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Hingabe/Leidenschaft in Beziehung herstellen

FEredetrik3x5 hat die Diskussion gestartet


Hallöchen.

Ich habe ein Problem in der Partnerschaft, und möchte gerne eure Meinungen und vielleicht eigene Erfahrungen zu meiner Situation wissen.

Ich bin mit einer wundervollen Frau verheiratet, wir leben seit 4 Jahren in einer intimen und aufgeschlossenen Beziehung, wir sind beide um die 30.

Unser Problem liegt in der Sexualität. Es fehlt an Leidenschaft. Sie ist ein offener extrovertierter Mensch mit einem großem Sexuellen Potenzial, ich eher introvertiert und ebenfalls mit Verlangen nach sexueller Erfüllung. Doch leider hapert es an der Hingabe, das ist der Punkt, der ihr fehlt. Sie sagt, sie spürt mich/meine Hingabe nicht und häufig spüre ich selber, dass sie fehlt, kann mich nicht gehen lassen. Eventuell spielt hier die selbst verstärkende Erwartungshaltung eine negative Rolle.

Mit der Zeit der Beziehung ist sie auch "abgekühlt" so dass sie auch die Enttäuschung der fehlenden Hingabe vorwegnimmt und die Lust sich nicht einstellt, sie zur Zeit (da spielen natürlich auch Stress etc. Hinein) überhaupt kein Verlangen nach Nähe hat ("ich fühle nix").

Wenn ich was (genug) getrunken habe, spürt sie meine Leidenschaft, ist aber ja keine Lösung :-) daher denke ich, ein guter Teil liegt an mir und meiner Zurückhaltung.

Von meiner Seite hatte ich den Eindruck, dass je mehr wir über die Jahre über das Thema Sexualität redeten, desto angespannter wurde ich, desto mehr setzte ich mich unter Druck. Auch erregte es mich wesentlich mehr, den aktiven Part zu spielen, so kommt es dann schon mal vor, dass ich es nicht "richtig" genießen kann, wenn sie mich verwöhnt, da es während während sie mich verwöhnt, es auch Momente gibt, wo die Berührungen nicht körperlich sehr erregend sind und die Erektion nachlässt. Für sie ist aber eine Erektion gleichbedeutend mit Erregung, wodurch sich selbstverstärkende negative Effekte einstellen.

Mit ihrem Ex hatte hatte sie im sexuellen nahezu immer diese Hingabe und fühlte verlangen,sagt sie, träumt noch Heute von Ihm als Symbol für fehlende Leidenschaft im sexuellen Kontext, wenn sie mich länger nicht spürt, das Gefühl des Begehrtwerden fehlt.

Die Situation ist belastend, sie schlägt sogar vor, ich soll mich mit einer anderen Frau befriedigen, da es zwischen uns so mangelhaft funkt und sie möchte, dass ich sexuell befriedigt bin. ich will aber sie, dass wir zusammen in Extase zergehen. Leider klappt dies nur seltenst. Trennung kommt für uns nicht in Frage, doch ist die Sexualität ein fundamentaler Teil einer erfüllten Partnerschaft, deshalb müssen wir hier zu Beiderseitigen Erfüllung kommen.

Was könnt ihr zu unserer Problematik sagen?

Antworten
E)voluz0ze%r


Die Situation ist belastend, sie schlägt sogar vor, ich soll mich mit einer anderen Frau befriedigen, da es zwischen uns so mangelhaft funkt und sie möchte, dass ich sexuell befriedigt bin.

Absolut kontraproduktiv für deine Situation. Warum? Weil dort nichts anderes passiert bzw. dein Problem das gleiche ist, wie mit deiner Partnerin.

Doch leider hapert es an der Hingabe, das ist der Punkt, der ihr fehlt.

Hier liegt für mich der Hase im Pfeffer. Fehlende Hingabe hat etwas mit übermäßiger Kontrolle deinerseits zu tun. Leidenschaft lässt sich nicht so einfach herzaubern. Der böse Gegenspieler der eigenen Leidenschaft, ist mMn jedoch die eigene Kontrolle. Versuche deine (Selbst-)Kontrolle zurückzufahren, mit Alkohol funktioniert dies ja teilweise auch, schöner wäre, man kann darauf verzichten, und die Kontrolle im Kopf zurück fahren. Sich gehen lassen können ist eine wichtige Zutat. Gelernt werden muss außerdem von beiden, dass eine Erektion nicht das Maß aller Dinge ist.

Der Volksmund hat übrigens auch einen guten Spruch dafür: Die Sau rauslassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Viel Erfolg. ]:D

D<ieIDosismachwtdasG^ixft


Unser Problem liegt in der Sexualität. Es fehlt an Leidenschaft. Sie ist ein offener extrovertierter Mensch mit einem großem Sexuellen Potenzial, ich eher introvertiert und ebenfalls mit Verlangen nach sexueller Erfüllung.

Es ist von hier aus schwierig einzuschätzen, ohne mehr Hintergrund-Infos, was genau das "große sexuelle Potential" ist. Dies könnte die hohe Libido Deiner Frau sein, selbstbestimmt dominanter aktiv sein, über häufig geforderte neue Ideen, mehr Fantasieauslebung usw.

Hier wären ein paar zusätzliche Info's hilfreich.

Doch leider hapert es an der Hingabe, das ist der Punkt, der ihr fehlt. Sie sagt, sie spürt mich/meine Hingabe nicht und häufig spüre ich selber, dass sie fehlt, kann mich nicht gehen lassen. Eventuell spielt hier die selbst verstärkende Erwartungshaltung eine negative Rolle.

Ist hier wirklich das sich tief innerlich fallenlassen gemeint, ohne eine von ihr empfundene zu große sexuelle Zurückhaltung, aus Angst etwas falsch zu machen oder Deiner Partnerin nicht zu genügen? Fehlt an manchen Tagen von Deiner Seite die richtig ausgeprägte Lust auf Deine Frau, und Du machst nur halbherzig mit?

Wie ist eure Beziehung außerhalb der Sexualität? Ist sie liebevoll, aufmerksam und genügend Zeit zum runter kommen (Job z.B.) gegeben? Gibt es noch erotisch knisternde Momente, die sich nicht nur rein auf den Sex beziehen?

Mit der Zeit der Beziehung ist sie auch "abgekühlt" so dass sie auch die Enttäuschung der fehlenden Hingabe vorwegnimmt und die Lust sich nicht einstellt, sie zur Zeit (da spielen natürlich auch Stress etc. Hinein) überhaupt kein Verlangen nach Nähe hat ("ich fühle nix").

Ist hier Deine Lust und Leidenschaft gemeint? Oder geht es um das Verhalten Deiner Frau in Bezug auf eure Sexualität? Das hab ich an dieser Stelle nicht eindeutig raus lesen können.

Wenn ich was (genug) getrunken habe, spürt sie meine Leidenschaft, ist aber ja keine Lösung :-) daher denke ich, ein guter Teil liegt an mir und meiner Zurückhaltung.

Alkohol als ständiger Begleiter für eure sexuelle "Erfüllung" wäre in der Tat keine gute Idee, die euch auf Dauer weiter bringt. Offenbart jedoch, dass es in Dir innere Hemmungen gibt, die unter dem Einfluss des Alkohols nachlässt und Dir genügend Pepp gibt, sodass Deine Frau sich in diesem Moment von Dir mehr begehrt und sexuell gefordert fühlt.

Von meiner Seite hatte ich den Eindruck, dass je mehr wir über die Jahre über das Thema Sexualität redeten, desto angespannter wurde ich, desto mehr setzte ich mich unter Druck.

Leider hat ein Zuviel an Gesprächen oft den Nebeneffekt, dass sich die Lust auf Sex daraufhin durch zerreden der Problems zunehmend abschwächt oder der Sex nicht mehr locker empfunden werden kann. Es erinnert Dich in solchen Momenten daran, nicht zu "genügen", und bei Deiner Partnerin Missgefühle auszulösen.

Das verstärkt sich gerade dann noch mehr, wenn es nicht um neue Anregungen geht, wie man etwas besser und intensiver auslebt, sondern die Wahrnehmung, dass es um Vorwürfe geht die sich gegen Dich richten. Es liegt mit an der Art, wie die Gespräche geführt werden, ob sich daraus noch mehr Druck und Probleme ergeben oder ihr beide dennoch positiv gestimmt bleibt in Bezug auf eure Paarsexualität.

