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Warum bezeichnen sich soviele faule Menschen als devot?

I]orvSinuxs hat die Diskussion gestartet


Ich bin "eigentlich" ein bisexueller Dom und mittlerweile sehr frustriert. Sogut wie alle Menschen, Männer wie Frauen, die ich getroffen habe und sich "devot" nennen sind in Wirklichkeit einfach nur faul und wollen kein Finger rühren. Oder gehen noch ein Schritt weiter und versuchen mich von "unten" zu manipulieren was ich jetzt und jetzt machen soll. Und/Oder haben einen "Wunschzettel" von einen Dom und meckern sobald man davon abweicht. Fühle mich da immer mehr wie ein Sexarbeiter und bin soweit mich von BDSM "zurückzuziehen". Vielleicht habe ich einfach nur Pech, aber es ist verdammt frustrierend und bin auch mit normalen vanilla sex glücklich. Wieso bezeichnen sich soviele faile Menschen als devot?

Antworten
E5hemali{gZer Nutzer (J#57806x9)


Devot bedeutet ja mehr oder weniger, sich jemanden zu unterwerfen und sich führen zu lassen. Hast du schon mal einen deiner Sexualpartner darauf angesprochen?

Bzw. dich mit einem anderen, dominanten Part aus deiner Szene ausgetauscht? Vielleicht ist dieses "faul" oder "untätige" ja merkmal für den devoten Part und du findest das, was du suchst, einfach nicht dort.

Aber schließlich gibt es auch außerhalb der BDSM-Szene devote Menschen, die deine Vorstellungen vielleicht mit dir teilen.

Iworvixnus


Sich unterwerfen und führen lassen ist nicht gleichzusetzen mit "Ich liege nur da, mache nichts und meckere wenn ich aktiver werden soll". Ein etwas blödes Beispiel, ein Butler "unterwirft" sich auch ist aber alles andere als passiv. Es gibt sogar ein Begriff in BDSM dafür, Service-oriented. Dom und Sub sind komplett unabhängig von aktiv und passiv sein.

Ja ich habe mich mit einen anderen Doms und einer Dommes deswegen ausgetauscht, und die sind von solchen Verhalten auch genervt. Wobei einige auch meinten ich hätte ungewöhnlich viel Pech gehabt.

SOozexy


Der Beitrag wäre im Unterforum "Sexualität" oder "Sexualtechniken" wahrscheinlich besser aufgehoben.

Zum Thema:

Du bist genervt. Das verstehe ich. Aber vielleicht ist dein "Problem" mit einer Antwort, die du bereits erhalten hast, schon gelöst:

Wobei einige auch meinten ich hätte ungewöhnlich viel Pech gehabt.

t<sunJamiw_xe


Faden verschoben.

E9heDmaligerq Nutz/er (#N578069)


Nun, was hast du jetzt vor? Deinen Fetisch abzustellen?

Ihorv^ixnus


@ Sozey

Ja, vielleicht. Es gab auch andere die sagten das wäre ein breit verbreitetes Problem in der BDSM Scene. Meinungen haben ziemlich variiert.

@ Antfortas

Ja, wahrscheinlich. Zumindest werde ich einen Partner nicht mehr in der BDSM Scene suchen.

CjaramQalxa 2


Ich würde mal sagen, wenn es um Machtausübung über andere geht, dann braucht man immer einen Partner, der seine eigene Macht "scheinbar" abgibt.

Im Grunde kann die scheinbare Abgabe von Macht, wozu ich das Devot sein, zähle, dann funktionieren, wenn auf der anderen Seite diese wieder zurückgegeben wird, also geben und nehmen. Und man macht sich etwas vor, denke ich, wenn man glaubt, dass man einseitig Macht ausüben kann, denn auch die devoten Partner sind im Grunde davon abhängig, dass sie ihre abgebene Macht wieder zurückbekommen, in Form von einer Handlung.

Gibt sicher Ausnahmen, aber letztendlich ist es nur eine Verschiebung von Macht, denn auch Selbstaufgabe verlangt immer etwas zurück und zwar dass, was man sich in diesem Bereich nicht selbst geben will oder kann.

