» »

Sexsucht?

BTademzus&atz hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich schreibe hier, weil ich offensichtlich ein echtes Problem mit meinem sexuellen Trieb habe.

Subtil habe ich das schon immer wahrgenommen, allerdings ist mir das wirklich erst die letzten Tage bewusst geworden.

Meine Freundin ist jemand, dem Sex so einmal in der Woche ausreicht. Mal etwas mehr, mal weniger, aber im Schnitt passt das ganz gut. Mein Verstand sagt, dass das eigentlich ein "normaler" Schnitt ist, wenn man das so sagen kann. Wenn wir Sex haben, ist dieser wirklich wunderschön.

Das Problem bei mir ist aber, dass mich dieser zwar kurzfristig befriedigt, ich aber ohne Probleme zweimal am Tag könnte. Und selbst dann wüsste ich nicht, ob das ausreichen würde.

Nun ist es so, dass ich mich dahingehend meiner Freundin anpasse. Sie hat Schichtdienst, ist daher des Öfteren natürlich müde und möchte einfach nur mal mit mir im Bett liegen und kuscheln, vielleicht dabei TV sehen und in Frieden einschlafen, ohne vorher noch großartig aktiv zu werden was das obige Thema angeht.

Auch hier klinkt mein Verstand völlig ein und kann diese Haltung absolut nachvollziehen.

Wenn ich allerdings neben ihr im Bett liege, habe ich mich schon kaum im Griff. Ich kann weder dem etwaigen Film folgen, noch einen klaren Gedanken fassen, weil ich nahezu pausenlos daran denke wie ich sie "rum bekomme".

Ich streichle sie, küsse sie immer wieder zwischendurch, alles eigentlich immer mit der einen Absicht.

Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt nicht der Typ bin der sie zum Sex nötigt. Ich werde nicht gewaltsam (Gott bewahre) oder versuche sie zum Sex zu überreden. Ich versuche das immer auf diese unterschwellige Schiene. Dadurch, dass sie sehr sensibel ist, bekommt sie aber mit auf was ich abziele und blockt dann natürlich ab. Meist in der Form dass sie einschläft

Wenn ich diese Zeilen schreibe widere ich mich selber an. Ich möchte das eigentlich gar nicht, komme mir aber vor wie ein Drogensüchtiger auf Entzug. Ich bin dann absolut machtlos und mir geht es beinahe körperlich schlecht wenn es nicht zum Akt kommt. Ich mache mir Gedanken, schlafe schlecht ein und auch der Tag danach ist dadurch meist hin. Einerseits durch völlige Übermüdung und Frust, andererseits weil ich durchaus realisiere dass mit mir etwas nicht stimmt.

Ich möchte dazu sagen, dass wir ansonsten eine wirklich glückliche Beziehung führen und ich diese auch auf keinen Fall wegen dieser einen Sache aufgeben möchte. Das kommt absolut nicht in Frage.

Bei intensiven Gesprächen mit ihr habe ich diesen Drang seltsamerweise gar nicht, was für mich zeigt, dass bei uns ansonsten auch alles in Ordnung ist. Dann findet für mich alles irgendwie auf einer anderen Ebene statt und ich kann völlig los lassen, meine Gedanken kreisen dann absolut nicht mehr um dieses Thema.

Nun könnte man sagen gut, sexuell passt ihr nicht zusammen. Einerseits richtig, aber für mich gibt es aus meinem Alltag weiterhin genug Indizien, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Bis dato war es so, dass ich mich mehrfach täglich selbst befriedigt habe, teilweilse bis zu acht mal. Ich stehe mir dadurch selber im Weg, kann kaum für die Uni lernen (ich studiere noch neben meinem Job in dem ich 35h die Woche arbeite). Dieser ellenlange Text hier zeigt ebenso, wie mich mein Trieb mittlerweile belastet.

Ich möchte das einfach nicht, will abends einfach mal neben ihr im Bett liegen ohne diese Last auf meinen Schultern, ohne ständig an das Eine zu denken. Möchte neben ihr einfach einschlafen können, auch wenn wir einfach mal eine Woche keinen Sex hatten. Sie bedeutet mir einfach so viel, ich liebe sie wirklich und ich würde auch nicht im Traum daran denken wegen dieser Geschichte in irgendeiner Form fremdzugehen.

