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Kein Vaginalsex mehr, nur noch Analsex und harte Praktiken

w:i8llgesu+ndseixn


@ Alle

Hier nur mal kurz ein paar Gedanken und eine Veranschaulichung mit einem Beispiel von gestern Abend:

Wir hatten gestern Abend Sex (obwohl ich nen scheiß Tag hatte und anfäglich keine Lust) und es ging wieder heiß her. Sie hat ihre Tage (sehr stark), deswegen kommt zurzeit sowieso nur Analsex in Frage. Ich hab einfach mal ne kleine DIY-Peitsche genommen, weil sie sich das schon lange gewünscht hat. Es hat sie total angeturnt und mich auch, dann gings bei mir auch recht schnell... Danach hat sie gesagt, es hätte ruhig ein bisschen doller sein können |-o

Ich verstehe mich selber nicht ganz. Wenn ich sowas vor ein par Monaten von jemand anderem gelesen hätte, wäre ich auf so eine Sex-Partnerin sehr neidisch gewesen. Ich schaue Pornos, in denen leichte Peitschenhiebe nicht unnormal sind und die Frauen sehr viel mehr über sich ergehen lassen. Aber mit meiner eigenen Freundin ist es für mich schwierig, das einfach nur zu genießen, weil mein Kopf es bewertet. Ich habe währenddessen auch gedacht "du kannst doch deine kleine süße Freundin nicht schlagen", das passt für mich nicht zusammen :|N

Mir fallen spontan vier Denkansätze dazu ein:

Vielleicht liegt es daran, dass ich in ihr (noch) nicht (genug) die reife sexuelle Frau sehe (die sie jetzt schon anteilig ist und auf jeden Fall mal wird!), sondern eher das Mädchen, das gerade erst aus dem Nest geschlüpft ist (Auszug von zu Hause, Ausbildungsbeginn usw) und zeitweise sehr anhänglich und ein bisschen naiv ist.

Eine andere Theorie von mir ist folgende: Ich kann mir gut vorstellen, dass ich Liebe und Sex besser trennen als verbinden kann, weil ich selber nicht geliebt wurde. Aber das ist eigentlich quatsch, denn mein Mutter war liebevoll, auch wenn sie überfordert war und immer noch seltsame soziale Verhaltensweisen hat.

Oder vielleicht bin ich gar nicht fähig, normal zu lieben sondern nur auf narzistische Weise: einen Menschen für seine hervorstechenden merkmale wie Optik, Status begehren, um sich selber aufzuwerten (Ich kenn das von mir, dass mir jede Partnerin irgendwann nicht mehr reicht, weil der Kick des Neuen weg ist und mir zu viele "Fehler" auffallen und ich wieder was besseres (oder einfach nur neues?) will.

Oder ich bin mir meiner eigenen Männlichkeit so unsicher, dass ich Angst und Leistungsdruck habe, sie nicht genug befriedigen zu können. Ich hab hin und wieder Komplexe über Penisgröße, Standhaftigkeit usw. Dazu passt auch, dass ich manchmal Pornos gucke, in denen Frauen mit allerlei Dingen (u.a. risen Dildos oder "Fuckmachines") befriedigt werden, mit denen ein Mann einach nicht mithalten kann, egal wie potent er ist...

Oder ich mache mir zu viele Gedanke und erschaffe Probleme, die eigentlich keine sein müssten...

Klingt davon was plausibel?

A!ndifareaxk


Ja, ich kann Deinen Beitrag durchaus nachvollziehen. Du solltest prüfen, inwieweit Du narzisstisch Verhaltensweisen hast. Die kannst Du sicher auch abtrainieren. Deine Intensität, in der Du Dich mit Deinen Problemen auseinandersetzt (besser, als sich keine Gedanken zu machen), zeigen, dass Du Dich um das Interesse Deiner Freundin kümmerst. Sie hat einen Wunsch geäußert, Du hast ihn ihr erfüllt. Allerdings solltest Du auch Grenzen setzen, nämlich dort, wo ernsthafte Verletzungen entstehen könnten. Wenn sie drei Tage lang nicht sitzen kann, wird ihr das bei ihrer Ausbildung sicher nicht helfen.

Auch ich schaue manchmal Filmchen, in denen Frauen sich gerne ausfüllen, aber ich würde niemals gewisse Grenzen überschreiten und es beherrscht auch nicht meine sexuellen Aktivitäten.

Sprich doch mal mit Deiner Freundin über diese Sache mit der Peitsche. Frag sie, wie sich dabei fühlt, und was sie möchte. Über solche Dinge kannst Du Dir sicher einige Gedanken machen, ohne dass Du Dich fragen musst, ob Du zu viel drüber nachdenkst.

