» »

Lasst eure Söhne lieben

h@ttpKixi


Ich denke dass du eher vom Typ schon selbst dass Opfer bist. zb schüchternheit, beobachten aber nicht ansprechen. "spanner", usw... Ich denke du hättest frühzeitig merken müssen dass du ein Problem hast. Und daran ist nicht deine mum schuld. Hattest du denn keine Kumpels die dich auf partys mitgenommen hatten usw? ich verstehe so leute wie dich überhaupt nicht verschlossen im eignen Körper. Es ist noch nicht zu spät es gibt doch noch möglichkeiten für dich nutze die chance

ryalf-tlindsen


Ich bin sehr froh, das meine Eltern mich aufgeklärt haben. Sie haben es (leider) nur sehr technisch besprochen. Aber das auch Gefühle dazu gehören und es auch Schwierigkeiten auf dem Gebiet geben kann, dass kam leider etwas zu kurz.

Auch wenn es bei mir einige Zeit gedauert hat, zu meiner Sexualität zu stehen und sie als einen Teil von mir zu sehen, meine ich doch, das es wichtig ist so was als "natürlich" empfinden zu können.

Wenn man mal nackte Brüste im TV sieht und nicht gleicht gesagt bekommt "Ey, schau weg. Das ist nichts für dich". Oder auch das korrekte Benennen der Geschlechtsteile gehört dazu, später im Leben einfacher damit umgehen zu können. Wie soll ein Mann seiner Partnerin beschreiben, was ihm gefällt und welche Berührungen er mag, wenn er nur "da unten das da" kennt?

Und was ist schon so schlimm, wenn Kinder mitbekommen, das die Eltern noch Sex haben? Oder wenn sie mal aus dem Bad kommen und nackt sind - was ist daran so schlimm? Erst in dem Moment, wo so was "thematisiert" wird durch Reaktionen wie verlegenes Handtuch an sich reißen und verschämt schauen, machen doch solche Momente erst zu "Ereignissen".

MpucPkeeli


@ L.vanPelt

Beschreib' doch mal eine solche Situation. Und gab es derer wirklich so viele und waren sie wirklich so klar? Stößt man in großem Umfang und immer wieder auf Ablehnung, ist das was mit der Herangehensweise, beginnend mit der Situationseinschätzung gewaltig was im Argen.

Ich habe mit Anfang 20 Tipps von Frauen bekommen, wie ich vorzugehen hätte. Z.B. der "Klassiker": einer Frau in einer Kneipe was zu Trinken anzubieten. Nicht einmal wollte sich eine Frau in dieser Zeit von mir einen ausgeben lassen. Also war dieses Vorgehen wohl zu aggressiv, zu deutlich. Ich habe auch eine Zeitlang Komplimente gemacht oder ins Kino eingeladen. Es gab sogar Fälle, wo mir eine Mädchenclique, die sich ein bisschen meiner angenommen hatte, dezidiert ein Mädchen vorgestellt hatte, die gerade ziemlich down war, weil sie von einem Mann verarscht wurde und sich von ihm getrennt hatte. Das war eine echte Traumfrau... :)- Ich habe sie dann trösten wollen und mit ihr ganz lieb gesprochen. Doch habe ich irgendwann ihre Ablehnung gespürt und es dann sein gelassen.

Ich gebe zu, dass ich aus Respekt vor den Frauen nie hartnäckig nachgebohrt habe. Ich war sozusagen immer ein Antistalker. Wie viele Fälle das insgesamt waren? Schwer zu sagen. Ich hätte es schäbig gefunden, sich quasi dauernd für völlig beliebige Frauen zu interessieren. Ich habe mich halt ab und zu "verguckt" und dann versucht irgendwie in Kontakt zu treten. Vor allem während des Studiums. Ich schätze aber, dass der Buschfunk zwischen den Mädels sehr gut funktioniert hat und irgendwann jede wusste, dass ich noch unerfahren bin.