Gibt es hier vielleicht Leute die dasselbe Problem haben und dies in den Griff bekommen haben oder zumindest für sich selbst erträglich? Es kann doch nicht sein, dass Triebe einen so im Griff haben, zumindest nicht in dieser mutierten Form. Da muss man doch etwas machen können.

Vielen Dank für’s Lesen und noch einen schönen Abend!

Antworten
B2adezuSs!atxz


Gut, offensichtlich hat keiner etwas beizutragen. Schade, aber trotzdem danke für die stillen Leser, sollte es diese geben =)

DrieDolsismach0tda/sGift


ich schreibe hier, weil ich offensichtlich ein echtes Problem mit meinem sexuellen Trieb habe.

Da ich Deinen Beitrag vollständig gelesen habe, möchte ich eher das Gegenteil behaupten und Dir Mut zusprechen Dich nicht in eine Schuldrolle rein zu steigern. Warum, weil Du etwas natürlich erlebst, dass zu Deinem Ich und Deinem Körper gehört.

Meine Freundin ist jemand, dem Sex so einmal in der Woche ausreicht. Mal etwas mehr, mal weniger, aber im Schnitt passt das ganz gut. Mein Verstand sagt, dass das eigentlich ein "normaler" Schnitt ist, wenn man das so sagen kann. Wenn wir Sex haben, ist dieser wirklich wunderschön.

Was meine Meinung angeht, gibt es was Libido, Lust- und Sexhäufigkeit kein normal oder nicht normal, so lange es weder exzessiv übersteigert, mit Missbrauch, Gewalt oder massiver Druck auf den Partner/in ausgeübt wird.

Es ist zum Teil genetisch in uns angelegt, ein Teil davon ist/sind gemachte Erfahrungen in der Kindheit und während der Pubertät. Aber unsere Lust, die Erotik und das Bewusstsein, "ich will Sex" hat auch viel mit der eigenen Einstellung zu tun.

Das Problem bei mir ist aber, dass mich dieser zwar kurzfristig befriedigt, ich aber ohne Probleme zweimal am Tag könnte. Und selbst dann wüsste ich nicht, ob das ausreichen würde.

Ehrlich gesagt ist Dein Empfinden am Tag 2 Mal Sex haben zu können bzw. zu wollen, total im Normalrahmen. Du bist mental und körperlich gesund mit dieser Lustkurve.

Ein Problem ist es doch erst dadurch geworden, weil zwischen euch beiden ein deutliches Gefälle der Lusthäufigkeit besteht.

Nun ist es so, dass ich mich dahingehend meiner Freundin anpasse. Sie hat Schichtdienst, ist daher des Öfteren natürlich müde und möchte einfach nur mal mit mir im Bett liegen und kuscheln, vielleicht dabei TV sehen und in Frieden einschlafen, ohne vorher noch großartig aktiv zu werden was das obige Thema angeht.

Schichtdienst wird in der Fachliteratur mit als Ursache für Libidoverlust bzw. verwmehrten Schwankungen der Libido beschrieben. Dies betrifft beide Geschlechter gleichermaßen. Der häufige Wechsel zwischen Tag- und Nachtarbeit bringt die Hormone im Körper durcheinander.

Dennoch kann bei Deiner Freundin natürliche Abweichung zu Deiner normalen Libidostärke vorliegen.

Die gesamte Komplexität des Zusammenspiels der Hormone ist bislang wissenschaftlich nur in Ansätzen erklärbar.

Schichtarbeit sorgt bei dafür empfindsameren Menschen die innere Uhr aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Wenn ich allerdings neben ihr im Bett liege, habe ich mich schon kaum im Griff. Ich kann weder dem etwaigen Film folgen, noch einen klaren Gedanken fassen, weil ich nahezu pausenlos daran denke wie ich sie "rum bekomme".

Für mich ist es verständlich, dass Dein Körper so stark auf Deine Partnerin reagiert. Zum einen, weil Du sie liebst, als Frau begehrst. Zum anderen, weil Duftstoffe, Deine Libido und das Lustzentrum auf Dich einwirken. Gäbe es zwischen euch häufiger als durchschnittlich einmal in der Woche, würde sich der innere Drang der Lust verändern.

Wie war eure Libido als ihr euch kennengelernt habt? War die Sexhäufigkeit höher als heute? Wenn ja, wann hat sich diese verändert?

Ich streichle sie, küsse sie immer wieder zwischendurch, alles eigentlich immer mit der einen Absicht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, so handeln auch Frauen, deren Libido die ihres Partners deutlich übersteigt.

Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt nicht der Typ bin der sie zum Sex nötigt. Ich werde nicht gewaltsam (Gott bewahre) oder versuche sie zum Sex zu überreden.

Dieses Verhalten würde Deine Freundin als zu negativ empfinden und eher in eine Verweigerungshaltung bringen, ihr die ohnehin nicht so häufig gezeigte Lust nehmen.

Ich versuche das immer auf diese unterschwellige Schiene. Dadurch, dass sie sehr sensibel ist, bekommt sie aber mit auf was ich abziele und blockt dann natürlich ab. Meist in der Form dass sie einschläft.

Käme für Dich der Weg in Frage, dass Du bevor ihr in den Kuschelmodus zum Feierabend übergeht Du SB machst und Deine Freundin dadurch ein Stück weit der Druck genommen werden kann, dass Du auf sie gerade massiv scharf reagierst?

Ich fände es als Übergang leichter, wenn sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlt, Dich obwohl sie körperliche Nähe mit Dir gern teilt, die Geilheit an Dir sofort wahrnimmt und sich innerlich blockiert.

Wenn ich diese Zeilen schreibe widere ich mich selber an. Ich möchte das eigentlich gar nicht, komme mir aber vor wie ein Drogensüchtiger auf Entzug. Ich bin dann absolut machtlos und mir geht es beinahe körperlich schlecht wenn es nicht zum Akt kommt.

Wie sähe es mit Kompromissen aus? Es gibt in der Erotik nicht nur Sex pur, um die Libido zu befriedigen. Wäre Deine Freundin zugänglich für Erotikmassagen, Handmassage oder Oralverkehr?

Quasi eben nicht das volle Programm bis open End?

Ich mache mir Gedanken, schlafe schlecht ein und auch der Tag danach ist dadurch meist hin. Einerseits durch völlige Übermüdung und Frust, andererseits weil ich durchaus realisiere dass mit mir etwas nicht stimmt.

Mit Dir stimmt alles vollends. Du bist ein Mann und empfindest so, weil es der Hormonspiegel in Deinem Körper im Zusammenspiel so ermöglicht. Der Schuldkomplex nicht "richtig zu ticken", entsteht ausschließlich in Deinem Kopf, ist aber unnötig.

Ich möchte dazu sagen, dass wir ansonsten eine wirklich glückliche Beziehung führen und ich diese auch auf keinen Fall wegen dieser einen Sache aufgeben möchte. Das kommt absolut nicht in Frage.

Deswegen sind Kompromisse gefragt, mit denen ihr beide wieder neuen Zugang finden könnt. Wie sehen die Alltagsabläufe aus? Was könntest Du Deiner Freundin daheim abnehmen an Aufgaben, sodass sie trotz Schichtarbeit entspannter auf Deine körperlichen Annäherungen reagiert?

Käme ein Berufswechsel für sie mit neuem Arbeitszeitmodell für sie in Frage bzw. als eine Option, um neuen Schwung zwischen euch zu fördern?

Bei intensiven Gesprächen mit ihr habe ich diesen Drang seltsamerweise gar nicht, was für mich zeigt, dass bei uns ansonsten auch alles in Ordnung ist. Dann findet für mich alles irgendwie auf einer anderen Ebene statt und ich kann völlig los lassen, meine Gedanken kreisen dann absolut nicht mehr um dieses Thema.

Fehlen vielleicht auch bedingt durch ihre Schichtarbeit gemeinsame Akitvitäten die Dich besser ablenken und ausfüllen können? Wie sehen eure Hobbies und Interessen aus im Alltag und am Wochenende?

Nun könnte man sagen gut, sexuell passt ihr nicht zusammen. Einerseits richtig, aber für mich gibt es aus meinem Alltag weiterhin genug Indizien, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Mit Dir stimmt wirklich alles, und es wäre gut, wenn Du den Gedanken annehmen kannst, dass Menschen in ihrer Natur eine unterschiedliche Libidostärke haben, ohne das dies krankhaft oder unnormal ist.

Wie verhütet Deine Partnerin? Hormonelll?

Bis dato war es so, dass ich mich mehrfach täglich selbst befriedigt habe, teilweilse bis zu acht mal. Ich stehe mir dadurch selber im Weg, kann kaum für die Uni lernen (ich studiere noch neben meinem Job in dem ich 35h die Woche arbeite). Dieser ellenlange Text hier zeigt ebenso, wie mich mein Trieb mittlerweile belastet.

Wie sind Deine Aktivitäten in Deinem Alltag? Machst Du regelmäßig Sport bei dem Du Dich körperlich entsprechend auspowern kannst? Gibt es Treffen mit Freunden, Kommilitonen oder Familienmitgliedern?

Ich möchte das einfach nicht, will abends einfach mal neben ihr im Bett liegen ohne diese Last auf meinen Schultern, ohne ständig an das Eine zu denken. Möchte neben ihr einfach einschlafen können, auch wenn wir einfach mal eine Woche keinen Sex hatten.

Du kannst es schaffen Dich gedanklich anders zu konditionieren, für mehr Ausgleich und Ablenkung zu sorgen. Dennoch solltet ihr auch Möglichkeiten erwägen, wodurch eure sexuellen Aktivitäten gesteigert werden können. Nur einseitiger Verzicht ist keine Dauerlösung.

Hat Deine Partnerin beim FA schon eine Hormonanalyse machen lassen?

Eine Lösung für euch zwei lässt sich finden, aber setzt voraus, dass ihr daran beide aktiver mitarbeitet. Möglichkeiten zulassen könnt die einen Ausgleich auf beiden Seiten ermöglicht.

Das Nähe- und Kuschelbedürfnis Deiner Freundin, ohne den Druck zu empfinden, dass Du gerade am liebsten los legen würdest.

Sie in dem sie Dir spontan entgegen kommt, den kleinen Weg Lustentspannung für Dich zu ermöglichen. (wie oben beschrieben)

Sie bedeutet mir einfach so viel, ich liebe sie wirklich und ich würde auch nicht im Traum daran denken wegen dieser Geschichte in irgendeiner Form fremdzugehen.

Das wird als Gefühl und Einstellung für Dich so bleiben können, wenn ihr zusammen einen Weg findet.

Gibt es hier vielleicht Leute die dasselbe Problem haben und dies in den Griff bekommen haben oder zumindest für sich selbst erträglich? Es kann doch nicht sein, dass Triebe einen so im Griff haben, zumindest nicht in dieser mutierten Form. Da muss man doch etwas machen können.

Lösungen kann es geben. Die Bereitschaft dazu muss dann aber von beiden Partnern aktiv gezeigt und umgesetzt werden.

s;ensribexlmxan


Es ist zum Teil genetisch in uns angelegt,

Das ist keine gesicherte Aussage, eher eine These.

Ich denke, dass die Libido wesentlich stärker durch andere Faktoren beeinfluss wirdt- vor allem der Lebensweise, der Einstellung zum Sex, der Gewohnheit und dem Partner-teilweise resultieren daraus auch unterschiedliche hormonelle Zustände.

Bei der Lebensweise bestimmen vor allem die Ernährung, der physische und psychische Stress, Bewegung (auch in der Sonne), der Gesundheitszustand (hier tragen Rauchen, Alkoholgenuss und Übergewicht mitunter negativ bei) maßgeblich mit zu bei.

Bei der Einstellung zum Sex spielen oft religiöse oder moralische Hemmnisse eine Rolle (z.B. auch Prüderie), Bedenken. Libido kann auch durchaus "trainiert" werden (das trifft auf Frauen vermutlich noch mehr als auf Männer zu. Letztenendes spielt aber auch die erotische Ausstrahlung des Partners eine Rolle (z.B. auch im Unterbewusstsein der Geruch).

MiadamVe Cha ren4to"n


Mit Dir stimmt alles vollends. Du bist ein Mann und empfindest so, weil es der Hormonspiegel in Deinem Körper im Zusammenspiel so ermöglicht.

das sehe ich nicht so, ich kenne etliche Studenten oder ehemalige Studenten und diese hatten während des Studiums kaum bis keinen Sex....

und wenn man sich nicht aufs lernen konzentrieren kann obwohl man mind. 1 mal die Woche die Freundin vögelt dann stimmt meiner Meinung nach wirklich was nicht.

vor allem der subjektive Leidensdruck ist entscheidend, und der ist hier definitiv vorhanden.

mir fällt nur Psychotherapie ein, ansonsten kannst du versuchen den Gedanken so lange und intensiv zu denken bis er seine Wirkung verliert (so werden Zwangsgedanken oft behandelt)

Bfadez8usaxtz


Guten Abend und erst einmal vielen Dank für diese ausführlichen Antworten.

Wie war eure Libido als ihr euch kennengelernt habt? War die Sexhäufigkeit höher als heute? Wenn ja, wann hat sich diese verändert?

Nun, wir sind seit knapp acht Monaten zusammen, also noch nicht wirklich lange. Allerdings kennen wir uns schon einige Jahre da wir so ziemlich denselben Freundeskreis teilen.

Anfangs war der Sex um einiges häufiger. Ich würde sagen so in der Woche etwa drei- bis viermal etwa. Allerdings habe ich auch da bei mir gemerkt, dass ich immer mehr möchte, auch wenn wir schon (sehr) viel Sex haben. Bei meiner vorigen Partnerin war das auch so. Teilweise hatten wir viermal an einem Tag Sex und auch da war es bei mir so, dass ich jeden Tag so weiter hätte machen können. Ich würde für die Sache quasi meinen Alltag aufgeben, oder sagen wir zumindest stark einschränken.

Ich denke, meine jetzige Freundin bekommt genau das mit. Das wird dann auch mit der Grund sein, warum sie die Sache so nach unten schraubt. Es wirkt einfach abturnend.

Käme für Dich der Weg in Frage, dass Du bevor ihr in den Kuschelmodus zum Feierabend übergeht Du SB machst und Deine Freundin dadurch ein Stück weit der Druck genommen werden kann, dass Du auf sie gerade massiv scharf reagierst?

Ich fände es als Übergang leichter, wenn sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlt, Dich obwohl sie körperliche Nähe mit Dir gern teilt, die Geilheit an Dir sofort wahrnimmt und sich innerlich blockiert.

Naja, die Sache ist, dass SB für mich nicht im entferntesten an Sex heran reicht. Wenn ich mich zuvor sogar mehrfach selbst befriedigen würde, würde es der sexuellen Anziehung ihr gegenüber absolut keinen Abbruch tun. Ich habe da eher den Eindruck, dass sogar genau das Gegenteil der Fall ist.

Wie sähe es mit Kompromissen aus? Es gibt in der Erotik nicht nur Sex pur, um die Libido zu befriedigen. Wäre Deine Freundin zugänglich für Erotikmassagen, Handmassage oder Oralverkehr?

Quasi eben nicht das volle Programm bis open End?

Wohl eher nicht, was für mich aber auch nicht schlimm ist. Angenommen sie würde das tun, würde sie es ebenso anmachen, dass es letztenendes doch zum Akt käme. Bei ihr ist es tatsächlich so, dass sie absolut keine Lust verspürt aufgrund der oben genannten Gründe, oder dass es doch zum Sex käme, mit dem "vollen Programm" eben.

Deswegen sind Kompromisse gefragt, mit denen ihr beide wieder neuen Zugang finden könnt. Wie sehen die Alltagsabläufe aus? Was könntest Du Deiner Freundin daheim abnehmen an Aufgaben, sodass sie trotz Schichtarbeit entspannter auf Deine körperlichen Annäherungen reagiert?

Käme ein Berufswechsel für sie mit neuem Arbeitszeitmodell für sie in Frage bzw. als eine Option, um neuen Schwung zwischen euch zu fördern?

Erstaunlicherweise habe ich genau dies getan, aber nicht aus dem Grund um mit ihr Sex zu haben, sondern einfach weil ich es recht gut in meinen Alltag einbauen kann. Ich habe ihr einige Einkäufe abgenommen, weil ich diese dann einfach mit meinen kombiniert habe. Hinzu kamen noch andere Dinge, die ich ihr ohne Probleme abnehmen konnte. Aber wie gesagt, das war eher unbewusst und zielte nicht darauf ab mit ihr öfters "im Bett zu landen".

Das Ganze ist auch noch nicht lange her und wir hatten quantitativ Sex wie anfangs, der dazu noch viel schöner war, weil vertrauter.

Die Geschichte knickte aber dann wieder ein, als ich doch recht angefressen war, weil es dann nicht genau so weiter ging. Und das ist der Knackpunkt von dem ich bei mir rede. Je öfter wir Sex haben, desto mehr möchte ich.

Ein beruftlicher Wechsel ist nahezu ausgeschlossen. Zum Einen ist dies für mich kein Grund, andererseits ist sie in ihrem Traumberuf, welcher aber nunmal diesen Stress mit sich bringt. Von daher maße ich mir nicht an sie aufgrunddessen zu einem beruflichen Wechsel zu bewegen.

Fehlen vielleicht auch bedingt durch ihre Schichtarbeit gemeinsame Akitvitäten die Dich besser ablenken und ausfüllen können? Wie sehen eure Hobbies und Interessen aus im Alltag und am Wochenende?

Ich würde nicht sagen dass uns gemeinsame Aktivitäten fehlen. Wir teilen wie gesagt so ziemlich denselben Freundeskreis, machen allerdings auch des Öfteren gemeinsam, sprich zu zweit, etwas.

Wie gesagt, für mich ist diese Beziehung im Grunde wirklich schön, bis auf "mein kleines Problem", was mich wirklich sehr belastet.

Mit Dir stimmt wirklich alles, und es wäre gut, wenn Du den Gedanken annehmen kannst, dass Menschen in ihrer Natur eine unterschiedliche Libidostärke haben, ohne das dies krankhaft oder unnormal ist.

Wie verhütet Deine Partnerin? Hormonelll?

Ich kann den Gedanken eigentlich eher schlecht annehmen, zumal ich, wie bereits erwähnt, auch von Expartnerinnen vernommen habe, dass denen das zuviel wird.

Meine Freundin verhütet hormonell, ja. Sie überlegt aber aufgrund diverser Gründe die Pille in naher Zukunft abzusetzen.

Wie sind Deine Aktivitäten in Deinem Alltag? Machst Du regelmäßig Sport bei dem Du Dich körperlich entsprechend auspowern kannst? Gibt es Treffen mit Freunden, Kommilitonen oder Familienmitgliedern?

Sport mache ich recht regelmäßig, mehrmals die Woche. Ich bin weder übergewichtig, noch trinke ich viel Alkohol, eher selten und dann recht wenig. Ab und zu rauche ich mal, aber auch das sehr selten und nur in Gesellschaft, wenn überhaupt.

Mit Freunden treffe ich mich auch ab und an. Familie ist bei uns beiden eigentlich wichtig, wo der Partner dann auch meist mit dabei ist, wenn es ihr Dienstplan zulässt.

Im Grunde kann ich sagen, dass ich mit ihr wirklich über alles reden kann, wenn ihr Stresspegel auf einem erträglichen Niveau ist. Allerdings haben wir ehrlich gesagt noch nicht wirklich über Kompromisse nachgedacht, weil ich den "Fehler" eher auf meiner Seite sehe. Ich habe da ein wirkliches Problem, was ich mir nicht einrede. Vielleicht wird es durch meine obigen Antworten etwas deutlicher, Stichwort "je mehr ich bekomme, desto mehr möchte ich". Und ist dies nicht der Fall, ist mein Alltag dahin. Und das kann meiner Meinung nach nicht wirklich normal bzw. erstrebenswert sein genau das in dieser Form auszuleben.

Ich danke Dir, dass Du so ausführlich auf meinen Text eingegangen bist und hoffe, dadurch vielleicht neue Denkanstöße zu bekommen wenn wir diese Diskussion weiter fortführen.

Auch Dir sensibelmann vielen Dank für deine Antwort. Das sollte ich vielleicht auch mal durchdenken.

B[adezIusa[tz


das sehe ich nicht so, ich kenne etliche Studenten oder ehemalige Studenten und diese hatten während des Studiums kaum bis keinen Sex....

und wenn man sich nicht aufs lernen konzentrieren kann obwohl man mind. 1 mal die Woche die Freundin vögelt dann stimmt meiner Meinung nach wirklich was nicht.

vor allem der subjektive Leidensdruck ist entscheidend, und der ist hier definitiv vorhanden.

Das würde ich genau so unterschreiben. Vor allem der subjektive Leidensdruck von dem Du hier redest ist für mich ausschlaggebend was die Sache angeht.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH