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Von der Internetpornosucht loskommen

r6alflnindexn


Heute ist die 5. Woche die ich erfolgreich ohne Pornos ausgekommen bin. Es sind schon 35 Tage, die ich meine Sucht im Griff zu haben scheine.

Es ist beachtlich, das ich das so im Griff haben kann. Besonders wenn ich bedenke, wie oft und intensiv ich vor meinem Entschluß damit aufzuhören, diese Filme mir angesehen habe.

Mittlerweile merke ich aber auch, das meine Sexualität sich mehr und mehr "normalisiert" bzw. ich schon durch "leichte Reize" wieder erregbar bin (was dann auch sichtbar ist). Ich finde das einen sehr großen Erfolg für mich und werde deshalb weiter daran arbeiten

l]orHd-pal4inuxs


Erstmal Glückwunsch dass du das so durchhälst :) Es ist bei jeder "Sucht" schwer davon loszukommen, auch wenn ich der Meinung bin dass du die Reissleine gezogen ahst bevor du in einer richtigen Sucht warst. Aber das spielt keine Rolle, es ist ja wichtig dass man merkt, dass man was ändern muss.

Was verstehst du genau unter Pornos? Nur die Clips? Oder auch Akt-Fotograpfie? Also nicht nur Pornostars auf Fotos, sondern richtige Kunst? Wäre vielleicht für Betroffene nützlich, wenn du solche Sachen klar definierst. Weil manche definieren das ja so weit, dass schon Unterwäschenwerbung darunter fallen könnte.

r$alf]lind-en


Hallo,

gerne definiere ich, was ICH unter Pornos verstehe (oder besser gesagt, was es nicht ist für mich) und was ich mir deshalb auch weiter ansehen werde:

* Aktfotos im künstlerischen Stil gefertigt

* Dokumentationen und Websites die über Sexualität berichten

* Bilder in der Machart der "Unterwäschewerbung"

* Ratgeber zum Thema Sexualität

* Erfahrungsaustausch mit anderen über das Thema

* Filme im TV/Kino und auch Bücher wo der Sex nicht zur Handlung als solches gemacht wird, aber dennoch auch explizit gezeigt wird

Ich hoffe das es hilfreich war und einen kleinen einblick ermöglicht, an was ich gerade arbeite und von was ich wieder loskommen will

lOord-%palxinus


Ja, danke. Das halte ich einfach deswegen wichtig, um zu zeigen, dass man nun nicht den weiblichen Körper verdammen muss, um da wieder "ins reine" zu kommen. MancheSeiten, welche man über Google-Suchen findet, machen es sich da arg leicht und sind der Meinung, man sollte so etwas auch meiden, aber ich bion der Ansicht, dass das zum Spießrutenlauf für Betroffene werden kann. Und solche Spießroutenläufe fördern nicht gerade das Loskommen von der Sucht...

rsalflMinden


Da kann ich dir nur Recht geben.

Ich liebe den weiblichen Körper immer noch. Und da besonders den, von meiner Frau.

Das was ich nicht mehr möchte, ist das ich mir die unrealistischen Klischees anschaue, die für "uns Männer" so glaubhaft produziert werden.

Natürlichkeit, Ehrlichkeit und Authentizität sind da für mich die wichtigen Kriterien.

rLalflGindeqn


Heute sind es schon 42 Tage, die ich keine Pornos mehr im Internet angesehen habe.

6 Wochen am Stück habe ich erfolgreich den Konsum solchen Materials vermieden. In der letzten Woche war es nicht immer leicht. Irgendwie kommen gerade verschiedene Faktoren hinzu.

Zum einen erlebe ich gerade, wie mein Körper sich wieder "normal" verhält. Dazu gehört, das ich jetzt schon am frühen Morgen mit einer Erektion aufwache - etwas was ich schon monatelang nicht mehr hatte und ich mir schon "Sorgen" machte, was da los ist.

Zum Anderen arbeite ich gerade mit einer lieben Person gerade die ganze Thematik bzgl. des fehlenden Sex in meiner Ehe auf. Da kommt es teilweise auch zu sexuellen Inhalten, die aber weder schmutzig noch erotischer Natur sind, sondern die den Sachverhalt sachlich erklären.

Trotz alle dem, bin ich immer noch erfolgreich geblieben, was mich ein wenig Stolz macht.

r;aolfl<inrden


Heute ist der 56. Tag meines Erfolgs - ich fühle mich sehr gut dabei.

Ich spüre in den letzten Tagen immer wieder, das sich meine Einstellung langsam wieder in einem "normalen Bereich" einpendelt: Häufigkeit der sexuellen Gedanken, Frequenz der Masturbation, Ablauf der Selbstbefriedigung usw.

Seit dem ich keine Pornos mehr konsumiere habe ich verschiedene Höhen und Tiefen durchgemacht. Teilweise lag es aber auch daran, dass ich nicht konsequent genug daran gearbeitet habe, was das Betrachten von erotischen Bildern anging. Hier hatte ich ja schon beschrieben, das Aktfotos und ähnliches, in denen der künstlerische Aspekt im Vordergrund steht, weiter für mich akzeptable ist. Leider bin ich da sehr "großzügig" gewesen, was "das Auslegen der Definition" angeht. Darum hatte ich letzte Woche fast einen Rückfall in alte Gewohnheiten. Auch verspürte ich den Drang mir wieder Pornos anzusehen. Diesem Drang habe ich aber bis heute noch wiederstehen können.

Im Moment bin ich auch, was das Häufigkeit der Selbstbefriedigung auf dem Punkt, das ich die Abstände etwas erhöhen möchte. Mein Ziel ist das ich so auf 2 bis 3 x die Woche komme (aktuell ist es 5 bis 8x die Woche). Damit hätte ich dann die "Durchschnittliche Häufigkeit von Geschlechtsverkehr in einer Partnerschaft" erreicht. Dabei möchte ich berücksichtigen, das hier nicht die Tage zählen, an denen ich mastubiert habe, sondern die tatsächliche Häufigkeit des Aktes.

rhalf0lindxen


Nun bin ich schon in der 9. Woche in der ich es ohne Internetpornos geschafft habe. Mittlerweile ist heute der 64. Tag, den ich erfolgreich gewesen bin.

Im Moment spüre ich, das meine Sexualität sich immer mehr normalisiert. Ich bekomme viel öfter eine Morgenerektion und meine Lust auf Sex ist jetzt bei 3-5x die Woche angelangt. Wenn ich mich selbstbefriedige dann kann ich mir Zeit lassen und geniesse die Erregung viel länger als früher.

Nebenbei habe ich begonnen etwas Sport zu betreiben. Es sind Übungen die für den Sex nützlich sind und die Körperpatien, die beim Geschlechtsakt benötigt werden, stärken sollen. Auch mache ich vereinzelte Dehnungsübungen, damit ich etwas flexibler in den Körperbewegungen werden kann und nicht so steif bin.

Alles in Allen war es eine sehr gute und richtige Entscheidung für mich völlig auf Internetpornos zu verzichten. Es hat mir (bis auf ein paar vereinzelte Tage) mehr Lebensqualität geschenkt.

r_alfli~ndexn


Zum Anderen arbeite ich gerade mit einer lieben Person gerade die ganze Thematik bzgl. des fehlenden Sex in meiner Ehe auf. Da kommt es teilweise auch zu sexuellen Inhalten, die aber weder schmutzig noch erotischer Natur sind, sondern die den Sachverhalt sachlich erklären.

Leider ist in der letzten Woche dieser Kontakt völlig abgebrochen worden. Die Person meinte, das es ihr "zu intim" würde und sie sich an der Aufarbeitung nicht weiter beteiligen will und kann. Ich respektiere dass, auch wenn ich es sehr schade finde, da ich mir noch einiges erhofft hatte.

rQanlfliDndexn


Am 71. Tag möchte ich mich wieder einmal hier melden.

Zur Zeit mache ich eine sehr spannende Phase durch. Bisher war es recht einfach, das ich meinen Entschluß keine Pornos mehr anzusehen, umsetzen konnte. Aber seit anfang dieser Woche, erwische ich mich häufiger bei dem Gedanken, das ich mir "nur ganz kurz einen erotisches Clip von meinen früheren Zeiten ansehen möchte". Zwar bin ich noch erfolgreich gewesen. Aber dennoch denke ich, das ich jetzt in einer sehr kritischen Phase meiner Umsetzung bin.

Irgendwie hab ich das Gefühl, das ich im Moment gerade eine kleine Willensschwäche habe. Kommt bestimmt dadurch, weil ich diese Woche auch sehr schlecht geschlafen habe. Und in der Vergangenheit war es immer so, das ich in solchen Phasen dann alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen habe und mit "nur einen oder zwei Clips" angefangen haben, die dann nach wenigen Tagen (1 oder 2 meistens) dann zu stundenlangem konsumieren von Pornos führte.

Wie gesagt: Im Moment sieht alles noch gut aus. Aber ich muss jetzt besonders auf mich, meine Gedanken und mein Verhalten achten, damit ich über diesen Punkt der Willensschwäche drüber weg komme, damit ich keinen Rückfall habe. Denn wenn ich damit anfange (auch wenn es anfangs nur die "harmloseren" Filmchen sind), kann ich nach kurzer Zeit damit nicht mehr aufhören.

Juu^l}i20C06


Erstmal meinen Glückwunsch dazu, dass du deine Vorsätze bis jetzt so gut verwirklicht hast! Ich bewundere das :)z

Eine Frage habe ich trotzdem - auch wegen des aktuell möglichen "Rückfalls", den du in deinem letzten Beitrag angesprochen hast:

Was genau ist denn dein Ziel in dieser Mission? Nie wieder Pornos? Nie wieder erotische Fotografie? Also im Sinne von NIE, NIE WIEDER? Oder suchst du nach einem schrittweisen, "vernünftigen" Umgang damit (so es den überhaupt geben mag)?

Jgu!lOi20306


Nachtrag

nur ganz kurz einen erotisches Clip von meinen früheren Zeiten ansehen

Heißt das, du hättest dein gesamtes, altes Material theoretisch noch zur Verfügung?

r"alfelindxen


Heißt das, du hättest dein gesamtes, altes Material theoretisch noch zur Verfügung

Nein, natürlich nicht. Ich habe das am Tag 0 komplett gelöscht. Aber ich weiß ja noch noch ungefähr wo ich das meiste herbekommen habe. Und die Versuchung, sich auf den entsprechenden Seiten zu "verirren" (ganz zufällig natürlich nur), war die Tage enorm groß

r>alfliandexn


Was genau ist denn dein Ziel in dieser Mission? Nie wieder Pornos? Nie wieder erotische Fotografie? Also im Sinne von NIE, NIE WIEDER? Oder suchst du nach einem schrittweisen, "vernünftigen" Umgang damit (so es den überhaupt geben mag)?

Mein Ziel ist es auf der einen Seite "Nie wieder Pornos". Der Bereich "erotische Fotografie" ist da so ein Grenzbereich. Denn die Linie zwischen "erotisch" und "porno" ist denk ich sehr verschwommen und schwer zu definieren.

Generell will ich von den Pornos weg, weil ich meine Einstellung zur eigenen und partnerschaftlichen Sexualität wieder auf das natürliches Empfinden bekommen möchte. Und sich Pornos anzuschauen und sich dann dabei/danach selbstzubefriedigen, finde ich für mich nicht mehr akzeptabel.

u(serx250


Es gibt zu diesem Themenkomplex auch eine richtige "Bewegung" - diese nennt sich "NoFap" und es gibt Leute, die mehrere Monate Pornoverzicht machen (müssen).

Daran zeigt sich u.a., wie beschissen die Welt durch die überall verfügbaren Informationen geworden ist! Vor dem Internet war es noch etwas Besonderes und bedeutete einen gewissen Aufwand, an pornografisches Material zu kommen. Es ist hier ähnlich wie schon bei der Musik, den Filmen und den Spielen: wenn man einfach an alles kostenlos und unproblematisch rankommt, wird Suchtverhalten begünstigt und es führt außerdem zu einer Entwertung/Bagatellisierung der Inhalte. Beides zusammen führt in einen Konsumrausch, der schließlich in Depressionen enden kann. Diese Pornoleute (die solche Seiten betreiben) verkörpern das Schlechte im Menschen: Machtbesessenheit, Unterdrückung von Schwachen, Gewaltverherrlichung, Größenwahn / Allmachtsansprüche, Verrohung usw.

Es werden bevorzugt extreme Situationen gezeigt, welche die gesellschaftlichen Normen und Wertevorstellungen bezüglich Sexualverhalten untergraben und aushöhlen. Die dauergeilen Superhengste und die Frauen, die sich scheinbar zu jeder Perversität freudestrahlend hinreißen lassen, führen so zu einer großen Verunsicherung und außerdem zu Frustration in der Bevölkerung.

Es ist also meiner Meinung nach sehr begrüßenswert, sich von diesem Zerrbild der Sexualität abzuwenden und deinem Beispiel, Ralf, sollten möglichst Viele folgen!

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