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warum muss es immer extrem sein? Was ist los mit mir/ihm?

A6mejuxva hat die Diskussion gestartet


Ich war jahrelang mit einem Mann verheiratet, der am Ende gewalttätig wurde. Sex war immer ein notwendiges Übel, mehr nicht.

Danach hatte ich eine ganz normale Beziehung mit einem normalen erfüllten Sexleben.

Nun zu meinem Problem: Nachdem ich jahrelang allein war und mit einer Angststörung zu kämpfen hatte( und auch noch habe), habe ich vor einem Jahr meinen jetzigen Freund kennengelernt.

Er ist wirklich der liebste, einfühlsamste Mensch, den ich kenne. Immer hilfsbereit und respektvoll...und jetzt kommt das große ABER...

Was mit einem ganz normalen Sexleben anfing, wurde mit der Zeit immer extremer. Wobei die Initiative dabei (unbewusst) eher von mir ausgeht, er aber jedesmal darauf eingeht und es noch mehr ins extreme bringt...

Ein Beispiel: ich habe mal im Spaß gesagt, wenn ich ihn ärgere, muss er mich wohl über's Knie legen. Und ja, ich fand die Vorstellung davon auch irgendwie anregend..solange es eben nicht zu viel wird.

Seitdem ich das gesagt habe, will er das jeden Abend tun...was anfangs leicht und eher spielerisch anfing, wird nun immer härter und ich fühle mich nicht mehr wohl dabei.

Ich weiss, er würde es sofort akzeptieren, wenn ich ihm das sage.

Aber mir geht es nicht gut, hab wieder Panikattacken, weil ich merke, ich fühle mich mit der Situation nicht wohl.

Warum bin ich so? Und warum hab ich das Gefühl, dass ihm der normale Sex nicht mehr reichen würde?

Antworten
fciebwqxe


Es gibt Frauen, die haben kein gutes Händchen für Männer.

Sag ihm, du willst das nicht mehr. Deine Aussage war nur spaßig gemeint, du möchtest keine SM Praktiken.

Wenn er es nicht begreift, raus mit ihm.

AIme~ju4va


er würde das akzeptieren, das weiss ich.

Ich weiss aber gerade nicht, was mir mehr Angst macht: Dass ICH überhaupt solche Fantasien habe oder dass er sofort auf alles anspringt und das dann immer weiterführt.

Das war ja nur ein Beispiel von vielen, da gibt es noch andere Dinge.

Vor allem, weil er sonst ganz anders ist, absolut verständnisvoll, lieb und er respektiert mich zu 100 %.

Ich kann ihm ja nicht die Schuld dafür geben, ich hab ja im Prinzip damit angefangen...und wenn wir dann erstmal "dabei" sind, weiss ich auch nicht, wie ich es beenden kann, ohne ihn zu kränken.

Das liegt ja aber eindeutig an mir, denn er würde mich nie bedrängen.

Ich verstehe mich gerade selbst nicht :(

K|uCr%t


ich hab ja im Prinzip damit angefangen...und wenn wir dann erstmal "dabei" sind, weiss ich auch nicht, wie ich es beenden kann, ohne ihn zu kränken.

Was ein Quatsch, Du hast den Startschuß gegeben, Du bestimmst auch die Grenzen.

Wenn es "dabei" zu heftig wird, bremse ihn und zwar direkt und unmissverständlich.

Wenn dann die "Nummer" erst einmal hin ist, dann ist das doof, aber schlimmer ist, etwas mitzumachen, was Dir nicht gut tut.

Er wird dann sicher nicht gekränkt sein, er möchte Dir das geben, was Du brauchst, also zeige/sage es ihm.

Und wenn es weniger sein soll oder gar nicht mehr ... er wird es verstehen und darauf genauso eingehen.

Sollte er dann zu mehr und extremer drängen, dann ist er schlicht der Falsche.

U@rla~ubKerinx15


Vor allem, weil er sonst ganz anders ist, absolut verständnisvoll, lieb und er respektiert mich zu 100 %.

Verhalten im Alltag hat eigentlich gar nichts mit dem eigenem Sexleben oder deren Vorliebe zu tun.

Er lebt eine liebevolle Beziehung mit dir im Alltag und im Bett will er was ganz anderes. Normal würde ich sagen.

Es ist ja nicht jeder Mensch in allen Facetten gleich, wäre schlimm wenn, dann würden manche ja gar keine/n abkriegen o:)

Anscheinend hast du etwas angeleihert worauf er ohnehin schon stand. Er baut es eben nur aus. Was spricht dagegen, wenn du es bis zu einer gewissen Grenze mit ihm auslebst? Dir hat es am Anfang ja auch gefallen.

Hilft nur reden ;-)

fqiewxqe


Einfach klar, deutlich und verständlich aussprechen was du willst und nicht willst. Vor dem Sex! Männer wollen das deutlich gesagt bekommen. Nicht irgendwie durch die "Blume".

Vielleicht auch zukünftig Andeutungen lassen die ihn zu irgend etwas ermutigen.

Wie alt bist Du?

A!meyjuvxa


ich bin 38.

Das Problem ist, dass ich anscheinend das Problem bin. Ich werfe es ihm überhaupt nicht vor.

Ich glaube, ich habe einfach ein Problem mit dem ganzen, weiss nicht, was ich will und wie weit ich gehen mag...ich kenne diese Grenze bei mir nicht, fühle mich aber hinterher miserabel.

Aber es erschreckt mich dann auch, wie weit er geht...das war ja nur ein Beispiel von vielen

f iew qe


Bist Du da jetzt unfreiwillig in eine SM Beziehung geraten?

AYmuejuxva


ich weiss nicht, ob man das so nennen kann. Im Alltag ist er ein ganz ruhiger, überhaupt nicht dominant.

f.iewxqe


Na, ja ich kann auch niemanden auf der Straße eine SM Beziehung ansehen. Die Vorlieben wird man selbst in der Wohnung nicht sehen, maximal im Schlafzimmer.

Also beim SEX ist er dominant im SM Bereich unterwegs?

Da hilft nur Mund aufmachen. Wenn er es gar nicht lassen kann und gegen deinen Willen agiert, hilft nur eine Trennung.

Alme5jxuva


nicht immer, aber in letzter Zeit immer mehr.

Ich hab ihm mal gesagt, dass mir die romantische Seite in letzter Zeit fehlt, das hat dann ein paar Tage angehalten und dann wurde es wieder extremer.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass es ihm anders nicht mehr reichen würde

DxieDNosiOsmach1tdasGifxt


Amejuva

Zuerst würde ich erfragen wollen, woher Deine Angststörung resultiert. War sie eine direkte Folge der Gewalt aus Deiner damaligen Ehesituation? Oder gab es diese bereits vorher in Deinem Leben? Worauf focussieren sich diese Ängst, bzw. wie zeigen sich diese in Deinem Alltagleben oder nur in besonderen Situationen?

Sex war immer ein notwendiges Übel, mehr nicht.

War Dein Ex-Mann allgemein gewaltätig oder bevorzugt im Bereich der Sexualität, wenn es nicht so lief, wie er es wollte?

Hast Du jemals über eine Therapie nachgedacht, die Dir helfen könnte über alte Muster im Verhalten hinweg zu kommen?

Ich könnte mir vorstellen, dass Du die alte Ehesituation nie richtig in Dir aufgearbeitet hast, und über reine Verdrängung schlechter Erlebnisse, haben sich im Nachgang Ängste entwickelt, die dann wieder auftauchen, wenn Du Dich an alte Erlebnisse erinnert fühlst.

Du bist offenbar in dem Dilemma, dass Du Deinen Partner als Mensch liebst, Dich sogar neugierig auf gewisse Dinge beim Sex einlassen möchtest, aber nicht in der Lage bist in Situationen, die Dich überfordern STOPP zu sagen.

Seitdem ich das gesagt habe, will er das jeden Abend tun...was anfangs leicht und eher spielerisch anfing, wird nun immer härter und ich fühle mich nicht mehr wohl dabei.

Davon ab, dass ein tägliches über das 'Knie-Legen-Ritual' beim Sex recht eintönig und langweilig werden kann, versucht er offenbar bei Dir Grenzen zu suchen. Du weißt im Moment offenbar, an welcher Stelle pure Gewalt (für Dich empfunden) im Spiel ist, die Dir Angst macht. Aber Du weißt nicht, bis wie zu welchem Grad es für Dich ein spielerisches erotisches Miteinander ist, und damit für Dich angenehm bleibt.

Nicht alles, was in der Fantasie ein reizvolles Spiel mit Prickelfaktor ist, bleibt es im realen Tun.

Ich weiss, er würde es sofort akzeptieren, wenn ich ihm das sage.

Was hält Dich ab, es auszusprechen die Grenzen zu setzen, wenn Du weißt er würde es akzeptieren? Schlummert die Angst in Dir, wenn Du Stopp sagst, dass Du im den Spaß kaputt machst?

Was an dieser Stelle fehlt ist ein offenes Gespräch, über das was Du für Dich reizvoll empfindest z.B. Häufigkeit bestimmter Praktiken, Deine Wünsche, aber auch Deine Grenzen, wo es für Dich unangenehm wird.

So lange Du Dich nicht offenbarst, deutlich zeigst wo für Dich Schluss ist, hat Dein Partner offenbar das Gefühl Grenzen verschieben zu dürfen.

Er ist wirklich der liebste, einfühlsamste Mensch, den ich kenne. Immer hilfsbereit und respektvoll..

Mir scheint, dass er diese Gabe im Bereich eurer Sexualität abgelegt hat. Sonst könnte ihm kaum entgehen, wenn Du kurz vor einer Panikattacke stehst, weil Du Dich mit der Situation überfordert fühlst. Allerdings liegt die Verantwortung im Handeln auf Deiner Seite. Er kann nicht in Deinen Kopf hinein schauen, wenn Du nicht äußerst was Dir Unbehagen bereitet.

Bevor Du mit ihm darüber redest wirst Du Dir selbst darüber Gewissheit verschaffen müssen, warum es Dir schwer fällt ihm gegenüber diese Grenze zu setzen. Ob ihm nicht eure vorherige Paarsexualität reichen würde, erfährst Du nicht, wenn Du ihm Dein Problem verschweigst. Das kannst Du nur in Erfahrung bringen, wenn ihr darüber ein Gespräch geführt habt. Oder gab es Andeutungen von Deiner Seite, die Dein Partner überhört oder übersehen hat?

Vereinbart Codewörter miteinander, die ihm sofort signalisieren wo für Dich Schluss ist bei seinem Handeln. Mit jeder Grenzverletzung wird sich Deine Angststörung vertiefen, was sogar so weit gehen kann, dass Du den Sex mit Deinem Partner aus stetigem Unbehagen dabei zu vermeiden suchst.

Soweit sollte es nicht kommen. Rede mit ihm offen darüber, er sollte Deine Gefühle kennen, damit er sie er sie respektieren kann. Eventuell wäre gut, wenn ihr eine Weile ganz auf Dinge beim Sex verzichtet, die Dir ein ungutes Gefühl bereiten. So wie bisher könnte ihr nicht weiter machen.

T"hera\peutx01


Brich das Liebesspiel doch einfach ab wenn es gegen deinen Willen agiert. Wenn er gewalttätig wird, weist Du was zu tun ist. Wenn Du es 2...3 abgebrochen hast ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das er es begreift. Du darfst dann natürlich auch nicht nachgeben und musst hart bleiben.

AEmejuxva


@ DieDosismachtdasGift

Die Angststörung entstand nach der Ehe...ob sie nun direkt damit im Zusammenhang stand, weiss ich nicht.

Sie zeigt sich meistens in Stress-Situationen durch Panikattacken, manchmal aber auch im Alltag. Wenn ich dann nachdenke, kann ich schon bestimmte Situationen damit verbinden, aber nicht immer.

Mein Exmann wurde mir gegenüber allgemein gewalttätig, nicht nur beim Sex. Aber auch dort, wenn ich nicht so wollte wie er.

Ja, ich habe Angst, ihn zu enttäuschen...obwohl ich weiss, dass er mir das niemals vorwerfen würde.

Ich habe es schon mal gesagt, dass mir der "normale" Sex und die Romantik fehlt, danach war es einige Tage anders...aber es hat nicht lange angehalten.

Ich hab halt das Gefühl, dass ihm das wichtig ist und will ihm das nicht verderben. Ich hab aber nie gelernt, meine eigenen Grenzen zu erkennen und klar zu machen.

T*heWrapAeut0x1


Ihm zu liebe lässt du Gewalt oder SM Spiele an dir ausleben? Oh nein! Brich es ab, wenn es wieder dazu kommt, die Stimmung wird dahin sein. Anders geht es nicht. Solche Praktiken mag nicht jeder und das ist nicht schlimm. Entweder er schraubt seinen Trieb zurück, oder ihr passt einfach nicht zusammen. Du musst Stop sagen! Vielleicht denkt er auch dir gefällt es, wenn du nie etwas mit Nachdruck entgegen bringst. Es geht beim Sex nicht nur um ihn, sondern es muss beiden gefallen.

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