» »

Fetisch - was kann man dafür?

d4jelaxn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mich treibt eine Frage um, die gar nicht so leicht zu stellen ist.

Und zwar: Wenn man ein Fetisch hat, von dem man keinerlei Bezug zur eigenen Vergangenheit herstellen kann, woher kommt es?

Oder anders: Was kann man selbst für ein Fetisch, ist man dafür verantwortlich? Ist es immer schon da? Kann man davon loskommen? Ja, woher kommt es?

(Vielleicht zur Orientierung: Es hat nichts mit Gewalt, Kontrolle, Dominanz, Rollenspielen, verborgenem Wünschen oder ähnlichem zu tun.)

Was meint ihr?

Antworten
R|osenhRot1x981


Hallo. Also meine Meinung nach entwickelt sich ein Fetisch aus einer Vorliebe heraus.

Erlebnisse aus früheren Zeiten, der Pupertät oder vielleicht auch ein negatives Erlebniss, das in die Sexualität übertragen wird, könnten Gründe dafür sein.

Aus einer "Vorliebe " entsteht glaub ich am ehesten dann ein Fetisch, wenn sie nicht ausgelebt wird und die ordinäre Fantasie nicht mehr ausreicht.

Und ich glaube auch, das ein Fetisch vielleicht daher kommt, das wir viel zu schnell abstumpfen in der heutigen Zeit, weil es einfach viele Möglichkeiten gibt. Man kann viel spezifischer seine eigenen Vorlieben finden.

Oft ergibt sich das über Pornos, man sieht was, merkt dass es einen erregt und schon hegt man den Gedanken es in die Tat umzusetzen.

Den Fetisch als solches solltest Du nicht als Konkurenz betrachten. Ist es doch eine Bereicherung zum "normalen Standart" .....

mOolaxr


Hi, ich habe selbst einen seltenen Fetisch, den für Muttermale (siehe anderer thread hier)

Kann durchaus sein, dass sich die negativen Erlebnisse mit meinen Muttermalen in der Kindheit quasi umgekehrt haben. Oder, dass der Wunsch gemocht zu werden, sich darin ausdrückt. Ich finde Menschen mit Muttermalen jedenfalls sexuell sehr attraktiv und liebe meine eigenen.

Den Fetisch als solches solltest Du nicht als Konkurenz betrachten. Ist es doch eine Bereicherung zum "normalen Standart" .....

Diese Ansicht finde ich gut und hilfreich, denn mit einem Fetisch als individuelle Ergänzung sollte man gut leben können.

dZjeElaxn


Hallo,

vielen Dank für eure Nachrichten!

Also, ich glaube, dass es ein Fetisch ist, zumindest eine sehr seltsame Vorliebe, die ich aber habe, seit ich denken kann. Ich hatte es also als Kind schon, dass es mich sehr seltsam berührt hat und das blieb. Aber dass mich dieses Etwas sexuell sowie "romantisch" erregt, ist mir erst seit wenigen Monaten klar.

Dass sich etwas aus einer unterdrückten Vorliebe heraus in einen Fetisch klingt einleuchtend; dass es was mit unserer Zeit der Tausend Möglichkeiten zu tun hat, auch. Ihr meint also, dass man selbst nicht "schuld" dran ist, oder? Es ist also etwas, das sich selbst entwickelt, ohne eigenes bewusstes Zutun?

Dass man es als Bereicherung betrachten sollte, verstehe ich auch - aber das geht entweder nur allein oder indem man sich nicht dafür schämt.

Puh...ich weiß auch nicht genau, was ich genau will. Ich schätze, ich würde dem ganzen gern auf den Grund gehen, aber das wird wohl auf Vermutungen und Mutmaßungen hinauslaufen. Ich werde nicht schlau draus und geniere mich, deshalb hab ich diesen Faden wohl eröffnet.

Weitere Antworten?

P9idxdle


Ich bin auch Opfer eines Fetisch. Dieser hat zu meinem ganzen Übrigen überhaupt keine Beziehung, jedenfalls sehe ich keine. Mit einer "Vorliebe" oder nicht ausgelebtem Wunsch hat das nicht das Geringste zu tun.

Ich wünschte, ganz im Gegenteil, daß ich ihn nicht hätte, aber er ist da, und zwar - wie ich von anderen davon Befallenen ausnahmslos weiß - unverrückbar stark; ihn loszuwerden ist hoffnungslos. Ja, er ist immer schon da gewesen (jedenfalls seit der Pubertät), und verantwortlich dafür kann ich mich nicht fühlen. Ich bin auch nicht dafür verantwortlich, daß ich auf einen gewissen Frauentyp abfahre, auf einen anderen nicht (jedenfalls nicht so unmittelbar). Das ist vergleichbar, obwohl ich den Fetisch für noch stärker verwurzelt halte.

Zum Glück ist es in meinem Fall nichts Gemeingefährliches oder sonstwie Illegales. Aber der Fetisch stört, um nicht sogar zu sagen: zerstört das Sexualleben. Das ist das Gemeine an ihm. Als eine Bereicherung sehe ich den ganz und gar nicht an. Er ist keine Ergänzung, sondern er drängt sich bei der Sexualität einfach ungebeten vor. Er ist ein Feind einer harmonischen Partnerschaft.

mxaumxa


Oder anders: Was kann man selbst für ein Fetisch, ist man dafür verantwortlich? Ist es immer schon da? Kann man davon loskommen? Ja, woher kommt es?

ich stelle mal eine Gegenfrage, oder auch mehrere

Warum muss man immer für alles eine erklärung haben, warum kann man nicht einfach annehmen das es so ist wie es ist.

Warum muss für alles immer jemand verantwortlich sein, im Sinne der oder das ist Schuld.

Es gibt einfach Dinge , die sind so wie sie sind, ohne das ich sie werten möchte.

Hast du denn ein Problem mit deinem Fetisch @djelunbeschwerter Umgang für dich damit nicht möglich ist, und belastet er dich, weil ein unbeschwerter Umgang damit dir nicht möglich ist.

Weswegen nicht, die Meinung anderer das es nicht normal sei.

Nimm dich einfach an so wie du bist, mit deinen Neigungen, Fetischen oder was auch immer

mQaumxa


Hast du denn ein Problem mit deinem Fetisch @djelunbeschwerter Umgang für dich damit nicht möglich ist, und belastet er dich, weil ein unbeschwerter Umgang damit dir nicht möglich ist.

Edit: Hast du denn ein Problem mit deinem Fetisch @djelan , belastet es dich weil ein unbeschwerter Umgang für dich damit nicht möglich ist

Dwie~ Se herin


ich finde ja auch, dass es doch meist vollkommen egal ist, woher eine "vorliebe" kommt. nur wenn ein fetisch dann so...

Aber der Fetisch stört, um nicht sogar zu sagen: zerstört das Sexualleben. Das ist das Gemeine an ihm. Als eine Bereicherung sehe ich den ganz und gar nicht an. Er ist keine Ergänzung, sondern er drängt sich bei der Sexualität einfach ungebeten vor. Er ist ein Feind einer harmonischen Partnerschaft.

... eine rolle im partnerschaftlichen sex einnimmt, wird es interessant!

als ich noch jung war ( ;-D ) wurde etwas nur dann als fetisch bezeichnet, wenn das uuunbedingt nötig war, damit sexuelle erregung überhaupt möglich war - kann ja nun durchaus lästig sein. dann wäre es wahrscheinlich schon nicht schlecht, ein wenig ursachenforschung zu betreiben (mit dem ziel, das aufzuweichen)

wqansxtl


Moin!

Ich weiss. für einen Fetisch kann man nichts. meiner ist extrem abartig, aber er hat sich erst mit 35 j manifestiert, davor war mein Sexual Leben ganz normal. Heute merke ich, wie er sich verschiebt, es ist nicht nur einer, sondern mittlerweile mehrere.

Alle allerdings im gleichen Kontext. Ich lebe sie alle aus, das allerdings allein, denn meine Partnerin weiss zwar davon, möchte aber nicht dran teilhaben. Da ich die Möglichkeit zum ausleben habe, kann ich ganz gut damit umgehen. Und die Moral von der Geschicht: "Lebe deinen Fetisch aus wenn du kannst". Wenn du ihn unterdrückst, und versuchst ohne ihn klarzukommen, hast du immer das Gefühl, etwas versäumt zu haben.

Wanstl

Pyiddxle


Ich lebe sie alle aus, das allerdings allein, denn meine Partnerin weiss zwar davon, möchte aber nicht dran teilhaben.

