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Mit Potenzmittel im Swingerclub?

JAan aZus DxU


Irgendwie schwingt hier in einigen Beiträgen unterschwellig etwas negatives mit.

Eigentlich sollte man(n) und Frau auch doch froh sein, dass es heute eine Reihe wirksamer Medikamente gegen Erektionsstörung gibt. Viagra und co. wirken dabei gezielt auf die Potenz (das Können), nicht aber auf die Libido (das Wollen). Sie helfen dabei die Lücke zwischen Wollen und Können zu schließen.

Ja, viele der männlichen Swingerclubbesucher nehmen Potenzmittel. Manche weil sie es brauchen, einige weil es ihnen mehr Sicherheit gibt und andere weil sie einfach mehr wollen als können.

Mit Angabe hat das wenig zu tun, eher mit Spaßoptimierung .

C%o!mran


Mit Angabe hat das wenig zu tun, eher mit Spaßoptimierung .

Ich habe ja schon in meinem Eröffnungsbeitrag geschrieben, dass ich eine solche Optimierung befremdlich fände. Insofern habe ich auch eine negative Haltung dazu, wenn es darum geht, 40 Minuten durchzuvögeln und 3x abzuspritzen. Wenn es sich um echte Erektionsstörungen handelt, ist das natürlich etwas anderes.

Ich will dir auch sagen, warum ich das befremdlich finde: das Leben lehrt, dass die Höchstleistung von heute der Standard von morgen wird. Wieviele junge Männer haben heute Peniskomplexe und informieren sich über Größen, weil sie durch die Porno-Industrie nur professionell gecastete Prachtlatten vorgesetzt bekommen. Frauen pumpen sich auf exorbitante Oberweiten, damit sie mithalten können. Und selbstverständlich ist es state-of-the-art, wenn Mann ein ausdauernder Rammler ist.

Wo führt das hin? Irgendwann wird die künstlich beholfene Leistung als absoluter Standard angesehen, wie der Doping-Bias im Sport. Und gerade in einem Club finde ich die Natürlichkeit so angenehm. Es gibt nicht nur Model-Körper und wilde Stellungsakrobatik. Ich fände es schon enttäuschend, wenn hier die Messlatte künstlich verschoben würde.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich der Achtsamkeit eine große Bedeutung beimesse und lieber bewusst genieße, als einfach nur Quantität nachzulegen. Genauso, wie ich keinen Sinn drin sehe, mit 6 Bier reinzuschütten, wenn 3 reichen, finde ich es anatomisch irgendwie sinnlos, mich beim Sex zum Äußersten zu treiben. Die Nummer wird ja nicht besser - nur länger. Und ich kann mir vorstellen, dass so eine Verausgabung einen nicht minderen Kater zwischen den Lenden hervorruft. ;-)

S@chjok8olade=nsüchjtige


Comran, ist das nicht in vielen Lebensbereichen so? Immer höher, weiter, schneller? Nicht weil es sinnvoll ist, sondern weil es (technisch) möglich ist?

Man wird diesen ganzen Wandel nicht mehr aufhalten können.

Und ich sag ganz ehrlich, ich finde es jetzt schon gruselig, wenn ich daran denke, wie mein Sohn sich irgendwann der Sexualität nähern wird. Alles ist im I-net verfügbar, die wissen mit 13 oft schon alles (zumindest theoretisch) und gehen dann mit Vorstellungen daran (scheint übrigens nicht nur für die Jungs zu gelten). Ich finde das schlimm - aber Leute die 20 Jahre jünger sind als ich, finden mich vielleicht einfach nur prüde oder altmodisch.

Fakt ist, daß wir in dem Bereich und in vielen anderen die Veränderungen nicht mehr aufhalten werden.

Als wir vor einigen Monaten bei meiner Familie waren, lag ein Playboy herum. Ich hab mal darin geblättert, mein Mann auch. Sowohl mein Mann als auch mein Vater (Ü60) sagten (unabhängig voneinander), daß dort sämtliche Natürlichkeit weg ist und nur noch künstlich modellierte Brüste zu sehen wären und daß es sich gar nicht mehr lohnt, sich das anzusehen.

Ich weiß nicht, ob sie für die Mehrheit der Männer sprechen, aber ich fand diese Aussagen bezeichnend (und die kamen nicht etwa in einem Moment, wo sie so etwas hätten "sagen müssen").

Und da Viagra & Co nun mal heute verfügbar sind, wirst Du den Einzug in Swingerclubs nicht mehr aufhalten können (auch wenn ich da nicht mitreden kann). Ich vermute sogar, daß es eher schlimmer als besser wird.

C)oNmraxn


Sowohl mein Mann als auch mein Vater (Ü60) sagten (unabhängig voneinander), daß dort sämtliche Natürlichkeit weg ist und nur noch künstlich modellierte Brüste zu sehen wären und daß es sich gar nicht mehr lohnt, sich das anzusehen.

Ich habe schon lange keinen Playboy mehr aufgeschlagen, aber wenn ich ein solches Magazin schaue, dann weiß ich auch, dass es dabei um Kunst geht und nicht um Realität. Da ich selbst fotografiere finde ich das nicht übel, da sind ja keine Amateure in der Crew, wenn Playboy ein Shooting macht. Aber ich weiß genau, dass eine Frau nicht so aussieht wie das Endresultat in Hochglanz. Genauso wie ich weiß, dass ein Porno nun mal geschnitten wird und das, was man an brunftgeilen Darstellern geboten bekommt, keine natürliche Lust ist. Das ist ja gerade der Sinn der Aufklärung, dass man es richtig einsortiert und dass Kunst im weiteren Sinne nun mal geeignet ist, Grenzen zu sprengen.

Aber wenn man doch jahrzehnte lange Sexerfahrung hat und einige Clubbesucher auch genügend Tauscherfahrung vorweisen können, dann wissen sie ja genau, dass jeder Mensch mit Wasser kocht - der eine heißer, der andere lauer. Aufhalten kann man das sicherlich nicht - dazu bin ich auch nicht da. Ich bin aber gespannt, ob ich noch erlebe, dass Qualität der Quantität irgendwann wieder vorgezogen wird. Das fängt beim Essen an und hört beim Sex noch lange nicht auf. ":/

S}chokohladensNüch9tige


Aber kann man das nicht auf den Club übertragen? Also dass die anderen auch nur mit Wasser kochen? Sollte das nicht jedem/jeder klar sein? So realistisch sollte doch jeder sexerfahrene Mensch sein, grad wenn man von Ü40 / Ü50 redet?!

JYan axus DU


Ich bin aber gespannt, ob ich noch erlebe, dass Qualität der Quantität irgendwann wieder vorgezogen wird.

Also eine härtere Erektion und ein etwas längeres Durchhalten ist für viele Frauen ein erheblichen Qualitätsgewinn bei Sex.

C|omrxan


Also eine härtere Erektion und ein etwas längeres Durchhalten ist für viele Frauen ein erheblichen Qualitätsgewinn bei Sex.

Und wenn man am nächsten Tag wieder zuhause ist, beginnt wieder die Hausmannskost ]:D .

Oder das Pillenwerfen wird zur Gewohnheit, da nach dem "getunten" Clubbesuch die Ansprüche steigen.

JUan a8us DxU


Und wenn man am nächsten Tag wieder zuhause ist, beginnt wieder die Hausmannskost ]:D .

Wenn du Konkurrents fürchtest, ob getunt oder ungetunt, solltest du nicht in Swingerclubs gehen.

LqovHuxs


Und wenn man am nächsten Tag wieder zuhause ist, beginnt wieder die Hausmannskost

Ist nach einem Restaurantbesuch nicht anders, oder? ;-)

Ich mag Cialis. Kombiniert das Durchhaltevermögen von heute mit dem Stehvermögen von früher x:) und das über 24 Stunden. Das ermöglicht zwar auch mehr Quantität, erhöht aber vor allem die Qualität. Es ist weniger der Leistungswunsch, der befriedigt wird, als vielmehr die Versagensangst, die befriedet wird. Wie schon jemand schrieb, es ist das Können, das dem Wollen hinzugefügt wird. Das Wollen bleibt unangetastet. Wer Qualität will, kann auch diese besser gestalten.

Es ändert aber nichts daran, dass eine solche Leistungsfähigkeit doch die Ausnahme ist und plötzlich ein beachtlicher Teil der Clubgänger auf einmal in dieser Ausnahmesparte rangiert.

Ich schätze, dass ein Swingerclubbesuch ebenfalls eine Ausnahme ist. Ausnahmefähigkeiten gehören zu Ausnahmesituationen, nicht notwendig zu Ausnahmemenschen.

C6omrxan


Wenn du Konkurrents fürchtest, ob getunt oder ungetunt, solltest du nicht in Swingerclubs gehen.

Das ist jetzt eine sehr freie (Miss)interpretation meiner Neugierde. ;-)

Da wir im Club nicht tauschen und meine Frau somit immer schon vorher weiß, was sie bekommt, kann von Konkurrenz nicht die Rede sein.

Ich schätze, dass ein Swingerclubbesuch ebenfalls eine Ausnahme ist. Ausnahmefähigkeiten gehören zu Ausnahmesituationen, nicht notwendig zu Ausnahmemenschen.

Das ist sicherlich richtig. Andererseits ist ja auch schon die gesamte erotische Stimmung bei einem solchen Clubbesuch und die vielfältigen anregenden Eindrücke eine Ausnahme, die der Lust ja nochmal einen Kick gibt. Versagensangst sollte daher eher nicht die Regel sein - im Gegenteil, man steht ja Stunden unter Strom. Eine Pille obendrauf ist dann entweder der Kick auf dem Kick. Oder eben das Mittel, mit dieser ständigen Reizüberflutung aktiver umgehen zu können, um nicht irgendwann in der Nacht zu sagen: "Scheibenkleister, die Eindrücke sind immer noch geil, aber ich kann nicht mehr.". Quasi der Reservetank auf einer langen Strecke, die Nitro-Einspritzung für die letzten PS mehr, das Übertakten der Grafikkarten bei Hardcore-Gamern, die sinnlos überdimensionierte Anlage auf einem Motörhead-Konzert, der Honigfilm im Mund beim Chili-Wettessen ...

Verstehe so langsam, glaube ich. Wenn man sexuelle Betätigung ebenfalls als Professionalität sieht und sich dann im Club unter "Wettkampfbedingungen" die bestmögliche Leistung abverlangen will, dann muss man eben auf Stangenware ((was ein Wortspiel)) der Mainstream-Hobbyisten verzichten und technisch tunen was die Technik halt hergibt.

Wenn man's so sieht, scheint es logisch. Vielleicht war mein Fehler, dass ich den Sex nicht als Wettkampfbedingung ansehe. Vielleicht auch, weil wir eben nicht tauschen und selbst das visuelle "Messen" fernliegt.

JTa&n auxs DU


Da wir im Club nicht tauschen und meine Frau somit immer schon vorher weiß, was sie bekommt

Hausmannkost :-p Schuldigung ich konnte nicht widerstehen

Versagensangst sollte daher eher nicht die Regel sein - im Gegenteil, man steht ja Stunden unter Strom.

Und was ist mit der Nervosität, die neue (Spiel)Partnerin, das Beobachtet werden. Wie viele Männer haben schon so Versagensängste oder versagen beim ersten mal mit neuer Partnerin. Wahrscheinlich kennt das jeder Mann, außer dir natürlich. Da gibt so ein Mittelchen die fehlende Sicherheit zurück. Es geht aber eben nicht um den Kick.

Vielleicht war mein Fehler, dass ich den Sex nicht als Wettkampfbedingung ansehe.

Ach nein, tust du nicht?

Du bist doch derjenige der immer wieder den Wettkampf, den Vergleich, die Angabe hervorhebt. Ganz gleich ob andere dir sagen, dass das keine Rolle spielt. Ich habe den Eindruck das du dich in deinem Hinterkopf darüber ärgerst, dass die Konkurrenz gedopt in den Wettkampf geht, du aber nicht. Der Wettkampf findet in DEINEM Kopf statt, sonst bräuchte es dich doch nicht zu jucken.

CHomraxn


Hausmannkost :-p Schuldigung ich konnte nicht widerstehen

Solange sie nach 28 Jahren danach immer noch glücklich aussieht, ist alles in Ordnung ;-D

Ach nein, tust du nicht?

Natürlich nicht, da ich mich doch den ganzen Faden über diesen Wettbewerbsgedanken wundere. Auch eine Form von "Hervorhebens", was du aber unbedingt anders als gemeint verstehen möchtest. ;-)

J_an 0aus DU


Natürlich nicht, da ich mich doch den ganzen Faden über diesen Wettbewerbsgedanken wundere.

Aber es ist doch DEIN Gedanke über den du dich wunderst, um dich über einen Gedanken zu wundern musst du ihn erst mal haben. Von deinem ersten Beitrag an geht es bei dir um Leistung, Vergleich, Wettbewerb, Doping....

Ich sage dir bei den meisten geht es eher um die Sicherheit dann zu können wenn es gewünscht ist.

Ja, natürlich wird da auch mal ein wenig über den Hunger hinaus gegessen. Aber wer macht das nicht manchmal wenn es schmeckt. und schließlich sollen ja auch alle satt nach hause gehen. ??wenn wir schon mal bei dem Essensvergleich sind ;-) ??

L0ovHuQs


Andererseits ist ja auch schon die gesamte erotische Stimmung bei einem solchen Clubbesuch und die vielfältigen anregenden Eindrücke eine Ausnahme, die der Lust ja nochmal einen Kick gibt.

Comran, genau das meinte ich doch: Du kannst bei einer erhöhten "Leistungsfähigkeit" im Club nicht darauf schließen, dass jemand auf "Nitroeinspritzung" ist: AusnahmeSITUATION -> AusnahmeFÄHIGKEIT. Also keine AusnahmeTYPEN. Auch nicht notwendigerweise auf Viagra/Cialis/Levitra.

So wie du sagst: "Pille? Wer's nötig hat..." sage ich eher: "Swinger-Club? Wer's nötig hat..." ]:D

Verstehe so langsam, glaube ich.

Ich habe hier keinen Beitrag gefunden, der das, was du meinst zu verstehen, unterstützt. Hat Jan eben schon herausgearbeitet.

EXhemOal~iger NutOzer (#57{6791)


Genau wie beim Auto der Kunde, ist beim Sex die Frau die Person, die den Maßstab und die Nachfrage angeben, woran sich der Hersteller bzw. der Mann orientieren.

Bringt ein härterer, längerer, dickerer Penis der Dame einen besseren, schnelleren Orgasmus oder ein besseres Lustgefühl, dann ist die Nachfrage danach auch höher und die Männer müssen sich eben anpassen, wenn sie von Natur aus das nicht vorweißen können.

Frauen nehmen doch auch für den Sex die Antibabypille, also ein Hormonprodukt, das durchaus erheblich in den Körper eingreift, wovon die Frauen aber meist nur schlecht oder schleichend etwas mitbekommen, die haben defintiv nicht weniger Nebenwirkungen als Viagra etc.!

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