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Kein Sex in der Ehe, war es das? extrem frustriert

sppoKrxtxx


Ja, manchmal hält man zu lange an alten Zöpfen fest. Jeder ist seines eigenen Glückes schmied.

Kennst du das Lied von Silbermond 'leichtes Gepäck '? Hör mal aufmerksam zu ...

Orl:uxf


Jeder ist seines eigenen Glückes schmied.

Das ist jetzt wohl der schlimmste Spruch den man hier jetzt bringen konnte! Sind wir hier um einander zu helfen oder um einander nieder zu machen?

Natürlich hat Frankie irgendwie selber dazu beigetragen, dass seine Situation so ist wie sie jetzt ist. Das gleiche gilt für mich und viele andere. Es ist aber erstens überhaupt nicht hilfreich auf Fehler aus der Vergangenheit zu zeigen. Es kann höchstens etwas erklären, aber es hilft nicht weiter. Wenn aktuelle Verhaltensmuster Schuld an der Lage sind, kann man jemanden darauf hinweisen. Er hat es dann in der Hand sein Verhalten zu ändern. Die Vergangenheit kann er aber nicht korrigieren. Abgesehen davon, waren die Entscheidungen bei genaueren Hinschauen aus der damaligen Perspektive wahrscheinlich gar nicht so falsch.

Zweitens, und jetzt komme ich auf dem Punkt, der mich wirklich aufregt, ist der Spruch "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" ein typischer Spruch für Leute, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sich jeder soziale Verantwortung ablehnen und ihr Gewissen damit beruhigen wollen. Es gibt nun mal Ungerechtigkeit. Es gibt nun mal Leute, die einfach Glück und andere die einfach immer wieder Pech haben. Das muss man aushalten können, denn nicht ist schlimmer, als den Opfern von Gewalt und Verbrechen einzureden, dass sie selber Schuld sind. Und trotzdem passiert das immer wieder, weil wir die Ungerechtigkeit nicht aushalten und weil es und von der Pflicht zu helfen entbindet.

Ich möchte hier jetzt keinem Vorwerfen, dass er Frankie und viele andere noch ein zusätzliches Schuldkomplex einreden möchte, ich will aber darauf hinweisen, dass man mit dem zitierten Spruch extrem vorsichtig sein sollte und solche Aussagen nicht leichtfertig machen sollte

O#lxuf


@ L.VanPelt

Passivität beim Mann Synonym für frustrierenden Sex und Unterwürfigkeit absolut abtörnend

Das ist mir schon plausibel, aber anderseits doch nicht 100%-schlüssig. Frankie schrieb schon, und mir geht es auch so, wenn man längerer Zeit kein Sex hat, hat man immer mehr Phantasien und die Phantasien werden immer extremer. Ich würde daher mal davon ausgehen, dass es Welten gibt, zwischen dem worüber Frankie phantasiert, und dem was er tatsächlich gerne machen würde, wenn er dazu eine Möglichkeit hätte. Passiv sein, heißt für Frankie (und für mich), dass seine Frau ihm mal einen blast (Frankie mag das, ich habe keine Ahnung, ob ich das mag, ich würde aber wenigstens mal gerne die Erfahrung machen) oder ihm vielleicht mal reitet. Wenn man Foren, wie dieses hier liest, gehört das aber zur Normalität. Wir wünschen uns halt Frauen, die Sex nicht nur über sich ergehen lassen, sondern darin selber auch eine aktive Rolle annnehmen:

Erbettelter Sex ist nicht erfüllend, ebenso Sex, der nur einem zuliebe ausgeführt wird.

SLündenbbockx93


Zweitens, und jetzt komme ich auf dem Punkt, der mich wirklich aufregt, ist der Spruch "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied" ein typischer Spruch für Leute, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sich jeder soziale Verantwortung ablehnen und ihr Gewissen damit beruhigen wollen. Es gibt nun mal Ungerechtigkeit. Es gibt nun mal Leute, die einfach Glück und andere die einfach immer wieder Pech haben. Das muss man aushalten können, denn nicht ist schlimmer, als den Opfern von Gewalt und Verbrechen einzureden, dass sie selber Schuld sind. Und trotzdem passiert das immer wieder, weil wir die Ungerechtigkeit nicht aushalten und weil es und von der Pflicht zu helfen entbindet

:)^ Sehr gut gesagt! Für manche mag es leicht möglich sein, einen neuen Partner zu finden. Für andere sehr schwierig bis nahezu unmöglich. Und dann zu sagen: Mach was, heute beginnt der erste Tag vom Rest des Lebens, wenn du sagst du kannst nicht, dann willst du nicht, jeder ist seines Glückes Schmied... Das kann sehr grausam sein.

Fhrank\iex66


Ja, das ist richtig, ich suche ja im richtigen Leben nichts extremes. Einfach eine etwas aktivere Frau finden oder haben, einer Frau bei der man merkt, das es ihr auch gefällt und sie es will.