Ich habe ja auch genügend "Tipps" bekommen, doch die funktionieren wohl nur bei normal sozialisierten Männern. Ich weiß nur noch, dass ich mich immer sehr unwohl dabei gefühlt habe, als ob ich ein Roboter wäre, der irgendwie fremdgesteuert ein Programm abspult. Keine Ahnung, ich weiß es ja nicht, wo genau der Fehler lag. Nach ein paar Dutzend Versuchen habe ich dann irgendwann frustriert aufgegeben, weil das ja außer furchtbaren Schmerzen nie wirklich was gebracht hat.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es oft sehr ungeschickt war, z.B. habe ich mich mal eine Zeitlang bei den Frauen meiner Träume ausgeheult, dass ich keine Freundin fände etc.

Selbstverständlich ist das völlig doof. Eine Frau müsste sich ja für Dich begeistern, um mehr zu wollen. Mitleid ist das Gegenteil davon.

Ja, doof war es, aber ehrlich. Mir ging es wirklich beschissen, bis zu körperlichen Schmerzen. Das ist für mich die frustrierendste Erkenntnis, dass Frauen kein echte Mitgefühl für einen Mann in dieser Lage aufbringen können oder wollen. Und zum Vorlügen einer Gefühlslage fehlte mir da ehrlich die Kraft.

Du hast doch selbst beschrieben, warum eine Frau für Dich eine "gefährliche Situation" ist. ":/

Nicht gefährlich im Sinne von: gleich holt sie ein Messer raus und schlachtet mich ab. Es ist eher eine höchst unangenehme Situation. In einer Gefahrensituation würde ich ja gegen die Bedrohung kämpfen und sie niederringen. Ich dachte immer, Frauen sollte man liebhaben und auf Händen tragen. :-/

Statt darauf zu warten, dass die Frauenwelt sich ändert, hättest Du Dich anpassen müssen. Z.B. aufmerksamer werden, die Signale der Frauen wahrzunehmen und zu lesen. Da kann die Welt ja nichts für, dass man bei Dir nen Holzhammer braucht und Dich zu Nähe nötigen müsste, während Du Dich dann wahrscheinlich verschreckt weiter zurück ziehst und die Dame das stumpf ignorieren müsste.

Ja, in dieser Beschreibung finde ich mich (leider) wieder. Oh, wie gerne hätte ich gelernt, diese Signal zu sehen und für mich richtig zu deuten. Ich weiß ja positiv, dass sie schon in meine Richtung ausgesandt wurden, aber ich habe das nicht geschnallt.

Es wird sich im Kontakt gegenseitig abgecheckt. Sich selbst dargestellt usw. [...] es ist ein Prozess. Nie steht man einfach nur voreinander und dann passiert es einfach. Selbst wenn es nahezu so wirkt und es manchmal recht schnell gehen kann, wurden doch per Blicke, Körpersprache usw. Informationen ausgetauscht.

Genau dort liegt mein Problem. Ich kann mich an sehr viele Gelegenheiten erinnern, in denen wildfremde Frauen mit oft völlig bescheuerten Vorwänden auf mich zukamen und mich angesprochen haben. Ich habe dann entsprechend dieser Vorwände reagiert, brav geantwortet. Manchmal haben mir die Frauen sogar ihre Telefonnummern gegeben, wobei ich dachte, dies wäre für den Fall, wenn es noch Rückfragen wegen des Vorwandes gab.

"Vorwand" kann ich das heute nennen. Damals fand ich die eine oder andere Situation schon komisch, aber ich habe sie ernstgenommen. Z.B. wurde ich hin und wieder in Kneipen von Frauen nach Feuer gefragt. Da ich Nichtraucher bin, habe ich dann jedes Mal passen müssen. Für mich war das in dem Moment erledigt, weil ich ja dachte, die will wirklich nur Feuer. Könnte ja auch so sein.

