» »

Freundin stellt sich bei Sex vor sie sei ein Mann

T^ahawxo hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich bin 26 Jahre alt und seit gut 3 Jahren mit meiner gleichaltrigen Freundin zusammen. Bis aufs Sexuelle stimmt alles zwischen uns. Unser Sexleben war meistens davon geprägt, dass ich die Initiative ergriff, wenn es zum Sex kommen sollte.

Sie tröstete mich lange damit, dass ihr Sex nicht so wichtig sei wie mir, dass es ihr aber trotzdem Spaß macht. Im laufe der Jahre stellte sich bei mir allerdings eine Unzufriedenheit ein, weil sie mir einfach zu passiv war und es immer den faden Beigeschmack hatte, dass sie es über sich ergehen ließ, weil man es von ihr erwartete.

Die letzten Monate kam es deswegen häufiger zu Streitigkeiten, bei denen ich sie langsam dazu brachte, mir den wahren Grund zu nennen, wieso sie nicht so leidenschaftlich sein kann, wie ich es mir wünsche.

In ihrem Kopf gab es immer nur den Gedanken, dass es Sex zwischen zwei Männern gibt und sie dabei der passive ist. Das ist das einzige, was sie Lust empfinden lässt.

Mir war zwar immer klar, dass ihr das gängige Rollenbild der Frau, wie es in den Medien gerne angepriesen wird, nicht zusagt. Dass sie nicht auf ihr Äußeres reduziert werden will. Nicht Sexy rumlaufen will, weil Frau das so zu tun hat etc. pp.

Aufjedenfall schob sie diesem Gedanken immer den Riegel vor, weil sie dachte, dass es mich verletzen würde, wenn sie sich beim Sex in Gedanken vertieft, in denen sie als Mann von mir genommen wird. So hat sie die letzten 3 Jahre ihre sexuelle Lust komplett zurückgeschraubt und war für mich sozusagen nur "verfügbar", ohne am Geschehen aktiv teilzunehmen.

Auf die Frage hin, ob sie denn jemals andere Gedanken hatte. Gedanken in denen sie als Frau Sex hat, verneinte sie es.

Vor mir hatte sie nicht wirklich eine Beziehung mit jemandem. Sie sagt zu mir, dass sie innerlich hin und hergerissen ist, zwischen männlichen und weiblichen Ansichten und Gedanken, sie aber versucht sich selber als Wesen zu akzeptieren. Dass sie nunmal ist, wie sie ist. Ich vermute, dass sie lieber ein Mann sein würde, hätte sie die Wahl. Etwas wie eine Geschlechtsumwandlung würde aber wohl kaum in Frage kommen. Dementsprechend scheint ihr nichts übrig zu bleiben, als es zu akzeptieren, dass sie in sexueller Hinsicht und in vielen Charakterfragen einfach anders tickt, als die meisten Menschen.

Sie sagt, dass sie mich liebt. Dass sie mich heiraten und eine Familie mit mir gründen will. Ich bin allerdings ein sehr leidenschaftlicher Mensch, dem Nähe und Sex viel bedeutet. Ich frage mich im inneren, ob eine normale, sexuell aktive Partnerschaft auf Dauer möglich ist, wenn ihre sexuellen Fantasien nur in die Richtung gehen, in denen sie ein Mann ist.

Ich habe Angst, dass ich mich selber belüge, wenn ich das alles zulasse. Vielleicht fühle ich mich auch verletzt, weil das Zulassen dieser Gedanken bedeuten würde, dass sie beim Akt nicht das akzeptiert, was da eigentlich geschieht. Nämlich, dass ich als Mann mit ihr als Frau schlafe. Ich habe Angst, dass irgendwann doch ein Umschwung kommen könnte, bei dem sie lieber ganz die Rolle des Mannes ausleben will. Andererseits habe ich die Hoffnung, dass sie, wenn sie diese Gedanken zulässt, sich vielleicht akzeptierter fühlt und so auch eine weibliche Seite beim Sex zum Vorschein tritt.

Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen, oder kann mir seine Ansicht mitteilen? Wie würdet ihr damit umgehen? Ist es so wichtig, was beim Sex in ihrem Kopf vorgeht? Ich bin ziemlich Ratlos und würde mich über jeglichen Rat oder jede Ansicht freuen.

Vielen Dank @:)

Antworten
sNuzukli19x90


Mich würde erst mal interessieren, wo steht sie sexuell als Mann?

Ist sie Homo?

Wenn sie hetero wäre müsste sie sich ja als "Mann" eher zu Frauen hingezogen fühlen.

Kcurt


Das Wichtigste ... ihr habt darüber sprechen können, was im gegebenen Fall ja sicher alles andere als leicht ist.

Ich denke aber auch, dass diese Geschichte einen echten Profi erfordert, und damit es für sie leichter ist und sie sich nicht so "falsch" fühlt ... geht zusammen zum Hausarzt und besprecht das ... und lasst Euch Therapeuten mit Erfahrung im Transgender-Bereich empfehlen.

Auch wenn sie eine Geschlechtsanpassende-OP (derzeit) ausschließt, vielleicht weil sie sich im "normalen" Leben genug als Frau fühlt, spätestens beim Sexualleben geht es in diese Richtung und da kann eine Therapie sicher helfen den richtigen Weg zu finden.

Deine Fragen werden vermutlich dann aber nicht direkt beantwortet werden, dazu bedarf es ja erst, dass sie sich im Klaren darüber wird, wie sie ist und wie ihr Weg ist.

Einen Partner an der Seite, der zu ihr steht, ist glaube ich die beste Unterstützung, die sie dabei bekommen kann.

Und noch ein ganz laienhafter Tip (keine Ahnung, ob das was ist, oder wirklich sinnvoll ist)

Wenn Du selber gerne anale Spiele magst, vielleicht kann sie leidenschaftlich und aktiv werden, wenn sie Dich mit einem Umschnalldildo "nehmen" kann.

Es wäre eine Art Rollenspiel ... Du bist passiv und sie aktiv ... und sie kann (und vor allem darf) sich (ein wenig) wie ein Mann fühlen beim Sex.

(Ich hatte mal eine Partnerin, die stand da tierisch drauf ... und ich hatte auch meinen Spaß daran)

Vielleicht kann sie sich dann wie Switcher beim BDSM, auf beide Seiten einlassen oder da herantasten.

E|volu5zzer


Wie würdet ihr damit umgehen?

Es leben, so lange ihr euch liebt, glücklich seid und es funktioniert.

Ist es so wichtig, was beim Sex in ihrem Kopf vorgeht?

Wichtig ist doch, dass beim Sex jeder für sich auf seine Kosten kommt. Was dabei genau im Kopf von ihr oder dir vorgeht, sehe ich nicht als entscheidend an. Reinschauen kann man eh nicht. Wichtig ist, was dabei "heraus" kommt.

Wenn für sie der Sex am besten ist, wenn sie sich dabei als Mann fühlt, so what?, dann soll sie das doch einfach so machen.

Deswegen musst du dich ja nicht als "missbrauchter" Mann fühlen. Du machst dein Ding als Mann, so wie es für dich am besten ist. Ok, ihr könnt euch eventuell in Details abstimmen, aber das machen andere "normale" Heteropaare beim Sex ja auch.

Du hast sich keine gewöhnliche Partnerin, aber wenn sonst alles passt, warum nicht?

Die Thematik die dabei im Hintergrund steht, kannst du dir bei Interesse mit Hilfe von Sachliteratur für dich selbst verständlicher machen. Schublade wird es dafür keine geben. Menschen sind manchmal sehr unterschiedlich und individuell.

So lange ihr zusammen glücklich seid, ist alles in Ordnung.

E%voluzzxer


Ich habe Angst, dass ich mich selber belüge, wenn ich das alles zulasse. Vielleicht fühle ich mich auch verletzt, weil das Zulassen dieser Gedanken bedeuten würde, dass sie beim Akt nicht das akzeptiert, was da eigentlich geschieht. Nämlich, dass ich als Mann mit ihr als Frau schlafe. Ich habe Angst, dass irgendwann doch ein Umschwung kommen könnte, bei dem sie lieber ganz die Rolle des Mannes ausleben will. Andererseits habe ich die Hoffnung, dass sie, wenn sie diese Gedanken zulässt, sich vielleicht akzeptierter fühlt und so auch eine weibliche Seite beim Sex zum Vorschein tritt.

Ich halte deine Denkweise, so wie sie für mich rüber kommt, für sehr bedenklich. Womit belügst du dich selbst?

Du hast Sex mit einem anderen Menschen. Dessen äußere Erscheinung entspricht der Definition "Frau". Du hast diesen Menschen anhand seiner äußeren Erscheinung ausgewählt, implizierst aber mit deinem Denken eine ganz bestimmte Art von Sex "machen", nämlich "Mann nimmt Frau". Zusätzlich stellst du gedanklich die Forderung, dass Frau sich dabei als Frau zu fühlen hat. Mit Verlaub, dass ist vielleicht des Otto-normal-Fickers Denken, ist aber prinzipiell gequirlte Kacke.

Dein Denken finde ich ehrlich gesagt etwas "übergriffig", das hat für mich ein Gschmäckle, nach sexueller Bevormundung, ich wittere ein Dominanzproblem.

Womöglich werdet ihr nur weiter miteinander glücklich, wenn du von deinem "Machobild" runter kommst, denn dein Männerbild stellt hier ein sehr großes Problem dar. Das Problem liegt also mehr bei dir als bei ihr. Ich hoffe, du kannst dir etwas klarer über deine Einstellungen und Denkweisen werden. Sehe es als Herausforderung, für dich, für euch, fürs Leben.

T7ah3awxo


Mich würde erst mal interessieren, wo steht sie sexuell als Mann?

Ist sie Homo?

Wenn sie hetero wäre müsste sie sich ja als "Mann" eher zu Frauen hingezogen fühlen.

Sie sieht sich als Homo. Sie sagt, dass sie beide Geschlechter lieben könnte, sich eine sexuelle Beziehung aber nur mit einem Mann vorstellen kann. In ihren Fantasien nimmt sie auch die Rolle des passiven Mannes ein. Der Mann, der genommen wird.

Wenn Du selber gerne anale Spiele magst, vielleicht kann sie leidenschaftlich und aktiv werden, wenn sie Dich mit einem Umschnalldildo "nehmen" kann.

Es wäre eine Art Rollenspiel ... Du bist passiv und sie aktiv ... und sie kann (und vor allem darf) sich (ein wenig) wie ein Mann fühlen beim Sex.

Ich habe es ihr in die Richtung auch schon vorgeschlagen. Sie würde es machen, sagt aber, dass sie es nicht erregend findet.

Ich wäre zu einigem bereit. Ich habe 3 Jahre lang jegliche Leidenschaft vermisst, dass ich einfach nur den Gedanken von Leidenschaft und genommen werden sich stark bei mir entwickelt hat.

Deswegen musst du dich ja nicht als "missbrauchter" Mann fühlen. Du machst dein Ding als Mann, so wie es für dich am besten ist. Ok, ihr könnt euch eventuell in Details abstimmen, aber das machen andere "normale" Heteropaare beim Sex ja auch.

Dein Denken finde ich ehrlich gesagt etwas "übergriffig", das hat für mich ein Gschmäckle, nach sexueller Bevormundung, ich wittere ein Dominanzproblem.

Womöglich werdet ihr nur weiter miteinander glücklich, wenn du von deinem "Machobild" runter kommst, denn dein Männerbild stellt hier ein sehr großes Problem dar. Das Problem liegt also mehr bei dir als bei ihr.

Sind meine Gedanken so abwegig, dass ich ausschließlich an die Zukunft denke? Dass ich sie liebe, mir aber auch ein geregeltes Leben vorstelle. Ein Leben mit Kindern, einer Familie. Eine Familie mit einer Mutter und einem Vater für meine Kinder.

Ich bin sicherlich nicht der typische Mann und ganz sicher meilenweit entfernt von einem Macho. Wäre ich ein Macho, wäre es mir mMn. gänzlich scheißegal, was sie beim Sex empfindet. Ich würde meine Lust befriedigen und gut wäre. Vll. habe ich auch ein anderes Bild eines Machos. Ich habe kein Problem damit, dass sie in sexueller Hinsicht keine 0815-Fantasien hat, wenn man es so nennen mag. Ich habe ein Problem damit, dass sie es geschafft hat ihre Leidenschaft jahrelang zurückzustellen, um einem Rollenbild zu entsprechen. Wozu ist sie dann noch in der Lage? Was kann sie noch unterdrücken? Kommt irgendwann doch die Erkenntnis, dass sie lieber ein Mann wäre? Hier geht es nicht um meinen verletzten Stolz per se. Sondern um Zukunftsängste. Vielleicht ist es für andere selbstverständlich einen Menschen so zu lieben wie er ist. Unabhängig vom Geschlecht. So wie sie sich ihre sexuellen Fantasien nicht bewusst ausgesucht hat, so habe ich mir meine Zuneigung zum weiblichen Geschlecht nicht ausgesucht und kann das nicht unter dem Deckmantel der Liebe überspielen. Es sind keine Fantasien die in beide Richtungen ausschlagen. Es sind nur männliche Fantasien. Mit allem anderen könnte ich wohl umgehen. Ich weiß, dass es Menschen auch zum anderen Geschlecht hinzieht. Würde sie sich als beides sehen. Als Mann und Frau, so wäre das für mich nicht schlimm. Ich sehe es als nicht schlimm an, wenn jemand auch andere Aspekte ausleben will. Aber wie gesagt. Ich denke, dass sie versucht sich als Frau zu akzeptieren, obwohl es sie eindeutig in die Richtung Mann zieht.

E volu=zxzer


Sondern um Zukunftsängste.

Ich denke mal, dass das der Schlüssel ist. Sex kann man/frau auf so vielfältige Weise haben, dass man sich dabei um keine Standards Gedanken machen braucht, so lange es beiden Spaß macht.

Deine Familienplanung und dein Denken in diese Richtung finde ich durchaus in Ordnung. Kritisch sehe ich es nur ab da, wo du deine Denkweise bzgl. sexuellen Dingen auf sie überträgst. Ich würde mich auch gar nicht mit irgend welchen Kategorisierungen aufhalten, was jetzt davon hetero, schwul, bi, gender oder sonst was ist, jeder Mensch ist eine einzigartige Mischung.

Erfreulicherweise habt Ihr nun schon einen Einstieg gefunden, über alles zu sprechen, da müsst ihr weitermachen. Es ist nicht verboten, über seine Ängste zu sprechen, ganz im Gegenteil, diese müssen auf den Tisch.

Ein Versprechen, dass auch alles so wie geplant bleibt, wird sie dir womöglich nicht geben können. Aber mit dem Risiko, von seinem Partner, aus welchem Grund auch immer, verlassen zu werden, muss jeder leben. Dieses Restrisiko besteht immer, man muss jedoch nicht ständig darüber nachdenken und sich damit verrückt machen.

Wenn ihr euch beide selber zu wenig klar werdet, dann würde ich eine Paarberatung oder etwas in der Richtung empfehlen.

Bis man sich entsprechendes Hintergrundwissen alles angelesen hat, dauert eine Weile, ein wenig komplex ist es nämlich schon.

Verrückt machen brauchst du dich jetzt nicht, macht das alles in Ruhe. :)*

_.Surf>erxin


Deine Freundin scheint ein Probleme damit zu haben, sich beim Sex als Frau zu fühlen. Das mußt du hinnehmen, wenn du mit ihr zusammenbleiben willst. Du kannst nicht sagen, dass du sie nur dann ehelichen willst, wenn "der Schaden behoben wurde". Vielleicht bleibt sie ja für immer so. Entweder du nimmst sie so wie sie ist oder suchst dir eine andere. *:)

WqM H201x4


Deine Freundin scheint ein Probleme damit zu haben, sich beim Sex als Frau zu fühlen. Das mußt du hinnehmen, wenn du mit ihr zusammenbleiben willst. Du kannst nicht sagen, dass du sie nur dann ehelichen willst, wenn "der Schaden behoben wurde". Vielleicht bleibt sie ja für immer so. Entweder du nimmst sie so wie sie ist oder suchst dir eine andere. *:)

Ich finde, der TE geht absolut super mit der Situation um. Und dass er sich solch weitreichenden Gedanken macht, finde ich absolut positiv.

Übrigens: Nicht ER ist hier "das Problem", sondern die Tatsache, dass seine Freundin offenbar noch in einem absolut nicht abgeschlossenen Prozess steckt, was ihre eigene Identität angeht. Da ist es allzu verständlich, dass der TE Zukunftsängste entwickelt.

Ich würde auch den Rat geben, eine Paar-Beratung mit einem Therapeuten anzugehen. Und was dabei herauskommt ist stand jetzt erst einmal offen.

Ich finde toll, wie tolerant und offen du deiner Partnerin ermöglichst, dir ihre Gedanken preiszugeben. :)^

DZesperpatex01


So wie sie sich ihre sexuellen Fantasien nicht bewusst ausgesucht hat, so habe ich mir meine Zuneigung zum weiblichen Geschlecht nicht ausgesucht und kann das nicht unter dem Deckmantel der Liebe überspielen. Es sind keine Fantasien die in beide Richtungen ausschlagen. Es sind nur männliche Fantasien. Mit allem anderen könnte ich wohl umgehen.

Das ist ja wirklich herzzerreissend und unglaublich sensibel, wie du mit eurem Thema umgehst @:)

Ich denke, mir würde es auch schwer fallen, wenn mein geliebter Partner nur Erfüllung darin finden würde, wenn er beim Sex seine weibliche Seite ausleben könnte. Ab und zu gern... aber generell habe ich mir doch einen Mann ausgesucht und möchte einen solchen auch an meiner Seite und in meinem Bett haben. Tja, da ist guter Rat teuer. Deshalb würde ich WM 2014 zustimmen und eine Paar-Therapie besuchen.

E,voluMzzer


Übrigens: Nicht ER ist hier "das Problem", sondern die Tatsache, dass seine Freundin offenbar noch in einem absolut nicht abgeschlossenen Prozess steckt, was ihre eigene Identität angeht. Da ist es allzu verständlich, dass der TE Zukunftsängste entwickelt.

Das Problem ist natürlich nicht ER. vielleicht habe ich mich etwas undeutlich ausgedrückt. Um das Problem zu lösen, könnte die Denkweise des TE ein Hindernis sein. MMn denkt er zu viel in eine Richtung, wie ihr sexuelles Erleben sein sollte, dabei geht er allein von seiner erworbenen Vorstellung aus. Woher er die hat, sei dahin gestellt, im Ergebnis ist sie das, was allgemein als "normal" angesehen wird. Das finde ich aber Quatsch, denn eine Vorstellung von etwas, was normal ist braucht es nicht. Spätestens wenn zwei Menschen etwas Unterschiedliches als "normal" betrachten, fängt es nämlich an zu knirschen.

Also muss der Sand raus aus dem Getriebe, sprich unpassende Vorstellungen müssen raus aus dem Kopf. Den Kopf leer machen, würde ich vorschlagen. Den Partner mit seiner ganz speziellen Sexualität kennen und lieben lernen.

Wenn meine Partnerin dadurch mehr Leidenschaft entwickelt und mehr Spaß beim Sex hat, wenn sie sich dabei als Mann fühlen darf, dann werde ich einen Teufel tun, ihr das zu verbieten oder auszutreiben. ]:D

Wenn es so ist, dann kriegt sie die Kinder eben mit dem Gefühl als Mann mit einem Mann Kinder gezeugt zu haben. Klingt jetzt etwas ungewöhnlich, aber wenn sie eine gute Mutter ist, dann könnte ich damit auch leben. Man muss es den Kindern ja nicht gleich aufs Brot schmieren, bevor sie ihre eigene Sexualität entwickelt haben.

Wenn die Freundin sich noch in einer Identitätsfindungsphase befindet, dann heisst das ja nicht automatisch Trennung.

Möglicherweise können sie diesen Weg zusammen gehen, wo der endet, kann heute noch keiner wissen.

D,espeDrate01


MMn denkt er zu viel in eine Richtung, wie ihr sexuelles Erleben sein sollte, dabei geht er allein von seiner erworbenen Vorstellung aus. Woher er die hat, sei dahin gestellt,

Das habe ich anders verstanden, denn der TE sagt doch:

Sie sieht sich als Homo. Sie sagt, dass sie beide Geschlechter lieben könnte, sich eine sexuelle Beziehung aber nur mit einem Mann vorstellen kann. In ihren Fantasien nimmt sie auch die Rolle des passiven Mannes ein. Der Mann, der genommen wird.

Und du schreibst

Wenn meine Partnerin dadurch mehr Leidenschaft entwickelt und mehr Spaß beim Sex hat, wenn sie sich dabei als Mann fühlen darf, dann werde ich einen Teufel tun, ihr das zu verbieten oder auszutreiben. ]:D

Dazu musst du dann aber zumindest auch schon eine kleine Vorliebe für AV haben. Hat aber eben auch nicht jeder. Von daher finde ich deine letzte Äusserung nicht besonders nett.

E[volu-zzexr


Dazu musst du dann aber zumindest auch schon eine kleine Vorliebe für AV haben. Hat aber eben auch nicht jeder. Von daher finde ich deine letzte Äusserung nicht besonders nett.

Von sexuellen Praktiken war hier doch überhaupt nicht die Rede. Da hast du meine letzte Äußerung wohl anders verstanden, als ich sie geschrieben habe. Außerdem pflege ich prinzipiell keine Bewertungen für sexuelle Praktiken. Erlaubt ist, was Spaß macht. Die meisten verderben sich aber den Spaß im Kopf. Hier ist es allerdings noch mal komplizierter, da es nicht um sexuelle Praktiken geht, sondern um Geschlechtsidentität.

Eevojlvuzzxer


Die Beschreibung deiner Partnerin passt im Prinzip auf einen Menschen mit Gender-Symptomatik.

Sie hat einen weiblichen Körper, fühlt sich aber als Mann. Die körperliche Beschaffenheit ist eine anatomisch-biologische Sache, sich als Mann fühlen ist eine gehirntechnische Sache. Um solch eine "Laune der Natur" zu verstehen, muss man wissen, dass sich anatomisch-körperliche Merkmale und das Gehirn, in der Embryonalzeit und in Folge, unabhängig voneinander in unterschiedlichen Wachstumsphasen, entwickeln.

Etwas flapsig ausgedrückt, ist zu einem bestimmten Zeitpunkt bei der Entwicklung ein Gen falsch abgebogen. Früher haben Menschen oft ihr Leben lang unter ihrer gefühlten "Andersartigkeit" gelitten, weil es keine "vernünftige" Erklärung dafür gab. Gen- und Gehirnforschung sind mittlerweile einen Schritt weiter, was fehlt, ist noch das allgemeine Wissen bzw. Verständnis über die Zusammenhänge. Es gibt jedoch schon eine Menge populärwissenschaftliche Literatur, wo du nachlesen kannst.

Zu vermuten wäre, dass deine Freundin gehirntechnisch ein Mann in einem Frauenkörper ist, der, um es "spannend" zu machen, auch noch schwul ist. Weder das eine noch das andere kann man/frau sich aussuchen, man ist quasi mehr oder weniger das "Opfer" seiner Gene.

Wenn man also kein "Standardmodel" geworden ist, dann muss man/frau sich selbst einen Platz unter den Normalos suchen. Dabei geht man zuerst von sichtbaren, anatomischen Merkmalen aus, hat aber immer das Gefühl, dass da was nicht passt. Weil man/frau das vielleicht für sich allein alles gar nicht auf die Reihe kriegt, wäre ärztliche und/oder psychologische Hilfe durchaus angebracht. Infos und Selbsthilfegruppen gibt es hier und dort, da müsstet ihr euch mal schlau machen.

sQuz3uki1x990


Sie sieht sich als Homo.

Lässt sie sich dann dementsprechend am liebsten in den Po ficken?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH