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Frage an alle mit Erfahrungen zu Schamlippen-OP

Ox_o


(war nicht egoistisch gemeint, wenn du Schmerzen hast will ich nicht reinreden)

M6on^ika65


Tatsache ist nun mal, dass auch Vernarbungen Schmerzen machen können. Oder zu Taubheit führen, bei vielen Menschen ist der Umkireis um eine Narbe total taub, was äußerst irritierend sein kann.

S$hoc!ra{


Also ich weiss ja nicht, aber wenn ein Mann ne Beschneidung will, obwohl nicht notwendig, dann echauffiert sich keiner so, wie bei diesem Thema...find ich irgendwie arm..

Wenn jemand ne riesengroße krumme Nase hat u.die sich korrigieren lassen will, dann sagt jeder "Ja..versteh ich"-und warum? Weil man's SEHEN kann, auf den ersten Blick...das geht bei SChamlippen nun mal nicht! Aber vielleicht leidet das Sexualleben darunter!? DAS ist genauso schlimm wie ein riesen krummer Zinken! Wenn nicht noch schlimmer, weil frau damit nicht ernstegenommen wird.

Denkt mal drüber nach. Schmerzen hin oder her.. Ein Mensch besteht aus Physe und Psyche-und nichts von beiden sollte leiden müssen. Wenn das Sich-Annehmen partout nicht klappt, dann sollte man darüber nicht herziehen sondern als ernsthaftes Problem ansehen!!!!

So.

Kpenne{thSCtx.


Also, ich reg mich auch auf, wenn manche hier eine Beschneidung beim Mann ohne medizinische Indikation propagieren. Die ganzen Hygiene, Sex und Optikkriterien sind zurechtgelegt, mehr nicht.

Bei ner Nase kann man das auch nachvollziehen. Aber gerade bei den Schamlippen gibt es dermassen viele Spielarten, dass man da kaum von einer Norm reden kann. Lange innere Schamlippen sind nun wirklich nichts besonderes. Und ne Nasenkorrektur ist ja problemlos machbar. Da wird meist Knorpel entfernt und gut. Man läuft gar nicht die Gefahr, das Riechvermögen zu verlieren, da sich das woanders abspielt. Aber stell dir mal vor, bei den Schamlippen werden Nerven verletzt. Wie sieht es dann mit demSexualleben aus?

Und ja, es gibt Psyche und Physis. Aber an letzterem rumzufummeln, ändert nix am eigentlichen Problem.

Aber wenn es Mode ist, sich die Brüste aufzupumpen, warum nicht auch die Schamlippen abschnippeln. Wem es Spass macht. Ich hoffe bloss, sowas kommt mir nicht mal unter die Finger.

S>hoc\ra{


Ich hoffe bloss, sowas kommt mir nicht mal unter die Finger.

Na du bist aber nicht gerade tolerant.

Naja,

...allgemein war es bei mir so, dass ich zig Therapeuten(für's Psychle ;-)) durch hab, weil ich da auch nicht GERNE rumschnippeln lass. Aber KEINER konnte mich da soweit bringen und ich WOLLTE es wirklich lernen, mich so annehmen zu können! Bei manchen hilft eine Therapie eben nicht. Und wenn ihr wüsstet, was in meiner Vergangenheit noch alles zu meiner wohl gestörten Selbstwahrnehmung geführt hat, dann würde KEINER so "nett" daher reden, glaubt mir! Aber das ist mir zu privat, um es hier öffentlich zu machen. Wer etwas feinfühlig ist, der weiss es jetzt eh.

Jedenfalls macht es mich trotzdem sauer, sowas zu lesen. Man sollte sich bei dem Thema erst aufregen, wenn man die Hintergründe weiss und verstanden hat-ansonsten kann es einer Betroffenen unwahrscheinlich weh tun sowas zu lesen!

