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Wieso wird das Thema Sex in der Öffentlichkeit diffamiert???

sAensEibeVlJman


Die westliche Kultur ist von der griechischen Mythology - von ihren Erzählungen, von ihren Symbolen - stark geprägt.

Das auch.

Ich denke, das z.T. negative Bild oder die negative Beziehung zum Sex ist historisch gesellschaftlich geprägt worden. Es steht vermutlich mit Macht und Besitz (Erbschaft) im Zusammenhang. Der Zusammenhang zwischen Sex und Kinder zeugen war historisch gesehen ja viel unmittelbarer und das Zeugen von Kindern war keinesfalls immer erwünscht- insbesondere in Notzeiten (schlechte Ernten, Krankheiten, ...) nicht. Ich glaube, dass menschliche Freiheit und Offenheit allgemein und sexuelle Freiheit und Offenheit eng miteinander verknüpft sind. Sexuelle Verschlossenheit ist meiner Ansicht nach auch ein Zeichen für die Verschlossenheit der Gesellschaft allgemein- die Angst davor, dass Offenheit schwerere soziale Probleme nach sich zieht. Es ist letztenendes eine Frage des Umgangs der Menschen miteinander allgemein.

Wenn ich mit hoher Sicherheit darauf vertauen kann, dass meine Aussagen nicht zu schlechtem [[https://de.wikipedia.org/wiki/Leumund Leumund]] unter den Menschen führt- insbesondere den Freunden, Verwandten und Bekannten und damit zur Ausgrenzung führt, kann ich mich als Mensch auch mehr frei und offen äußern.

NuurUiaKm


"Sexuelle Verschlossenheit ist meiner Ansicht nach auch ein Zeichen für die Verschlossenheit der Gesellschaft allgemein- die Angst davor, dass Offenheit schwerere soziale Probleme nach sich zieht."

Die gesellschaftliche Ordnung sowie die sexuelle Kontrolle ist für ein ethisches Zusammenleben extrem wichtig. Wenn alle Menschen frei und triebgesteurt leben würden, würde Tot, Mordschlag und Vergewaltigung auf der Tagesordung stehen. Man muss nur die Lebenssituationen in Länder beobachten, wo Krieg geführt wird und es eine soziale Struktur fehlt.

Es geht vor allem darum - m.E.n. - Apollo mit Dyonisus zu verbinden. Also beide Aspekte der Sexualität einem Raum zu geben. Nicht entweder-oder, sondern sowohl-als auch. In manchen Situationen passt Apollo besser dazu, in anderen ist Dyonisus genau der Richtige.

scen&sibCel{man


alle Menschen frei und triebgesteurt leben würden, würde Tot, Mordschlag und Vergewaltigung auf der Tagesordung stehen.

Sofern einfache Regeln beachtet würden nicht: Solidarität, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft sind Säulen, die ausreichen- oder um es mit den Wort eines Mannes namens Jesus zu formulieren: Nächstenliebe.

Die gesellschaftliche Ordnung sowie die sexuelle Kontrolle ist für ein ethisches Zusammenleben extrem wichtig.

Eine Gesllschaft, die mit wenigen Regeln gut funktioniert und den Menschen ein glückliches Leben beschert, ist meines Erachtens die fortschrittlichste Gesellschaft- und liberalere Gesellschaften sind erfahrungsgemäß die besser funktionierenden.

Man muss nur die Lebenssituationen in Länder beobachten, wo Krieg geführt wird und es eine soziale Struktur fehlt.

Das Problem ist in diesen Gesellschaften: Die Bürger haben nicht gelernt, selbstbestimmt vernünftig zu handeln- das Handeln wurde fremdbestimmt aufoktruiert- im Falle des Zusammenbruchs des Systems sind viele Menschen kopflos- sie sind es nicht gewohnt, sie haben es nicht gelernt, eigenständig vernünftige Entscheidungen zu treffen und werden zu Barbaren, wenn die Anleitung oder die "Bestrafung" "von oben" wegfällt. Im übrigen würde in Gesellschaften, in denen die Menschen gelernt haben, selbständig zu denken, mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit ein Krieg ausbrechen. Selbstständiges Denken erlernen die Menschen vor allem in Demokratien, in freieren Gesellschaften. Am freiesten ist eine menschliche Gesellschaft, wo eine Anleitung, ein Gesetz "von oben" überflüssig ist, wo Hierarchien entfallen können,weil die Menschen gelernt haben, sich selbst zu organisieren, selbst sinnvolle Entscheidungen zu treffen und wo die soziale Regulation innerhalb der Menschengruppen erfolgt und nicht mehr von Staat und Regierung.Wie weit wir davon entfernt sind wieß ich nicht genau- ich weiß aber, dass es noch ziemlich weit entfernt ist.

Ich benötige keine Polizei, keinen Juristen und keine Sicherheitsdienste, damit ich andere Menschen nicht betrüge, nicht bestehle oder ihnen keine körperliche Gewalt anzutun- mehr noch: bei mir bräuchten Menschen auch keine Türschlösser oder Sicherheitseinrichtungen- ich weiß das ehrlich, durch Arbeit erworbene Eigentum zu schätzen- ich weiß, dass es nicht mir gehört. Mehr noch, wer Geld oder andere Gegenstände verliert oder vergisst, bekommt es von mir zu 100% zurück.

Komischerweise sind gerade in Ländern, in denen der Staat mehr oder weniger diktatorisch auftritt, indem auch strengere sexuelle Regelungen existieren, die die menschliche Freiheit diesbezüglich einschränken, oft auch Sexualverbrechen, Aggressionen und Gewalt häufiger und schwerwiegender.

Strafen und strenge Regelungen machen die Menschen unselbständiger und irrationaler im Denken und Handeln- es schafft mehr Verbrechen, als es sie dezimiert- oft dann sehr hinterhältig und heimlich.

Aus der Sackgasse führt längerfristig nur Bildung und Aufklärung, nicht strengere Regeln.

Und in Gesellschaften, wo freier und mit weniger Einschränkungen über Sex gesprochen wird, sinkt auch die Zahl an Sexualdelikten, an Aggressionen und Gewalt. Und nein, dabei geht es nicht um offizielle Zahlen, sondern darum, was tatsächlich passiert.

Gesetzliche Regelungen sind in aller Regel Krücken, die die Folgen mangelnder Bildung und Aufklärung zu entschärfen versuchen.

mRd|g


Unsere Gesellschaft hier ist sexualmoralisch scheinliberal. Das sage ich schon seit Jahr und Tag. Pseudo-offenes Gerede (hier?) gibt’s viel, aber wenn’s zur Sache geht, gibt‘s ziemlich viele Tabus.

Wie kann eine Gesellschaft sexualmoralisch liberal sein, in der z.B. ein bloßes Zur-Seite-Blinzeln auf der Straße schon als grenzwertig betrachtet wird.

Besonders scheinheilig sind gerne Frauen gegen Männer ("notgeil") – auch das sage ich seit Jahr und Tag (aber scheinheilig sind auch Frauen gegen andere Frauen ("die hat’s aber wohl nötig"). Die "neue Sexualmoral" kommt vor allem von der Frauenbewegung her ("Frau darf nicht Objekt sein.") – die christliche Tradition steht demgegenüber nur noch im Hintergrund.

"Geil ist gut!" – das war ein Leitspruch der "Sexwelle" Ende der 60er, Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts. "Geil – das Wort kommt aus dem Mittelhochdeutschen und hieß damals schon einfach nur gut" –hieß es damals. – Ob das nun wirklich stimmt oder nicht – der Leitspruch ist gut.

Ist heute Geilheit gut? – Doch wohl kaum: alles was "geil" ist, gilt ganz überwiegend als negativ. Und "Sexual..." reimt sich ganz überwiegend auf –delikt (gerade auch jetzt wieder nach Silvester 2016).

Und natürlich wird auch hier und da nach immer schärferen Gesetzen geschrien, die das Land angeblich ganz dringend braucht (Gesetze, die sich angeblich nicht gegen die Sexualität, sondern nur gegen die Gewalt richten - lach). Viele Politiker würde lieber heute als morgen z.B: Pornografiekonsum zum Straftatbestand machen.

