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Beschnitten - ich hab als Frau wirklich ein Problem damit!

EThemalifger NuMtzer (H#5752x36)


Ich hatte auch schon Sex mit ein paar beschnittenen Männern ( seit frühester Kindheit aus rel. Gründen ). Habe keinen Unterschied festgestellt, dh sie sind alle nicht weniger langsam gekommen als Unbeschnittene

sie brauchen nur dermaßen lange um zu einem Orgasmus zu kommen, dass ich mir wie eine Versagerin im Bett vorkomme.

Hast du die Männer denn mal gefragt, was bzw wie sie es gerne mögen? Ist ja nicht so, dass jedem Mann das Gleiche gefällt. Oft merkt man an der Reaktion ja selbst was gut ankommt aber gelegentlich hilft auch ne Nachfrage @:)

Alias 711729


Hast du die Männer denn mal gefragt, was bzw wie sie es gerne mögen? Ist ja nicht so, dass jedem Mann das Gleiche gefällt.

Natürlich haben wir geredet, wir haben gemeinsam erkundet, ...... er kennt das aber nicht anders.....nicht wenn er es sich selbst macht und auch nicht wenn es eine andere Frau macht. Er braucht einfach ewig lange.

Dier 9SchifmmelBreitxer


Ich lese schon lange mit. Nun habe ich mich angemeldet, weil ich meine, dass man einige differenziertere Betrachtungen einfügen sollte.

Wenn ich dich, Alias, richtig verstehe, hast du einen Liebhaber oder Partner, der keine schnelllebige Affäre ist, bei dem dir also nicht gleichgültig sein könnte, ob du mit dem Sex zufrieden bist. Das, was dich unzufrieden macht, deckt sich mit deinen Erfahrungen mit zwei anderen im Kindesalter beschnittenen Männern. Dass du frustriert bist, ist bei dieser Beschreibung allerbestens nachvollziehbar. Das will ich auf keinen Fall in Abrede stellen. Als ich das las, kam mir der Gedanke wie Matsch30, dass du mit deinem "Glück" mal Lotto spielen solltest, vielleicht hast du da umgekehrten Erfolg.

Ich werde nie begreifen, warum Menschen wie beispielsweise Sensibelmann (der, wenn ich es recht gesehen habe, unbeschnitten ist; falls nicht, nehme ich das Folgende selbstverständlich zurück) und andere mehr so hervorragend darüber Bescheid wissen wollen, wie es Betroffenen geht, und sich als Unbetroffene mit so auffälligem Engagement gegen Beschneidungen aussprechen. Medizinisch nicht indizierte Beschneidungen von Kleinkindern sind ein eigenes Thema, aber einem informierten erwachsenen Mann sollte man das selbst überlassen. Ich unterstelle einmal, dass die TE mit Sensibelmann nicht personenidentisch ist. Aber es fällt auf, dass Sensibelmann bei jedem Thema, das von Beschneidungen handelt, sofort und gebetsmühlenartig einen Artikel über Beschneidungen verlinkt. Sehr merkwürdig. Egal.

Nun sollte man allerdings berücksichtigen, dass diesem verlinkten Bericht wissenschaftliche Studien in den USA und Dänemark (Frisch, Lindholm, Gronbaek) zugrundeliegen. In den USA ist bekanntlich eine andere Beschneidungsform (radikale Zirkumzision) üblich als in Deutschland. Dänemark hat bei Beschneidungen eine geringe Prävalenz, nur 5% der Männer sind beschnitten und dies in erster Linie aus rituellen Gründen. Rituelle Beschneidungen werden aber ebenfalls als radikale Zirkumzisionen durchgeführt. Wenn man genauer liest, waren bei der Erhebung von Frisch, Lindholm, Gronbaek 5% der befragten Männer, nämlich 125, beschnitten. Es fragt sich, ob die Ergebnisse so auf Deutschland übertragen werden können.

