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Lasst eure Söhne lieben

N[yxixs


Na ja, nicht unbedingt - es kommt halt auf die Situation und die Art und Weise der Frage an. Mir erlaubten es auch schon die ein oder anderen Frauen - grad Mütterbrüste sind was ganz Anderes, als eine "normale" Brust. Und was ist schlimm an der Frage - besser, als fraglos zu grabschen ist es allemal.

Apropos "Po ist Po": nee, ist es eben nicht. Für mich macht es aber erst der Mensch hinter der Brust oder vor dem Po interessant und am Ende den Unterschied. Eine Brust oder einen Po kann man auch für Geld betühren. Das ist aber nicht das Gleiche, wie die Brust eine Frau, die man toll findet, die man womöglich liebt und die einen ebenfalls liebt. Damit ist die Größe, Form, Konsistenz und worüber sich auch immer Gedanken gemacht wird, irrelevant. Es ist einfach aufregend und damit erregend, fremde Haut zu spüren ...

c$ri.echarlxie


Ich meinte:

Du gehst fest davon aus, dass Frauen nicht wollen, dass man sie anfasst oder dass der Sexualpartner ihre Geschlechtsteile sieht/untersucht. Dem ist nicht so. Wilfremde - klar, nur bei Prostitution - aber Partner? Da ist das Gang und Gäbe.

Mich beschleicht halt allmählich das Gefühl, dass Du Dich unbewußt/bewußt über 35 Jahre von Beziehungen ferngehalten hast, weil Du aus männlicher Sicht den Frauen einfach per se unterstellt hast, dass sie Deinen Fetisch eh nicht bedienen wollen - der m.A. nach sich so selbst konstituiert hat.

GDelder(ma8nn


@ Muckeli

"ist mein Wunsch doch reichlich kindisch"

Nein, dein Wunsch ist sehr männlich.

Jeder Mann will einer Frau an den Arsch fassen, an die Titten fassen, will mit ihr Sex.

Und (ich konnte es mir bis vor einigen Jahren auch nicht vorstellen) Frauen wollen Männer auch an allen möglichen Stellen anfassen, Frauen wollen auch Sex!

"Vielleicht legt sich das mit dem Trieb..."

Nein, das wäre schade, lebe mit deinem Trieb, lebe ihn aus.

Es ist auch für dich möglich.

cErieHcxhaxrlie


Dass es nichts Schlimmes und Verbotenes ist und auf Gegenseitigkeit beruht, dringt nicht zu ihm durch, habe ich schon versucht.

Allerdings zieht er ja auch aus diesen Gedanken seine Erregung/Befriedigung, deshalb wird er sich nicht so schnell davon lösen. Dafür sorgt auch schon die Konditionierung.

Mvuc0kexli


Auf der Verstandesebene habe ich das in den letzten Jahren selbst analysiert, dass ich offenbar den "Kick" des Verbotenen brauche, um sexuell erregt zu werden. Ich weiß im Grunde auch, dass Frauen irgendwie auch an Sexualität interessiert sein müssen. Schließlich funktioniert Fortpflanzung nur, wenn beide Teile mitmachen. Ich habe auch verstanden, dass die Initiative von Männern ausgehen muss, weil die ja ganz anders "gefordert" sind (Erektion, Samenerguss etc.). Frauen können sozusagen (ohne das zu müssen!) das "Opfer" spielen, bzw. sich kontrollierter aus der Affäre ziehen. Letztlich kann eine Frau eher aus Vernunftgründen einer Fortpflanzung zustimmen, während der Mann in einen "anderen körperlichen Zustand" geraten muss, um überhaupt biologisch fortpflanzen zu können.

Daraus kann ich ableiten, dass nur Männer, die Sexualität als etwas "ihnen Zustehendes" definieren, die Chuzpe besitzen, von einer Frau (wie auch immer) zu "verlangen", dass sie Sexualität mit ihnen praktiziert. D.h. diese Männer empfinden dies als ihr "natürliches Recht" und denken sich nichts dabei, wenn sie eine Frau zur Sexualität auffordern. Dies mag würdevoll und einfühlsam in einer sich allmählich anbahnenden Beziehung geschehen, kann aber auch - die Kehrseite der selben Medaille - zur Vergewaltigung führen, wenn der Mann auch noch Unterdrückungsfantasien entwickelt hat.

