» »

Kein Sex, trotz super Beziehung :(

ainniiiF199x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen :)

Ich bin 25 Jahre jung & bin seit knapp 3 Jahren in einer Glücklichen Beziehung.

Was "Nur" fehlt ist der regelmäßige Sex.

Als ich mit meinem Partner zusammen kam, lief alles Super. Wir hatten 3-4 mal die Woche Sex. Es hat uns immer beiden gefallen. Doch plötzlich (ca 6 Monate ) später hat sich das ganze gewendet.

Wir schlafen vllt alle 2 bis 3 Wochen miteinander.

Ich habe ihn schon soof oft darauf angesprochen...aber es kommt immer nur "ich weiß!!!!" "Ich will das ja auch ändern" & Lehre Versprechungen.

Ich bin mittlerweile wirklich am Verzweifeln. Ich frage mich einfach wieso das in so einer kurzen Zeit sich so stark geändert hat ? Bin ich vllt nicht mehr attraktiv genug ?! ???

Mittlerweile bin ich an einem Punkt gekommen, wo ich ihn garnicht mehr drauf anspreche. Mich macht die Situation einfach nur noch traurig. :-/

Antworten
B<aum|axnn7x3


Hallo Anni,

es gibt halt einfach Menschen und Phasen im Leben, wo alle 2-3 Wochen Sex völlig normal und ausreichend ist.

Das ist halt der Alltag. Es wird nur dann ein Problem, wenn die Partner unterschiedliche Bedürfnisse haben.

In meiner Ehe gab es auch Jahre, wo wir uns Sex (wegen Kinderwusch) nur rund um die Eisprungtage angewöhnt haben. An den anderen Tagen fand dann nichts statt. Mittlerweile ist das wieder anders.

Wenn es auch durch Reden nicht mehr Sex gibt, dann solltest du dir seine Lebensumstände anschauen, ob man da etwas ändern kann. Beruflicher Stress, Arbeitszeiten, Nikotin- und Alkoholkonsum, Ernährung etc.

Auch die üblichen Zeiten, zu denen es zu Sex kommt, kann man ändern. Vielleicht mal früh am Abend oder morgens vor der Arbeit etwas versuchen. An den arbeitsfreien Tagen kann man vielleicht auch mal 2-3 mal pro Tag. Also da kann man vieles ausprobieren.

bPadqybIirdZ255


Überrasch ihn doch morgens mal (er noch schlafend) indem du ihn verwöhnst. ... dann hat auch er bestimmt Lust .... :=o @:)

a}nntiii129960


Ach das habe ich alles schon gemacht.

Es ist ja nicht so das er sich nicht freut.. ganz im geteilt.

Nur von ihn kommt nichts.. es sei denn 2-3 Wochen später. Er sagt ja selber das er es wenig findet...aber ändern tut er auch nichts ???

bdadybRi4rd255


Hmmm du hast ja schon erwähnt das du häufig ihm gegenüber erwähnst das du mehr brauchst /möchtest, denn ansonsten fällt mir nur ein das du ihm klar machen solltest das es nicht sein kann das er immer nur dann ankommt wenn es ihm passt und das du auch Bedürfnisse hast die er nicht erfüllt und du deswegen immer unglücklicher bist ???

M|ann04x2


@ Hallo anniii1990,

ich kenne das auch aus deiner Perspektive. Meiner Meinung nach hast du wenig Chancen das zu ändern. Jeder Mensch hat seine eigene "sexuelle Frequenz", d.h. sein ganz ur-eigenes Bedürfnis nach Sex. Also wie oft er das will.

Nur leider ist es so, dass man nicht die erste Zeit einer Beziehung als Maßstab nehmen darf. Wenn du einen Mann kennenlernst, solltest du ihn fragen, wie oft er Selbstbefriedigung macht in beziehungslosen Zeiten. Das ist der echte Maßstab.

In der Verliebtheitsphase wird dieser Maßstab durch die Hormone verfälscht.