Ich will keinesfalls leugnen, dass es deutsche Männer gibt, die über eine zu starke Abnahme der Empfindlichkeit klagen. Aber es sind wohl fast immer Männer, die radikal beschnitten wurden. Allerdings berichten nach meinem Eindruck auch sehr, sehr viele radikal beschnittene Männer positiv. Und ich habe Zweifel, ob für auftretende Probleme nicht andere Faktoren ursächlich sind oder jedenfalls mitursächlich sind. Jedenfalls fiel mir auf, dass sich die Ergebnisse des Berichts, in denen sich Frauen unzufrieden über die sexuelle Erfüllung äußerten, nicht decken mit Umfragen unter deutschen Frauen. Hier nur zwei Beispiele, die natürlich nicht wissenschaftlich erhoben sind und damit nicht als belastbar gelten können. Sie sollten aber genügen, um der TE zu zeigen, dass sie mit ihren bisherigen Erfahrungen doch ungewöhnliches Pech zu haben scheint:

[[http://bfriends.brigitte.de/foren/sex-und-verhuetung/poll-191-ziehst-beschnittene-maenner-unbeschnittenen.html]]

[[http://www.bym.de/forum/sex/415062-beschneidung-habt-vorlieben.html]]

Die Ergebnisse dieser Umfragen stimmen immerhin mit den Erfahrungen überein, die ich selbst als beschnittener Mann gemacht habe und die ich von anderen beschnittenen Männern kenne. Ich wurde im jugendlichen Alter beschnitten (med. indiziert). Dabei wurde mir, wie in D. überwiegend üblich, die Vorhaut nicht vollständig entfernt. Das ist über 30 Jahre her. Die Sensibilität nach der Beschneidung wurde allmählich geringer. Das berichtet nahezu jeder beschnittene Mann. Es ist aber keinesfalls so, dass ich damit nachteilige Erfahrungen hätte. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die verminderte Sensibilität versetzt mich in die Lage, recht gut zu steuern, wann ich zum O. komme; nach zwei Minuten oder nach über einer Stunde. Das war mit 18 Jahren so und ist heute, im reiferen Alter, immer noch so. Nur nach längerer Abstinenz gelingt es mir kaum, mich zurückzuhalten. Das ist ebenso, wenn mich eine Frau oral verwöhnt, ich kann es sehr lange aushalten oder sofort kommen. Ich war aber auch mit Frauen zusammen, gegen deren Geschick ich auch im "trainierten" Zustand und dann, wenn ich mit dem Kopf gegensteuere, machtlos war. Sie brachten mich nach sehr, sehr kurzer Zeit oral zum O.

Ich darf mich wohl als erfahrenen Mann bezeichnen. Meine nicht ganz wenigen Partnerinnen haben sich ausnahmslos positiv über den beschnittenen Zustand geäußert. Dabei stelle ich natürlich in Rechnung, dass sich nicht alle geäußert haben – aber die meisten –, dass man einem Intimpartner gerne etwas Schmeichelhaftes sagt, und dass diejenigen, die möglicherweise nicht so zufrieden damit waren, rücksichtsvoll geschwiegen haben. Auch dann bleibt die Bilanz eindeutig erfreulich. Gerade die sehr Erfahrenen unter ihnen fanden es positiv. Ungeachtet der steten Sauberkeit allein deshalb, weil ich mich wegen der etwas geringeren Sensibilität gut auf ihre Wünsche einstellen konnte. Unter dem Strich habe ich aber den sicheren Eindruck, dass es für die allermeisten Frauen keine sehr große Rolle spielt, sofern der Mann nur gepflegt ist und keine ausgeprägten Probleme mit einer ejaculatio praecox hat. Dass eine Beschneidung so oder so keine erhebliche Rolle spielt, ist ja auch gut so.

Dies sind, um es nochmal zu betonen, meine eigenen, persönlichen Erfahrungen. Ich behaupte nicht, dass sie allgemeingültig sind.

Wenn dein Partner, Alias, so große Schwierigkeiten hat, zum O. zu kommen, die auch für einen im Kindesalter Beschnittenen meines Wissens sicherlich nicht normal sind, solltest du erkunden, ob andere Faktoren ursächlich oder mitursächlich sind. An mangelndem Geschick von dir liegt es ganz sicher nicht. Sei beruhigt. Allzu häufige Selbstbefriedigung, die den Körper auf bestimmte und effektive Stimulanzen konditioniert, und der exzessive Konsum von Pornographie könnten eine naheliegende Erklärung sein – dank Internet ein zunehmend beklagtes Phänomen, für das es sogar einen eigenen Begriff gibt. Außerdem kann man gegen eine zu stark verminderte Empfindlichkeit gut etwas tun. Ich habe, obwohl bei mir die Sensibilität nie zu stark abgenommen hat, mein Geschlechtsteil versuchsweise eine Weile mit Q10-Creme gepflegt. Das geht gar nicht, da gehe ich beim Sex, ob GV, OV oder Handjob, sehr fix durch die Decke!

Alias, wenn du zum letzten Absatz mehr wissen möchtest, kannst du mir gerne eine p.N. schicken.

Grüße vom Schimmelreiter

Alias 711729


Hmmm, ich geh jetzt mal ein wenig mehr ins Detail. Danke jedenfalls Schimmelreiter für deinen sehr differenzierten Beitrag!

Die ersten zwei waren unempfindlicher, aber bei Weitem nicht so, wie es zur Zeit der Fall ist (was ich im Übrigen heute beendet habe.....nicht ausschliesslich wegen dem Sex, hat aber mitunter eine große Rolle gespielt). Um aber bei ihm zu bleiben.....er wurde mit 5 Jahren radikal beschnitten, da ist wirklich nichts übrig, kein Vorhautbändchen und schon schon gar keine Vorhaut mehr....null, nada, nichts.

Um jetzt mal einen Vergleich zu ziehen.....eine nicht beschnittene Eichel ist leicht feucht, rosig, sehr zart......seine ist, so böse das jetzt klingen mag, trocken und verschrumpelt und lässt sich mit gegerbter Haut eines Gesichts vergleichen (ich weiss ehrlich nicht, wie ich das schöner beschreiben könnte, denn das trifft es zu 100%). Empfindsamkeit ist da keine mehr.....wie schon mal vorher geschrieben, wir haben wirklich jeden Millimeter mit der Zunge und den Händen erkundet und die einzige Stelle, an der er etwas spürt, ist eben wo zuvor das Frenulum war. Es war ihm ja auch nicht neu, dass es ewig dauert.....es war für ihn nur nie ein Problem. Vielleicht sind andere da toleranter, vielleicht brauchen das andere Frauen nicht für ihren Lustgewinn, ich kann's nicht sagen, ....

Ich für meinen Teil habe mit dem Thema abgeschlossen und für mich ist die Vorhaut offenbar unverzichtbar......vielleicht sollte ich wirklich Lotto spielen ]:D

Dennoch freue ich mich natürlich weiterhin über Feedback und andere Erfahrungen!

Ich unterstelle einmal, dass die TE mit Sensibelmann nicht personenidentisch ist.

Schlimmer würde ich finden, wenn du mir unterstellt hättest Sensibelman zu sein.....unsere Meinungen gehen für gewöhnlich 180 Grad auseinander ;-)

Und was den unqualifizierten Beitrag bzgl. meines mangelnden Geschicks von Warnator betrifft........der Bursche ist 20 Jahre alt, kann offenbar nicht sinnerfassend lesen, wurde gerade mal vor 3 Jahren beschnitten und rühmt sich in jedem Beitrag mit einer anderen Anzahl an Sexualpartnern......keine Sorge....mein Selbstbewusstsein hat deshalb keinen Knacks bekommen ;-D

D$er Schim|melgreiter


trocken und verschrumpelt und lässt sich mit gegerbter Haut eines Gesichts vergleichen

Ich verstehe es so, dass du es nicht mit einer "normal gegerbten" Gesichtshaut vergleichst, die ja auch bei einem Menschen im etwas fortgeschrittenen Alter nicht verschrumpelt und nicht gegerbt sein muss, sondern eher mit einer trockenen, derb ledrigen Gesichtshaut, wie sie beispielsweise Menschen haben, die lange im Freien gearbeitet haben, oder? Das klingt allerdings wirklich nach einer ungewöhnlichen Ausprägung, mit der eine sensitive Wahrnehmung kaum möglich sein kann.

Es war ihm ja auch nicht neu, dass es ewig dauert.....