Meine Konditionierung sagt mir permanent (und der "Kopf" rebelliert dagegen): "Frauen wollen keinen Sex!" Wo kommt diese objektiv verquere Einstellung her? Nun, zum einen habe ich noch nie die gegenteilige Erfahrung machen dürfen. D.h. es hat sich mir noch nie eine Frau "an den Hals geschmissen", wie man das öfters in Filmen sieht. Die Fälle, in denen ich hinterher erfahren habe, dass Frauen etwas von mir wollten, habe ich (bewusst?) übersehen oder faktisch nicht mitbekommen. Zumindest daraus kann ich ableiten, dass Frauen zumindest sehr subtil, wenn nicht extrem zaghaft ihre Signale senden, dass sie einen Mann begehren.

Männer hingegen machen dies so offensiv, dass ich mich regelmäßig fremdschäme, wenn ich es mitbekomme, wie Bekannte wildfremde Frauen auf der Straße "anflirten". Ich finde das extrem peinlich, zumal die Frauen auch oft genug genervt reagieren. Wie gesagt, der Kopf sagt mir hier: "Das ist richtig so, ansonsten würden auch diese Männer leer ausgehen." Aber all das Wissen nutzt mir nichts. Ich schäme mich trotzdem.

Um noch einmal zu meiner Mutter zurückzukehren. Und jetzt wird es sehr hart für mich, das mitzuteilen und ich hoffe auf meine Anonymität: Ich habe ab und zu versucht, sie nackt zu sehen. Sie hat das aber nicht gewollt. Auf dem FKK-Strand habe ich durch sie "hindurchgesehen", doch das heimlich beobachten (wobei ich wusste, dass sie das nicht will) hat mir einen "Kick" gegeben. Ich habe auch mal spioniert, als eine Nachbarin bei uns gebadet hat. Ich habe leider nichts gesehen, aber es war total aufregend. Das war in meiner Pubertät und ich lernte mit dieser Spannung umzugehen, die aus meinem Trieb und der süßen Frucht des Verbotenen entstand.

Man muss sich das so vorstellen: Wenn sich irgendwo eine Situation anbahnte, wo die Gelegenheit bestehen könnte, dass ich ein Mädchen oder eine Frau nackt sehe, hat mein Herz angefangen zu rasen. Ich habe dann aufgeregt bis zum Anschlag Vorkehrungen getroffen, wie ich heimlich diese Situation ausnutzen könnte, um nackte Frauenhaut zu sehen. Im Grund hat es nie so funktioniert, wie ich es gerne gehabt hätte (es gab ja noch keine Minikameras, wie heute... ]:D ), aber meine sexuelle Erregung war grenzenlos und ich habe jedes Mal sehr befriedigend onaniert. Dass ich dabei aufpassen musste, dass mich niemand erwischt, hat mich zwar gestört, aber wenn dann alle Spuren beseitigt waren, war die Erleichterung umso größer. Das ist mir nach meinen anfänglichen Pannen bis heute tadellos gelungen.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Kombination aus "meine Mutter will mich für sich allein" und "meine Mutter will mich nicht an sich ranlassen" zu einer Konditionierung geführt hat, die mir suggeriert, dass Frauen mich zwar wollen, aber nur asexuell. D.h. sobald ich ihnen gegenüber meine sexuellen Interesse offenbare, reagieren sie ablehnend und böse. Da ich bisher keine gegenteilige Erfahrung machen durfte, die das aufheben könnte, besteht diese Konditionierung weiterhin. Ich weiß nicht, ob das alles ist oder gar entscheidend, aber es könnte einen Teil meines absonderlichen Verhaltens erklären.

