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Sexualverkehr als eheliche Pflichterfüllung

Mwasyfl8ower


Ehen derart geführt werden, daß der Sexualverkehr ausschließlich in ehelicher Pflichterfüllung zur Zeugung von Kindern ausgeübt wird

Wo liegt das Problem? Solange beide Partner nach denselben Prinzipien vögeln, sehe ich wenig Konfliktpotential.

Probleme gibt es eigentlich erst, wenn Lust und Pflicht einander in die Quere kommen. Und das geschieht v.a. in nicht fundamentalistischen Kreisen.

E'hem[aligerQ Nutze}r (#3957x1)


Probleme gibt es eigentlich erst, wenn Lust und Pflicht einander in die Quere kommen. Und das geschieht v.a. in nicht fundamentalistischen Kreisen.

Könntest Du dies bitte konkretisieren.

Emhemal6igeDr N@utzer (#57;04x71)


Ich kann dazu nur sagen (räusper): "Ficken" ist wunderschön. Und wenn meine Frau dabei schreit und kommt dann ist es nochmal so schön. Es ist mir sowas von egal ob irgendwelche Hirnis das als Sünde ansehen. Amen.

LG Kriss

t^he-caxver


Seht das mal nicht zu spaßig,Leute, Urs hat schon Recht: Es gibt Kreise, in denen so gedacht wird, und es wird damit Menschen geschadet, vor allem jungen Menschen.

Nicht nur bei Katholiken übrigens: Auch in den konservativen Ecken der evangelischen Kirchen und der Freikirchen, geschweige denn bei manchen "freischaffenden" Glaubensgemeinschaften mit deutlich fundamentalistischen Zügen (der Übergang zur Sekte ist fließend). Da ist dann auch Selbstbefriedigung Sünde (mit Verweis auf das alte Testament), Homosexualität sowieso, Sex vor der Ehe ebenfalls. Überhaupt wäre es ja das beste, gar keinen Sex zu haben, aber wer's nicht bleiben kann, soll halt heiraten, um nicht der Hurerei zu verfallen. Und da greifen dann ja praktischerweise die ehelichen Pflichten... Nein, ich übertreibe nicht - ich sag' nur: Paulusbriefe.

Wenn das jemand so für sich entscheidet: Na meinetwegen, wir haben glücklicherweise Religionsfreiheit. Aber es werden Jugendiche mit diesem Gedankengut indoktriniert, und das finde ich einigermaßen zum Kotzen. Man muss tatsächlich auch innerhalb der Kirchen schauen, wo man seine Kinder unbesorgt hinschicken kann und wo nicht...

E$hemalYigert Nutzjer (#395x71)


the-caver

Deshalb hat eine gute Bekannte, als es darum ging, in welcher Gemeinde und damit bei welchem Pfarrer bzw. welchen Pfarrern ihre aufgeweckte Tochter den Konfirmandenunterricht besuchen sollte, zu mir gesagt: "Denen kann man sein Kind anvertrauen."

U4we654


Ich weiß immer noch nicht, was eigentlich das Problem sein soll. Fundamentalisten gibt es in der einen der anderen Richtung immer. Aber das ist doch nicht die Masse der Menschen. Weder lebt die Masse nach dem Zölibat, noch geht die Masse in Swinger-Clubs. Also: Wo ist das Problem?

EjhemalTiger Nuztze4r (#3[9571)


Wo ist das Problem?

Das Problem erweist sich allein darin, daß die langfristigen Folgen von in fundamentalistischen Familien aufgewachsenen Kindern verhängnisvoll sind, dies deshalb, weil diese auch als Erwachsene im Regelfall diese lebensfeindlichen Grundhaltungen nicht nur üben, sondern jeweils in ihrer Familie weitergeben. Falls diese Menschen zwischen 50 und 60 selbst darauf kommen, daß dies alles Unfug und unhaltbar ist, ist es zu spät.

U[weH6x4


Es ist doch nicht so, dass Menschen die so erzogen wurden, auch später entsprechend leben. Wäre es so, gäbe es in den Gesellschaften keine Veränderung. Das sind Einzelfälle, die Du aufzeigst. Das mag schlimm genug sein, aber das können wir nicht ändern. Es gibt auch die andere Seite: Du zu "Liberale" Seite: Es soll Eltern geben, die Kinder dazu anhalten, sie beim Sex zuzuschauen. Das ist auch nicht gerade gesund.

E*hemalaiger NuStzer (}#3957x1)


Uwe,

gerne einverstanden, jedoch weiß ich von einem Arzt, welche Dramen sich im Alter bei Menschen abspielen, die in einer fundamentalistischen Familie aufgewachsen und aus dieser engen Geisteshaltung nicht beizeiten ausgestiegen sind, d. h. all den Müll konsequent entsorgt haben, um in eigener Verantwortung und damit auf eigenes Risiko einen Neuanfang zu wagen.

t)he-3cavher


Es ist doch nicht so, dass Menschen die so erzogen wurden, auch später entsprechend leben.

Selbstbestimmt handelnde Menschen mit gefestigtem Selbstbild und aufgeräumter Psyche können sich da in der Tat abgrenzen - Du solltest aber nicht davon augehen, dass die in solchen Kreisen die große Mehrheit stellen. Und selbst wenn, hat man ihnen einen wichtigen Teil ihrer Entwicklung als Jugendliche kaputtgemacht.

EQhem$aligeAr Nuftzer A(#39J57x1)


the-caver

Genau dies sehe ich ebenso.

F@remdYer22x2


Dies ist in der Tat ein wichtiger Faden und ich bin froh, dass die schlimme Beeinflussung aus religiöser Seite (egal aus welcher Richtung auch immer) auch mal deutlich angesprochen wird. Denn leider sind die Folgen dieser Beeinflussung heute immer noch bei vielen Menschen (zum Glück nicht bei allen!) noch sichtbar. Sicherlich sind diese Fälle nicht die Mehrheit, aber immer noch viel zu viele. Und es sind nicht nur ältere Menschen, die darunter leiden. Es gibt immer noch konservative Familien, in denen die alte Moral hoch gehalten wird. Oft sind die Beeinflussungen sehr verdeckt. Aber es gibt immer noch Menschen und zwar auch junge, die ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Sex haben, egal ob SB or Sex mit einem Partner/in. Wie soll da eine Frau zum Orgasmus kommen, wenn sie Sex ohne Empfängnis als unmoralisch betrahcten? Und schließlich ist auch der Papst immer noch gegen Empfängnisverhütung. Und Tausende von Gläubigen akzeptieren das und jubeln ihm zu. Es ist also noch viel zu tun bezüglich Aufklärung.

Beängstigend ist auch der Zulauf zu einigen religiösen Richtungen, die genau diese angesprochene alte Sichtweise vertreten. Besonders in den USA sind diese Richtungen sehr häufig. Aber auch in Deutschland gibt es immer noch Menschen, die sich von der Lehre der Kirche in Sachen Sex sehr beeinflussen lassen.

Zum Glück ist es nicht mehr so schlimm wie früher. Meine Oma hat mit 18 geheiratet und wusste nicht, was der Unterschied zwischen Mann un Frau war. Meine Schwester meinte noch als 16-Jährige, dass man von einem Kuss schwanger werden kann. So schlimm ist es heute freilich nicht mehr, aber ganz frei sind alle Menschen von diesem Unsinn noch nicht. Auch wenn die Konservativen in der Minderzahl sind, so sind sie immer noch da. Sie wagen zwar nicht mehr, laut ihre Meinung zu sagen und deshalb meint man, dass der alte Zopf nun abgeschnitten ist, aber das ist leider nicht wirklich der Fall.

Wie die christliche Lehre bezüglich Sex unsere Gesellschaft geprägt hat, das ist in dem Buch "Yin und Yang richtig verstehen" sehr ausführlich erklärt und behandelt. Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die hier die Wahrheit über den kirchlichen Einfluss erfahren wollen.

E}hemal"iger ONutjzer $(#3x9571)


Beängstigend ist auch der Zulauf zu einigen religiösen Richtungen, die genau diese angesprochene alte Sichtweise vertreten.

Dies nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande: römisch-katholisch sind dies die Pius- bzw. die Petrusbrüder sowie Opus Dei, evangelisch finden sich innerhalb des Pietismus entsprechende Bewegungen, wobei betont sei, daß nicht alle Pietisten als Fundamentalisten anzusehen sind.

u~hu2


Als bekennender evangelikaler Fundamentalist kann ich über die Klischees, die hier - wieder mal - verbreitet werden, nur amüsiert lächeln ;-D

L7acerotesx8


dann lächle nur...dies sind keine Klischees. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in einem pietistischen Elternhaus und auch meine Verwandten waren Ober-Pietcongs...mit 18 bin ich dann "klammheimlich" aus der "Kirche" ausgetreten, allerdings ohne jemanden davon zu erzählen. Für die Pietisten ist das Leben ein Jammertal, keine Freuden, dazu gehört natürlich auch die Lust am Sex... Sie wollen ihr Leben lang so leiden wie Christus am Kreuz.

Ich habe soviel Toleranz, daß ich allen ihren Glauben lasse ! Ich vermeide jede Diskussion mit Gläubigen.

Das "richtige" Leben lernte ich woanders, in den Familien von Freunden u.ä. Meine Eltern waren nicht von dieser Welt. Trotzdem habe ich meinen Frieden mit ihnen gefunden und sie geachtet.

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