Wenn Geilheit – oder doch besser ein bisschen zahmer Begehren genannt – heute ein bisschen gestattet ist, dann fast NUR als Wurmfortsatz von "Beziehung" (gilt besonders für Männer – Frauen dürfen schon mal anders, aber nicht zu oft...). Also alles wie eh und je.

Wichtig darf Geilheit oder Begehren auf keinen Fall sein – jedenfalls nicht nach außen hin.

soensibge[lman


Unsere Gesellschaft hier ist sexualmoralisch scheinliberal.

Das würde ich auch so sehen.

Wichtig darf Geilheit oder Begehren auf keinen Fall sein – jedenfalls nicht nach außen hin.

Das Problem ist vermutlich, dass es undifferenziert in die rücksichtslose, "versaute" Ecke gedrängt wird. Die Frage ist, was am Sex, am sexuellem Begehren rücksichtslos, versaut oder schlampig sein soll- es entspringt einem relativ normalen menschlichen (genetisch bedingtem) Bedürfnis.

Einer liberalen Gesellschaft täte sexuelles Begehren ohne Übergriffigkeit und mit unverkrampfter Offenheit diesbezüglich ganz gut. Es würden viele Scheinprobleme, die nur durch sinnlos erhobene Zeigefinger entstehen, gar nicht vorhanden sein (vermutlich wäre dann aber auch das Forum Sexualität und Sexualtechniken ziemlich leer).

Leider sind die freiheitlichen Bestrebungen zahlreicher Menschen der 60-er-70-er Jahre weitgehend in der Versenkung verschwunden.

Sgüntxje


mich interessiert, was ihr, z.B. sensibelman und mdg unter mehr Offenheit versteht?

Ich fühle mich jetzt überhaupt nicht eingeschränkt oder irgendwie diffamiert mit meinem Sexleben?

Von was für Gesetzen gegen Sexualität unter dem Deckmantel Gesetze gegen Gewalt redet ihr denn?

R>ub(ikwüxrfel


Schönes Thema, da möchte ich mich gerne einklinken.

Einige Dinge wurden hier ja schon aufgeführt und ich möchte speziell auf das Thema der "funktionierenden Gesellschaft" eingehen.

Wie bereits erwähnt wurde, benötigt eine funktionierende Gesellschaft Regeln und Umgangsformen. Ein "tu wonach dir ist" würde alle geschätzten Errungenschaften der Gesellschaft (soziale Absicherung, funktionierende Infrastruktur, Sicherheit) zunichte machen.

Dies gilt im gleichen Rahmen für Sex. Jetzt kann man sich fragen, warum wir im Vergleich zu anderen Gesellschaften zwar einen freieren Umgang mit Sexualität haben, dies jedoch immer noch tabu behaftet ist.

Ich denke hier kann eine Gesellschaft keinen vollkommenen Entwicklungsgrad haben, da man den schmalen Grat zwischen Zurückhaltung, zum Wohle einer funktionierenden Gesellschaft und absoluter Freizügigkeit nicht finden kann.

Ich möchte hier ein beispielhaftes Szenario spinnen, um dies zu verdeutlichen:

Zu den menschlichen Grundbedürfnissen und Trieben gehören: Schlafen, Essen und Fortpflanzung.

Schlafen und Essen sind Bedürfnisse, die nicht zwangsläufig eine andere Person benötigen. Sex im Sinne der Fortpflanzung (aus evolutionären Sicht gesehen) aber sehr wohl. Zudem ist Sex einer der stärksten Triebe. Ich denke jeder kann dies bezeugen (vor allem die hier im dem Forenbereich sehr aktiv sind :-p ).

