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Wieso wird das Thema Sex in der Öffentlichkeit diffamiert???

mWdg


mich interessiert, was ihr, z.B. sensibelman und mdg unter mehr Offenheit versteht?

Ich fühle mich jetzt überhaupt nicht eingeschränkt oder irgendwie diffamiert mit meinem Sexleben? (Süntje)

Spontan würde ICH ja als böser Maskulist sagen: weil Du weiblich bist! Ich vermute, dass offen oder klammheimlich sich viele Männer sehr wohl in ihrem Sexualleben mehr oder weniger stark einschränkt oder diffamiert fühlen. Zu dem Thema hatte vor einigen Jahren einen Faden hier angefangen: [[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/223859/]]

Zur großen Frage: ist Triebunterdrückung in einem gewissen Maße zur Zivilisationsentwicklung der Menschheit notwendig: Es gibt ja viel Kluges dazu. Vermutlich IN EINEM GEWISSEN MASSE schon. Zur Triebunterdrückung zählt es ja auch, wenn z.B. mögliche Rivalen um die Gunst eines attraktiven (Sexual-)partners nicht einfach um die Ecke gebracht werden dürfen ;-).

Wahrscheinlich ist es aber auch, dass Triebunterdrückung – gerade auch beim Sexualtrieb – viel stärker gefordert wird als wirklich notwendig: weil dies – wie schon angesprochen – ein hervorragendes Herrschaftsmittel ist. Allein schon die Schuldgefühle, wenn man den strengen Verboten nicht entsprechen kann, machen demütig, anpassungsbereit und gefügig (dazu gibt’s ja auch einige kluge Analysen – einige hier schon angesprochen).

Dass die meisten Kulturen in der Menschheitsgeschichte mehr oder weniger starke sexuelle Triebunterdrückung gefordert haben bzw. fordern, hat meiner Meinung nach vor allem mit Letzterem zu tun.

mxdg


Spontan würde ICH ja als böser Maskulist sagen: weil Du weiblich bist! Ich vermute, dass offen oder klammheimlich sich viele Männer sehr wohl in ihrem Sexualleben mehr oder weniger stark einschränkt oder diffamiert fühlen.

Vielleicht als kleine Ergänzung dazu: Stichwort: Legitimität von Geilheit bzw. Begehren in einer WIRKLICH sexualliberalen Gesellschaft: Männer werden in unserer heutigen Gesellschaft sehr oft als das "notgeile" und "triebgesteuerte" Geschlecht dargestellt (etwa nicht?). Auch einzelne Männer werden gern als "notgeil" und "triebgesteuert" hingestellt (nicht selten auch von Frauen). Ist das etwa keine Diffamierung oder auch letztlich Einschränkung?

Hier haben sich die Dinge tatsächlich geändert: Die Prüderie und Sexualfeindlichkeit vergangener Tage war vorrangig scheinheilig gegenüber Frauen – und hat Männern dann doch hier und da Einiges eingeräumt. Die heutige Prüderie und Sexualfeindlichkeit (die’s angeblich nicht gibt) ist eher vorrangig scheinheilig gegenüber Männern – und räumt Frauen im Zweifel Einiges ein.

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