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Sex nur im Rollenspiel, quasi-Jungfrau, verrückt? ;)

sNahne-kirsxch hat die Diskussion gestartet


Hallo und guten Abend. *:)

Durch eine freundliche Empfehlung hin, bin ich hier gelandet und nun bin ich mal auf eure Meinungen und Tipps gespannt.

Ich bin heterosexuell, aber mit einer Frau verheiratet. Ich denke, sie bildet die einzige Ausnahme. Also... an Frauen, die ich lieben kann! Wir kamen eigentlich durch einen romantischen Zufall zueinander, die Zeit hat uns zu richtigen sich liebenden Seelenverwandten werden lassen. Unsere Ehe ist (seit 15 Jahren ein paar, Ehe: 5 Jahre) auch ziemlich harmonisch, wir haben einen festen Freundeskreis und kommen gut miteinander und ohneeinander aus. Klingt ja alles so weit gut, nun kommt natürlich das _aber_.

Ich hatte vor meiner Frau die ein oder andere Erfahrung mit Männern, das war lieblos und ich hab mich irgendwie leer dabei gefühlt, ich habe für die Typen auch nichts empfunden damals. Es war auch nur Petting. (Ich habe keinen Schaden davon getragen. Es war einfach nur nicht geil.)

Mit meiner Frau habe ich Sex, aber wir haben das bisher immer & ausschließlich in Rollenspiele verpackt. Es kommt auf den Kontext an, da kann es auch passieren, dass eine von uns den "Mann" übernimmt, also eine Rolle als Mann hat. (Dazu braucht man nun nicht unbedingt einen Umschnall…xx. Oder so was!)

Also, gleich vornweg: Das ist für mich in keinsterweise schlimm, es bereichert uns ja seit Jahren. Aber manchmal denke ich darüber nach und finde, es ist echt schräg und seltsam. Wir lieben uns echt total, aber hatten noch nie intimen Sex miteinander. Irgendwie weiß ich auch nicht, ob ich es könnte. Es ist schwer zu beschreiben. Ich liebe sie auf eine recht unschuldige Art über alles… beim Sex kann ich durch die Rollenspiele aber alles ausprobieren. Manchmal denke ich, ich liebe sie, aber begehre das Macho sein, Sadist sein, Masochist, Arschloch, Devot, passiv, aktiv, süß, böse sein… usw. Beim normalen Sex wäre ich ihr sehr nahe, aber irgendwie habe ich eine Hemmschwelle, weil es schon immer so ist, wie es jetzt ist. Damals haben wir als Jugendliche eine Szene aus einem Film nachgespielt und irgendwie ( ;-) ) kams dann zum Sex. Seit dem haben wir es immer so verpackt und am Anfang nie drüber geredet, weils sooo peinlich war. Und dann wurde es Routine.

Wie gesagt, ich denke, dass weder sie noch ich etwas anderes wollen, weil es so gut ist, wie es ist, aber irgendwie finde ich es, wenn ich es von außen beobachte, total durchgeknallt. Natürlich habe ich das noch nie einem erzählt. Ich habe auch mit ihr nicht konkret drüber gesprochen. Also, ich rede über Sex mit ihr, aber dann reden wir, als würden "wir" es auch tun… Ohman, wie peinlich und verrückt das alles ist!

Und als wäre meine Sexualität nicht verdreht genug ist es bei mir so, dass ich diesbezüglich null Phantasien habe. Nicht zu verwechseln mit "keiner Phantasie", denn Einfallsreichtum beim Rollenspiel-Sex habe ich mehr als genug. Aber, wenn ich beispielsweise eine Person attraktiv finde und mir vorstelle, sie zu küssen, finde ich es schon grenzwertig Wenn ich mir dann noch vorstelle, mit der Person Sex zu haben, finde ich das abstoßend, auch wenn ich die Person vielleicht trotzdem attraktiv, sexy und hübsch finde. Optische Reize machen mich auch nicht wirklich an. Also ein heißer Tanz, Striptease, Nacktfotos usw…. Das ist unansprechend. Pornos sind durch die akustische Unterstützung ansprechend!

Mit Sicherheit könnte ich mich auf normalen Sex einlassen, wenn ich eine Person näher kenne und auch sehr mag, aber sie würde mir nur einen körperlichen - keinen mentalen Kick geben.

Ist es außerdem normal, dass man gar keine Sexphantasien hat? Ich meine, wenn ich eine Phantasie hab, ist das z.B. so: Oh, ich könnte meine Frau heute fesseln und XYZ ausprobieren & mache das so. Und es ist nicht das, wovon alle immer reden: dass man Phantasien mit anderen hat, mit Stars, dass man sich bei der Selbstbefriedigung vorstellt, wie man mit 2 anderen Männern schläft usw. (Randnotiz: Selbstbefriedigung gibt mir auch keinen Mentalkick, sondern nur einen Körperlichen. Ich mache das normalerweise auch nur, wenn mir der eheliche Sex nicht ausreicht. Nicht, weil ich es mir nicht gönnen will, sondern weil ich es nicht brauche. Habe ca. 2x die Woche Sex.)

Ich bin zufrieden mit mir und mit dem Ist-Zustand, nur manchmal denke ich halt: Bist du normal?

Was meint ihr dazu? :) Seid bitte nicht so hart mit mir, auch wenn es schräg ist.

Antworten
VUu5lp:ine


Normal ist das was keinem Menschen gegen seinen Willen größeren Schaden zufügt

Ich weiß nich wers gesagt hat der Papst oder ich finds aber ziemlich passend *:)

KYurxt


Was machst Du Dir denn groß Gedanken?

Ihr habt einen Weg für ein befriedigendes Sexualleben gefunden, wie das dann schlussendlich aussieht ist doch völlig unerheblich.

Warum meinst Du, es wäre etwas Falsches daran?

Nur weil es nicht ist, wie Du denkst, dass es bei Anderen wäre?

Woher willst Du denn wissen, ob es bei Anderen wirklich so anders ist?

Und selbst wenn, es ist doch nur wichtig, dass Ihr beide zufrieden/befriedigt seid.

Und für mich klingt das so, als ob das für Euch zutrifft.

Also ... alles ist gut.

WUa$terlyi2


Ich find das überhaupt nicht durchgeknallt, wenn ihr beide diese Vorliebe teilt. Ich steh auch nur auf dominante Männer und finde anderen Sex mittlerweile ziemlich langweilig bis grottig. Und einer den ich kenne steht nur auf Natursekt und sucht sich keine Frauen mehr, die das nicht machen, weil ihm das nichts gibt. Ist alles irgendwie normal, man muss halt dann nur den passenden Partner suchen. Weißt du, ich finde z.B. Frauen, die nicht blasen und kein Sperma im Mund haben wollen weil sies eklig finden auch nicht "normal" und die denken das gleiche wohl von mir. ;-D Normal ist, was einem halt gefällt.

SNch1warz)666


Ist es außerdem normal, dass man gar keine Sexphantasien hat?

Was ist schon normal, was unnormal. Ich kannte/kenne mehrere Frauen, die nach eigener Aussage keinerlei sexuelle Phantasien oder Wünsche haben. Mit solchen Frauen klappt es sexuell auch (auf Dauer) nicht, wie auch.

Wenn Du und Deine Frau jedoch ein für beide befriedigendes Sexleben habt, dann brauchst Du Dir doch garkeine weiteren Gedanken machen.

d/ie_nas!exweise


Ich glaube, es geht dir nicht darum, wie normal oder unnormal es ist, sondern dass bei dir über die Jahre der Wunsch nach intimeren Sex ohne Rolle entstanden ist. Wenn man einmal ein gewisses Muster hat und auch sowieso Schwierigkeiten, offen über Sex zu reden ist es chwer da rauszukommen. Aber es führt kein Weg daran vorbei mit deiner Frau zu reden, wenn du dir etwas anderes wünschst, als ihr bisher kennt.

:-) Wünsche euch gute Gespräche und eine schöne Umsetzung

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