Gruß Andi *:)

mAnef


Seit der Pubertät habe ich regelmäßig Pornos mit ständig steigernder Härte geguckt. Mich macht Vaginalverkehr und "normale" orale Befriedigung nicht mehr an, es langweilit mich :-( Für Selbstbefriedigung brauche ich mindestens harten Analsex, deepthoat, gang bang usw.

In diesem Fall sollte man nicht nach der nächstkrasseren Möglichkeit, sich sexuelle Kicks zu holen, suchen bzw. wahrnehmen, sondern Sex erstmal ganz einstellen und auf ein Normalmaß kommen.

Du verschärfst dein Problem gerade nur, indem du dem Drang nach immer härterem Sex nachgibst. Irgendwann wird auch das zu langweilig sein. Dann kommen die wirklich krassen Dinge, gegen die Analsex und n bisschen (gedanklicher) Dirtytalk (wo bei beidem viele Frauen noch gern mitspielen) gar nichts mehr gegen ist. Und dann?

Im Grunde ists dasselbe, wie bei allen Suchtproblemen und destruktiven Verhaltensweisen. Immer "mehr mehr mehr" ändert nichts, sondern verschlimmert es. Du brauchst förmlich einen Entzug.

Dass die Pornos dich schon verroht haben und immer härter werden mussten zeigte dir schon recht deutlich, wohin die Reise geht.

Ist jetzt an dir, das immer weiter laufen zu lassen, oder den Nothebel zu ziehen, bevor die Praktiken wirklich pervers sind.

Bis jetzt sind sie das nicht. Bisschen Anal, bisschen "du kleine Schlampe" denken, bisschen Popo-Haue.

Aber die Tendenz ist ja hier offenkundig. Bald wird dir das nicht mehr reichen. Wehret den Anfängen, wenn so offensichtlich ist, dass das nicht nur eine Vorliebe ist, sondern nur eine Stufe auf dem Weg zum immer krasseren.

w'illUgesuGndsjexin


@ Andifreak

Du solltest prüfen, inwieweit Du narzisstisch Verhaltensweisen hast. Die kannst Du sicher auch abtrainieren.

Hab ich auf jeden Fall! Wie kann ich die denn deiner Meinung nach abtrainieren?

Allerdings solltest Du auch Grenzen setzen, nämlich dort, wo ernsthafte Verletzungen entstehen könnten. Wenn sie drei Tage lang nicht sitzen kann, wird ihr das bei ihrer Ausbildung sicher nicht helfen.

Das wird nicht passieren, ich bin sehr vorsichtig!

Sprich doch mal mit Deiner Freundin über diese Sache mit der Peitsche. Frag sie, wie sich dabei fühlt, und was sie möchte.

Wir sprechen darüber. Sie hat be ihrem Ex-Freund entdeckt, dass ihr Schmerzen nen Kick geben, der sie extrem erregt. Sie mag auch normalen Sex, aber geiler findet sie halt die harte Schiene. Wie gesagt (Ich weiß, ich wiederhole mich!): Ich finde das ansich überhaupt nicht negativ, aber die Einseitigkeit bei mir macht mir Sorgen!

in sehr interessaner Gedanken vom Gespräch gestern Abend: "Auch wenn es "Liebe machen" heißt, muss Sex ja nicht mit Liebe verbunden sein. Man kann Liebe auch mit Zärtlichkeiten, Kuscheln usw. ausdrücken und ausleben". Das klingt jetzt so ansich nach nichts neuem, aber für mich war es gestern ein kleiner Aha-Effekt.

@ mnef

In diesem Fall sollte man nicht nach der nächstkrasseren Möglichkeit, sich sexuelle Kicks zu holen, suchen bzw. wahrnehmen, sondern Sex erstmal ganz einstellen und auf ein Normalmaß kommen.

Ganz auf Sex verzichten wäre schwierig glaube ich. Wenn es nach meiner Freundin geht, würden wir immer miteinander schlafen. Für sie macht es dabei keinen Unterschied, ob es zart oder hart ist. Sie fühlt sich in beiden Fällen begehrt, geliebt und behütet.

Im Grunde ists dasselbe, wie bei allen Suchtproblemen und destruktiven Verhaltensweisen. Immer "mehr mehr mehr" ändert nichts, sondern verschlimmert es. Du brauchst förmlich einen Entzug.

Wenn es seltener wäre, würde ich so heiß werden, dass ich auch wieder Lust an ganz nornalem Sex hätte nehme ich an... Aber wie sage ich ihr, dass ich seltener Sex haben will, um mich wieder an normalen Sex zu gewöhnen?

Dass die Pornos dich schon verroht haben und immer härter werden mussten zeigte dir schon recht deutlich, wohin die Reise geht. [...] Bald wird dir das nicht mehr reichen. Wehret den Anfängen, wenn so offensichtlich ist, dass das nicht nur eine Vorliebe ist, sondern nur eine Stufe auf dem Weg zum immer krasseren.

Das stimmt, auch das Harte wird schnell normal usw.

mknuef


Ganz auf Sex verzichten wäre schwierig glaube ich. Wenn es nach meiner Freundin geht, würden wir immer miteinander schlafen.

In diesem Fall ist es ausnahmsweise mal egal, was deine Freundin sagt. Du hast das Problem, du suchst (offenbar seit Jahren, du sprachst ja von Pubertät) nach immer härteren Pornos und härterem realen Sex und du sagst auch jetzt, dass das mittlerweile auch normal ist.

Ob deine Freundin das mag oder nicht ändert nichts daran, dass das so weitergehen wird, wenn du dem nachgibst.

Aber wie sage ich ihr, dass ich seltener Sex haben will, um mich wieder an normalen Sex zu gewöhnen?

So, wie es ist. Dass du der Tendenz engegenwirken willst und dich wieder mehr sensibilieren willst.

Asnd,ifr=eaxk


Du solltest prüfen, inwieweit Du narzisstisch Verhaltensweisen hast. Die kannst Du sicher auch abtrainieren.

Hab ich auf jeden Fall! Wie kann ich die denn deiner Meinung nach abtrainieren?

Wenn Du erkennst, dass es sich bei bestimmten Verhaltensmuster um narzisstische Auswüchse handelt, dann kannst Du versuchen, diese auch zu ändern. Vielleicht hilft Dir Deine Freundin dabei? Man kann durchaus in der Lage sein, bestimmte Verhaltensweisen abzutrainieren.

w1ill@ges~uknXdsxein


Wenn Du erkennst, dass es sich bei bestimmten Verhaltensmuster um narzisstische Auswüchse handelt, dann kannst Du versuchen, diese auch zu ändern.

Das stimmt auf jeden Fall! Aber eine dauerhafte "nachhaltige" Lösung ist es nicht, höchstens Symtomlinderung und bzw. -verlagerung. Süchte kann man ja auch verlagern. Ist manchmal sogar nicht schlecht, zum Beispielt von ner Bulemie zu ner Sportsucht. Aber Sucht bleibt Sucht, solange die Ursache nicht "behoben" ist.

Vielleicht hilft Dir Deine Freundin dabei?

Das ist sone Sache... Meine Freundin weiß gar nicht genau, wie sie mir da helfen kann, weil die manches nicht weiß. Und Partner sind nicht Therapeuten und sollte auch nur sehr selten (wenn überhaupt) in diese Rolle gehen. Aber gegen erbetene Unterstützung vom Partner kann man wohl wenig sagen. Oft reicht bei ungesunden Kompensationsmustern auch schon eine Erinnerung wie "Schatz, deine Muskeln sind doch schon groß genug" oder "Schatz, hast du echt noch so viel Hunger?" mit einem kleinen Zwinkern...

Und das wichtigste für Partner von Narzissten: Auf sich selbst aufpassen und keine Projektionsfläche bieten!

Asndifrxeak


Deshalb sprach ich auch nur von unterstützender Hilfe. Vielleicht kann Dein Therapeut Dir ja Tips geben, inwieweit Deine Freundin Dich unterstützen kann.

Ich habe vor vielen Jahren gelernt, in bestimmten Situationen mit Verhaltensmustern richtig umzugehen. Zum Beispiel, wenn eine Situation eintritt, zu sagen "Stopp, das will ich nicht mehr". Da kann auch der Partner/ die Partnerin im richtigen Moment eingreifen. Hier gehört allerdings auch etwas Willensstärke dazu - und die Ernsthaftigkeit, etwas ändern zu wollen, und die hast Du. Damit hast Du bereits gute Voraussetzungen, etwas zu ändern. :)^

waixllgesun~dsein


Ich trete auf der Stelle. Je harmonischer die Beziehung mit meiner Freundin ist, desto weniger Lust hab ich auf sie und generell auf Sex.

Ich will das auch nicht extra mit SM-Spielchen anheizen. Ich hab das Gefühl, dass bei mir ziemlich früh in der Kindheit was ganz gehörig schief gelaufen ist und sich meine Sexualität als Ventil für Frust, narzisstische Minderwertigkeitskomplexe und Aggressionen entwickelt hat.

Sex als Eroberungsinstrument, als Quelle für Bestätigung oder als Unterdrückungsmittel. Aber meine Freundin muss ich nicht mehr erobern, unterdrücken will ich sie nicht und zurzeit fühle ich mich so potent wie ein kleiner Junge, da hab ich eher Versagensängste und er leidenschaftliche Liebhaber steht irgendwo draußen im Regen weit weg...

Der Narzissmus scheint in allem zu stecken. Da muss ich ran, sonst werde ich mein Leben lang immer wieder von einer zur nächsten Frau reisen und immer heiße Abendteuer erleben, aber nie wirklich irgendwo ankommen und mich wohl fühlen!

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