Auch erregte es mich wesentlich mehr, den aktiven Part zu spielen, so kommt es dann schon mal vor, dass ich es nicht "richtig" genießen kann, wenn sie mich verwöhnt, da es während während sie mich verwöhnt, es auch Momente gibt, wo die Berührungen nicht körperlich sehr erregend sind und die Erektion nachlässt.

Weiß Deine Partnerin davon, dass Du durch alleiniges Verwöhntwerden nicht so gut die Lust genießen kannst? Habt ihr schon mal probiert euch gegenseitig oral zu verwöhnen gleichzeitig sozusagen? Ist es für Dich dann angenehmer und reizvoller?

Vielleicht hast Du Probleme damit, wenn sich alles zu sehr auf Dich konzentriert, eben weil Du eher introvertiert bist, und Du Dich in so einer Situation zu sehr "beobachtet" fühlst. Wie wäre es mit einer Augenbinde für Dich? Eventuell eine Chance, den Kopf besser auszuschalten und äußere Reize die sich durch die Umgebung und Deine Frau ergeben auszuschalten.

Für sie ist aber eine Erektion gleichbedeutend mit Erregung, wodurch sich selbstverstärkende negative Effekte einstellen.

Das ist der Punkt, der Dich offenbar zusätzlich innerlich unter Druck setzt. Zu spüren, dass sie fehlende oder nicht stark genug ausgeprägte Errektion mit nicht begehrt werden, fehlender Leidenschaft und zu wenig Lust interpretiert.

Mit ihrem Ex hatte hatte sie im sexuellen nahezu immer diese Hingabe und fühlte verlangen,sagt sie, träumt noch Heute von Ihm als Symbol für fehlende Leidenschaft im sexuellen Kontext, wenn sie mich länger nicht spürt, das Gefühl des Begehrtwerden fehlt.

Oh je, so ausgesprochene Vergleiche mit Expartnern tun emotional weh. Wie lange gibt es diese Kenntnis von Deiner Seite aus? Wenn Deine Frau diesen Vergleich bereits öfter bemüht hat, könnte ich verstehen, dass Du innerlich noch mehr gehemmt wirst als es ohnehin bereits der Fall ist.

Die Situation ist belastend, sie schlägt sogar vor, ich soll mich mit einer anderen Frau befriedigen, da es zwischen uns so mangelhaft funkt und sie möchte, dass ich sexuell befriedigt bin.

Hier bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich rein um Deine "bessere" Befriedigung geht. Zudem würde es eure Paarproblematik beim Sex nicht positiver werden lassen. Den Mangel den Deine Partnerin bei Dir empfindet hebt sich dadurch nicht auf.

Zudem könnte hinter dieser "selbstlosen" Aufforderung mit einer anderen Frau Sex zu haben, der eigene Wunsch nach Öffnung eurer Beziehung stehen. Ihr Unzufriedenheit beim Sex mit Dir als Partner würde sich damit ebenso nicht auflösen. Es könnte eher den Wunsch verstärken selbst ebenso einen anderen Partner für den Sex zu wollen.

ich will aber sie, dass wir zusammen in Extase zergehen. Leider klappt dies nur seltenst.

Wie lange gibt es dieses Problem zwischen euch? Hat sich die Situation vor den Gesprächen schon für Deine Frau so drastisch verändert, oder erst nachdem ihr häufiger über den von ihr gespürten Mangel gesprochen habt?

Trennung kommt für uns nicht in Frage, doch ist die Sexualität ein fundamentaler Teil einer erfüllten Partnerschaft, deshalb müssen wir hier zu Beiderseitigen Erfüllung kommen.

Das Wort MÜSSEN hat hier nichts zu suchen. Sexuelle Befriedigung als stetiger Erfolgsgarant ist nichts das sich einfordern lässt oder durch Druck zufriedenstellend erreichen lässt.

Vielleicht fehlt manchmal die gelassene Grundstimmung für Dich, weil im Hinterkopf der Kerngedanke steht, ich muss eine gute Errektion, Leidenschaft und erkennbare Zufriedenheit beim Sex zeigen.