Letztlich erzählte mir ein Bekannter, eine Frau hätte ihn alkoholisiert in einem Club angesprochen, er solle ihr mal an den Po langen, sie hätte da eine feuchte Stelle. Er fand das übrigens ziemlich daneben.

Ich hätte das in der Situation auch daneben gefunden und mich am nächsten Tag geärgert, warum ich es nicht gemacht habe.

Einen Mann, mit dem vorher nicht Blicke ausgetauscht wurden, würde ich auch nicht ansprechen. Darüber hinaus erfolgt das Ansprechen in der Regel über eine Banalität. Weil es nur dazu dient, den Kontakt herzustellen. [...] D.h., wenn Dich eine Frau fragt, wie denn Dein Drink schmeckt und was das für einer sei, dann hat sie nicht wirklich Interesse an Deinem Drink sondern wollte den Kontakt herstellen.

Das ist genau das, was mir schwerfällt richtig einzuordnen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Du ihr aber die Info geben würdest und weiter darüber jammerst, dass Dich nie eine Frau anspricht. ;-)

Woher kennst du mich...? ]:D

Hast Du eine Dame in Deinem realen Umfeld, eine gute Freundin, die mit Dir mal ehrlich darüber sprechen könnte?

Nicht wirklich. Vor einigen Jahren habe ich mich zum letzten Mal bei einer Frau ausgeheult, die nicht meinem "Beuteschema" entsprach. Sie wirkte ziemlich hilflos, was sie mit mir machen soll. Ich bin dann einfach aufgestanden und gegangen. Ich fand es von mir ziemlich daneben, dass ich die Frau belästigt habe. Es tat mir richtig leid.

Heute würde ich das nicht mehr machen wollen. Es bringt ja nichts. Und die Frauen in meinem Umfeld wissen heute nichts mehr von meiner Lage. Ich habe ja gelernt, dass Frauen die Wahrheit nicht hören wollen.

Ein "normaler" Mann, will vielleicht auch mal was ganz anderes. Z.B. ist er vielleicht wirklich am Gegenüber interessiert oder will nicht "seine Nummer" sondern Freude bereiten.. Da klingt es wieder durch bei Dir, das grundsätzliche Objektivieren und/oder Benutzen(Missbrauchen) des Gegenübers, nur mit den eigenen Bedürfnissen im Blick.

Ich schotte jeden Anflug von Verliebtheit heute ab, weil mir das früher viel zu weh getan hat. Ich verbinde mit Liebe nichts Positives, sondern Schmerzen. Deshalb will ich - wenn es geht - ein paar ONS haben, bis der Knoten bei mir geplatzt ist. Jetzt sage nicht, dass erst der Knoten geplatzt sein muss, bevor ich ONS bekomme. Das weiß ich selbst - und schon geht das Karussell in die nächste Runde.

Aber an Liebe, Familie, Kinder kann ich momentan überhaupt nicht denken.

Eine Frau möchte wahrscheinlich nicht die Therapeutin spielen.

Das habe ich auch lernen müssen.

Ich lese bei Dir nicht raus, welchen Gewinn eine Frau durch einen Kontakt mit Dir hätte. Das scheint mir ein Aspekt zu sein, den Du pathologisch ausblendest.

Der Gewinn wäre zunächst mal, Frauen in anderen Situationen kennenzulernen, als nur geschäftlich/beruflich. Vielleicht macht mir die Intimität mit einer Frau ja auch gar keinen Spaß. Das weiß ich ja vorher nicht. Ich werde eigentlich nur durch meinen Trieb dorthin getrieben. Dafür kann ich ja nichts. Alles weitere müsste sich aus der Situation entwickeln. Im Kopf fühlt sich der Gedanke, mit einer Frau im Bett zu sein, von ihr gestreichelt zu werden x:) jedenfalls ganz toll an.

Dass ich den Aspekt ausblende hat in der Tat mit meinen Ängsten zu tun, dass ich mich wieder in so eine blöde Begierde steigere, bei der am Ende wieder eine schmerzhafte Phase folgt. Ich mag mir halt keine Illusionen mehr machen.

Mhuczkelxi


@ httpii

Ich denke du hättest frühzeitig merken müssen dass du ein Problem hast.

Ich habe es nicht als Problem angesehen, sondern als "Schicksal". Anfangs, weil meine Mutter es so wollte.

Und daran ist nicht deine mum schuld.

Ich bin mir sicher, sie war ebenfalls verzweifelt und wusste es nicht besser. Sie wollte mir sicher nicht absichtlich schaden.

Hattest du denn keine Kumpels die dich auf partys mitgenommen hatten usw?

Ich tu mich generell schwer mit Freundschaften. Ich bin eher introvertiert, zurückgezogen und will meine Ruhe haben. Aber eine Zeitlang bin ich mit Kommilitonen weggegangen, sogar eine Mädchenclique hatte sich meiner angenommen. Da habe ich mich wohl zu blöde angestellt, um "was davon zu haben".

ich verstehe so leute wie dich überhaupt nicht verschlossen im eignen Körper.

Deswegen kann mir wohl auch niemand einen brauchbaren Rat geben. Ich verstehe ja selbst nicht genau, was bei mir schiefgelaufen ist.

Es ist noch nicht zu spät es gibt doch noch möglichkeiten für dich nutze die chance

Ich mag daran eigentlich gar nicht mehr glauben, weil das sehr wehtat. Inzwischen habe ich mich arrangiert und hänge meinen Träumen nach, schau mir die geilen Mädels an und denk mir meinen Teil dabei. Was nämlich bei allen Beiträgen, die ich hier bekommen habe - und für dich mich auch mal herzlich bedanken möchte -, außeracht gelassen wird: Frauen laufen ja nicht zur freien Verfügung herum. Die meisten - die Besten - sind doch eh vergeben. Und die würden wegen mir sicher nicht ihren Partner verlassen.

Aber danke für deinen Post.

M1uckexli


@ ralf-linden

Und was ist schon so schlimm, wenn Kinder mitbekommen, das die Eltern noch Sex haben? Oder wenn sie mal aus dem Bad kommen und nackt sind - was ist daran so schlimm? Erst in dem Moment, wo so was "thematisiert" wird durch Reaktionen wie verlegenes Handtuch an sich reißen und verschämt schauen, machen doch solche Momente erst zu "Ereignissen".

Das alles gab es bei mir ja nicht. Mein Vater war früh weg, deshalb habe ich Sex zwischen meinen Eltern nie mitbekommen und später hatte sie keinen Partner mehr. Ich habe also im Haus nie "Zwischenmenschliches" mitbekommen. Ich war der "Bezugsmann" für meine Mutter und ich war stolz darauf. Da gab es natürlich nie etwas "Übergriffiges", keine Körperlichkeit, nicht mal der Versuch. Es war rein platonisch, distanziert.

Die erste nackte Frau in erotischer Pose habe ich in einem Pornoheft gesehen. Die sah nicht mal besonders gut aus und in ihrem dichten Busch konnte ich kaum Details erkennen. Aber aufregend war es schon. ]:D

L*.vanGPwelxt


Lieber Muckeli,

vielen Dank für Deine Ausführungen und Situationsbeschreibungen. Die machen doch einiges klarer. Selbstverständlich kann ich an dieser Stelle auch nur Vermutungen anstellen, alles andere wäre anmaßend.

Es gab sie also tatsächlich, die Situationen, in denen Frauen (auch, wenn Du es nicht so wahrnehmen und interpretieren konntest) auf Dich zugegangen sind. Ebenso haben Frauen auch schon das von Dir gewünschte Mitgefühl aufgebracht (Mädelsclique im Studium). Das hilft Dir aber alles nichts, weil Du damit nichts anfangen kannst, bzw. gar nicht verstehst, was Du in solchen Situationen tun musst. Ich glaube auch nicht, dass da Deine Mutter was mit zutun hat, es ist aber verständlich, dass Du Erklärungen für Dein Scheitern im Zwischenmenschlichen suchst.

Um es mal ganz deutlich auszudrücken: Deine Mutter hätte Deine von Dir gemalten Bildchen auch feiern können und Dir jeden Tag ein anderes Mädchen aus der Nachbarschaft vorstellen können: Du hättest trotzdem nicht gewusst, was Du tun müsstest, um ihr näher zu kommen (damit meine ich zwischenmenschlich näher, nicht in dem Sinne, mit dem Stuhl näher an sie ran zu rücken).

Dein Problem ist auch nicht, extreme Schüchternheit, denn schüchterne Menschen wissen eigentlich recht genau, was zutun wäre, sie trauen sich bloß nicht.

Ich tippe daher ganz ganz stark auf eine Störung aus dem autistischen Spektrum. Die ist nicht anerzogen sondern angeboren. Und eben auch nicht heilbar. Das würde bedeuten, dass Dir gewisse Fähigkeiten fehlen. Bzw. die Voraussetzungen dafür. Diese kann man auch nicht erlernen. Genauso wenig, wie ein Vogel ohne Flügel das Fliegen erlernen kann, auch, wenn er instinkt-getrieben womöglich das Bedürfnis dazu hat. Da wird auch nach nun bereits über 30 Jahren kein Knoten mehr platzen.

Sollte ich mit meiner Vermutung richtig liegen, passt auch das von Dir beschriebene Bild mit der Glasscheibe zwischen Dir und anderen ganz gut. Aber nur insofern, als dass Glasscheiben ja prinzipiell durchbrechbar wären - bei Dir wäre das aber nicht möglich. Du bist da ganz einfach anders, als andere, Du kannst beobachten, wie es funktioniert, kommst aber nie auf die andere Seite rüber, wo es funktoniert. Ein richtiger Kontakt zwischen Dir und anderen ist auch nicht möglich, da bleibt immer diese Scheibe zwischen.

Ein wichtiger Punkt wäre dann für Dich, zu akzeptieren, dass Du so bist, wie Du bist. Und das würde auch bedeuten, zu akzeptieren, dass es auf "normalem Wege" bei Dir mit den Frauen niemals klappen wird/kann - weil Du eben Deinen Teil in der Anbahnung dazu nicht beitragen kannst. Nun hast Du aber dennoch das, was Du als Deinen "Trieb" beschreibst. Es ist ein heikles Thema, denn ich sehe das so, wie beispielsweise bei Menschen mit starker geistiger Behinderung. Sie sind dann kognitiv und emotional eher wie kleine Kinder, haben aber den Körper und die hormonellen Triebe eines Erwachsenen. Und sie können nunmal nicht in eine Bar gehen und jemanden aufreißen.

Das Problem bei einer autistischen Störung ist, dass auf den ersten Blick eigentlich alles recht normal wirkt. Auch sind die Menschen "geistig auf der Höhe", also "wie alle anderen". Und da mag es unfair wirken, dass es auf dem Gebiet der zwischenmenschlichen Beziehungen oder gar einvernehmlichen Sex dann aber einfach nicht klappt.

Gleichzeitig würde das aber ganz gut zu Deiner Trennung zwischen Deiner Person und Deinem Trieb passen. Vielleicht hilft es Dir, Dich mal über Asperger-Autismus zu informieren oder in einem Aspi-Forum Dich mit anderen auszutauschen. Z.B., wie die mit ihrer Sexualität umgehen.

Meuck=eli


@ L.vanPelt

Es gab sie also tatsächlich, die Situationen, in denen Frauen (auch, wenn Du es nicht so wahrnehmen und interpretieren konntest) auf Dich zugegangen sind.

Daran habe ich nie gezweifelt. Aber das macht es ehrlich gesagt nur noch schlimmer. Einem Fall trauere ich seit über 20 Jahren nach.

Ebenso haben Frauen auch schon das von Dir gewünschte Mitgefühl aufgebracht (Mädelsclique im Studium).

Na ja, wenn mitten in der Mädelsclique die Traumfrau ist, dann frustriert das eher. Und das Mitgefühl - das zweifellos vorhanden war - wurde mir dann irgendwann höchst unangenehm, weil ich mich regelrecht verarscht gefühlt habe. Vorbei ich das keiner von den Mädels unterstellen würde.

Das hilft Dir aber alles nichts, weil Du damit nichts anfangen kannst, bzw. gar nicht verstehst, was Du in solchen Situationen tun musst.

Genau so.

Ich glaube auch nicht, dass da Deine Mutter was mit zutun hat, es ist aber verständlich, dass Du Erklärungen für Dein Scheitern im Zwischenmenschlichen suchst.

Das ist mein Ansinnen, ja. Ich weiß nur, dass meine Mutter aus nachvollziehbaren Gründen sehr geklammert hat. Ich war halt ein braver Vorzeigesohn.

Deine Mutter hätte Deine von Dir gemalten Bildchen auch feiern können und Dir jeden Tag ein anderes Mädchen aus der Nachbarschaft vorstellen können: Du hättest trotzdem nicht gewusst, was Du tun müsstest, um ihr näher zu kommen.

Feiern wäre mir peinlich gewesen. Bei dem "Vorstellen" wäre ich mir nicht so sicher. Es ist zum einen nie passiert und meine Mutter hat mich - bewusst? - in eine reine Jungsschule gesteckt. Es ist denke ich ziemlich eindeutig, dass sie nicht wollte, dass ich "andere" Mädchen kennenlerne. Ob allein hierin mein Problem liegt, weiß ich natürlich nicht, aber es hat definitiv dazu beigetragen.

Dein Problem ist auch nicht, extreme Schüchternheit, denn schüchterne Menschen wissen eigentlich recht genau, was zutun wäre, sie trauen sich bloß nicht.

"..., sie trauen sich bloß nicht!" Ja, liebe L.vanPelt, was heißt denn das? Sich nicht trauen heißt, sich nicht trauen. Und wer sich nie traut, kann sich nicht trauen.

Ich tippe daher ganz ganz stark auf eine Störung aus dem autistischen Spektrum.

Das mag eine zusätzliche Rolle spielen.

Sollte ich mit meiner Vermutung richtig liegen, passt auch das von Dir beschriebene Bild mit der Glasscheibe zwischen Dir und anderen ganz gut.

Die Glasscheibe sehe ich viel pragmatischer als die Scheibe meines Bildschirms, hinter dem sich die von mir gewünschten Frauen auf jede erwünschte Weise verhalten. Bei realen Menschen gibt es ja diese Scheibe nicht - nur verhalten sie sich auch nicht so, wie die Frauen hinter der Glasscheibe. Das ist mein Dilemma.

Ein wichtiger Punkt wäre dann für Dich, zu akzeptieren, dass Du so bist, wie Du bist.

Das habe ich schon, bevor mir mein "Problem" bewusst wurde. Viel zu sehr möglicherweise, weil ich deswegen anfangs bei weiblichem Verhalten die Ursache sah.

Und das würde auch bedeuten, zu akzeptieren, dass es auf "normalem Wege" bei Dir mit den Frauen niemals klappen wird/kann - weil Du eben Deinen Teil in der Anbahnung dazu nicht beitragen kannst.

Das ist dann die bittere Konsequenz, ja!