Während der Verliebtheitsphase sind zwei Hormon-Spiegel im Gehirn "unnormal". Das ist der Serotonin- und der Dopamin-Spiegel. Beide Hormone sind im Normalzustand Gegenspieler und kommen nicht gleichzeitig in höheren Dosierung im Gehirn vor. Dass beide Spiegel gleichzeitig hoch sind, macht ein dritter Stoff möglich. Das Hormon Phenylethylamin. Dank diesem können beide Spiegel für eine gewisse Zeit im Gehirn, bzw. im Körper hochgehalten werden. Wenn man zwei so richtig verliebte Menschen beobachtet, dann merkt man, dass die nicht ganz "normal" sind. Und dieser Zustand kann schon rein hormonell nicht auf längere Dauer aufrecht erhalten werden, weil er sonst das Gehirn schädigen würde. Also dauert die Verliebtheitsphase nur eine gewisse Zeit und dann werden die Pegel wieder auf Normalmaß zurückgefahren. Nach maximal drei Jahren ist Schluß mit Verliebtheit. Bei manchen, wie bei deinem Freund auch schon nach 6 Monaten.

Chemisch gesehen ist die Verliebheit ein "Booster" für eine Beziehung. Sie bewirkt eine außerordentliche Fixierung zweier Menschen aufeinander. Und dazu gehört auch für diejenigen Menschen, die kein besonders großes Bedürfnis nach Sexualität haben, dass dieses Bedürfnis auf ein hohes Maß ansteigt.

Wenn jetzt also zwei Menschen zusammen kommen, die ein unterschiedliches Maß an Bedürfnis nach Sex haben, dann bemerken die das nicht. Zumindest nicht in der Verliebtheitsphase. Dann fährt mit dem Verschwinden der Verliebtheit der eine Partner seine Sexualität auf sein übliches Normalmaß zurück und die beiden haben ein Problem. Einerseits ist Liebe entstanden, andererseits wird für einen der beiden Partner ein Bedürnis, nämlich das Bedürfnis nach Sex und körperlicher Nähe nicht mehr ausreichend befriedigt.

Der Mensch, der wieder in sein Normalmaß zurückfällt kann nichts dafür. Das Problem ist, dass die wenigsten Menschen wissen, dass das Spiel mit der Liebe im Groben so funktioniert.

D.h. ich habe dir, anniii1990, eine Erklärung für das Verhalten deines Freundes geliefert und dir hoffentlich die Sorge genommen, dass es an dir, an deiner Person liegen könnte. Nein das ist nicht der Fall. Dein Freund wird wahrscheinlich bei jeder anderen Frau genauso reagieren und handeln. Aber vielleicht hilft dir bzw. euch diese Info besser mit dieser Situation umzugehen. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei.

I l RRa:gsazzo


Das Problem ist, dass die wenigsten Menschen wissen, dass das Spiel mit der Liebe im Groben so funktioniert.

Naja, ich glaube eher, die allermeisten interessiert die naturwissenschaftliche Erklärung überhaupt nicht, wissen aber sehr wohl, dass das Bedürfnis in der verlängerten Anfangsphase einer Beziehung größer ist und sich im weiteren Verlauf bei den Partnern unterschiedlich stark vermindert. Das ist eine Binsenweisheit. Dass sich ein Beziehungspartner in der Anbahnungsphase erklärt, "du ... in einer Dauerbeziehung habe ich aber nur noch alle drei Monate Lust", kann man ja auch schlecht erwarten. Tatsächlich habe ich aber so etwas mal erlebt. Mir sagte die ganz neue Freundin nach vier Wochen, dass sie in ihrer vorigen, vier Jahre dauernden Beziehung fast ein Jahr lang keinen Sex gehabt hätte; sie brauche das nicht. Eigentlich ist es wesentlich besser, wenn jemand so aufrichtig ist, um zu erkennen, dass man auf Dauer nicht zueinander passt.

MFeZlC7x7


Wie alt ist Dein Freund?

Wie viele Sex Partner hatte er vor Dir?

Zwei sehr wichtige Fragen.

sXensiebel`man


aber sehr wohl, dass das Bedürfnis in der verlängerten Anfangsphase einer Beziehung größer ist und sich im weiteren Verlauf bei den Partnern unterschiedlich stark vermindert. Das ist eine Binsenweisheit.

Ist das wirklich so? Oder wird das nicht auch von den beteiligten Partnern mitbestimmt? Sexualität ist ja nicht einfach nur hormonell bedingt. Da spielen ja auch zahlreiche andere Faktoren hinein. Auch das Denken und Fühlen. Hormonelle Zustände müssen Menschen nicht nur passiv hinnehmen, sondern der Mensch kann seine hormonellen Zustände selbst beeinflussen- das beginnt mit der eigenen Wahrnehmung und dem eigenen Denken und Handeln. Der Einfluss ist wechselseitig. Unsere Hormone und Gefühle sind nicht etwas, was vollkommen unbeeinflusst von unserem bewussten Denken und Handeln abläuft.

Zu den auf die Sexualität wirkenden Faktoren zählen auch das körperliche und geistige Wohlbefinden, frühere und aktuelle Erfahrungen und Einflüsse auf die sexuelle Wahrnehmung durch Erziehung, durch Medien, durch das gesellschaftliche Umfeld. Dazu zählt auch die Gestaltung des gemeinsamen Lebensalltags (ja, es besteht die große Gefahr, dass dieser nicht nur zur Routine wird, sondern im schlimmeren Fall richtig langweilig und gleichförmig- und hier sehe ich die größten Risiken in längeren Beziehungen). Das Neue und das Aufregende ist vorbei. Wird das nicht irgendwie kompensiert, dann sinkt in der Tat auch die sexuelle Anziehung. Ich glaube auch, das Liebesgefühle sich diesbezüglich sehr ähnlich entwickeln können.

Sex kann uninteressant werden, wenn er nicht auf einem höheren "Angenehmheitslevel" gehalten wird, wenn er zu technisiert wird. Und ja, ich glaube auch, dass eine verringerte Sexhäufigkeit ebenfalls das sexuelle Begehren herabsetzt. Wenn das Feuer nicht richtig am Lodern gehalten wird, wenn die Glut nicht geschürt wird, dann geht das Feuer langsam aus- es neu anzufachen ist nicht unbedingt einfach.


Ich glaube auch, dass relativ häufig auch die Chemie (im wahrsten Sinne des Wortes) zwischen den Partnern nicht richtig stimmt- Hormone zur Verhütung und auch künstliche Duftstoffe täuschen unsere Wahrnehmung und lassen Menschen öfter unpassende Partner wählen. Diese Täuschung wird nach längerem Zusammenleben immer offensichtlicher.

Auch wenn man sich in der Kennenlernphase allzusehr verstellt hat, weil man meinte, so den Partner besser angeln zu können, so wird das über längere Zeiträume immer schwerer, diese Verstellung aufrechtzuerhalten.

Ja auch Äußerlichkeiten spielen eine Rolle: Wenn die Partner sich äußerlich stärker verändern (nicht nur im Sinne von Älterwerden), sondern im Sinne von dicker werden, von anderer Frisur (oft bei Frauen zu beobachten, die nach längerer Beziehung sich die Haare eher unattraktiv kürzen), von anderer Kleidung her ...

Wenn die Partner keine gemeinsamen Träume, keine gemeinsamen Ziele mehr haben, so kann dies ebenfalls zur Langeweile in der Partnerschaft beitragen.

Die möglichen Einflussfaktoren, dass das sexuelle Begehren nach längerem Zusammensein sinkt, sind vielfältig. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das sexuelle Begehren nach längerem Zusammensein sinkt- es ist jedoch keinesfalls schicksalhaft oder notwendigerweise so. Es gibt durchaus auch Möglichkeiten, dass das sexuelle Begehren in der Partnerschaft auch über lange Zeiträume sehr hoch bleibt- mitunter sogar noch ansteigt.

I(l Ra=g~azzo


Ist das wirklich so?

Selbstverständlich nicht immer. In deiner Beziehung - es sei dir herzlich gegönnt - am allerwenigsten. Das ist sattsam bekannt. Aber du kannst deine individuellen Erfahrungen nicht ewig und ständig mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit verbreiten.

sqensihbeloman


Aber du kannst deine individuellen Erfahrungen nicht ewig und ständig mit dem Anspruch der Allgemeingültigkeit verbreiten.

Das habe ich auch nicht. Ich habe nur deine allgemeine Aussage etwas differenzierter betrachtet und aus: "für alle gilt" ein: "es gibt viele" gemacht.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH