon mal zu unangenehmen, explosiven Realisierungen kommen, wenn die Umstände gerade passen.

Mit diesen Überlegungen ist meine Rückfrage an dich: Ist die Fantasie ein Mittel zum Zweck, das du solange brauchen kannst, bis dir ein anderes zur Verfügung steht, das den Zweck besser erfüllt? Oder enthält sie eine Botschaft, der du auszuweichen versuchst, ohne dass das gelingt? Du klingst, als wäre ersteres der Fall, aber so ganz scheint die Sorge nicht beseitigt, es könne auch letzteres sein, wenn du dich fragst, ob du dir die Fantasie verbieten solltest. Da hilft die Frage: Kommt die Fantasie, wenn du sie dir "machst" oder überfällt sie dich ungerufen? Wenn sich letzteres häuft, wäre die Zeit gekommen, nach der Botschaft zu fragen. Sie sich zu verbieten ist eher kein Weg, sie loszuwerden.

Wichtig ist einzig und allein, dass du im Fahrersitz deines Lebens bleibst. Du trägst die Verantwortung für deine Entscheidungen und dein Handeln. Es ist aber klug, dabei alles anzusehen und zu beachten, was die Instrumententafel so zu zeigen hat. Und der Körper ist eine wunderbare "Instrumententafel".

bUlacmkmind.*87


Das und die Vorstellung, was die fiktiven Beteiligten dabei empfinden.

Drehen sich nicht die meisten Fantasien genau darum, das Empfinden anderer Personen konstruieren zu können? Handlungen, die in der Fantasie passieren, haben immer genau den Effekt - und nur diesen -, den man sich wünscht. Dazu ist es weder notwendig einen sozialen Kontext zu schaffen, in dem das überhaupt erst möglich ist, noch gibt es unerwünschte Nebeneffekte.

Mich irritiert nur, dass mein körperlich sexuelles Empfinden da nicht im Einklag mit meinem moralischen ist. Ich habe mir das in jungen Jahren nicht übel genommen, sondern es nach dem Credo "Die Gedanken sind frei" einfach zugelassen. Aber ja, ich frage mich inzwischen, ob das richtig ist. Ob ich meinen Körper bzw. seine körperliche Reaktion auf etwas, das ich moralisch so grundverkehrt finde, annehmen darf oder das körperliche Empfinden "bekämpfen" sollte.

Ist es denn wirklich der moralische Aspekt, der hier entscheidet? So wie es sich anhört, erregt Dich an der Fantasie eben nicht das Unmoralische selbst (was ja im Widerspruch zu deiner eigenen Persönlichkeit stünde), sondern etwas, zu dessen Herbeiführung - in Deiner Fantasie - das Unmoralische notwendig ist.

Gedankenanstoß: Warum lacht man, wenn jemand anderes sich wehtut?

Evhemaliger? NiutzAer (#585x637)


wenn es nichts illegales ist sprich es aus, das hilft vermutlich mehr als wenn hier alle drumherumraten und letztendlich keinen konstruktiven beitrag leisten können.

ich habe so lange ich denken kann einen dentalfetish. stehe auf die behandlung beim zahnarzt in bestimmter form |-o ich wollte das ewig lange loswerden, aber dadurch wurde es letzendlich immer intensiver. dann habe ich andere kennengelernt und war nichtmehr der einzige auf der welt mit sowas. das hat schonmal geholfen, zwar ist das dadurch nicht verschwunden. aber ich komme damit klar, denn am ende ist es nicht wirklich was schlimmes! im gegenteil, was mir extrem peinlich war und teils noch ist, fanden andere zum teil zum schmunzeln %-|

bei dir geht es teils um gegenstände, also ich habe mal eine doku gesehen wo einer auf baumaschinen stand, tatsache ;-D total irre, aber was solls, es schadet niemandem ;-)

Sjuen{nelHi78


Ich kann evtl. auch noch einen Aspekt einbringen ;-)

ich habe mal eine doku gesehen, wo es um sexualität von mann und frau ging. da musstens ie z.b. einen porno anschauen und eine note geben wie erregend sie dies fanden. an den genitalien hatten sie eine art messgerät.

vor allem bei den frauen war dann das interessante, dass sie angegeben hatten dies und jenes hätte sie überhaupt nicht erregt, aber das messgerät in der vagina hatte eine klare erregung angezeit.

heisst, der körper reagiert eben auch mal anders als der kopf ;-)

vieleicht hilft dir das ein wenig :-)

d2o5omhi de


@ suenneli78

heisst, der körper reagiert eben auch mal anders als der kopf ;-)

Interessante Schlussfolgerung. Es liegt doch aber viel näher, dass die Frauen einfach nicht immer die Wahrheit gesagt haben. ;-)

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