Nun hast Du aber dennoch das, was Du als Deinen "Trieb" beschreibst. Es ist ein heikles Thema, denn ich sehe das so, wie beispielsweise bei Menschen mit starker geistiger Behinderung. Sie sind dann kognitiv und emotional eher wie kleine Kinder, haben aber den Körper und die hormonellen Triebe eines Erwachsenen. Und sie können nunmal nicht in eine Bar gehen und jemanden aufreißen.

Mein "Problem" ist ja, dass ich nicht in die Bar gehen kann, um "aufzureißen". Könnte ich es, wäre meine "geistige Behinderung" weg, bzw. nicht vorhanden. Ich habe sogar einen extrem hohen, fachlich gemessenen IQ. Ich bin auch im emotionalen Spektrum nicht wie ein kleines Kind. Ich kann einfach nicht in eine Bar gehen und eine Frau "aufreißen".

Und da mag es unfair wirken, dass es auf dem Gebiet der zwischenmenschlichen Beziehungen oder gar einvernehmlichen Sex dann aber einfach nicht klappt.

Da hast du Recht.

Gleichzeitig würde das aber ganz gut zu Deiner Trennung zwischen Deiner Person und Deinem Trieb passen. Vielleicht hilft es Dir, Dich mal über Asperger-Autismus zu informieren oder in einem Aspi-Forum Dich mit anderen auszutauschen. Z.B., wie die mit ihrer Sexualität umgehen.

Ich werde deinem Rat folgen, doch sehe ich momentan nicht den Sinn für mich. Mein Leben wird auch so verlaufen und irgendwann zu Ende sein. Was soll's? Dann hat halt einer nie Sex gehabt. Und? Fällt deswegen in China ein Sack Reis mehr um?

hRanghLuhn8x3


Hallo,

Ich habe mir jetzt den Faden hier zu 90 Prozent durchgelesen und kann zu deinem eigentlichen Problem sicherlich keine Hilfestellung leisten.Viele Dinge fand ich recht befremdlich,viele Dinge durchaus nachvollziehbar-unterm Strich bleiben bei mir aber ca.1000 Fragen zu deiner Person offen-was aber alles hier zu weit führen würde.

2 Dinge würde ich dir gerne sagen:

Ich bin Mutter eines Sohnes und ich verstehe durchaus was du den Müttern die du hier ansprichst als Grundtenor mitgeben wolltest-und ich habe mir schon den ein oder anderen Gedanken dazu gemacht-vondaher hast du zumindest mich durchaus erreicht :)^

Und zweitens-ich mag deine Art zu schreiben,du hast einen unglaublich symphatischen Humor @:)

Alles Gute für Dich!!!

M4uckexli


@ hanghuhn83

Ich bin Mutter eines Sohnes und ich verstehe durchaus was du den Müttern die du hier ansprichst als Grundtenor mitgeben wolltest-und ich habe mir schon den ein oder anderen Gedanken dazu gemacht-vondaher hast du zumindest mich durchaus erreicht :)^

Dann hat sich meine Selbstentblößung bis hierher ja gelohnt. Danke dafür! @:)

Und zweitens-ich mag deine Art zu schreiben,du hast einen unglaublich symphatischen Humor @:)

Danke zum Zweiten! @:) @:) Ja, ich habe Humor, manchmal ein bisschen schräg, das mag auch nicht jeder, aber ich meine es eigentlich immer positiv. Negatives gibt es schon von allein in der Welt genug.

Alles Gute für Dich!!!

Danke zum Dritten @:) @:) @:) Das tut gut... |-o

Mkan`n642x000


Hallo Muckeli,

ich finde es sehr gut, das du genau das Thema angeschnitten hast.

Und was bei sensiblen Kindern passieren kann, wenn die Eltern falsch reagieren, wenn sie bei ihren Kindern feststellen, das sich die Sexualität bei den Kindern entwickelt.

Aus meinen Erfahrungen mit meiner anfänglichen Sexualität habe ich dann meinen eigenen Kindern schon früh mit einem Bilderbuch deren Fragen geklärt, wie Babys im Bauch der Mutter entstehen und wo die Kinder herkommen. Das Bilderbuch war sehr detalliert. Rein anatomisch ließ es keine Fragen offen.