Aber das ist nur meine persönliche Sichtweise, die natürlich nicht unbedingt zutreffen muss.

EphemalMiger$ Nutzhe$r (#57x8069)


Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, wenn du dir einen "dauerhaften" Sexualpartner zulegen würdest. Somit hättest du eine Person, die deine sexuellen Bedürfnisse kennt und mit der du sie ausleben kannst.

l`e:o 70


Gegenfrage: Warum bezeichnen sich so viele respektlose und egoistische Menschen als dominant?

Ich bin nämlich genervt von den "Doms", die meinen, sie könnten mit einem Sub machen was sie wollen, der Sub sei nur dazu da, um sie glücklich zu machen (und solle sich mal etwas mehr anstrengen, um das hinzubekommen) und überhaupt gehe es beim BDSM nur um die Bedürfnisse das "Dom".

Und wenn dann der Sub auch mal Bedürfnisse anmeldet, Grenzen formuliert, Wünsche und Sehnsüchte preisgibt, dann heißt es, du bist ein "Wunschzettelsub" und gar nicht richtig devot!

N{annix77


Man muss eben vorher eingehend drüber sprechen wie man sich das ganze vorstellt. Jeder Dom und jede Sub sieht das anders. Die einen Unterwerfen sich vollkommen, die nächsten nur im Bett.

Mein erster Dom zum Beispiel wollte nicht das ich ihn anfasse, ausser er hat es ausdrücklich gewünscht, das war schwer, aber ich hab mich natürlich dran gehalten. Der nächste fand das seltsam und wollte das ich dahingehend mehr aktiv werde.

Nur ein kleines Beispiel, aber sich da umzugewöhnen ist nicht so leicht und es geht natürlich nur wenn man darüber spricht.

Da das jetzt eine Sache war die für mich in der einen wie der anderen Art ok war, konnte ich mich den Wünschen anpassen.

Wäre es nicht so gewesen hätte man entweder einen Kompromiss finden oder das ganze beenden müssen.

Mich würde auch mal ein Beispiel von dir interessieren, was stört dich konkret? Wurde darüber im Vorhinein gesprochen? Hat jeder seine Vorstellungen dargelegt?

DCanxte


Haha, ich bin nicht dominant und mache auch kein BDSM, aber mir ist aufgefallen, dass viele Frauen gerne gefesselt werden, bzw gefesselt werden wollen, und ich hatte meistens den Eindruck, sie wollen das nur aus Faulheit, damit sie nichts tun müssen.

Irgendwie unterwürfig waren die nie, eher im Gegenteil :-)

SDozxey


...dass viele Frauen gerne gefesselt werden, bzw gefesselt werden wollen, und ich hatte meistens den Eindruck, sie wollen das nur aus Faulheit, damit sie nichts tun müssen. Irgendwie unterwürfig waren die nie, eher im Gegenteil :-)

Das eine hat mit dem anderen auch nicht unbedingt etwas zu tun. BDSM setzt sich ja aus verschiedenen Begriffen zusammen, die man kombinieren kann, aber die nicht immer nur zusammen genutzt werden können/müssen (Bondage, Submission, Dominance, Sadism, Masochism). Die Grenzen sind dabei fließend. ^^

Man kann sich fesseln lassen ohne unterwürfig zu sein... aus vielen Gründen. Allein schon der Gedanke nicht aktiv eingreifen zu können, auch wenn man es wollte, kann etwas erotisches sein... das "ausgeliefert sein" auch... und einfach mal abschalten und genießen auch... dass pure Faulheit dahinter steckt, glaube ich allerdings nicht. :)z

TKi-eU


Ich finde die Herangehensweise etwas seltsam.

Dom und sub sprechen über Vorlieben und Grenzen.

Dom tut was innerhalb der Grenzen liegt.

Innerhalb der Grenzen gibt es keine Grenzen.

Das "Problem" liegt einfach den/die entsprechenden Partner zu finden.

Wenn die Vorlieben nicht korrespondieren war/ist die/der Falsche.

dhie Toorte


@ leo70

klasse beitrag :)^

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