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Wird Entjungferung überbewertet?

E7hema.li'ger} Nu[tzeWr (#5x70471) hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich bin seit fast 18 Jahren mit meiner Frau zusammen und wir beide haben 2 tolle Kinder und trotz all der Jahre ein sehr intensives Sexleben. Es ist wirklich toll, das finden wir beide und wir sind heute noch total verrückt aufeinander.

Jetzt denkt Ihr sicherlich, was will der denn von uns; es läuft doch alles gut?!? Es läuft in der Tat sehr gut aber wir haben immer mal wieder das Gespräch von ihrem Ex-Freund, der sie damals nicht sonderlich gut behandelt hat (verarscht und ausgenutzt). Worauf ich nach all den Jahren immer noch stinkig bin sind zwei Sachen. Das er damals angeblich nicht gemerkt hat, dass meine liebe Frau sehr krank war (sie hatte Bullemie) ist schon ein Ding. Meine Frau hat mir das nach ein paar Jahren als wir zusammen waren "gebeichtet" und meinte, seitdem sie mit mir zusammen ist, wäre alles wieder gut. Neulich hat sie mir einen Gürtel aus dieser Zeit gezeigt und und mir kamen erst die Tränen und dann die blanke Wut auf diesen Pfosten. Sie war so abgemagert und "er" hat das angeblich nicht gemerkt. Ja klar >:(

Er war nichts weiter als ein mieser kleiner Opportunist. Hat auf Kosten meiner Frau gelebt und sich einen scheiß um sie geschert. Und zu allem Überfluss war dieser Drecksack auch noch der erste, der mit meiner Frau geschlafen und sie entjungfert hat. Ich weiß, einige von Euch werden jetzt die Augen verdrehen aber ich habe wirklich damit zu kämpfen und meine Frau auch. Meine Frau meinte, dass wenn Sie die Zeit zurück drehen könnte, auch lieber von mir entjungfert werden würde. Dieses Thema kommt wirklich so alle paar Monate bei uns hoch und ich kann es einfach nicht abschalten. Ich fühle mich dadurch wie die ewige Nummer 2 und das macht mir wirklich sehr zu schaffen.

Ich spreche hier die Männer an (weil Frauen sowieso nur die Augen verdrehen und meine Frage nicht ernst nehmen): Hat die Entjungferung für Euch auch einen hohen Stellenwert oder denkt Ihr, "ist mir doch egal". Ich finde es sehr wichtig aber leider war es mir nie vergönnt... Beste Grüße und schönen Advent

Antworten
g2eraCld aFus wixen


erstens ist es für einen mann nicht so wichtig und auch nicht erstrebenswert-meine meinung :=o und zweitens muß dir ganz schön langweilig sein, bzw scheinst keine anderen sorgen zu haben, als dich ewig mit was zu beschäftigen, was du sowieso nicht mehr ändern kannst.....auch dir einen schönen advent *:)

Lbiebex8


Ich spreche hier die Männer an (weil Frauen sowieso nur die Augen verdrehen und meine Frage nicht ernst nehmen): Hat die Entjungferung für Euch auch einen hohen Stellenwert oder denkt Ihr, "ist mir doch egal". Ich finde es sehr wichtig aber leider war es mir nie vergönnt...

Ich bin mal so frei und antworte dir, obwohl ich eine Frau bin, weil es ja auch um eine geht. Ich kann dich/euch verstehen, aber ich halte es nicht für sinnvoll, sich an Dingen aufzureiben, die sich nun mal nicht mehr ändern lassen. Man kann die Vergangenheit nicht ändern, aber den heutigen Umgang damit. Die Sache hat nur den Stellenwert, den ihr ihr einräumt. Ihr habt es also in der Hand. Ich würde deshalb versuchen, das für mich zu relativieren, einfach um besser damit leben zu können. Wie schade, sich das Hier und Jetzt durch immer wiederkehrende Gedanken an etwas zu vermiesen, das schon so lange zurückliegt und gar keine Bedeutung haben muss, wenn man es nicht möchte.

Meine Frau meinte, dass wenn Sie die Zeit zurück drehen könnte, auch lieber von mir entjungfert werden würde. Dieses Thema kommt wirklich so alle paar Monate bei uns hoch und ich kann es einfach nicht abschalten. Ich fühle mich dadurch wie die ewige Nummer 2 und das macht mir wirklich sehr zu schaffen.

Du magst der zweite gewesen sein, der ihr körperlich so nahe kommen durfte, aber was bedeutet das schon, angesichts dessen, wie sie heute über ihn denkt und was ihr nun gemeinsam habt? Ich finde, ihr tätet wirklich gut daran, diesem ersten Akt keine so hohe Bedeutung beizumessen. Gerade im Vergleich zu dem, was euch nun verbindet. Was spielt es da für eine Rolle, dass er vor mehr als 18 Jahren der erste Mensch war, mit dem sie im Bett landete? Ihr Leben verbringt sie mit dir. Du bist der Vater ihrer Kinder und der Mann, den sie von Herzen liebt. Das ist es, was am Ende bleibt, finde ich. Nicht dieser erste Akt anno dazumal mit jemandem, der ihr als Mensch längst nichts mehr bedeutet.

Und auch wenn es im ersten Moment widersinnig wirken mag: Vielleicht hilft es dir/euch sogar, wenn ihr euch mal vor Augen haltet, wie oft du nicht "der Erste" warst, mit dem sie xyz erlebt hat. Wieso also gerade dem Sex da so große Bedeutung zumessen? Es gab tausende Dinge, die sie, bevor sie dich kennen- und lieben gelernt hat, mit anderen "zum ersten Mal" erlebte, aber was bedeutet das schon für's Hier und Jetzt?

DJreDamsx2015


Ich finde Deine Sorgen durchaus begründet und an dem Thema echt nichts "zum Augen verdrehen"!

Aus meiner -Frau- Sicht ist die Entjungferung eine durchaus "große" Sache. Daher kann ich verstehen, dass das Deine Frau noch Jahre danach beschäftigt. Dass der Ex nicht mal die Magersucht bemerkt hat / bemerken wollte, ist sehr tragisch, leider kommt es häufig vor, dass junge Mädchen ausgenutzt werden. Mit einer großen Liebe hat das nichts zu tun. Ich finde es toll, dass Ihr beide so offen darüber sprechen könnt.

Aber: dadurch brauchst du Dich nicht wie Nummer 2 zu fühlen! Sie war eben an einen A... Geraten und nun habt Ihr Euch zwei - glücklich miteinander.

Wenn ich Deinen Post so lese, kann ich auf der anderen Seite nicht wirklich verstehen, wen von Euch beiden das Thema mehr beschäftigt - sie, weil ihr erstes Mal so doof war, oder Dich, weil Du nicht die Nr. 1 in ihrem Leben sein konntest. Wenn zweiterens zutrifft, so würdest Du ihr einen großen Gefallen tun, wenn Du das Thema von nun an nicht mehr hoch kommen lassen würdest. Wie gesagt, das war nunmal so und ist nicht mehr zu ändern. Ihr müsst nach vorne schauen. Nummer 2 bist Du für sie dadurch sicher nicht!

Ich habe zum ersten Mal mit meinem jetzigen Ehemann geschlafen - und das war nicht schön, ehrlich gesagt. Gar nicht schön. Absolut blöd. Und diese Tatsache hat mich auch Jahre beschäftigt. Mittlerweile tut es aber nicht mehr.

Geniest einfach das was ihr jetzt aneinander habt.

Efhemaliager| Nutze"r i(#570x471)


@ Liebe8 und @Dreams2015

ich/wir danken Euch für Eure Worte. Das Thema kommt von uns beiden. Auch sie findet es so schade, dass sie ihre Zeit und ihre Jungfräulichkeit an diesen Hammel verschenkt hat, der das Geschenk nicht zu schätzen wusste...

Es ist wirklich eine enorme psyschische Belastung und vor allem ich kriege es einfach nicht aus dem Kopf. Es begleitet uns schon seit so vielen Jahren, weil wir uns halt eben so sehr lieben. Nicht das wir uns falsch verstehen: Ich mach ihr keine Vorwürfe (das wäre ja nur blöd) und Sie macht sich selbst auch keine Vorwürfe, weil sie ihn ja irgendwann mal geliebt hat oder zumindest geglaubt hat, ihn zu lieben.

Von gemeinsamen Unternehmungen mit ihrem Ex kann keine Rede sein. Er war ein egozentrisches A... loch und hat sogar ihren Geburtstag etc. vergessen. Ihm war alles scheiß-egal und meine Frau kann sich nicht mal daran erinnern, dass sie zusammen überhaupt schöne Zeiten hatten. Umso schlimmer macht es das Ganze, was wir jetzt am verarbeiten sind... Wir sind jetzt beide im Besten Alter für eine Midlife-Kriese ;-)

DsanCtxe


Also, ich habe 3 Frauen entjungfert (Zufall, nicht dass ich da besonders scharf drauf war), und ich kann dir sagen,

so was Besonderes ist das nun wirklich nicht.

Mir ist da eine Frau mit Erfahrung doch viel lieber.

BPaumfann7x3


Die Eifersucht auf die Vorgänger ist ja ein weitverbreites Thema. Da bist du nicht der einzige.

Kenn ich auch, aber da war ich 19. Nach 18 Ehejahren ist das schon ungewöhnlich. Häufig steckt aber Doppelmoral und Eitelkeit dahinter. Wie sieht's denn bei dir aus? Hättest du gern andere vorher gehabt?

LVukags420


Und wer hat Dich entjungfert, KrissKross?

O&ldi8e49


Hallo ihr beiden,

ich spreche deine Frau jetzt mal gleich mit an. Wenn dieses Thema euch wirklich beiden so viel bedeutet, dass es nach so vielen Jahren noch unverarbeitet ist, dann würde ich das auch ernst nehmen und versuchen, es abzuschließen und zu verarbeiten. Allerdings stellt sich mir zuerst die Frage, ob es wirklich BEIDE sind, die es zu gleichen Teilen beschäftigt. Denn es drängt sich mir die Vermutung auf, dass "Krisskross" mehr darunter leidet. Deine Frau weiß, dass du darunter leidest, sie will das nicht, wünscht sich, dass das aufhört und leidet darum mit, damit du damit nicht alleine bist. So etwas geschieht manchmal auch unbewusst. Denn dass ihr wirklich beide diesen sehr weit zurück liegenden Teil ihrer persönlichen Geschichte so gleich problematisch seht, wäre ungewöhnlich. Wenn auch nicht ausgeschlossen.

"Abschließen und verarbeiten", wie geht das? Es wird viel darüber geredet aber die meisten wissen nicht, wie sie dieses "Verarbeiten" bewältigen sollen. Und weil sie es nicht wissen, hören sie immer wieder dann auf, wenn es weh tut. Außerdem glaube ich, dass jeder von euch diese Problematik auf andere Weise verarbeiten müsste. Die Frau als direkt Betroffene hat einen völlig anderen Zugang dazu als der Mann, der aus Liebe "mitleidet", mit Wut oder gar Hass reagiert und den Typen darum nicht aus dem Kopf bekommt. Diese Verarbeitung müsste also individuell angegangen werden.

Man kann sich eine solche abschließende Verarbeitung in etwas so vorstellen, wie das Auspacken eines großen Kartons, den man aus dem Keller holt. Man weiß, dass sich da sehr unangenehme Dinge darin befinden. Und darum hat man ihn oft geöffnet, dann aber schnell wieder geschlossen. Bei der abschließenden Verarbeitung geht das nicht mehr. Da wird alles ausgepackt, was drin ist. Jedes Stück wird einzeln betrachtet, bis man verstanden hat, wozu es damals gut war. Jedes Stück wird in ein "Puzzle des Verstehens" eingefügt. Dieser Vorgang ist sehr persönlich, sehr individuell, subjektiv. Das kann man nicht zu zweit machen. Und das ist vor allem Aufgabe deiner Frau. Erst dann bist du dran. Dein "Leiden" unter dieser Situation ist ein anderes als ihres. Es hat andere Ursachen und ist anders aufzulösen. Ich glaube nicht, dass ihr euch einen Gefallen damit tut, wenn ihr das so stark miteinander verbindet, dass keiner etwas sagen oder denken will, was der andere anders empfindet. Ich glaube auch nicht, dass man das ohne Helfer kann. Und ich glaube, dass derjenige, der dabei hilft, die beiden "Mandate" auch wird auseinanderhalten wollen.

Und noch eines zur Verarbeitung. Das Betrachten der Vorgänge damals darf nur so erfolgen, wie man ein Bild betrachtet, das hinter einer dicken Glasscheibe liegt. Immer, wenn einer denkt oder sagt: "Das hätte anders sein müssen" oder ähnlich, dann versucht er, dieses Bild umzumalen. Das ist Nonsens und unmöglich. Verarbeitung beginnt also immer damit, dass man alles, was geschehen ist, als unumstößliche Tatsache anerkennt und nur die Fakten betrachtet. Dann ist das Ziel sie zu verstehen und damit leben zu können.

Eahema5liger NEutzer (T#39x571)


Indem ich zur ursprünglichen Fragestellung zurückkehre, weise ich darauf hin, daß hier redlicherweise zwei Vorgänge im Leben eines Mädchens getrennt betrachtet werden sollten: einerseits die üblicherweise als Defloration bezeichnete Zerstörung des Jungfernhäutchens, andererseits der erste Beischlaf. Wie man diversen Internetseiten entnehmen kann, ist es vor allem in den USA nicht selten, daß sich ein Mädchen durch das Herumspielen mit einem Dildo, einer Kerze oder dem Griff einer Haarbürste selbst entjungfert, was als ein relativ unerhebliches Geschehen angesehen wird. Als wirklich wichtig wird dagegen der erste Beischlaf mit einem Jungen betrachtet, indem bei einem jeden Beischlaf das Risiko besteht, schwanger zu werden. Damit pflichte ich der Aussage bei, wonach hierzulande die Entjungferung eines Mädchens überbewertet wird.

EDhemaliKger Nutz@er r(#570471x)


Ich bin beeindruckt - sehr tolle Worte. Ich danke Euch allen und vor allem Oldie49.

Wie Oldie schon richtig vermutet leide ich wesentlich stärker darunter als meine Frau. Wobei ich das Thema so nicht angeschnitten habe und wir auch nicht erst seit ein paar Tagen darüber sprechen. Es ist seit 18 Jahren immer mal wieder Thema wobei ich oftmals gar nicht damit anfange. Manchmal überkommt es auch meine Frau "einfach so" und sie kriegt dann eine art Blues, der zwar nie lange andauert aber trotzdem sehr intensiv ist.

Ich weiß mittlerweile, dass ihr Ex sie damals mit seinem ganzen Gehabe, seinem asozialen Verhalten und und und sehr verletzt hat. Es war für meine arme Frau eine schwere Zeit. Ihre Eltern habe sich damals getrennt und sie hat jemanden gesucht, der sie "auffängt" und ist in den Armen dieses Menschen gelandet. Es folgte eine langjährige Bullemie etc. Meine Frau und ich schließen uns Oldies Worten an und gehen zusammen zu einer Therapie. Bitte nicht die Augen verdrehen, es hilft ja alles nichts und wir drehen uns schlussendlich nur im Kreis. Unsere Liebe zueinander ist sehr stark aber dieses Thema, das für uns und auch für mich nun mal nicht "albern" ist, müssen wir unbedingt verarbeiten und damit abschließen. Es liegt immer im Auge des Betrachters, was für einen Menschen wichtig oder schlimm ist.

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Liebe Grüße

B?aumdanxn73


Eine Zwischenfrage ist unklar geblieben, und zwar wie das mit deiner "Entjungferung" gelaufen ist. Ist deine Frau deine erste und einzige Liebe, oder gab es andere vorher?

Verständnis über den Kummer der Entjungferung durch einen Anderen könnte ich dann aufbringen, wenn eine religiöse Einstellung dahinter stehen würde, die nicht mehr gelebt werden kann, weil einer der Partner schon Sex hatte. Kein Sex vor der Ehe usw. Auch wenn ich es früher nicht damit gehalten habe, habe ich große Sympathien für das Konzept der Enthaltsamkeit bis zur Ehe, bzw. halte es für richtig und erstrebenswert, wenn junge Leute das möchten, weil ich sehe, wie viele Leute (mich eingeschlossen) im Nachhinein Probleme mit dem zu schnellen Sex und der allgemeinen Sexualisierung der Gesellschaft haben. Mir wäre viel Ärger und Kummer, der bis heute nachwirkt, erspart geblieben, hätte ich damals mehr über die Lehre meiner Kirche gewusst und mich entsprechend verhalten.

Das ganze Forum hier ist voll von Fremdgeh- und Eifersuchtsthemen, psychischen Traumata und Depressionen die im Zusammenhang mit zu früh oder unverantwortlich ausgeübter Sexualität stehen. Das sind die Schattenseiten der sexuellen Revolution. Will bloß keiner wahrhaben, dass es so ist. Psychotherapeuten und Kliniken hätten Auftragsmangel, wenn die Werte im Bereich der Sexualität wie vor den 68ern und der Pille gelebt würden.

In diesem Kontext könnte auch die Antwort liegen, warum deine Frau diesen angeblichen Taugenichts als ersten Freund hatte. Weil es eben auch gesellschaftlich normal war zu der Zeit und auch heute normal ist, ab einem bestimmten Alter in einer Beziehung zu sein und mit dem Sex loszulegen. Es ist halt nicht mehr zu ändern, dass das erste Mal deiner Frau aus ihrer heutiger Sicht mit dem Falschen passiert ist.

Wäre es denn anders, wenn der "Entjungfernde" ein lieber und netter Kerl gewesen wäre?

Und warum ist denn der Akt der Entjungferung jetzt so maßgeblich, in Anbetracht dessen, dass sie doch wohl längere Zeit mit dem Typen zusammen war? Da kommt doch leicht eine 3-stellige Anzahl von Einzelakten zusammen, je nach Dauer der Beziehung, oder? Viele junge Leute (auch ältere ;-D ) machen's fast täglich.

Und vielleicht führen eure Gespräche über das Thema auch dazu, dass sie die Ereignisse mit dem Ersten negativ verklärt und dir zu liebe schwarz malt. Meine erste Ex hatte mit 16 bereits mind. 2, wenn nicht 4 Sexpartner vor mir und mit mir wars dann was längeres. Ich hab mich moralisch darüber entrüstet und ihr Vorhaltungen gemacht. Je mehr ich ihr das vorgehalten habe, umso mehr hat sie die Vorgänger dann zu Arschlöchern degradiert, damit ich besser damit klarkomme. Sie hätte nicht gewusst, warum sie sich drauf eingelassen hat, schwere Kindheit und bla bla. Heute ist mir klar, dass sie einfach nur mit denen gepoppt hat, weil sie's wollte und konnte.

Dabei war das von mir Doppelmoral, weil hätte ich mich vor ihr etwas mehr angestrengt, hätte ich auch das eine oder andere Mädel vorher haben können. Oder ich hätte in Anbetracht der Vorgänger auf sie verzichtet und auf die nächste Jungfrau warten können. Das wollte ich nämlich auch nicht, sondern ich wollte endlich loslegen, mit dem was alle tun. Also hab ich sie trotz der Vorgeschichte genommen, und dann durch Moralvorhaltungen manipuliert. Erkennst du bei dir irgendwas wieder von diesem Verhalten?

Also ich halte es für möglich, dass die Sache deiner Frau mit dem Ex in der Realität weitaus weniger dramatisch war. Die Bulimie hatte ja ggf. mit der Trennung der Eltern zu tun und er war einfach zu trottelig oder unerfahren, davon etwas zu merken. Sie war mit ihm zusammen, einfach weil sie sich drauf eingelassen hat, weil's alle so machen. Und der Sex wird nun auch nicht schlimm gewesen sein, sondern, davon ist auszugehen, wird sie ihren Spaß dran gehabt haben, auch wenn der Typ sich als Arschloch heraus gestellt hat.

Also mir scheint das eher so zu sein, dass ihr gegenseitig eure Midlife-Crisis befeuert und deshalb ein Problem konstruiert, wo keins sein müsste. Vielleicht habt ihr einen Drang zum Leiden, ohne den es sonst zu langweilig würde.

H#azel$nusxs


Es mag zwar so scheinen als wäre es wichtig wer der Erste war, aber ist es nicht viel wichtiger, im Hier und Jetzt, und auch in der Zukunft, dass DU der Letzte bist und sein wirst?

Wer weiß wie ihr Leben verlaufen wäre, wäre dieser Mann nicht ihr Erster gewesen, vielleicht hättet ihr euch nie kennengelernt? Dann hättest du heute sicher ganz andere Probleme, nur nicht dieses.

PFetrSawiied


Meine Antwort auf die Frage: "Wird die Entjungferung überbewertet?"

Im allgemeinen nicht, aber bei Euch schon. Eine Entjungferung kann für beide Partner sehr unangenehm sein.

Warum beschäftigt Ihr Euch mit etwas was vor 18 Jahren war ?

Das Leben findet heute und in Zukunft statt. Nicht in der Vergangenheit. Darum schaut nach vorn und freut Euch auf schöne Dinge, die Ihr noch gemeinsam erleben dürfen und befreit Euch von allem Gedankengut welches Ihr sowieso nicht mehr ändern könnt, sonst werdet Ihr viel Lebensfreude verlieren.

Ich hoffe für Euch, Ihr schafft das ! :)_

EihemabliPger NuXtzer (x#39571)


Warum beschäftigt Ihr Euch mit etwas was vor 18 Jahren war?

Je älter man wird, desto mehr geht einem das nach, was sich in der Vergangenheit ereignet hat. Da gibt es kein Verdrängen mehr und läßt sich nichts mehr unter den Teppich kehren - unweigerlich kommt alles zum Vorschein, ob man dies wahrhaben will oder nicht.

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