Es wäre vielleicht eine Möglichkeit euch über rein sexuelle Massagen, neue Orte (nicht nur das Bett daheim), in Anlehnung tantrischer Methoden von der Erwartungshaltung schneller, weiter, höher und besser zu verabschieden. Auch Vergleiche mit einem soo tollen Ex-Partner wird für euch keine Lösung bringen. So lange dieser auf dem inneren hohen Sockel Deiner Frau bleibt, quasi das Maß aller Dinge beim Sex, hast Du wenig Chancen etwas zum positiven zu verändern.

F@redeirikx35


Es ist von hier aus schwierig einzuschätzen, ohne mehr Hintergrund-Infos, was genau das "große sexuelle Potential" ist. Dies könnte die hohe Libido Deiner Frau sein, selbstbestimmt dominanter aktiv sein, über häufig geforderte neue Ideen, mehr Fantasieauslebung usw.

Hier wären ein paar zusätzliche Info's hilfreich.

Gemeint ist, sie hat Potenzial zu extatischen, erfüllenden, befriedigenden sexuellen Erleben. Ihre Hemmungen sind so geringer Art, dass es bei "stimmiger" Herangehensweise Potenzial für Erleben gibt, das für viele nicht möglich ist.

Was sie gar nicht kann, ist gefesselt werden. Da wird ihr nahezu körperlich schlecht. Das spricht für eine Kontrollverlust Angst. Ihre Art widerspricht dem gängigen Stereotyp Frau. Sie steht nicht auf Blumen (rausgeschmissenes Geld), ist Powerfrau, schminkt sich selten, 0% Zicke. Reizwäsche trägt sie nicht gerne, kommt sich darin billig vor. Abwechslung im Bett fordert sie nicht, das Schlafzimmer ist ihr liebster Ort. Libido ist schwankend.

Ist hier wirklich das sich tief innerlich fallenlassen gemeint, ohne eine von ihr empfundene zu große sexuelle Zurückhaltung, aus Angst etwas falsch zu machen oder Deiner Partnerin nicht zu genügen?

Ja.

Fehlt an manchen Tagen von Deiner Seite die richtig ausgeprägte Lust auf Deine Frau, und Du machst nur halbherzig mit?

Absolut, haben wir auch drüber gesprochen, aber unbewusst möchte ich sie dann immer zufriedenstellen. Ich weiß, das ist kontraproduktiv.

Wie ist eure Beziehung außerhalb der Sexualität? Ist sie liebevoll, aufmerksam und genügend Zeit zum runter kommen (Job z.B.) gegeben?

Absolut harmonisch, ich kenne ihre intimsten Gefühle. zum Entspannen ist z.Z kaum Zeit.

Gibt es noch erotisch knisternde Momente, die sich nicht nur rein auf den Sex beziehen?

eigentlich kaum, was kann man hier tun?

Ist hier Deine Lust und Leidenschaft gemeint? Oder geht es um das Verhalten Deiner Frau in Bezug auf eure Sexualität? Das hab ich an dieser Stelle nicht eindeutig raus lesen können.

Meiner Frau.

Alkohol als ständiger Begleiter für eure sexuelle "Erfüllung" wäre in der Tat keine gute Idee, die euch auf Dauer weiter bringt. Offenbart jedoch, dass es in Dir innere Hemmungen gibt, die unter dem Einfluss des Alkohols nachlässt und Dir genügend Pepp gibt, sodass Deine Frau sich in diesem Moment von Dir mehr begehrt und sexuell gefordert fühlt.

Ja, ganz gewiss. Im Kopf bin ich auch offen, aufgeschlossen, aber das Unterbewusstsein begrenzt mich (Kindheit voller Angst und psychischen Stress durchs Elternhaus).

Weiß Deine Partnerin davon, dass Du durch alleiniges Verwöhntwerden nicht so gut die Lust genießen kannst? Habt ihr schon mal probiert euch gegenseitig oral zu verwöhnen gleichzeitig sozusagen? Ist es für Dich dann angenehmer und reizvoller?

Es ist nicht grundsätzlich so, sondern he nach Laune. Ja gleichzeitig verwöhnen ist auf jeden Fall reizvoller. Auch hier spielt die Erwartungshaltung eine Rolle, sie erwartet von mir Erregung. Auch gibt es derlei Konflikte, das beide aktiv sein wollen, ich weil es für mich erregender ist, sie womöglich, weil sie im gegebenen Moment mich nicht nicht genießen kann. Wir sagen beide "die Erregung des anderen ist erregend".

Das ist der Punkt, der Dich offenbar zusätzlich innerlich unter Druck setzt. Zu spüren, dass sie fehlende oder nicht stark genug ausgeprägte Errektion mit nicht begehrt werden, fehlender Leidenschaft und zu wenig Lust interpretiert.

Ja. Diesen Punkt kann Sie nicht nachvollziehen. Da setzt bei mir dann die selbsterfüllende Prophezeiung ein. Ich möchte auch genießen, ohne irgendwelche Reaktionen zeigen zu müssen.

Oh je, so ausgesprochene Vergleiche mit Expartnern tun emotional weh. Wie lange gibt es diese Kenntnis von Deiner Seite aus? Wenn Deine Frau diesen Vergleich bereits öfter bemüht hat, könnte ich verstehen, dass Du innerlich noch mehr gehemmt wirst als es ohnehin bereits der Fall ist.

Ich kenne ihre ganze Geschichte, macht mir auch nichts aus. Nur der Umstand, dass sie nicht vollkommene " geistige " Befriedigung erlangt, macht mir zu schaffen. Mit dem Ex hatte sie eine stürmische emotionale Beziehung mit viel Negativität, aber gutem Sex. Dieser drückte sich durch von ihr empfundener Hingabe seinerseits aus, das er sie geistig "verschlang", sich nach ihr verzehrte. Wobei körperlich nebensächlich für sie war, die Penetration an sich sogar meist mit Schmerzen verbunden war. Sozusagen reichte manches mal ein Blick seinerseits aus, um sie zu entflammen. Wobei der Sex mit dem Ex auch erst über die Jahre super wurde, da zu Beginn die Erfahrung fehlte. Sie war stets passiv im Bett, und er machte immer den Anfang.

Bevor wir zusammen kamen, hatten wir uns eine Weile getroffen, sie hatte kein Verständnis dafür, dass ich mit dem Sex warten wollte, obwohl wir beide heiß waren. Mit mir lernte sie auch sich zu entspannen (Vaginismus), kam das erste mal durch eine Fremde Hand, hatte Weinanfälle beim Orgasmus. Unser erstes Mal war laut ihr 1000 mal besser als mit ihm, danach weniger gut, Wahrscheinlich kam da de Enttäuschung ihrerseits, dass die folgenden male nicht berauschend waren. Wenn sie aktuell wieder frustriert ist, sagt sie, sue habe keine Lust auf Sex, weil ihr zwei drei mal im Jahr emotionale Hingabe zuwenig ist und sie die körperliche Befriedigung auch alleine schneller haben kann, es unbefriedigend ist, "miuch nicht zu spüren". Mir kam schon mal der Gedanke, womöglich ist sie tatsächlich frigide und ernährt sich blos seelisch von der Erregung des Gegenübers? :-)

Zudem könnte hinter dieser "selbstlosen" Aufforderung mit einer anderen Frau Sex zu haben, der eigene Wunsch nach Öffnung eurer Beziehung stehen. Ihr Unzufriedenheit beim Sex mit Dir als Partner würde sich damit ebenso nicht auflösen. Es könnte eher den Wunsch verstärken selbst ebenso einen anderen Partner für den Sex zu wollen.

Wir haben schon Erfahrungen im Swingern gemacht und es hat uns auch weitergebracht. Eifersucht ist kein Thema. Wobei Sie keinen sexuellen Kontakt zu einem anderen Mann (ausgenommen im Kontext mit mir zusammen, wenn ich das wollen würde) möchte, da ihr dabei eben die Intimität fehlen würde.

Vielleicht fehlt manchmal die gelassene Grundstimmung für Dich, weil im Hinterkopf der Kerngedanke steht, ich muss eine gute Errektion, Leidenschaft und erkennbare Zufriedenheit beim Sex zeigen.

Definitiv. Ich bin auch optimistisch für die Zukunft, was diese Problematik betrifft.