Nun zurück zum Beispiel:

Man stelle sich eine völlig freie Gesellschaft vor, in der Sex dem Essen und Schlafen gleichgestellt ist. Entsprechend der Verfügbarkeit würde ein Großteil der Menschen unentwegt wild kopulieren, egal wo und wann. Da es bei den Menschen auch keine Brunft gibt, gäbe es auch keinen Grund hier zyklisch aussetzen zu müssen. Einige wenige Menschen haben dann durch ihr Erscheinungsbild und Attraktivität viel größere Erfolgschancen beim anderen Geschlecht, als andere. Bei vollkommener Transparenz, durch die Öffentlichkeit wird dies noch gravierender ersichtlich für jedermann. Dies möchte jemand mit geringere Attraktivität natürlich nicht hinnehmen. Man kann dem jedoch nicht entrinnen. Ich nehme an, schreckliche Unruhen und Vergewaltigungen wären die Folge, weshalb der Staat hier rigoros und restriktiv vorgehen muss, um die Gesellschaft und Gemeinschaft zu erhalten..... ich denke an der Stelle kann sich jeder die Dystopie weiter ausmalen.

Um wieder auf den Boden der Realität zurück zu kommen und auf den "schmalen Grat" den ich erwähnt hatte:

Wer entscheidet wie weit eine Gesellschaft gehen kann, bis ein Punkt der Eskalation erreicht ist? Jetzt kann man natürlich sagen, dass ein offener Besuch eines Sexshops mit anschließendem stolzen vorzeigen des gekauften Lustspenders noch weit weg davon ist. Dem stimme ich absolut zu. Nur sehen das unterschiedliche Menschen eben anders. Was wenn dies aber weitergeht und die Offenheit zunimmt? Ich denke, dass die christliche Bigotterie und auch die anderer Religionen schlussendlich aus einem Entarten einer Gesellschaft oder auch der bloßen Angst davor (Bsp.: Sodom und Gomorra) entstanden ist und dies noch bis in unseren heutigen Alltag hinein nachwirkt. Unsere Gesellschaft ist dabei sich in der Richtung weiter zu öffnen, bis zu einem Punkt an dem es wieder zu einer stärkeren Restriktion zurückgeht.

In diesem Sinne stimme ich der Bibel sinngemäß zu und das sage ich als wenig gläubiger Mensch, dass der große Unterschied vom Mensch zum Tier die Kontrolle der Triebe und vor allem des Sextriebs ist.

Man kann darüber schmunzeln, aber es ist tatsächlich eine Errungenschaft der Zivilisation oder anders herum, wurde die Zivilisation erst durch Triebkontrolle ermöglicht.

Die Unterdrückung der weiblichen Sexualität ist ein Teilgebiet hiervon und ist eigentlich allein schon einen Faden Wert :D

So jetzt bin ich gespannt war ihr davon haltet und dazu zu sagen habt.

s>en;sibJelman


Entsprechend der Verfügbarkeit würde ein Großteil der Menschen unentwegt wild kopulieren, egal wo und wann.

Naja, erfahrungsgemäß werden Menschen in der Nacht früher oder später alle müde.

Wie das funktionieren kann, kann man an manchen Naturvölkern beobachten. Da gibt es auch keinen Mord und keinen Totschlag- vielmehr sind die Menschen in derartigen Gesellschaften ziemlich friedfertig.

dass der große Unterschied vom Mensch zum Tier die Kontrolle der Triebe und vor allem des Sextriebs ist.

In der Tierwelt gibt es viel größere Probleme mit dem Ausleben des Sexualtriebs, da wird in sehr vielen Tiergesellschaften viel mehr eingeschränkt- auch wenn dies nicht unbedingt über individuelle Kontrolle erfolgt.

anders herum, wurde die Zivilisation erst durch Triebkontrolle ermöglicht.

Diese hat eher zahlreiche negative Folgen gezeitigt.

Die Kirche war viele Jahrhunderte hindurch (auch über die stark bremsende Sexualität) zu einem der größten Blockierer fortschrittlicher Entwicklung geworden und verhinderte vielmehr zivilisiertes Verhalten. Das wurde in zahlreichen menschenverachtetenden Aktionen der Kirche (Kreuzzüge, Inquisition, starke Ungerechtigkeiten z.B. zwischen Mann und Frau) deutlich.

Die Maßnahmen der Kirche haben nicht zivilisiert (das waren vielmehr Menschen der Aufklärung), sondern vielmehr Unmengen an Bigotterie, Doppelzüngigkeit, Heuchlerei etc. produziert.

Die Kirche war jahrhundertelang Förderer von Falschheit. Man durfte nicht genauer hinsehen- die Sexualtriebe wurden nur in Heimlichkeit verschoben.

Die von der Kirche produzierte Bigotterie ist auch heute noch als starkes Relikt übrig geblieben- ein wesentlicher Grund dafür, dass heute noch soviele öffentliche sexuelle Tabus existieren, dass soviel hinter "vorgehaltener Hand" gesprochen wird. In zahlreichen islamischen Ländern ist dieser Zustand immer noch konserviert.

Das Problem aller Religionen ist, dass sie sich hervorragend als Machtmittel missbrauchen lassen und deswegen auch dafür missbraucht werden. Die Unterdrückung von sexuellen Trieben ist vielmehr eine Form des Machtmissbrauchs.

Menschen, die ihre sexuellen Triebe rücksichtsvoll ausleben können, sind oft friedfertiger und weniger aggressiv, leiden unter weniger Frust und unter weniger Depression, sie müssen sich weniger verstellen ...

Das Ausleben des Sexualtriebs steht keineswegs im Widerspruch zum vernünftigen Handeln.

Für Sexualität bräuchte es nur eine Regel geben: Niemand darf zum Sex gezwungen werden.

Ruubi}kwü4rfexl


Menschen, die ihre sexuellen Triebe rücksichtsvoll ausleben können, sind oft friedfertiger und weniger aggressiv, leiden unter weniger Frust und unter weniger Depression, sie müssen sich weniger verstellen ...

Da magst du Recht haben, aber in der Realität ist dies leider nie möglich. In den Naturvölkern herrscht hier auch, sofern man den zahlreichen Reportagen glauben kann, keine wirkliche Wahlfreiheit des Lebens- und Sexualpartners.

Zudem ist es wohl tatsächlich so, dass es keine Kultur gibt, zumindest keine fortschrittliche in unserem Sinne, in der die Sexualität keinen Restriktionen unterliegt.

Vielleicht gibt es hier ja einen Zusammenhang zwischen Fortschritt und sexueller Offenheit??

s2e}nsi|belxman


In den Naturvölkern

Naturvölker haben zu unterschiedliche gesellschaftliche Konzepte, als dass man von den Naturvölkern sprechen kann. Besser ist zu sagen, es gibt Naturvölker die ...

Und Fortschritt ist relativ: Menschen, die über reichliches, regelmäßiges und leicht verfügbares Nahrungsangebot verfügen, hohe Vitalität haben, kaum krank werden, viel Freude und Abwechslung im Leben finden, keine Probleme mit Wetter und Witterung haben, in gutem Einklang mit der Natur leben, benötigen nicht zwingend viel Technik- das wäre unter diesen speziellen (auf der Erde selten anzutreffenden Bedingungen) eher wenig sinnvoll.

RhubikKwürfxel


Diese hat eher zahlreiche negative Folgen gezeitigt.

Die Kirche war viele Jahrhunderte hindurch (auch über die stark bremsende Sexualität) zu einem der größten Blockierer fortschrittlicher Entwicklung geworden und verhinderte vielmehr zivilisiertes Verhalten. Das wurde in zahlreichen menschenverachtetenden Aktionen der Kirche (Kreuzzüge, Inquisition, starke Ungerechtigkeiten z.B. zwischen Mann und Frau) deutlich.

Ja das stimmt, ohne Aufklärung wäre es wohl nie zur industriellen Revolution gekommen.

Die Frage ist jedoch, warum sich Gesellschaften auf der Erde unabhängig voneinander in eine Richtung entwickeln, in der sexuelle Restriktionen im Alltag üblich sind?? Neulich habe ich einen Bericht eines Anthropologen gelesen, der meinte: "Es gibt keine bekannte Kultur die komplett frei mit ihrer Sexualität umgeht. Selbst die Urvölker bedecken zumindest ihre primären Geschlechtsteile"

Was ist der Grund hierfür?