Das kommt mir bekannt vor. Aber auf Dauer ist das einfach Sch... Dabei gibt es, wie ich weiß, durchaus Frauen, die genau dazu passen würden: genaue Gegenstücke. Und die leben ihren Teil für sich allein aus und verstecken es - wie ich. |-o Toll, so ein nicht vorzeigbarer Fetisch.

N{yxtis


Ich drehe die Frage mal weiter: Woher kommt wohl unsere Vorliebe für bestimmte Musik, für gewisse Speisen/Geschmäcker/Gerüche, für eine gewisse Farbe ...?

Einiges ist veranlagt, also schon von Geburt an in uns. Andere erarbeiten wir uns - sind damit ein Ergebnis der Umwelt, bzw. unserer Einflüsse. Letztere sind auch einer gewissen Veränderung unterworfen - man spricht von ca. 7 Jahren, in denen sich z. B. unsere Vorliebe für bestimmte Speisen verändert ...

Zum Glück leben wir in einer Zeit und in einer Gesellschaft, in der man sich größtenteils ausprobieren kann und so herausfindet, was man lustig, schön, erregend ... findet, aber auch was einem eher nicht gefällt und kann dies ausleben oder eben sein lassen.

P idEdlxe


... und kann dies ausleben oder eben sein lassen.

Genau diese Wahlmöglichkeit hat man eben bei einem richtigen Fetisch nicht. Es ist geradezu ein Erkennungsmerkmal eines Fetisch, daß man es sich eben nicht aussuchen kann.

Außerdem: Unsere ach so liberale Gesellschaft wird plötzlich an manchen Stellen total unduldsam, die bei Lichte besehen ganz und gar harmlos sind. Das merkt man nur nicht, wenn man aufgrund der eigenen Veranlagung niemals dort anstößt! Es gibt nicht nur political correctness, sondern auch sexual correctness.

dgjeBlan


@Mauma:

Hast du denn ein Problem mit deinem Fetisch @djelan , belastet es dich weil ein unbeschwerter Umgang für dich damit nicht möglich ist

Ein kleines Problem habe ich schon damit. Es ist kein Drama, aber ich finde es sehr seltsam, es ist mir immens peinlich und ich bin sehr befremdet davon! Ich verstehe es einfach nicht. Und ich bin nicht angetan davon, dass ich beim Sex immer dran denken muss. Einerseits macht es den Sex schöner, andrerseits will ich dieses Etwas nicht so recht haben, auch nicht, wenn es positiv wirkt.

@Piddle:

Aber auf Dauer ist das einfach Sch... Dabei gibt es, wie ich weiß, durchaus Frauen, die genau dazu passen würden: genaue Gegenstücke. Und die leben ihren Teil für sich allein aus und verstecken es - wie ich. |-o Toll, so ein nicht vorzeigbarer Fetisch.

Versteh ich rational. Aber ich glaube, mir wär's noch peinlicher, wenn jemand sagen würde, den Fetisch hab ich auch, lass ihn uns zusammen ausleben.

Da es schon ewig da ist, denke ich, vielleicht ist mein Hirn neurologisch so, dass es auf ein bestimmtes Geräusch seltsam reagiert und diesen Reiz dann mit Vorstellungen anreichert. Aber ich glaube, es ist nicht nur das.

@Wanstl:

Wenn du ihn unterdrückst, und versuchst ohne ihn klarzukommen, hast du immer das Gefühl, etwas versäumt zu haben.

Puh :-) Ich fände es besser, ohne ihn "klarzukommen". Finde ihn halt doof, wohingegen du mit deinem im Einklang zu sein scheinst...

Y1tTongx11


Steht hier irgendwo dein Klarname oder warum eierst du so um den heißen Brei ;-D ? Ein Fetisch ist dann richtig geil, wenn man ihn ausleben kann. Das bedingt aber, das man sich darüber im klaren sein muss, das man Andere daran teilhaben lassen will und sich auch nicht dafür schämt ;-) !

M`r. Fzoreskxin


als ich noch jung war ( ;-D ) wurde etwas nur dann als fetisch bezeichnet, wenn das uuunbedingt nötig war, damit sexuelle erregung überhaupt möglich war

Die Definition ist heute auch noch so, zumindest laut Wikipedia.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH