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Was ist meine romatische/sexuelle Orientierung?

F6ePldsxperlxing hat die Diskussion gestartet


Ich bin 23, w, jungfrau und meine Orientierung liegt irgendwo zwischen mir-egal und verwirrt....glaube ich. Alle Onlinetests sagen was anderes, bzw haben nicht genügend Auswahlmöglichkeiten bei den Fragen.

Es gibt ja gefühlt 50 verschiedene Labels mit denen man sich identifizieren kann, aber keines scheint bei mir richtig zu passen.

Ich finde den Anblick von hüpschen männlichen Oberkörpern erregend aber habe kein Verlangen mit diesen Männern intim zu sein. Wenn ich über romantische Beziehungen fantasiere ist es 90% mit einer Frau. Ich finde Frauen schön so wie man eine Blume schön findent, es gibt (fast) keine sexuelle Anziehung in dieser Richtung. Genitalien von beiden Geschlechtern finde ich irgendwie "eklig" aber ich glaube mir würde Sex mit einem Mann Spaß machen. Ich habe SB drei oder vier mal während meiner Teenager-Jahre probiert, fand es aber langweilig und habs ziemlich bald aufgegeben. Wenn ich niemals im Leben Sex hätte würde mich das nicht wirklich kratzen ich bin aber schon ein bisschen neugierig.

Ich war auch noch nie wirklich verliebt, abgesehen von ein paar Schwärmereien für diverse fiktive Figuren (Mr. Spock, Kovu, Buffy, Vegeta, Kapitän Haddok, Bayonetta...) bis ich mich vor ein paar Jahren mit einem neuen Arbeitskollegen angefreundet hab. Jedes mal wenn wir geredet haben hat es sich angefühlt als würde ich rot anlaufen, ich hab ihm nachgeguckt wenn er vorbei gelaufen ist, ich grinse immer noch wie blöd wenn ich ne sms krieg. Merkwüdigerweise finde ich ihn körperlich absolut nicht anziehend, er hat ein hüpsches Gesicht aber das wars. Auch habe Ich nie irgendwas in der Richtung unternehmen wollen, was wenn er ja sagt und dann muss ich mich mit einer Beziehung rumschlagen, ich hab sowas noch nie gemacht, ausderdem hab ich weder Zeit noch Nerven für sowas (bitte nicht mit Panik verwechseln, ich hab wirklich keine Lust auf sowas)

Es fällt mir auch schwer, die Attraktivität von jemandem zu beurteilen. Bei Zeichentrick und Videospielen nicht so sehr, aber bei Filmen und Serien fällt mir erst in der zweiten Staffel oder beim dritten mal anschaun auf dass sich ein Charakter als Unterwäschemodel eignen würde. Schauspieler finde ich nur attraktiv, wenn sie einen Charakter gespielt haben den ich sympatisch finde.

Jetzt beim Schreiben fällt mir auf, das ich überhaupt sehr auf fiktive Charaktere fixiert bin. Ich hab mich bereits mehrmals gefragt ob nicht all mein "romantisches Verlangen" von den Romanzen meiner Lieblingsfiguren gestillt wird (geht sowas?)

Meine "Selbstdiagnose" wäre eine merkwürdige Mischung aus bi/demi/ace/aro je nach Tagesform.

Antworten
mqistyamo|untfainxs


Musst du dich denn klassifizieren? Mach einfach echte Erfahrungen, da merkst du am deutlichsten was / wer dich anzieht und worauf du wert legst :)* der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.. ist die Praxis ;-)

lbonIalaCo


was erhoffst du dir denn dadurch, daß du dir so ein label gibst?

ich denke, so eine klassifizierung würde dich nur einschränken, vor allem, da du ja erst richtig draufkommen musst, auf was und wen du stehst.

schwärmereien für fiktive figuren (oder "stars") kommen bei vielen so im (früh-)pubertierenden alter vor, also wenn die sexuelle neugier erwacht, aber man sich noch nicht wirklich "rantraut" (fiktive figuren sowie stars sind ja unerreichbar, und in dem man für sie schwärmt rückt man das thema auf eine ebene, die man nur in der fantasie ausleben kann).

vielleicht bist du einfach später dran und das interesse für reale personen kommt noch. vielleicht lässt sich die fixierung auf fiktive rollen gegebenenfalls irgendwann als eine art rollenspiel in reale sexualität einbauen. oder sie verliert einfach an bedeutung.... lass es einfach auf dich zukommen!

E]hemaliger Ntutzegr (#5x91816)


Wie bereits gesagt, würde ich an deiner Stelle erstmal keinen Wert darauf legen deine aktuelle (sexuelle) Orientierung definieren zu müssen. Ich kenn zum Beispiel einen Mann der sich als homosexuell bezeichnet, aber trotzdem immer wieder mal Sex mit Frauen hat. Auf meine Bemerkung "dann bist ja doch bi" kam nur "ne!".

Auch wenn die heutigen Moralvorstellungen deutlich toleranter sind als noch vor einigen Jahren, würden sie gerne jeden in eine bestimmte Schublade stecken. Nur ist das nicht so einfach. Das ist ein komplexes Gestrüpp und auch im Wandel. Man ist nicht zwingend "in einer Schublade" und bleibt da für immer.

Deine Präferenz über die Beurteilung der Attraktivität einer Person teile ich z.B. voll und ganz. Aber ist durchaus nicht die "soziale Norm", welche sich doch eher auf die reine Äußerlichkeit bezieht.

Ansonsten kann es durchaus sein dass es bei dir einfach etwas länger dauert um wirklich Interesse an sexuellen Kontakten zu finden als beim Durchschnitt. Und wenn das nie kommt ist das ebenso in Ordnung. Wenn man zu etwas einfach kein Bedürfnis hat, muss man nicht zwangsweise versuchen das zu tun, nur weil einem die Gesellschaft vorgibt, das wäre die Norm. Wenn dein Bedürfniss nach sozieler Interaktion ganz ohne sexuelle Kontakte gestillt wird ist das ebenso in Ordnung als wenn jemand jeden Tag 5 mal Sex braucht und den/die Partner gefunden hat mit dem das geht.

Und wenn bei dir erst dann der Wunsch kommt intim zu werden bei einem Menschen dessen Charakter dir besonders gut gefällt ist das doch super. Da würd ich mir nicht zuviele Gedanken machen wenn du jetzt an sich nicht direkt Erregung findest bei der Betrachtung nackter Menschen.

Wenn ich einen nackten Menschen sehe den ich nicht kenne, kann ich z.B. zwar sagen ob ich den schön oder nicht finde, für wirklich ehrliche Erregung aber reichts eigentlich nicht (in die Richtung "mit der hätt ich gern Sex")...

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