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Fehlende Lust nach Missbrauch

D+o5minix_29 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute,

schon lange bin ich stiller Mitleser. Nach sehr langer Zeit habe ich nun mal den Mut zusammen gefasst, die Geschichte meiner Partnerin zu erzählen und die damit verbundenen Komplikationen in unserer Beziehung.

Ich bin seit nun etwas mehr als fünf Jahren mit meiner "Traumfrau" zusammen.

Schon beim Kennenlernen wurde mir von ihr erzählt, sie hätte ein großes Paket auf ihren Schultern und eine Beziehung mit ihr ist sicherlich nicht so locker flockig. Da ich selber ein Paket mit mir rumgeschleppt habe, auch noch so keine gut funktionierende Beziehung immer "locker flockig" verläuft, und mir dieser Mensch mit seiner einfachen Art nach schönen Dingen eine immense Bereicherung für mein Leben brachte, bin ich den Weg zusammen mit ihr gegangen.

Nach ein paar Monaten hat sie soviel vertrauen aufbauen können, um mir von ihrem Paket zu erzählen.

In einem frühen Stadium ihrer Pubertät fand sie Kinderpornografisches Material auf dem PC ihres Vaters. Die Mama hat all dies natürlich nicht geglaubt. Auch nach einer polizeilichen Razzia vor vier Jahren, erfährt meine Freundin nicht die Anteilnahme und elterliche Loyalität, wie sie in so einer Situation hätte sein müssen.

In einem Therapieverlauf, dessen Ziel die s Stabilität war, wurde nun auch herausgefunden,dass auch sie selber Opfer eines Missbrauchs war. Mehr als einmal. Ihre Seele hat einfach aus Schutz irgendwann dicht gemacht, weswegen diese Erinnerungsfetzen nur sporadisch zum Vorschein kommen.

Typische Situationen sind zum Beispiel schmerzen in den Acharmlippen und ein ungeheurer Druck, der auf ihr lastet. Leider fehlt es generell an Zuneigung ihrerseits. Kein eigenständiges Umarmen, innig küssen oder anfassen.

Wir führen eine sehr lockerer Beziehung und reden über ALLES lieber zwei mal, als kein mal. Auch empfinde ich mich als geduldig und Einfühlsam. Dies bestätigt mir meine Partnerin auch stets.

Wenn ich mir so andere, ähnliche Fälle anschaue, dann zermürbt mich die Situation noch viel mehr. Mir ist durchaus bewusst, dass ich,wir, aus der jetzigen Situation niemals sagen können, ob und wann sich die körperliche Zuneigung wieder bei uns einfinden wird.

Ich für meinen Teil merke aber, dass ich nach über fünf Jahren Beziehung irgendwie meine Grenze erreiche. Mir fehlt mittlerweile einfach die Motivation. Ich resigniere. Und habe gleichzeitig immense Gewissensbisse.

Was will ich hier? Ich weiß es nicht. Vielleicht Anteilnahme, vielleicht möchte ich einfach hören wie es anderen Männern, aber auch Frauen mit so einer Situation geht. Bin ich schlecht wenn ich sage, ein Asexuelles kann ich mir nicht vorstellen? Wie Handel ich das ganze Thema mit nem Kind?

Ich selber stecke in einer tiefenpsychologischen Therapie, was mir hilft. Was mir aber fehlt und was ich fünf Jahre lange ignoriert habe ist, der Umgang und die Beziehung mit einem Missbrauchsopfer. Ich habe meine Kapazitäten verbraucht und möchte nichts mehr, als mit diesem Menschen,mit dem jch ein Kind habe, mein Leben verbringen. Kann es aber -so- nicht...

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