Hier im Forum mag es sein, dass die überwiegende Anzahl der Frauen auf Sex stehen, sonst wären sie hier nicht angemeldet. Wenn ich mich in meinem / unserem Freundeskreis umsehe, würde ich sagen, dass 2/3 der Frauen in unserem Alter über 50 keinen Sex mehr haben oder wollen. Wobei das natürlich täuschen kann und diese Frauen im Bett wie ausgewechselt sein könnten, bei den meisten glaube ich es aber nicht.

Und da ich seit über 20 Jahren keine Partnerin aktiv gesucht habe, weiss ich nicht wie schwer es wäre, eine andere Frau und vor allem die richtige Frau zu finden. Was ich weiss ist, dass in den 20 Jahren nichts einfach so passiert ist. Fast alle Leute die ich treffe, wissen, dass ich verheiratet bin, und es hat sich in all der Zeit nie etwas ernstes ergeben. Ein, zwei Flirts, die aber eher spassmässig waren. Nicht viele Frauen machen sich an verheiratete Männe ran, das ist meine Erfahrung, andere Männer mögen eine andere Erfahrung haben. Es liegt wohl auch an der Art, dass ich normalerweise nicht mit anderen Frauen flirte, und auf keinen Fall, wenn sie mich und meine Frau kennen.

Ly.vaBnPexlt


@ Franke66

Ich glaube nicht, dass ich bei einem erfülltem Sexleben Cuckoldwünsche hätte.

Hmm.. Du wirst Deine Sexualität natürlich am besten einschätzen können. Ich finde diese Phantasie weder absonderlich, noch verwerflich. Ist etwas, was beispielsweise in Paareclubs sehr viel von durchaus sexuell sehr aktiven Paaren betrieben wird. Ich sehe aber Neigungen (und Phantasien/Wünsche) als einen ureigenen Teil der eigenen Sexualität, in der Partnerschaft entsteht dann allerdings eine Dynamik, die im positiven wie negativen Sinne verstärkend sein kann.

Ich schrieb im Eröffnungsthread, dass ich eher devot bin, aber ich weiss nicht , ob das wirklich der Fall ist, eher meinte ich wohl, dass ich nicht auf meine Wünsche bestehe.

Dann wäre ich bei der Verwendung des Begriffes doch eher vorsichtig. Denn schau' mal, (ohne hier irgend jemandem zu nahe treten zu wollen), was letztendlich psychologisch hinter Devotismus und/oder Passivität bei Männern verbirgt. Gerade, wenn es eigentlich nur darum geht, ein einigermaßen normales Sexleben mit ein bisschen Abwechslung zu haben, dann lese ich da zwischen den Zeilen, dass da eigentlich die Bereitschaft fehlt(e), für das gemeinsame Sexualleben Verantwortung zu übernehmen und seinen Teil dazu beizutragen.

Und so wie ich meine Frau einschätze - wenn sie nicht mit mir Sex haben will, dann wäre bei ihr ein Cuckoldverhältnis noch viel unwahrscheinlicher. Ich stufe das eher als sexuall prüde ein,

Da wirst Du Deine Frau gewiss besser kennen, als jeder hier im Forum. Ebenso wirst Du auch am allerbesten wissen, woher letztendlich Dein schlechtes Gewissen kommt; und nein, ich denke nicht, dass es allein daran liegt, dass sie nun krank ist. Denn sie war ja trotz Prüderie offensichtlich die Richtige zum Heiraten und für ein 20jähriges Eheleben.

Und wenn Du schon an dem Punkt bist:

Warum ich mich nie durchgerungen habe, mich zu trennen? Eben aus der Angst, dass einer mittelguten Ehe bzw Beziehung gar keine Beziehung folgen wird.

..halte ich es für wirklich an der Zeit, mit Deiner Partnerin zu sprechen. Was sich an eurer Beziehung für euch beide(!) lohnt, was ihr euch wünscht, wie ihr euch die Zukunft vorstellt. Denn die Haltung "ich bleibe mit ihr zusammen, weil ich Angst habe, nachher alleine dazustehen" finde ich schon arg egoistisch und egozentrisch gegenüber einer über 20jährigen Partnerschaft.

@ Oluf

Natürlich hat Frankie irgendwie selber dazu beigetragen, dass seine Situation so ist wie sie jetzt ist. Das gleiche gilt für mich und viele andere. (...) Die Vergangenheit kann er aber nicht korrigieren. Abgesehen davon, waren die Entscheidungen bei genaueren Hinschauen aus der damaligen Perspektive wahrscheinlich gar nicht so falsch.

Das ist der Punkt, wo aber jeder zur "Unfairness" oder zum eigenen Pech beiträgt. In meinen Augen ist "Buuhuu, meine Frau ist prüde und/oder wir haben zu wenig/ gar keinen/langweiligen Sex" das männliche Pendant zu Frauen, die in gewalttätigen Beziehungen leben. Letztere halten daran fest, hoffen auf Änderung, setzen im schlimmsten Fall gar noch ein gemeinsames Kind in die Welt, obwohl sie wissen, dass sie einen gewalttätigen Partner haben und beschweren sich dann, dass es schlimmer wird - obwohl sie jederzeit hätten aussteigen können.

Hier im Forum liest man dann und wann von Männern, die eine prüde/unerfahrene Frau vorziehen bzw. sexuell aufgeschlossene Frauen, die womöglich dann auch schon ein Vorleben hatten (Gott bewahre!) ablehnen. Ich kann und möchte das an dieser Stelle weder Dir noch dem TE unterstellen, aber gerade weil es sich nicht um eine aktuelle Verhaltensänderung handelt, sondern sie schon immer so war (und zur gegebenen Zeit dennoch oder gerade deswegen die richtige zum Heiraten), finde ich Klagen darüber befremdlich. Da geht es mir nicht um Schuld, sondern um Eigenverantwortung: man hat sich für dieses Lebensmodell entschieden und hatte seine Gründe dafür. Da hab ich dann für Jammern wenig Verständnis oder gar Mitleid.

Ich kann da nur an die (Eigen-)Verantwortung appelieren: gegenüber seinen Entscheidungen, der Partnerin und natürlich auch sich selbst. Das kann unter Umständen auch Trennung bedeuten. Aber da ist eben auch der erste und wichtige Schritt, ehrlich zu sich selbst zu sein und offen mit der Partnerin zu reden.

s>porjtxxx


An alle, denen der Spruch 'Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied' nicht gefällt.

Hier geht es gar nicht darum, jemanden aufzuzeigen, dass er selber Schuld ist an seiner aktuellen Situation. Seht nicht immer alle nach hinten. Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts leben.

Deshalb verstehe ich darunter auch, dassmjeder durchaus in der Lage ist, sein zukünftiges Leben zu verändern. Dies funktioniert nur durch eigene Veränderung.

In dem Sinne würde ich zukünftig auch darum bitten, mir keine bösen Absichten zu unterstellen. Das bin nicht ich. Wenn ich mich äussere versuche ich dies schon konstruktiv und nach vorne gerichtet. Und ich breche mir überhaupt keinen Zacken aus der Krone, mich zu entschuldigen, wenn ich tatsächlich Bockmist gemacht habe bzw. etwas zu erklären.

Schlussendlich muss jeder für sich dann doch entscheiden, was er für sich für Konsequenzen schmiedet - da wären wir wieder beim Schmied.

Wichtig ist doch, dass jeder für sich den höchstmöglichen Zustand des Glücks bekommt. Wir haben nur dieses eine Leben.

s:por&txx


@ Oluf

Deine Aussagen sind ein sehr persönlicher Angriff. Ich denke, damit bist du zu weit gegangen. Insbesondere bin ich weder ein Mensch, der ausschließlich auf der Sonnenseite steht noch bin ich jemand, der soziale Verantwortung ablehnt.

Insbesondere verzichte ich hier und jetzt auch darauf, dich hier öffentlich und persönlich anzugreifen.

FBranoki6e)66


Danke für die vielen gegensätzlichen Standpunkte und Tipps.

Ich weiss, dass ich nicht der einzige bin, der in einer solchen oder ähnlichen Situation ist.

Ich erkenne auch, dass ich wahrscheinlich besser schon vor 20 Jahren dieses erkannt hätte und die Konsequenzen gezogen hätte, ich weiss aber auch, dass nicht jeder Mann die Frau bekommt, die er gerne hätte.

Fakt ist, ich habe es damals nicht getan.

Ich glaube nicht, dass sie Sexualität meiner Frau nur an mir liegt, natürlich kann sicherlich ein Mann die Frau beinflussen und dazu bringen, dass sie "es will" (klar, wenn es sich für sie besser anfühlt, will sie es mehr ... ). Aber man kann niemanden um 180º verändern. ICH kann sie mit Sicherheit nicht ändern und nun mit ihrer Krankheit noch viel weniger.

Ich kann nun eine offene Aussprache suchen, was sie mit Sicherheit verletzen wird, und entweder in einer Trennung endet oder - so wie auch schon geschrieben wurde - man spricht und verspricht Sachen oder wirft sich Vorwürfe an den Kopf und nach Tagen oder Wochen von Streit ist es wieder genauso wie vorher. Auch das habe ich alles schon hinter mir.

Ich brauche noch Zeit bis ich sie vor die Wahl stellen kann: Zusammenbleiben aber sexuell getrennte Wege gehen oder eine Trennung. Noch bin dazu nicht weit genug, vielleicht werde ich es nie sein.

s~portxxx


Dein Weg ist der richtige. Mach alles in dem Tempo, wie du es aushälst.

Wichtig sind immer zwei Dinge für mich

1. Es muss sich für mich gut anfühlen - ich muss glücklich werden

2. Verbiege dich für Nichts und Niemanden - du bist nicht geboren, um so zu sein, wie andere dich haben möchten

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg.

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