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Kein Sex in der Ehe, war es das? extrem frustriert

Fpran.k)iex66 hat die Diskussion gestartet


Nach langer Zeit bin ich mal wieder auf das Forum hier gestossen und muss mir den Frust von der Seele schreiben.

In meiner Ehe war das Sexualleben von Anfang an eher mässig, mässig nach meiner Einschätzung. Ich wollte, wie vielleicht viele Männer, immer mehr und immer (nach ihrer Einschätzung) perversere Sachen als meine Frau. Pervers ist dabei nicht wirklich pervers, was ist das schon, aber ich meine halt blasen und schlucken, anal, gegenseitig geil machen und nicht nur eine passive Partnerin unter mir. Da ich aber von uns sowieso eher der devote Part bin (soll nicht heissen, dass sie dominant ist aber sehr wohl diejenige, die den Ton angibt) habe ich nie wirklich auf meine Wünsche bestanden sondern ihr nicht so wollen als gegeben akzeptiert.

Diese Art von "langweiligem" Sex hat natürlich auch dazu geführt, dass wir immer seltener Sex hatten und seit sie vor einigen Jahren erkrankte ist unser Sexleben auch völlig vorbei.

Parallel war ich bei der Entwicklung und Verbreitung des Cybersex von Anfang an dabei. Dort holte ich mir über die Jahre meine Befriedigung und meine Rollenspiele und Fantasien wurden auch dort natürlich immer extremer. Mit der Zeit immer stärker wurde der Gedanke, die Fantasie in der ich in die Rolle meiner Frau schlüpfte, nur dass sie (also ich in Gedanken sie) es nun nicht mit mir zu tun hatte, sondern in der Regel mit älten dominanten Männern die sie im Rollenspiel benutzen. Über die Jahre wurden dabei meine Tagtraum Szenarien immer zahlreicher und ausgefeilter. Kellerräume, Bondage, SM und die schüchterne Ehefrau, die von einem Dom erzogen wird und schliesslich mit ihm Orgasmen und Sex hat, den ich mit ihr nie hatte ... (total crazy, ich weiss)

Nebenbei - nein, es ist noch nicht alles - wenn ich zeitlich wegkomme oder verreise, verkürze ich mit die Abende durch den Besuch von Pornokino, wo natürlich auch das Geschehen im Kino und nicht auf der Leinwand das anregendste sind, vor allem am Wochenende, wenn Paare anwesend sind.

Ich schreibe das alles, einfach mal, um es mir von der Seele zu schreiben. Wir sind nun 20 Jahre verheiratet, Anfang 50 und solange wir zusammen sind wird sich für mich/uns sexuell auch nichts mehr verändern. Ich werde und will sie nicht verlassen, wegen ihrer Krankheit käme ich mir dabei schäbig vor, aber wahrscheinlich bin ich auch ganz einfach zu feige dafür und habe Angst vor dem Alleinesein.

Vielleicht hat ja jemand von Euch ein Feedback, einen Tipp oder ganz einfach eine Meinung zu alledem.

Danke,

Frankie

Antworten
D=ieDosCismaclhtdasEGift


Deine Ehefrau ist offenbar nach Deiner Beschreibung nicht in einer wirklich erfüllten gemeinsamen Sexualität mit Dir angekommen. Eure Vorstellungen gelebter Erotik und Leidenschaft gingen weit auseinander und es fehlte die Neugier und Eigeninitiative bei Deiner Partnerin, dass für sich selbst und euch als Paar zu ändern. Einen wirklichen Tipp vermag ich bei euch beiden nicht zu geben.

Du hast für Dich offenbar einen Weg gefunden, dies über die virtuelle Chatwelt im Rahmen Deiner Möglichkeiten in Anteilen zu kompensieren. Soweit eine außereheliche Affäre einzugehen, gingen Deine eigenen Bemühungen jedoch nicht, wenn ich Deinen Text richtig interpretiere.

Du hast Dir selbst Deinen Rahmen gesetzt, in dem Du für Dich beschlossen hast, Teil dieser Ehe zu bleiben. Ich verstehe Deine Gründe dafür schon, weil es für einige Menschen nicht einfach ist, sich völlig neu zu sortieren, wie es nach einer Trennung/Scheidung nötig wäre.

