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Sexualverkehr als eheliche Pflichterfüllung

EPhemalNiger HNutzerN (#x39571) hat die Diskussion gestartet


Bei bis jetzt 1034 Seiten zum Thema Sexualität ist es nicht auszuschließen, daß die hier darzustellende Thematik hier bereits früher abgehandelt und diskutiert worden ist. Es geht darum, daß vor allem in fundamentalistischen Kreisen Ehen derart geführt werden, daß der Sexualverkehr ausschließlich in ehelicher Pflichterfüllung zur Zeugung von Kindern ausgeübt wird. Indem der weibliche Orgasmus als Sünde angesehen wird, kommt es in diesen Kreisen nicht selten vor, daß eine Ehefrau zwar viele Kinder geboren und großgezogen, jedoch nie in ihrem Leben einen Orgasmus erlebt hat, wobei Maria als die allzeit reine jungfräuliche Gottesmutter und Gottesgebärerin als das große Vorbild angesehen wird. Nachstehend sei hier nicht auf die entsprechende Lehre der römisch-katholischen Kirche eingegangen, sondern ausschließlich gefragt, ob auch andere beobachtet haben, welche langfristigen Folgen eine derartige Grundeinstellung für den Einzelnen hat.

Antworten
YDto$nXg11


Da du ja ein allseits bekannter und hochangesehener, profunder Kenner von besagten fundamentalistischen Kreisen bist, kannst du sicher deine Pflichterfüllungs-Thesen mit entsprechenden Statistiken untermauern :-) !

BCaumanxn73


Bin Katholik. Das der weibliche Orgasmus als Sünde angesehen wird ist mir nicht bekannt. Da findet sich auch nichts in der Bibel und im Katechismus dazu. Woher hast du das?

Es gibt auch keine strikte Handlungsanweisung, dieses oder jenes beim Sex zu unterlassen. Wobei die sexuellen Akte den miteinander verheirateten Frauen und Männern vorbehalten sein sollen und man für die Weitergabe des Lebens offen sein soll, weshalb z.B. AV, Verhütungsmittel usw. nicht in Ordnung ist. Aber gegen natürliche Verhütungsmethoden spricht z.B. nichts.

Und man macht es nicht in egoistischer Absicht, sondern einander zugewendet. Wenn man die Grundprinzipien beachtet kann man in der Ehe frei drauf los....Von welcher Sekte schreibst du da?

E@hemal9igGer Nutze^r (#395x71)


Da du ja ein allseits bekannter und hochangesehener, profunder Kenner von besagten fundamentalistischen Kreisen bist, kannst du sicher deine Pflichterfüllungs-Thesen mit entsprechenden Statistiken untermauern

Nein, dies vermag ich nicht, vermutlich gibt es hierzu auch keine Statistiken; ich habe nur dargestellt, was ich hierzu in meinem Umfeld gehört und beobachtet habe.

Eshemal/iger N4utzer (#I3957x1)


Bin Katholik. Das der weibliche Orgasmus als Sünde angesehen wird ist mir nicht bekannt. Da findet sich auch nichts in der Bibel und im Katechismus dazu. Woher hast du das?

Dies ist mir alles wohlbekannt, jedoch sehen die Betreffenden dies in Ihrem Verständnis der Nachfolge von Maria als eine Sünde an.

YPtong\11


Ah....du hast im kirchlich fundamentalistischen Kreisen gehört, das Frauen keinen O haben ;-D ! Interessant :=o !

D)iey Sehexrin


kann es vielleicht sein, dass diese "geschichten" eher damit zusammenhängen, dass in deiner generation teilweise ehen ganz anders geschlossen wurden? sex ein notwendiges beiwerk in manchen beziehungen war? sexuelle aufklärung nicht statt gefunden hat?

E[hemali}gerG Nutjzer v(#3957x1)


Ah....du hast im kirchlich fundamentalistischen Kreisen gehört, das Frauen keinen O haben ;-D ! Interessant :=o

Nicht nur das; die wußten nicht einmal, daß es so etwas gibt und haben sich der Sünde gefürchtet.

E$hOemaligeUr Nutz0er (x#39571)


kann es vielleicht sein, dass diese "geschichten" eher damit zusammenhängen, dass in deiner generation teilweise ehen ganz anders geschlossen wurden? sex ein notwendiges beiwerk in manchen beziehungen war? sexuelle aufklärung nicht statt gefunden hat?