Mein Kopf würde seit langem einfach mal auf eine Frau zugehen wollen und sie fragen, ob ich sie mal ... was auch immer ... darf. Aber irgendetwas Stärkeres in mir rebelliert sehr erfolgreich und lässt mich zurückschrecken. Und jetzt - wie schon ausgeführt - kommt noch die objektive Tatsache hinzu, dass ich dafür längst zu alt bin. Ich bitte das auch einfach mal aus Respekt mir gegenüber zur Kenntnis zu nehmen, dass mich "Frauen in meinem Alter" einfach nicht antörnen. Vielleicht auch, weil sie mich zu sehr an meine Mutter erinnern. Ist ja auch egal, warum. Fakt ist, dass ich diese Frauen niemals nackt sehen will, selbst wenn sie sich mir mit Karacho an den Hals schmeißen würden. Auch da sagt mir mein Kopf, dass dies aber meine einzige Chance wäre, doch das kriege ich nicht über mein Herz.

Ihr seht: ich bin ein hoffnungsloser Fall, weshalb ich eigentlich nur noch als abschreckendes Beispiel fungieren kann. Mir bleibt das Glück auf ewig versperrt. Aber es gibt deutlich Schlimmeres im Leben...

NFyxis


Nebenbei: Sex kann man auch unabhängig von einem Fortpflanzungsgedanken haben. Daher ist es auch nicht ungewöhnlich, das die Initiative dazu von einer Frau ausgeht ...

Apropos, ungeniert Frauen anflirten: ein Freund von mir hat in unserer Sturm und Drangzeit vor der Damentoilette Visitenkarten verteilt - an alle Mädels, die ihm halbwegs gefielen. Nimmt man einen durchschnittlichen Responsequote von 3-7 Prozent an, sollte er am Ende des Abends einen guten Schnitt haben. Und man(n) mag es nicht glauben, die Annahme bestätigte sich - er hatte nach 100 Visitenkarten 4 Dates ;-)

Und ja, das Flirten hat mit Körben und damit auch mit Peinlichkeiten zu tun, aber wer NICHTS wagt, wird NICHTS gewinnen. Das gehört dazu - die Geschmäcker sind unterschiedlich, wie auch die Tagesformen. Von daher traue Dich und lerne mit Absagen umzugehen ...

coriecHh;arli!e


Letztlich kann eine Frau eher aus Vernunftgründen einer Fortpflanzung zustimmen, während der Mann in einen "anderen körperlichen Zustand" geraten muss, um überhaupt biologisch fortpflanzen zu können.

ich weiß, was du meinst,

aber glaube mir,

auch die weibliche Anantomie muß sich für den Akt verändern,

auch, wenn der begleitende Prozess der Erregung anders abläuft.

Übrigens - nach meiner Erfahrung- ist deine bevorzugte Altersgruppe, Anfang 20, sexuell noch nicht so reif, wie die gleichaltrigen Männer. So richtig toll wurde Sex ehrlich gesagt erst mit guten 30, eigentlich noch später. Erst da hatte ich den Eindruck, nun allmählich mit einem Mann mithalten zu können, auch, wenn man es vorher nicht glaubt, dass es so ist.

Vielleicht suchst Dir doch mal jemanden um die 40 für eine echte Beziehung. Ich glaube, das würde Dir gut tun.

Musst ja nicht gleich heiraten. Wenn Du dann in der Situation selbst bist, wirst Du zufrieden sein, ganz sicher, so, wie @nyxis schon schrieb.

M9ucrkelxi


@ criecharlie

Übrigens - nach meiner Erfahrung- ist deine bevorzugte Altersgruppe, Anfang 20, sexuell noch nicht so reif, wie die gleichaltrigen Männer.

Das mag so sein oder auch nicht. Du weißt, ich kann hier nicht mitreden... ;-D

Aber ich will da auch gar nicht mitreden. Ich sehe Fotos von Frauen unterschiedlicher Altersstufen und da zählt natürlich ausschließlich die Optik. Außerdem: Ich selbst bin ja sexuell auch noch nicht reif. Ich bin auch sonst ein rechter Kindskopf. Mich würde eine 30-Jährige, die ja ganz andere Ansprüche an einen Mann stellt, sicher überfordern.

Vielleicht suchst Dir doch mal jemanden um die 40 für eine echte Beziehung. Ich glaube, das würde Dir gut tun.

Erstens kennst du meine Schwierigkeiten. "Suchst" ist der falsche Ausdruck. ehe "finden lassen", aber das nur nebenbei. Doch warum sollte ich das tun? Was hätte ich davon? Der Frau vorschwindeln, wie toll sie aussieht? Es gibt sicher 40-Jährige, die sich sehr hübsch herrichten können, wenn sie Klamotten und Make-up tragen. Doch nackt und abgeschminkt - glaube mir - ist der Lack ab. Das ist die "House Wife-Kategorie" bei Pornos. Und da werden sicher nicht die Schlechtesten genommen. Aber ich kann und will das nicht sehen. Fühle dich nicht beleidigt, aber das ist MEIN Geschmack. Er hat nichts mir dir zu tun.

Und ich träume davon, eine Frau so richtig bis in jede - JEDE - Ritze zu untersuchen. Es mag ja sein, dass ich - falls ein Wunder geschieht - die 20-jährigen unreif und langweilig finde. Wobei ja auch sein könnte, dass man sich gegenseitig was beibringt. Aber egal. Kann sein, dass ich dann auf ältere Damen umschwenke. Mag sein! Aber noch ist das nicht soweit, noch habe ich viel Hürden zu überwinden und die härteste wird der Altersunterschied sein.

Das ist nur ein scheinbarer Widerspruch. Ich gehöre zu den Typen: Richtig oder gar nicht! Und zwar, weil ich der Frau mit gutem Gewissen sagen möchte, dass sie die schönste Frau der Welt ist und nicht nur, weil ich ihr einen Gefallen tun will. Das wäre nämlich unaufrichtig. Und wer will schon einen unaufrichtigen Partner?

Auch wenn ich keine Partnerschaft anstrebe (auch weil ich erst viele Frauen intim kennenlernen würde, bevor ich hier weitere Entscheidungen treffen könnte), will ich doch nicht lügen müssen.

lOona>lao


bezugnehmend auf den titel deines fadens:

Lasst eure Söhne lieben

warst du eigentlich schon mal verliebt?

M=uckxeli


@ lonalao

Ich bilde mir das zumindest ein. Ich hatte das ja auch eingangs geschrieben. Doch da das die weiblichen Wesen nie interessierte, ob ich in sie verliebt war, habe ich es irgendwann sein gelassen, weil es zu sehr wehgetan hat, mich wieder zu "entlieben". Und damals waren die Frauen in "meinem Alter", also gab es von daher keine Probleme. Mir hat sogar eine nette Frau erklärt, was ich tun muss, um Erfolg zu haben. Aber das hat nie geklappt.

Aber danke für diese Frage. Ich kann mir vorstellen, was dahintersteckt. Nämlich, ob ich überhaupt fähig bin, zu lieben. Ich denke schon, aber ich muss auch zugeben, dass das am Anfang sexuelles Interesse war. Ich wollte endlich wissen, wie das alles aussieht, wie das funktioniert. Ich war so neugierig und das haben vermutlich die von mir Angebeteten gemerkt und mir deshalb die kalte Schulter gezeigt.

Aber ich kann ja nicht raus aus meiner Haut. Ich bin wie ich bin. Ich habe noch immer die Interessen eines Teenagers, der auf seine erste Freundin wartet. :)D

ccriNec3har-lixe


Bist Du eigentlich mit ratlooser verwandt?

M,ucXkxeli


@ criecharlie

Bist Du eigentlich mit ratlooser verwandt?

Wer ist das?

Dtr4Fovxxy


aus medizinischer sicht möchte ich dazu ein paar sachen sagen.

1. die hier oft geforderte therapie ist nur nötig, wenn man unter seinem zustand leidet oder dieser zustand für jemanden eine gefahr darstellt.

2. du bist sexuell offenbar auf bestimmte vorstellungen von jungen frauen fixiert, wobei unter anderem die trennung von person und körper ("intimlöcher" etc), das alter, aber auch das schamhafte wichtige rollen zu spielen scheinen.

3. eine gefahr scheint ja schonmal nicht zu bestehen. selbst wenn die frauen minderjährig wären (vielleicht auch eine "verpasste" erfahrung) - du scheinst ja geradezu fixiert darauf, deine fantasien geheim zu halten. wenn du aber das gefühl hättest, dass du, möglicherweise ungewollt, durch zwanghafte handlungen (etwa starren etc) in situationen geraten kannst, die dich oder andere beeinträchtigen (z.b. schon einfache pöbeleien etc), wäre das schon ein anlass, hilfe zu suchen.

4. du sagst, du hättest dich mit deiner situation arrangiert und würdest dein leben genießen usw - wenn du gerade nicht "daran" denkst etc. (also praktisch nie. so wie mit der wunden nase, die beim atmen wehtut). ich finde, diese einschränkungen von dir und auch die tatsache, dass dich deine situation ja so weit beschäftigt, dass du diesen faden hier führst, zeigt doch, dass du dich sehr mit dem thema beschäftigst, und zwar häufig, und dass es sich um eine belastende erfahrung handelt.

5. eine therapie würde nicht bedeuten, dass man dich in den puff schickt, den frauen auf den hals hetzt oder sonst irgendwas abwegiges mit dir anstellt. es würde um fragen gehen wie - gibt es situationen, in denen meine perversion (im psychologischen sinn, nicht negativ) mich in schwierige situationen bringt? wie gehe ich damit um im alltag? wie bin ich an diesen punkt gekommen und wie kann es von hier weitergehen? was will ich, was ist möglich, was brauche ich? etc. - das wäre ein gesprächs- bis verhaltenstherapeutischer ansatz. für dich wäre sicher auch eine psychoanalyse interessant, wo man zum beispiel den erlebnissen aus kindheit und jugend auf den grund zu gehen versucht. zumal du ja auch sagst, dass dich interessieren würde, wie sich deine verhaltensmuster denn nun so eingependelt haben, wie sie sind.

6. dass du hier nicht die moralisch gestrengen mütter der kasteiten söhne erreichst, hast du ja sicher gemerkt. ich nehm dir aber auch nicht ab, dass du das ernsthaft geglaubt hast.

lHonkaxlao


ich denke, daß die tipps, wie du mit der angst vor der ablehnung (von frauen) umgehen kannst, ins leere laufen. denn die tiefsitzendere angst, die dein handeln bestimmt, ist die angst vor deinem eigenen sexuellen begehren. würde dich also eine frau nicht ablehnen, dann wäre das der punkt, an dem dein eigentliches problem erst anfängt.

deine jahre- bzw. jahrzehntelange konditionierung auf rein optische reize (in kombination damit selbst total unsichtbar zu bleiben) ist der weg, den deine libido sich gebahnt hat, um die angst zu minimieren. das geht soweit, daß du selbst in der vorstellung praktisch nur noch an voyeuristische inhalte denkst- sämtliche andere sinnliche erfahrungen, die beim sex dazugehören und erst recht die interaktiven/kommunikativen elemente sind in deinen phantasien praktisch gar nicht vorhanden. im aufeinandertreffen mit einer lebenden frau würde das, was du dir vorstellst, nicht funktionieren, es sei denn, sie ist wirklich mit k.o.-tropfen ausgeschaltet. aber da das ja keine option ist, müsstest du vor einem realen sexuellen erlebnis erst deine änste soweit loswerden, daß du dich überhaupt drauf einlassen kannst, und genauso wichtig: du müsstest von deinen irrealen vorstellungen was sex betrifft abweichen, bzw. dich für dinge öffnen, die du bisher gekonnt ausgeblendet hast. z.b. eben, daß eine frau mehr ist, als die trägerin diverser interessanter hautfalten und körperpartien, sondern ein wesen mit eigenem willen und begehren. und daß sex eben nicht nur sehen, sondern auch fühlen, riechen, schmecken usw. mit einschließt.