Wie lebt ihr eure Ehe jenseits der fehlenden Sexualität miteinander? Geht ihr als Partner dennoch liebe- und respektvoll miteinander um? Du hast darüber wenig geschrieben, ob es zwischen euch Alltagszärtlichkeit gibt, sich umarmen, streicheln oder küssen o.ä. Oder ob ihr nur einen organisierten WG-Alltag miteinander teilt, darüber hinaus jeder mehr seins macht oder nicht.

Gab es von Deiner Seite den Versucht, eure Ehe für Dich einseitig zu öffnen, damit Du mit Einverständnis Deiner Partnerin Deine Bedürfnisse der Sexualität mit jemand auszuleben, dem dieses Ausleben ebenso fehlt?

Gibt es zwischen euch überhaupt die Möglichkeit euch über dieses Thema auszutauschen oder hast Du Dich ohne weitere Ansprüche an Deine Frau zu stellen vom Gedanken verabschiedet, dass ihr als Paar noch erotische Nähe miteinander teilt?

Es ist schade, dass ihr zwei keinen gemeinsamen Weg miteinander gefunden habt und die schwere Erkrankung Deiner Frau zum völligen Rückzug in Sachen Sex geführt hat.

Viele Optionen bleiben Dir/euch nicht. Du möchtest aus Respekt und dem was eure Ehe sonst ausmacht, Deine Frau nicht verlassen. Allerdings sehe ich ohne, dass ihr offen miteinander redet wenig Raum für euch, wie sich Deine frustrierte Lage verändern kann.

Nach meiner Einschätzung bist Du noch viel zu jung, um Dich von allen Wünschen und Bedürfnissen der Sexualität zu verabschieden. Wenn jedoch für Dich außereheliche Kontakte nicht in Frage kommen, sei es über Sauna/Pärchen/Swingerclub's oder über eine rein sexuelle Affäre, werden Dir nur die oben genannten Optionen bleiben.

Außer in einem offen geführten Gespräch, ohne Vorwürfe und Anklagen an Deine Frau, aber mit den formulierten Wünschen Dich sexuell ausleben zu dürfen sehe ich kaum eine Chance der Änderung bei euch.

Würde Deine Frau mit Dir noch Nähe und Zärtlichkeit teilen wollen bzw. können? Oder liegt das bereits ausserhalb ihrer selbst erwünschten Möglichkeiten?

WkM 20_14


Außer in einem offen geführten Gespräch, ohne Vorwürfe und Anklagen an Deine Frau, aber mit den formulierten Wünschen Dich sexuell ausleben zu dürfen sehe ich kaum eine Chance der Änderung bei euch.

Genau darum geht es: Reden, reden, reden. Offen und ehrlich, respektvoll und vorwurfslos. Deine Bedürfnisse sind da; und du hast ein Recht darauf, diese zu haben. Ich weiß selbst, dass es schwierig ist, eigene Bedürfnisse zu formulieren, aber so etwas kann man lernen.

Ich kann dir für meinen Teil sagen, dass es überraschend positiv sein kann, was alles dabei herauskommt, wenn man offen und ehrlich mit seinem Partner über Bedürfnisse spricht, die man vorher nie geäußert hat. ;-)

Drück dir die Daumen! :)^

yFesseysneexe


Kann WM nur zustimmen. Musste ich auch erst lernen. Nun führt das zu wahnsinnig viel Nähe.

A/ndif]reaxk


Es ist in vielen Ehen so und aus meiner Sicht normal, dass das Sexualleben bei vielen Ehen zum Erliegen kommt, insbesondere, wenn Kinder da sind. Auch ich rate Dir, mit DSeiner frau nin einem geeigneten Moment, z.B. beim abendlichen Zusammensitzen auf der Couch über das Thema zu reden. Du solltest auch offen und ehrlich über Deine Unzufriedenheit reden, aber auch herausfinden, was zu ihrer Unlust geführt hat. Wenn sich nichts ändert bzw. sie nicht gewillt ist, etwas an der derzeitigen Situation zu ändern, bleiben nur die von Dir genannten Optionen.

Beeinträchtigt ihre Krankheit die Fähigkeit zum Sex? Wenn ja, gibt es Möglichkeiten zur Abhilfe oder zumindest ein paar alternative Variationen zum Sex?

FlraNnkiex66


Also erstmal danke an alle für das Feedback und Eure Meinung.

Ja, ich sehe es ein, das miteinander über das Thema reden ist notwendig und doch so schwer, wenn man es eigentlich nie getan hat.

Es ist nicht leicht für mich und wenn ich versuche, ihr meine Unzufriedenheit zu erklären, dann blockt sie. Ich frage mich dann oft, was eigentlich "normal" ist. Klar, man liest darüber wenn Paare Sex haben, aber über die, die seit Jahren keinen haben, liest und hört man halt nicht.

Zärtlichkeit gibt es in geringem Rahmen würde ich sagen, ein Kuss, aber lediglich wie ein Begrüssungskuss, nichts Leidenschaftliches. Im Bett ein Umarmen, Kuscheln. Mehr als das haben wir nicht an Zärtlichkeiten und ich sehe das Zusammenleben im Moment auch eher WG ähnlich. Wobei man in einer WG wenigstens die Freiheit hätte, sich mit anderen Partnern zu treffen oder Cubbesuche zu machen.

Mehr als diese Zärtlichkeiten ging übrigens nie von ihr aus, auch vor ihrer Krankheit. Ich glaube kuscheln und küssen hätte ihr immer gereicht, sie hätte wohl sehr gut ohne Sex leben können. Wobei sie mir da vehement widersprechen würde, wenn sie das lesen könnte, aber faktisch ist es so. Ich kann mich nicht an ein einziges Mal erinnern wo sie auf mich zuging, um Sex zu haben. Um zu kuscheln ja, um Sex zu haben, nie. Zur Zeit wäre Sex auch wegen der Krankheit nur sehr eingeschränkt möglich und ich kann mir vorstellen, dass es eher schmerzhaft für sie wäre. Die letzten Male, in denen wir Sex hatten war es eher so, dass ich ein Eindruck hatte, dass sie es "erduldet" hat - was wiederum für mich so extrem nervig und kontastimulierend war, so dass ich es ab dann einfach bleiben liess.

Ich weiss, das Trennung der einzige klare Ausweg für mich wäre, vielleicht schon vor Jahren. Aber da habe ich wohl nicht genügend Mumm. Angst davor alleine zu sein, Bequemlichkeit - es ist ja schon schön wenn abends jemand zu Hause ist, der auf einen wartet, finanzielle Themen - nur ich arbeite und habe ehrlich gesagt keine Lust bis an mein Lebensende zu bluten ... (schxxx-Argument ich weiss, aber das geht in meinem Kopf vor).

Und schliesslich würde ich mich einfach schlecht fühlen, sie jetzt mit ihrer Krankheit sitzen zu lassen.

Und wer sagt mir, dass ich nach einer Trennung eine Partnerin finden würde/werde, die dem entspricht, was ich mir vorstelle?

So lebe ich halt erstmal so weiter, wenn ich geschäftlich verreise, hänge ich meist ein Wochenende dran und vergnüge mich. Sie fragt mich auch nicht viel, was ich an diesen Wochenende mache oder gemacht habe, vielleicht kann sie es sich denken.

Je mehr ich darüber schreibe wird es mir auch klar, eine Aussprache würde in vielem helfen. Und wenn es nur wäre, damit ich dann offiziell meinen Spass woanders suchen könnte. Auch wenn das auf Dauer wohl nicht erfüllend wäre und nicht das, was ich mir wünschen würde, so wäre es doch im Moment wohl die beste Lösung für beide Seiten. Und doch kann ich mir im Augenblick nicht vorstellen wie ich so ein Gespräch mit ihr jemals führen könnte.

W-MU 201x4


Dann kann man dir nur wünschen, dass du so schnell wie möglich den Mut dazu aufbringst.

Was ich gelernt habe, ist, dass es nicht sinnvoll ist, sich im Vorfeld schon Gedanken zu machen, was der Andere denkt, wie er es aufnimmt und wie er reagieren wird. Es kommt eh anders, als erwartet. :)z

Genauso könnte es sein, dass du dich mit dem Trennungsgedanken plagst, deine Frau aber ebenfalls seit Jahren sich nicht traut, darüber zu sprechen. Man weiß es nunmal nicht.

DeieDosHismachEtdasGixft


Hm, ich verstehe Deine Lage schon sehr gut. Auch die Erkenntnis, sich nach 20 Jahren Ehe scheiden zu lassen, für Dich vermutlich finanziell einen anderen Zustand machen würde als heute.

Vermutlich hast Du Recht, eine Trennung vor Jahren wäre für beide die bessere Variante gewesen. Manchmal frage ich mich allerdings, warum Menschen, die bereits in den Anfängen erkennen, dass sie in einem wichtigen Teilbereich der Beziehung nicht harmonieren und sexuell erfüllt nicht zusammen passen, dann miteinander in die Ehe gehen. Vielleicht ist es die Jugend, die damit einher gehende Hoffnung, dass wird schon noch.

Wenn man es dann erkennt, dass es nicht geworden ist, sind meist schon viele gemeinsame Jahre vergangen und es lässt sich nichts mehr zurück drehen. Man ist in diesem Trott irgendwann angekommen, versucht für beide das Beste draus zu machen.

Ich sehe es ähnlich wie Du. Marginal wäre das Positivste, wenn Du einen "Freifahrtsschein" für die Erotik und den Sex von ihr bekommst. Aber so einen Vorschlag Deiner Frau zu unterbreiten, die durch eine Krankheit gezeichnet ist und selbst mit gutem Willen nicht Deine Zufriedenheit erreichen kann, dass ist schon starker Tobak, rein emotional gesehen.

Wenn ich mich in beide Seiten rein denke, würde es mir an Deiner Stelle auch sehr schwer fallen, so eine Bitte zu äußern. Es ist in so einer Situation immer noch etwas anderes, wenn man die Augen verschließen kann, es für sich ausblendet was Du tun könntest, als die knallharte Gewissheit zu haben, wenn Du außerhäusig unterwegs bist, dass Du dann Nähe und Berührungen mit einer anderen Frau teilst. Das hält nicht jede Partnerin emotional gut in dieser Deutlichkeit aus.

Vermutlich würde es dann auch den Bereich eurer Ehe zunehmend "vergiften", der jetzt noch zu eurer Zufriedenheit funktioniert, eben der WG-Status, der nichts ausspricht, was den anderen verletzt oder angreift.

Ich hoffe für Dich, ihr findet einen Weg, und wenn es stumme Toleranz ist, die Dir gewisse Freiräume wie bisher ermöglicht.

S(chywarz6x66


Genau darum geht es: Reden, reden, reden. Offen und ehrlich, respektvoll und vorwurfslos.

Damit sind schon viele gescheitert, das Forum ist voll mit solchen Threads. Das läuft doch eher so:

Reden->Versprechungen, die nicht eingehalten werden->wieder reden->Versprechungen, die nicht eingehalten werden->wieder reden->Versprechungen, die nicht eingehalten werden->wieder reden->20 Jahre sind rum->keine Besserung!

Erbettelter Sex ist nicht erfüllend, ebenso Sex, der nur einem zuliebe ausgeführt wird.

s?porftxx


Reden, Reden, Reden.

Das ist das wichtigste Element jeder Partnerschaft. Von daher sollte man damit schon zu Beginn starten und nicht aus falscher Rücksicht sich zurücknehmen. Das rächt sich meistens irgendwann und dann ist es schwer, aus dieser Nummer wieder rauszukommen. Verletzungen sind vorprogrammiert.

In einer Partnerschaft müssen tagtäglich Kompromisse geschlossen werden. Da muss von Anfang an klar sein, dass diese nicht immer zu Lasten nur eines Partners gehen.

Allerdings gibt es Dinge in einer Partnerschaft, die sind für den einen oder den anderen Partner ein NO-GO. Da kann man keine Kompromisse schließen. Das gilt nicht nur im Sexleben, sondern kann auch in vielen Lebensbereichen gelten. Und genau an diesen Stellen beweist sich Liebe: Ist der andere in der Lage, hier auf seine Wünsche zu verzichten oder möchte er diese trotzdem verwirklicht sehen. Und genau hier können Beziehungen scheitern.

Ist die Situation nach vielen Jahren oder Jahrzehnten des nicht offenen Austausches erst einmal verfahren, kann wenn überhaupt nur professionelle Hilfe helfen (Paartherapie, Mediation ...).

F+rahnkie6x6


Reden ist wichtig, das sehe ich ein. Wenn der Boden für ein Gespräch gegeben ist. Es ist ja auch nicht so, dass ich nie versucht hätte das Thema anzuschneiden, aber eigentlich bin ich nie auf Verständnis gestossen, sondern es hat immer in gegenseitigen Vorwürfen geendet.

Wie in einem der anderen Threads geschrieben wurde, gibt es halt sehr viele verschieden Frauentypen und manche lieben und wollen Sex, andere, und das leider sehr viele, wollen und brauchen es nicht. Oder zumindest nicht mit dem aktuellen Partner.

Das Ergebnis eines Gesprächs ist schwer vorhersehbar, das sehe ich ein. Aber wenn ich glaube, dass es nichts verbessert, sondern eher das Risiko trägt, dass das halbwegs akzeptable "WG-Verhältnis" noch gestört wird, überlege ich eben, was die bessere Alternative ist. Vielleicht werden auch so viele Ehen jenseits der 60 geschieden, weil, solange man arbeitet, die Vorteile überwiegen und man sich "nur" abends und am Wochenende sieht. Wenn beide in Rente sind man aber merkt, dass es 24/7 keine gemeinsame Zukunft gibt.

Ich frage mich, bei wievielen Paaren es so ist, dass man sich darauf freut, wenn der Partner wegen einer Reise oder sonstigem einmal für ein paar Wochen weg ist und man einfach ein paar Wochen Zeit für sich alleine hat. Komischerweise oder Gott-sei-dank bin ich nach einigen Wochen dann doch froh, wenn es wieder zu zweit weitergeht. - Hört sich alles schon sehr nach WG an, ich weiss ...

syportxxx


Wenn es keine Zufriedenheit in der Partnerschaft mehr gibt, musst du schauen, wie du glücklich wirst.

Du hast nur dieses eine Leben! Und 1 Minute Unglück bedeutet 60 sec verschenktes Leben

Ich bin sicher niemand, der sich leichtfertig trennt. Und man sollte immer um eine Beziehung kämpfen. Aber irgendwann ist der Endpunkt erreicht. Dann muss jeder für sich entscheiden.

Manchmal hilft auf Trennung auf Zeit neuen Schwung in die alten Partnerschaft zu bringen. Jeder hat dann Zeit sich um sich zu kümmern und seine Bedürfnisse für sein Glück zu definieren (bitte nicht verwechseln mit: Ich kann dann frei durch die Betten hüpfen - wobei auch das jeder für sich entscheiden muss)

Ofluf


Hallo Frankie,

bist Du sicher, dass Du nicht ein Pseudonym von mir, Oluf, bist ;-D ? Wirklich, fast alles, was Du schreibst, hätte ich auch schreiben können. Ich könnte ich fast jeder Deiner Sätze zitieren und bestätigen, dass es bei uns genau so ist. Nur einige Details stimmen nicht. Meine Frau war eine weile krank, aber ist jetzt wieder ganz gesund.

Im Pornokino war ich noch nie, aber ich denke auch oft darüber nach, ob ich bestimmte (übrigens auch harmlose) Fantasien außerhalb der Ehe umsetzen soll. Der große Unterschied zu Deiner Situation ist aber, dass wir doch ein oder zwei mal im Monat Sex haben, und 3 oder 4 Mal im Jahr hat meine Frau sogar Lust darauf. Wenn das mal wieder der Fall war, sind alle Gedanken an Fremdgehen wieder Wochen lang wie Schnee vor der Sonne verschwunden. Ich denke oft: die Beziehung ist zu gut um sich zu trennen und zu schlecht um wirklich glücklich zu sein.

Vielleicht solltest Du in Deinem Fall auch ganz kühl kalkulieren: wenn Du unbemerkt in ein Pornokino gehen kannst, kannst Du auch unbemerkt eine andere Frau treffen. Und wenn es auffliegt: Deine Frau wird sich wohl genau so wenig (oder wegen ihrer Situation noch weniger) von Dir trennen wollen, wie Du Dich von ihr. Sie wird eine Weile toben, aber es dann wohl schlucken. Viel zu befürchten hättest Du damit also nicht. Und wenn sie sich dann trennen will, nimmt sie Dir eine Entscheidung ab.

L|.v~anPexlt


Wie in einem der anderen Threads geschrieben wurde, gibt es halt sehr viele verschieden Frauentypen und manche lieben und wollen Sex, andere, und das leider sehr viele, wollen und brauchen es nicht.

Schon mal darauf gekommen, dass diese Erfahrung mit Frauen in einem direkten Zusammenhang mit Deiner Sexualität steht? Bei mir selbst (und sämtlichen Frauen, mit denen ich jemals über Sex gesprochen habe -bis auf eine Ausnahme) ist Passivität beim Mann Synonym für frustrierenden Sex und Unterwürfigkeit absolut abtörnend. Handelt es sich bei der Frau also nicht um eine explizit aktiv-dominante Person und hast Du Deine Neigung und Wünsche nicht direkt zu Beginn der Beziehung offen kommuniziert, sodass man sich gemeinsam auf die Reise begeben konnte, zu einer, für beide erfüllenden, Sexualität zu gelangen, hast Du der Beziehung eine ganz schön ordentliche Hypothek auferlegt.

Für eine Frau, die eben nicht so gestrickt ist, bleibt also eigentlich nicht viel, als der Sexualität in der Beziehung eine geringe Bedeutung beizumessen und ihre Libido anzupassen.

Ich denke, für die meisten Frauen ist eine erfüllende Sexualität mit einem passiv-devoten Mann nicht zu erreichen - außer frau "arbeitet" sich da dem Partner zuliebe und mit seiner Hilfe rein - oder findet sich eben damit ab - und verliert entsprechend die Lust am Sex (mit dem Partner).

Aber Du suchst Dir ja auch nur bedingt aus, wie Du sexuell gestrickt bist. Bei Deinen aktuellen Phantasien kann ich mir vorstellen, dass ggf. Cuckolding etwas wäre, wo ihr euch beide in euren Neigungen ausleben und Befriedigung finden könntet, denn dass es sich bei Deiner Frau eben nicht um eine naturgegeben dominant-aktive Person handelt (mit entsprechenden Phantasien und Wünschen) liegt wohl nach all den Jahren auf der Hand. Nun kommt auch noch Krankheit und ggf. Klimakterium dazu.

In meinen Augen hast Du die Wahl zwischen einer klaren Flucht nach vorn und einem sehr direktem Gespräch oder Dich eben damit abzufinden, dass Du Dir nicht die richtige Partnerin für Deine Sexualität ausgesucht hast bzw. nicht zu gegebener Zeit versucht hast, mit Deiner Frau einen Kompromiss zu finden, sodass der Sex für beide reizvoll ist und bleibt.

FlranOkiex66


Danke für Eure Meinungen,

wenn ich so 3-4 Mal im Jahr für ein Wochenende in ein Pornokino gehen kann, dann könnte ich natürlich auch jemanden treffen. Nur wen? Eine liebe zärtliche Freundin, die auch Sex will, ist sicherlich schwer zu finden, wenn man sich nur so selten pro Jahr treffen kann. An einen Puffbesuch habe ich natürlich auch gedacht, ich denke immer mehr daran, frage mich aber, ob das wirklich erfüllend ist. Wahrscheinlich muss ich es einfach einmal testen, ob es mir irgenwie - ausser körperlich - ein Befriedigung schafft.

Der Satz gibt mir zu denken: "die Beziehung ist zu gut um sich zu trennen und zu schlecht um wirklich glücklich zu sein." Das könnte von mir sein, eher vielleicht so: Die Beziehung ist bescheiden, könnte aber noch schlechter sein. Und dann denke ich mir oft, wie kann ich so denken, ich fühle mich beschissen, weil meine Frau krank ist und ich deshalb ein mieses (Sex-)Leben habe - was sollte sie dazu sagen oder die vielen anderen, denen es geht wie ihr?

Zum anderen Kommentar von L.vanPelt: Ich schrieb im Eröffnungsthread, dass ich eher devot bin, aber ich weiss nicht , ob das wirklich der Fall ist, eher meinte ich wohl, dass ich nicht auf meine Wünsche bestehe. Ich bin sicherlich nicht agressiv dabei. Meine Gedankenspiele und Fantasien gehen heute in Richtung Cuckolding, da hast du Recht, aber ich glaube, dass das nur ein Reflex meiner nicht erfüllten Bedürfnisse ist. Ich glaube nicht, dass ich bei einem erfülltem Sexleben Cuckoldwünsche hätte. Und so wie ich meine Frau einschätze - wenn sie nicht mit mir Sex haben will, dann wäre bei ihr ein Cuckoldverhältnis noch viel unwahrscheinlicher. Ich stufe das eher als sexuall prüde ein, wobei ich manchmal festelle, dass sie scheinbar mit zunehmenden Alter weniger prüde wird, nur kommt eben nun die Krankheit dazu, so dass die Alternative, dass sie fremdgeht oder einen Lover hätte mit ziemlicher Sicherheit auszuschliessen ist.

Die Lösung für mich wäre sicherlich eine bessere meinen Vorstellungen entsprechende Beziehung. Warum ich mich nie durchgerungen habe, mich zu trennen? Eben aus der Angst, dass einer mittelguten Ehe bzw Beziehung gar keine Beziehung folgen wird.

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