Trotzdem denke ich, dass diese Hautbeschaffenheit und eine so herabgesetzte Erregbarkeit auch bei im Kindesalter radikal Beschnittenen nicht das Normale ist. Das passt nicht zu den doch stark überwiegenden persönlichen Erfahrungsberichten. Allein die stetige Berührung der Penishaut an der Wäsche setzt jedenfalls die Empfindlichkeit nicht derart drastisch herab, wie du es beschreibst, zumal sie im unerregten Zustand eine andere ist als im erregten, stark durchbluteten Zustand. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, aber müssten dann nicht die Labien einer reiferen Frau auch sehr viel berührungsunempfindlicher sein? Und das sind sie nach meiner Erfahrung definitiv nicht.

Jedenfalls kann ein Mann, der Probleme in dem von dir beschriebenen Maß hat, gut und effektiv etwas dagegen tun.

… vielleicht brauchen das andere Frauen nicht für ihren Lustgewinn …

Das ist ganz sicher so. Es ist aber ein nochmal schöneres Gefühl, wenn eine Frau (oder ein Mann) einen Partner nicht "nur" befriedigt, um ihm einen Gefallen zu tun, sondern hierdurch eigenen Lustgewinn verspürt.

Ich für meinen Teil habe mit dem Thema abgeschlossen und für mich ist die Vorhaut offenbar unverzichtbar......

Wenn du erkannt hast, dass das für dich wichtig ist, ist das völlig in Ordnung. Niemand kann aus seiner Haut … hoppsa, fast eine umgekehrte Freudsche Fehlleistung.

gleomoGrph


Sorry, wenn ich hier mal in die Nicht-Beschnittenen-Gruppe reingrätsche: Ich bin auch in der Kindheit aus medizinischen Gründen beschnitten wurden und habe keinerlei Probleme mit Unempfindlichkeit an der Eichel. Im Gegenteil: ich gehöre wohl eher zu denen, die recht schnell kommen. Egal ob oral, vaginal oder mit der Hand. Bisher hatte ich aber auch nur Frauen, die mich wirklich heiß gemacht haben und offenbar mit mir/IHM umgehen konnten. Das Gegenüber (also sie) muss natürlich passen, damit es abgeht. Vielleicht liegts bei einigen ja daran ;-)

Aber auch bei SB hatte ich bisher noch nie Probleme und hatte auch noch nie danach eine Sehnenscheidenentzündung ;-)

Vielleicht liegen die Probleme also ganz woanders...

w'eltr=auUmtourxist


das thema ist zwar schon etwas am altern aber vielleicht gibt es doch noch ein paar die kompetent sind :)

wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es männer nach einer beschneidung mit vorhautbändchen und ohne. kommt das denn so oft vor? es klingt ja so als wenn es erhebliche nachteile haben würde, warum wird das dann überhaupt gemacht?

Alias 711729


Entschuldige, ich habe deine Frage erst jetzt gesehen. Ja, es gibt unterschiedliche Arten der Beschneidung.

Das weggeschnittene Vorhautbändchen habe ich auch erst einmal erlebt.....dafür mit all den Konsequenzen.

Ich mag das jetzt garnicht mehr vertiefen....Differenzierung ist bei diesem Thema offenbar nicht so einfach. Die Beschnittenen ohne Probleme, sind immer Pro Beschneidung und blenden die Konsequenzen aus. Die Beschnittenen mit Problemen haben damit zu kämpfen und versuchen teilweise wieder Ihre Vorhaut zu rekonstruieren mit den abstrusesten Mitteln und sind somit meist gegen die Beschneidung.

Und ich kann mich bei dieser undifferenzierten Sichtweise nicht ausschliessen, denn wie oben schon mal geschrieben, möchte ich definitiv keinen beschnittenen Mann mehr in einer Beziehung, weil meine persönlichen Erfahrungen einfach negativ geprägt sind.

Somit tue ich mir auch schwer deine Frage nach dem Warum zu beantworten.

Ich glaube, das muss jeder für sich selbst entscheiden, inklusive der Abwägung wie man mit dann eventuell vorhandenen Gefühlseinbußen umgeht.

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