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Orgasmusschwierigkeiten durch Ssri

0Mr!ange hat die Diskussion gestartet


Hallo Community,

ich nehme seit 10 Tagen das Antidepressivum (SSRI) Citalopram, 20mg täglich, und habe derzeit schwierigkeiten die Nebenwirkungen zu akzeptieren.

Denn obwohl ich Lust verspüre habe ich schwierigkeiten den Orgasmus zu erreichen und nach einer Zeit auch die Erektion zu halten. Das schiebe ich auf das Medikament, in der Hoffnung das diese Nebenwirkung wieder verschwindet.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem Thema und kann mir sagen ob die Nebenwirkung bald wieder abklingt? Denn 1 1/2 Wochen sind für SSRIs schließlich noch keine lange Einnahmedauer.

Liebe Grüße

0range

Antworten
dueOiXdeMo


Servus Orange,

ich durfte die SSRI wie Citalopram oder Cipralex und ähnliche über einen längeren Zeitraum (5Jahre) nehmen.

Meine Erfahrungen waren die, das bei mir die Sexualität komplett abgeschaltet war. So wie, als wenn man mit einem Schalter das Licht ausschaltet.

Erektion nur mit Handbetrieb, Orgasmus vielleicht mal nach ner Stunde GV. Verlangen nach GV, OV oder Selbstbefriedigung = 0!

Kein Jagdtrieb mehr, Garnichts! Umstellen auf SNRIs hat auch nichts gebraucht, erst der komplette Entzug von den SSRI/SNRI hat mir einen Teil zurück gebracht.

Schau dir mal das hier an:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/SSRI-bedingte_sexuelle_Dysfunktion]]

[[https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/viewtopic.php?t=11005]]

[[http://www.praxis-mahlberg.de/medien/Antidepressiva+ED.pdf]]

Viel Gück, ich dir wünsche. :)^

0aranxge


Nach Rücksprache mit meinem Arzt habe ich die Dosis wieder auf 10 mg gesenkt und schaue einfach mal wie es sich die nächsten Wochen damit lebt. Wirkt es trotz der niedrigeren Dosis antidepressiv und antriebssteigernd: super! Wenn nicht dann erhöhe ich die Dosis gaaaanz langsam wieder auf 20mg oder steige auf Sertralin um.

Vielen Dank deOideMo für deine schnelle und offene Antwort, ich wünsche dir viel Glück mit den Medis und eine stärkere Libido denn je ;-)

f0oZot1y


Habe die gleichen Erfahrungen mit medikamenten aus dieser Wirkstoffgruppe gemacht. Am heftigsten fand ich es bei Trevilor (Venlaflaxin). Da ging gar nix mehr.

Mitlerweile nehme ich Elontril, was mir persönlich wirklich sehr hilft, das erste AD was bei mir wirklich eine Antriebssteigernde Wirkung entfaltet. Und das Beste, keinerleig sexuelle Einschränkungen mehr bei mir, im Gegenteil, hab das Gefühl, dass ich öfters will und auch wieder kann ;-)

Aber wie alles ist das von patient zu Patient verschieden und nur bedingt auf andere Übertragbar, aber im Netz liest man viel darüber, dass es keinen Einfluss auf die sexuelle Funktion haben soll. Hab nur mal gehört, dass es die Ärzte ungern verschreiben, da im Vergleich sehr sehr teuer.

0xrakngxe


Hallo footy,

von Elontril hab ich auch schon gehört. Das und Sertralin wären Medikamente auf die ich ausweichen würde wenn es nötig wird.

Nach der Dosisreduzierung habe ich leider immer noch die Einschränkung weswegen ich das Citalopram jetzt ganz weglasse und einfach mal schaue wie es läuft.. Wenn ich wieder depressiv werde dann spreche ich nochmal mit meinem Arzt und lasse mir was anderes verschreiben.

Wie sehen eigentlich die Nebenwirkungen von Elontril aus? Hab gelesen das es sehr auf die Leber geht und zusätzlich Epilepsie auslösen kann.

b;iHtwexen


1. Ich hasse medizinische Ratschläge in Foren, auch wenn es med1 ist. Da kommt zuviel Halbwissen zusammen.

2. Heute verlasse ich diese Einstellung ein wenig, weil es ein Thema ist, das auch mich betrifft.

3. Eine Stellungnahme ist MEINE EIGENE ERFAHRUNG, gilt NUR FÜR MICH und lässt KEINE Rückschlüsse auf den Verlauf bei anderen Menschen zu!

So begab es sich denn zu der Zeit, dass ich dereinst mit einem trizyklischen Antidepressivum (hier: Anafranil) behandelt wurde, das recht bald durch Citalopram "ersetzt" wurde. Anafranil machte nur Nebenwirkungen, Citalopram wirkte nach laaaanger Einnahmedauer (kombiniert mit Tafil) zwar antidepressiv, aber auch "anti-libidinös". Letzteres war - aufgrund meines recht starken sexuellen Interesses - der Grund a) fürs Absetzen und b) für eine tiefsitzende Abneigung gegen Antidepressiva. Dann lieber old school und NUR Psychotherapie, so war mein Credo dann für einige Jahre, erweitert durch Psychoanalyse.

Geändert hat sich meine Einstellung durch eine einfühlsame Ärztin (auch Fachärztin für Psychiatrie), die mich (als Fachpersonal) sehr umfangreich über die Antidepressiva der neuen Generation aufklärte - und sooo neu sind die nun auch nicht mehr.

Weil mir das Thema Sexualität und deren Beeinträchtigung durch Antidepressiva unverändert wichtig war und ist, ging ich wg. Zweitmeinung zu einem männlichen Psychiater und rang mich dann durch zur Einnahme von X, Y und Z. Die Namen möchte ich wg. eventuell falsch verstandener "Ratsuche" und womöglich falsche Umsetzung und Dosierung sowie Begleittherapie ggf. eher per PN nennen oder auch gar nicht.

Die Mittel gibt es aber, und womöglich lohnt es sich für die eine oder den anderen, da mal nachzuhaken und auszuprobieren - aber BITTE NUR UNTER ÄRZTLICHER AUFSICHT!! Auch was An-, Ab- und Umsetzen betrifft!

0Oraxnge


Danke für deine Antwort bitween - mir geht es genauso: eine Beeinträchtigung der Sexualität ist für mich ein nogo!

Nun habe ich am Dienstag einen Termin beim Neurologen/Psychiater der mir hoffentlich weiterhelfen kann.

Seit 3 Wochen nehme ich nun gar nichts mehr, das letzte war noch das Citalopram und ich habe noch 2 Wochen danach Übelkeit und Kopfschmerzen gehabt, aber ich denke jetzt dürfte alles raus aus meinem Körper sein. Doch eine Sache beunruhigt mich extrem:

Ich kann zwar wieder Orgasmen haben, doch meine Libido hat einen Sturzflug gemacht und wenn ich nun einen Orgasmus habe, ist er beinahe schon schmerzhaft - es brennt beim ejakulieren!

Meint ihr das sind noch Nachwirkungen vom AD oder bin ich jetzt (mit 22!) schon sexuell eingeschränkt? :°(

dBeOijdeMxo


@ bitween

Klar wirkt das Zeug bei jedem anders, is ja jeder einmalig.

Meine Schilderung ist ja nur meine Erfahrung mit den SSRIs.

@ Orange

Ich wünsche dir viel Glück und das du deine Sexualität zurück bekommst. :)^

Meine is weg und als sechzig jähriger Single macht es mir nix aus . o:)

FAeri


Depressionen und Medikamente und belastende psychische Situationen können grundsätzlich Erektionsstörungen und Orgasmus-unfähigkeit mit sich bringen.

Das ist normal.

dqie Tiorte


ich habe damals jahrelang citalopram 40 mg genommen. ich hatte ebenso orgasmusschwierigkeiten. aber mich hat es nicht gestört. im gegenteil. ich fand es toll. man kann schön lange poppen ohne sich sorgen zu müssen das man zu schnell kommt. den mädels hats gefallen x:)

0Kranege


Also langsam wirds besser, aber es ist krass wie lange es dauert..

Habe morgen einen Termin beim Psychiater, hoffentlich kann der mir dann was verschreiben was meine Probleme beseitigt ohne für "tote Hose" zu sorgen.

@ die Torte:

Ein bisschen länger zu können ist kein Problem, aber da ich i. d. R. sowieso schon lange kann und mir wirklich der Hahn abgedreht wurde, will ich da kein Risiko eingehen^^

d3ier Torxte


der kann dir nix verschreiben, du kannst höchstens mit der dosis runtergehen. wenn die serotoninwerte hoch sind hat man nunmal org. schwierigkeiten.

und falls du an viagra denkst: das hilft nur um eine errektion zu bekommen. man bekommt weder mehr lust noch gehts schneller.

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