Mbut#ige<Frxau


Das Thema ist schon älter, aber da man in den Medien ständig über die OP hört oder lieset, möchte ich etwas darüber schreiben:

Nach der Pubertät sind meine inneren Schaamlippen sehr gewachsen - sie waren 2-3 cm länger geworden als die äußeren. Am Anfang war das für mich auch furchtbar - ich hatte Schmerzen - beim Gehen, Unterwäsche tragen, Radfahren (in "Alltagsdosis")

Die Haut war sehr uft wundgescheuert und blutig - wie das anschliessend beim Pinkeln brannte kann jeder nachspüren, wenn er sich Salz auf eine Wunde streut. So fühlte es sich nämlich an.

Dazu kamen Komplexe - weil es schlicht an VOLLSTÄNDIGER Aufklärung fehlte - alle Broschüren etc. zu diesem Thema erwähnten dieses Phänomen nicht - es hiess immer kleine Schamlippen sind kleiner. Da habe ich mich gefühlt wie ein Monster und eine Naturlaune da ich mit keinem darüber reden konnte oder mich schlichtweg schämte, ich habe nicht mal meinen Frauenarzt mit 18 danach gefragt, so sehr. Und bevor jemand sagt, ich sei verklemmt oder sonstwie: Masturbation z.B. war kein Problem.

Erst später - durch Gespräche mit meinen Partnern und Sexuelle Erfahrungen habe ich mich mit dem Teil meines Körpers anfreunden können.

Aus Erfahrungen wusste ich dann auch, daß ich keine enganliegende Unterwäsche tragen kann und auch keine, die im Intimbereich sehr schmal geschnitten ist - dann hatte ich keine Schmerzen. Auch das richtige Positionieren der Haut war da wichtig - manchmal rutschte auch unterwegs was raus an die Seite, erst dann gab es Wunden.

Deswegen half breiter geschnittene Unterwäsche sehr: Es konnte nichts rausrutschen. Und am besten waren da - ja - so uncool es klingt - Baumwollunterhosen vom Discounter, Modell Oma. Sie polsterten besser, rutschten weniger als Nicht-Baumwolle und waren richtig für meinen Körperbau geschnitten.

Das alles musste ich aber erst mit der Zeit lernen.

Tangas tun höllisch weh. Das geht dann nur in besonderen momenten, für erotische Abende, aber nicht für den Alltag. Auch komplette intimrasur geht nicht so gut bei mir, weil die Haut dann ungeschützt ist und noch empfindlicher ohne diese "Naturpolsterung". Fahrradfahren geht dann z.B. gar nicht.

Die längeren inneren Schaamlippen sind sehr empfindlich und das ist beim Sex ein Segen. So sehr wie ich sie mit 15-18 gehasst habe und am liebsten weggeschnippelt hätte, so sehr mag ich sie heute mit 30.

Was mir mit 18 sehr geholfen hat, war mein Freund (er hatte mehrere Partnerinnen und ich konnte ihn danach fragen) und vor allem: Fotos weiblicher Schamlippen im Internet, die ich mir allein in aller Ruhe anschauen konnte (keine Pornobilder, die sind meist nicht ganz natürlich).

Es gab da eine sehr informative Seite über Weiblichkeit mit vielen Fotos [[http://www.the-clitoris.com]] - und erst dort habe ich entdeckt, das sieht bei sehr vielen Frauen so aus.

Fazit: Ich kann es verstehen, was ihr durchmacht. Jedoch bin ich im nachhinein soo froh, meine damals nicht wegschnippelt zu haben. Damals gab es nicht diese OPs. Und glaubt mir, ich war zeitweise so verzweifelt, dass ich mir überlegt habe, es selbst zu machen.

Achtsamer Umgang mit sich selbst und seinem Körper und Informationen helfen da aber besser. Trends hin oder her - Integrität des Körpers ist das wichtigste, was wir haben. Manchmal muss man einfach lernen, damit richtig umzugehen. Auch durch Schmerzen.

Was kannst du tun, damit sich dein körper wohl fühlt? Du bist für ihn da, nicht er für dich.

Ich wünsche allen, dass sie die richtige Entscheidung für sich treffen.

Und hoffe, einigen hilft mein Beitrag.

:-)

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