Es verhält sich anders: Dies spielt sich nicht in meiner Generation ab, sondern in einer deutlich jüngeren; und gerade dort finden sich in Abwendung gegen die aus ihrer Sicht sündigen und dem Untergang geweihten Umwelt solche Positionen. Man schaue sich nur einmal um, welche Menschen sich bei entsprechenden Veranstaltungen der Pius- bzw. Petrusbruderschaft oder von Opus Dei einfinden.

Yztonmg1+1


Urs....du solltest vielleicht deinen Freundes- und Bekanntenkreis etwas überdenken ;-D ! Geh mal in nen Swingerclub. Is besser als ne Veranstaltung der Pius- bzw. Petrusbruderschaft oder von Opus Dei ;-D :)_ !

Brau$mann<7x3


Also auch die Ehepaare, die den zuvor erwähnten, katholischen Gemeinschaften angehören, haben Sex, möglicherweise in einer eher gemäßigten Art und Weise. Und wenn eine Frau dabei einen Orgasmus bekommt, dann ist das einfach so. Hab noch nie davon gehört, dass das etwas schlimmes sein soll. Aber ich kann mir denken, dass die Leute darauf nicht so fixiert sind, der sexuellen Befriedigung nicht so verzweifelt hinterher jagen, wie andere.

Also noch zur Eingangsfrage:

welche langfristigen Folgen eine derartige Grundeinstellung für den Einzelnen hat.

Eine derartige Grundeinstellung nennt man Keuschheit. Wobei Keuschheit nicht gleichzusetzen ist mit Verzicht oder Zöllibat. Bei Leuten aus meinem katholischen Umfeld, die also in dem Sinne keusch leben sind die langfristigen Folgen, dass die Personen sich zu charakterfesten, verlässlichen, wirklich freien Menschen entwickelt. Also deine Frage impliziert, dass du mit langfristigen Folgen psychische Schäden vermutest. Also dem ist nicht so.

Da solltest du mal den Blickwinkel wechseln und fragen, was die langfristigen Folgen für die frühsexualisierten Menschen, die alles mitnehmen, was das hedonistische Leben so bietet, sind. Ich sehe da einen Zusammenhang zu Depressionen, psychischen Beschwerden, Psychotherapien, Suchtverhalten und Klinikaufenthalten. Ich will damit nicht behaupten, dass alle, die ein ungezwungenes Sexleben haben, psychisch krank werden. Aber einen Zusammenhang zwischen "ungeordnetem" Sexualverhalten und psychischen Beschwerden sehe ich sehr wohl, das gibt's z.B. auch in meinem Leben.

Also das, was du für unnormal hälst ist vielleicht normaler, als das was die große Menge treibt.

g\auloixse


Sowohl die eine als auch die andere Einstellung sind komplett bescheuert.

EihemalHiger Nut9zer (x#39571)


1. Urs....du solltest vielleicht deinen Freundes- und Bekanntenkreis etwas überdenken.

2. Geh mal in nen Swingerclub. Is besser als ne Veranstaltung der Pius- bzw. Petrusbruderschaft oder von Opus Dei

zu 1: Mit meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat dies nichts zu tun, jedoch kann man sich die Verwandtschaft nicht aussuchen.

zu 2.: Weder habe ich jemals einen Swingerclub aufgesucht noch habe ich jemals etwas mit der Pius- bzw. Petrusbruderschaft sowie dem Opus Dei zu tun gehabt. Die würden mich gleich hinauswerfen, nachdem ich evangelisch und damit in deren Augen ein Ketzer bin.

AXnd*ifrBeak


wobei Maria als die allzeit reine jungfräuliche Gottesmutter und Gottesgebärerin als das große Vorbild angesehen wird.

Und wo steht, dass sie keinen Oralsex oder Orgasmus hatte?

jedoch sehen die Betreffenden dies in Ihrem Verständnis der Nachfolge von Maria als eine Sünde an.

Das interessiert einen objektiven Seher nicht. Wer schon christliche Lehren vertritt, sollte nicht auf die eigene Sichtweise, sondern auf die Bibel schauen. Lest mal Hoheslied Salomos. Dort steht drin, wie Mann und Frau intime Erfüllung erleben. Aber das ist wohl von der kath. Kirche zensiert worden...

E#hemaliNgerR Nutzyer (#39x571)


Die Fundamentalisten haben die christliche Lehre immer nur in einer sehr eingeengten Auwahl wahrgenommen, um all das, worauf sie bewußt verzichten, als Opfer darbringen zu können.

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