deshalb hab ich gefragt, ob du schon mal verliebt warst, weil ich gedacht hab, das wäre evtl. eine möglichkeit, wo in dir schon mal mehr interesse an einer bestimmten frau aufgekommen ist, als nur ihre hautfalten zu betrachten. also wo sich auch der wunsch nach nähe, nach spüren, nach interaktion etc. einen weg bahnt. aus dem, was du geantwortet hast, kann ich ned wirklich herauslesen, ob das schon mal der fall war bei dir. jedenfalls hast du die sache dann nicht länger verfolgt, falls es so war. das hätte eine motivation sein können, diese ängste stückchenweise irgendwie zu überwinden- weil NUR für die triebbefriedigung selbst wirst du das nicht tun, dazu ist die angst zu groß, und du hast es dir in deinem voyeuristischen universum bereits gemütlich eingerichtet. das betrachten von bildern gibt dir scheinbar alles, was du brauchst, bzw, du brauchst mittlerweile nur noch das, was dadurch befriedigt werden kann. wozu solltest du also etwas wagen?

Mmucwkeli


@ DrFoxy

Ein gutes neues Jahr und danke für deine ausführliche Antwort.

1. die hier oft geforderte therapie ist nur nötig, wenn man unter seinem zustand leidet oder dieser zustand für jemanden eine gefahr darstellt.

Also: eine Gefahr stelle ich sicher nicht dar, im Gegenteil. Ich habe mir lange eingebildet, ich tue Frauen etwas Gutes, wenn ich mich von ihnen fernhalte, weil Frauen ja nicht belästigt werden wollen. Das impliziert für mich z.B., keine sexuellen Anzüglichkeiten in Gegenwart von Dritten zu machen (Männer und Frauen). Weder beachte ich Frauen besonders (außer mit geschickt kaschierten Blicken), noch mache in Andeutung über ihr Aussehen etc. Ich war lange Zeit der Meinung, dass Frauen dies honorieren würden und mich nicht als den üblichen Idioten ansehen, der Frau ständig "anmacht", als ob sie Salat wären.

2. du bist sexuell offenbar auf bestimmte vorstellungen von jungen frauen fixiert, wobei unter anderem die trennung von person und körper ("intimlöcher" etc), das alter, aber auch das schamhafte wichtige rollen zu spielen scheinen.

Es ist das Geheime, was mich offenbar reizt. Frauen zeigen im Alltag viel, aber nicht alles. So ist z.B. eine Frau, die in "alltäglicher" Pose, aber nackt abgebildet wird, völlig unerotisch/nicht erregend. Es sind bestimmte "schweinische" Posen, die mich erregen. Posen, die eher an Sex im Tierreich erinnern, d.h. auf allen Vieren, den Hintern schön herausgestreckt. Ich hoffe, dass das hier nicht zu drastisch ist. Gerade diese Pose ist bei jungen Frauen am erregendsten, weil alles schön straff ist. Die "House Wifes" machen mich da überhaupt nicht an.

3. eine gefahr scheint ja schonmal nicht zu bestehen. selbst wenn die frauen minderjährig wären (vielleicht auch eine "verpasste" erfahrung) - du scheinst ja geradezu fixiert darauf, deine fantasien geheim zu halten. wenn du aber das gefühl hättest, dass du, möglicherweise ungewollt, durch zwanghafte handlungen (etwa starren etc) in situationen geraten kannst, die dich oder andere beeinträchtigen (z.b. schon einfache pöbeleien etc), wäre das schon ein anlass, hilfe zu suchen.

Genau wegen dieser Angst (du nennst sie Pöbeleien) habe ich ja meine wahren Absichten Frauen gegenüber immer und bisher erfolgreich versteckt. Man hält mich in meiner Umgebung allgemein für asexuell, bzw. nicht interessiert. Ich würde niemals einer Frau offen zu erkennen geben, dass sie mich interessiert. Präzisierend: Nachdem ich meine Phase des "Verliebtseins" zwischen 20 und ca. 28 beendet hatte. In dieser Zeit habe ich natürlich versucht, junge Frauen z.B. ins Kino oder zu einem Getränk einzuladen. Da das nie klappte (verbunden mit aufregendem Gefühlskino), habe ich es irgendwann aufgegeben, weil das echt schmerzhaft ist, sich immer wieder zu "entlieben".

Zu den "verpassten Gelegenheit": Ja, den trauere ich heute noch nach. Es gibt ein paar Dinge in meiner Jugend, da hatte ich im Nachhinein den Eindruck, das da Interesse an mir bestand. Aber ich habe nicht "zugegriffen". Das war noch in der Zeit, wo ich sehr auf meine Mutter fixiert war. Ja, das tut weh!

4. du sagst, du hättest dich mit deiner situation arrangiert und würdest dein leben genießen usw - wenn du gerade nicht "daran" denkst etc. (also praktisch nie. so wie mit der wunden nase, die beim atmen wehtut). ich finde, diese einschränkungen von dir und auch die tatsache, dass dich deine situation ja so weit beschäftigt, dass du diesen faden hier führst, zeigt doch, dass du dich sehr mit dem thema beschäftigst, und zwar häufig, und dass es sich um eine belastende erfahrung handelt.

Ja und nein. Das mit dem Sex ist bei mir recht unkompliziert ("mechanisch" gesehen). Ich werde geil (durch Gedanken oder eine scharfe Frau, die ich gesehen habe), dann schaue ich mir die entsprechenden Bilder an und zehn Minuten später ist alles erledigt. Im Zustand der Befriedigung hört dann auch das Kopfkino auf und teilweise schäme ich mich sogar für diesen "Anfall", aber das Wichtigste: ich kann mich dann voll auf Wichtigeres stürzen. Ich käme ja sonst in meinem Alltag gar nicht klar damit. So gesehen habe ich mit Sex im weitesten Sinne sogar weniger Zeitaufwand, als Männer in Beziehungen, weil sich da eine Frau mit zehn Minuten Zuwendung kaum zufrieden geben würde. Also belastet es mich unterm Strich gar nicht, weil ich ja die Befriedigung völlig problemlos erreiche.

5. eine therapie würde nicht bedeuten, dass man dich in den puff schickt, den frauen auf den hals hetzt oder sonst irgendwas abwegiges mit dir anstellt. es würde um fragen gehen wie - gibt es situationen, in denen meine perversion (im psychologischen sinn, nicht negativ) mich in schwierige situationen bringt? wie gehe ich damit um im alltag? wie bin ich an diesen punkt gekommen und wie kann es von hier weitergehen? was will ich, was ist möglich, was brauche ich? etc. - das wäre ein gesprächs- bis verhaltenstherapeutischer ansatz. für dich wäre sicher auch eine psychoanalyse interessant, wo man zum beispiel den erlebnissen aus kindheit und jugend auf den grund zu gehen versucht. zumal du ja auch sagst, dass dich interessieren würde, wie sich deine verhaltensmuster denn nun so eingependelt haben, wie sie sind.

Das Letztere ist am interessantesten. Ich meine, das Kind ist ja nun in den Brunnen gefallen und ich kann die Zeit nicht mehr zurückdrehen. In schwierige Situationen werde ich gewiss nicht geraten, so dass ich mich wirklich gut arrangiert habe. Und für meinen Wunsch bezahlt die Kasse keinen Therapie, weil ich ja keinen unmittelbaren Leidensdruck habe und das mögliche Ziel, nämlich zu lernen, wie ich auf junge Frauen zugehen kann, unrealistisch ist. Und Geld für eine Privattherapie kann ich nicht ausgeben. Ich muss also wohl oder übel so klarkommen, bis der letzte Schalter ausgeknipst wird.

6. dass du hier nicht die moralisch gestrengen mütter der kasteiten söhne erreichst, hast du ja sicher gemerkt. ich nehm dir aber auch nicht ab, dass du das ernsthaft geglaubt hast.

Mir ging es ursprünglich darum, an meinem Beispiel zu zeigen, was geschehen kann, wenn Mütter unsensibel mit der Sexualität ihrer Söhne umgehen, vor allem wenn kein Vater verfügbar ist, der korrigierend eingreifen könnte. Ich wollte einerseits auf diese Gefahr hinweisen und andererseits mehr über mich erfahren, warum ich in diese beschissene Lage gekommen ist. Denn so sehr ich mich damit arrangiert habe, weh tut es - wie beim Atmen - schon.

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