Auch Vergleiche mit einem soo tollen Ex-Partner wird für euch keine Lösung bringen. So lange dieser auf dem inneren hohen Sockel Deiner Frau bleibt, quasi das Maß aller Dinge beim Sex, hast Du wenig Chancen etwas zum positiven zu verändern.

Sie müsste sich auf neue Erfahrungen einlassen, die zunächst fade und trist wirken mögen, und offen sein zu dem, was ist. Das würde mich emotional entlasten und neue Welten eröffnen, die man gemeinsam erkunden und sich an ihnen erfreuen könnte. Das fällt ihr allerdings schwer, sie sagt "was man nicht kennt, fehlt nicht. Aber wenn du weist, wie köstlich ein gut gewürztes Gericht schmeckt, fällt es schwer, auf die Gewürze zu verzichten".

s\ensXibelmxan


Leidenschaft und Hingabe sollte nicht erst kurz vor einem möglichen "arrangierten" Sex beginnen. Wenn Hingabe und Leidenschaft auch im normalen Alltag mit Berührungen, Drücken, Küssen, (sexuellen) Anspielungen (die auch heiter und witzig rüberkommen können), Erotik, ... Einzug hält, wenn man seine Frau aufmerksam wahrnimmt (Aufmerksamkeit sollte aber auch von der Frau kommen), ohne immer gleich auf Sex aus zu sein, kann dass dadurch hervorgerufene oder unterstützte "sexuelle Knistern" die sexuelle Lust, die Freude darauf deutlich steigern helfen.

M^ikckfxlow


Ich hab den Eindruck, ihr steht euch selbst im Wege, ausdrücklich beide. Ihr seit mMn sehr auf den Partner fixiert, definiert eueren sexuellen Erfolg über die (erwartete) Reaktion des Partners, über die Erregung des Partners. Das Schlüsselwort hast Du selbst gegeben, Hingabe ist es.

Um das zu können, muss man selbst etwas geben können, nämlich sich selbst. Und dazu muss man sich selbst erstmal haben, sich selbst unabhängig vom Partner. Wenn die Rechnung lautet "ich bin erregt, weil Du es bist", oder "zeig du mir dein Begehren, damit ich dich begehren kann", dann wir diese Rechnung nicht aufgehen, nicht auf Dauer. Wenn ihr die Quelle der Lust und Erregung nicht in euch selbst sucht, sondern im Partner, dann wird das nicht zu dem führen, was Du suchst. Was ihr habt, das ist mMn eine Art sexuelle Lustsymbiose. Ihr letzter Partner scheint mir da wesentlich autonomer gewesen zu sein. Er hat sich das genommen, was er wollte und war dabei als aktiv handelnder (auch wenn er dabei vielleicht sogar passiv empfangen hatte) wesentlich präsenter. Du dagegen willst ihr womöglich das geben, von dem Du glaubst, dass sie es möchte oder von dir erwartet. Du musst autonom werden und deine eigene Lust und Sexualität leben lernen (sie womöglich auch). Dann entwickelt sich euer Sex aus dem Zusammentreffen euerer individuellen Sexualität, und nicht aus der Kollision von (unerfüllten) Erwartungshaltungen, (unausgesprochenen) Phantasien und Projektionen auf den Partner.

Ich lege dir das Buch von David Schnarch (der heißt tatsächlich so!) "Die Psychologie sexueller Leidenschaft " ans Herzen. Dort findest Du den Weg raus aus deinem, mit etwas guten Willen, euerem, Dilemma.

L9oqvqHus


Ich lege dir das Buch von David Schnarch (der heißt tatsächlich so!) "Die Psychologie sexueller Leidenschaft " ans Herzen. Dort findest Du den Weg raus aus deinem, mit etwas guten Willen, euerem, Dilemma.

Das neuere Buch "Intimität und Leidenschaft" finde ich noch besser und der Titel spricht genau aus, um welches "Und" es auch hier geht.

L4ovHuxs


Das neuere Buch "Intimität und Leidenschaft"

...heißt tatsächlich: "Intimität und Verlangen". "Verlangen" ist sicher das bessere Wort. Wahrscheinlich auch das, was deine Frau meint: Sie will dein Verlangen nach ihr spüren, gewollt werden.

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