Nunja, vielleicht ist zumindest in unserer Gesellschaft auch der Kapitalismus, der gleichzeitig Fortschrittstreiber unserer Gesellschaft, nicht ganz unschuldig.

Kapitalismus beinhaltet immer das Streben nach Macht und die Unterdrückung bzw. Ausbeutung anderer zum eigenen Vorteil. Ja und nichts anderes haben Kirchen früher getan. Wobei die eigenen Regeln der Sexmoral selten auch für die Unterdrücker gellten. Das haben die Kirchenoberhäupter selbst oft genug bewiesen (s. bspw. Konzil von Konstanz) und andere Oberhäupter tun dies noch heute (Berlusconi).

Macht und Geld gehören zusammen und so lange die Menschen nach beidem Streben, wird es immer Gewinner und Verlierer geben und damit die Verlierer nicht merken, dass sie Verlierer sind werden sie durch Restriktionen in der Spur gehalten.

Das gilt für alle Lebensbereiche und natürlich auch für die Sexualität.

Vielleicht zeigt aber auch der Umgang einer Gesellschaft mit ihrer Sexualität generell immer auch den Grad deren Freiheit an?

szensinbe)l:maxn


Selbst die Urvölker bedecken zumindest ihre primären Geschlechtsteile"

Das trifft nicht auf alle Urvölker zu. Manche laufen auch vollkommen nackt umher.

"Es gibt keine bekannte Kultur die komplett frei mit ihrer Sexualität umgeht. ...Was ist der Grund hierfür?

Naja, mit dem Thema hatte sich z.B. Friedrich Engels ziemlich ausführlich auseinandergesetzt. [[http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_025.htm In diesem Buch]]- die Überlegungen sind jedenfalls interessant, auch wenn heute zahlreiche bessere anthropologische Kenntnisse diesbezüglich existieren.

sbensiPbelman


... und dafür wurde der Engels mächtig verschrien und beschimpft- oft nur halb gelesen und bewusst falsch verstanden (nach dem Motto, er hätte Jedem mit Jeder propagiert).

RZub5ik"@rfexl


Selbst die Urvölker bedecken zumindest ihre primären Geschlechtsteile"

Das trifft nicht auf alle Urvölker zu. Manche laufen auch vollkommen nackt umher.

"Es gibt keine bekannte Kultur die komplett frei mit ihrer Sexualität umgeht. ...Was ist der Grund hierfür?

Naja, mit dem Thema hatte sich z.B. Friedrich Engels ziemlich ausführlich auseinandergesetzt. [[http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_025.htm In diesem Buch]]- die Überlegungen sind jedenfalls interessant, auch wenn heute zahlreiche bessere anthropologische Kenntnisse diesbezüglich existieren.

Klingt interessant, du scheinst dich mit der Materie tiefergehend beschäftigt zu haben.

Generell würde ich den Faden noch um eine weitere Fragestellung ergänzen:

Wie haltet ihr es denn mit der künftigen Generation, also euren Kindern?

Wie erzieht ihr eure Kinder, welchen Umgang mit Sexualität bringt ihr ihnen bei??

Gerade bei Mädchen hält sich die Ungleichbehandlung immer noch hartnäckig. Jungs dürfen sich sexuell austoben, Mädchen nicht und wie steht ihr zum Internet und den Möglichkeiten die damit verbunden sind? Wäre es für euch problematisch, wenn die eigene Tochter oder auch Sohn Webcam Sex haben, auch für den Lebensunterhalt oder um sich etwas dazu zu verdienen?

s1ensiGbelm>an


Wie erzieht ihr eure Kinder, welchen Umgang mit Sexualität bringt ihr ihnen bei?

Unsere Kinder haben im Prinzip diesbezüglich alle Freiheiten- aber unser Einfluss ist geringer als der von Freunden und Mitschülern- sexuell ist ein Teil unserer Kinder eher sehr zurückhaltend- obwohl ich das in diesem Alter <20) auch noch war (zum FKK kommen unsere Kinder z.B. nicht mit- müssen sie aber auch nicht).

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