Mich hat auch einmal eine alleinerziehende Mutter gefragt, was zu tun wäre, wenn sie ihren Sohn in seinem Zimmer bei seinen ersten Spielchen "erwischt"...

Ich sagte ihr, das sie einfach weiter gehen sollte zum Kleiderschrank. Dort Socken mit Löchern raussuchen sollte und das Zimmer ganz normal wieder ohne einen Kommentar zu seinen Aktivitäten wieder verlassen sollte.

Später kann man seinen Sohn darauf ansprechen, das diese Spielchen an sich normal ist. Jedoch darauf hinweisen, wie die Gesellschaft die Sexualität sieht.

Ab diesem Zeitpunkt sollte man als Eltern die Privatsphäre der Kinder respektieren in dem man an die Kinderzimmertür anklopft ;-)

Muckeli, auch von mir alles Gute. Ich weiß nicht, wie alt du bist. Aber ich weiß, das es nie zu Spät ist :-)

M-uckxeli


@ Mann642000

Danke für deinen Kommentar.

Du hast Recht. Das eine ist, den Kindern die Normalität von Sexualität zu LASSEN. Die entsteht ja nicht als willentlicher Prozess, sondern als Trieb, der automatisch gesteuert wird. Diesen kann man zulassen, unterstützen oder bekämpfen. Los wird man ihn nie.

Wie du schreibst, ist es auch wichtig, seinen Kindern zu erklären, wie die Gesellschaft damit umgeht. So, wie man nicht öffentlich uriniert, sich übergibt oder in der Nase bohrt, so "spielt" man vor anderen nicht mit seinem Genital herum.

Das war bei meiner Mutter ja nicht das Problem. Sie hat sich - vielleicht aus einer Hilflosigkeit heraus - über meine erwachende Sexualität lustig gemacht, dann wieder geweint, gelacht. Ich wollte als Kind nie anecken, habe mich immer "unsichtbar" gemacht, am liebsten zurückgezogen. So konnte ich diesen Verletzungen entgehen. Leider hat sich diese "Masche" wohl nicht mehr abstellen lassen, auch als ich ein junger Erwachsener war.

Da hat sich immer mehr verfestigt und ein regelrechter Teufelskreis entstand: Weil ich mich zurückzog, bekam ich keinen Kontakt zum anderen Geschlecht, deswegen verfluchte ich irgendwann die Frauen insgesamt, was mich ihnen gegenüber noch unattraktiver machte, als ich durch mein sonderbares Verhalten eh wirkte. Und dann habe ich mich noch mehr vergraben und zurückgezogen - versunken in meinem Weltschmerz, aus dem mich keine Heldin retten wollte.

Heute habe ich damit im Grunde abgeschlossen. Zu meiner eingeschliffenen Lebensweise kommt auch noch mein Alter, was mich für die Frauen, die mich interessieren, völlig uninteressant macht. Hat halt nicht sollen sein. Falls hier noch Frauen mitlesen sollten: Ja, ich jammere gerade! Ich darf das!

Mhan3n642?000


Ja Muckeli, das darfst du, denn es ist heilend ;-)

Wie du schreibst, ist es auch wichtig, seinen Kindern zu erklären, wie die Gesellschaft damit umgeht. So, wie man nicht öffentlich uriniert, sich übergibt oder in der Nase bohrt, so "spielt" man vor anderen nicht mit seinem Genital herum.

Genau das meinte ich. Wenn man/frau für sich ist, ist es jedoch erlaubt ;-)

Was ich jedoch schade finde, das du für dich abgeschlossen hast...

Es gibt sicherlich viele Gruppen, die sich für ganz ähnliche Themen interessieren und austauschen.

Hast du schon mal diesen Weg probiert?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH