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Ist die Reife/ Unreife eines Menschen altersabhängig?

Rqeginxa67


wieauchimmer...

Das zunehmende Selbstbewußtsein, mein Leben so selber im Griff zu haben, dass ich mich nicht mehr so sehr darüber definiere, was ein Mann von mir hält und ich dadurch nicht mehr so schüchtern bin.

Erstaunlich. Bei mir war es ähnlich gelagert früher. Vieles, sehr vieles, habe ich früher abhängig von anderen, nicht nur von Männern, gemacht. Völlig blödsinning.

Heute weiss ich, dass man gerade aus dieser Unsicherheit heraus etwas falsch macht, weil man nicht "echt" ist, sondern versucht, etwas zu spielen.

Richtig. MAn versucht, perfekt zu sein. Doch NIEMAND ist perfekt. Am wenigsten die Gattung Mensch ;-)

Bei mir war es auch so. Ich habe viel mehr auf andere und was sie denken könnten geachtet, als auf mich und mein Herz zu hören.

Heute ist das nicht mehr so. Deshalb ecke ich auch oft an, weil ich heute in der LAge bin, unverblümt heraus zu sagen, was ich denke. Früher habe ich so etwas immer schön verpackt und es dadurch unnötig in die Länge gezogen. Ein durch die Blume sprechen gibt es für mich schon lange nicht mehr.

Ich will mich nicht mehr verstellen, nur damit es anderen besser geht als mir. Ich war immer nur auf das Wohl anderer bedacht, und habe darüber hinaus mich selbst total vergessen. Kennst du das vielleicht auch?

Ich war früher so eine Art "seelischer Mülleimer" für meine damalige Clique. Als es mir dann mal schlecht ging, wollte und konnte das keiner so recht glauben.

Und irgendwann hatte ich dann die Reife um zu verwirklichen, was ich mir wünschte. DAss mehr auf mich geachtet wird.

Wodurch ich auch viel viel reifer geworden bin, das sind meine Kinder. Plötzlich bist du nicht mehr nur für dich allein verantwortlich, sondern auch für ein anderes, kleines und schutzbedürtiges Leben. DAs veränder alles.

War es bei dir auch so ähnlich?

LG

Staubaxzi


@ damiana

Kann sein daß es als "Sieben-Stufen-Modell" gilt. Die beschriebene "Seelen-Matrix" ist in sieben Stufen aufgeteilt. Und die Sieben ist auch sonst überall zu finden. Das wird es schon sein, aber ich kann es nicht ausdrücklich bestätigen. Es ist auch so, daß mich viele der Informationen nur soweit interessieren, daß ich keine Widersprüche in ihnen entdecke. Das läuft irgendwie im Hinterkopf mit. Da fand ich aber sozusagen nichts. Anders war es bei der Seth-Literatur von Jane Roberts, aber das sind ja Übersetzungen aus dem Amerikanischen. (Allein das entschuldigt einiges.)

d<amiaxna


eine variante findest du hier:

[[http://www.maya.at/Allgemein/4-Sieben.htm]]

andere varianten gibt es bei den indianern (v.a. hopi), und ursprünglich kommt es wohl aus dem indischen chakren-system. spiral-dynamics hat, so wie ich das sehe, wohl auch eine verwandtschaft damit.

SpquiHzze5l\76


Nach mehrmaligem gründlichem Durchlesen und Verinnerlichen des Schemas bin ich besorgt. Ich scheine mich demnach in den letzten Jahren zurückentwickelt zu haben.

d%aYmiHana


;-D du ärmster !!! meinst du die maya-abstufung? inwiefern hast du dich zurückentwickelt? von vier nach drei ?

S3audbazxi


Keine Sorge, das passiert bisweilen. Irrwege und Umwege gehören dazu. Manchmal will man zum Feinkostladen und hält dann beim Aldi an. Und beim Rausgehen tritt man noch in die Hundescheiße. Alles ist vorbestimmt. Karma sozusagen.

Mein Mitgefühl.

a,vanxti


hm, ich will nicht destruktiv sein, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich zu stufe sieben will....

irgendwie ist mir das alles zu abgehoben....

aber Frage: könnt ihr sagen, auf welcher Stufe ihr euch (hauptsächlich) befindet?

d>am`ianxa


"umwege erhöhen die ortskundigkeit", hab ich neulich irgendwo gelesen ;-D

im ernst: kössner schreibt auch irgendwo, dass niemals der ganze mensch auf derselben entwicklungsstufe sei. bestimmte "teile" laufen immer voraus oder hinken hinterher. je nach lebensumständen tritt eben der eine oder der andere teil stärker in erscheinung.

der sozialpsychologe kohlberg hat übrigens ein ähnliches modell aufgestellt, das allerdings - bezieht man es auf die maya-abstufung - auf stufe vier endet. irgendwas ist wohl schon dran an diesem stufen-modell.

S<qurizzelx76


Ja ich spreche die Maya-Abstufungen an. Ich möchte mich nicht Strickt in eine Stufe einordnen. Nach meiner eigenen Selbsteinschätzung hätte ich mir noch vor 2-3 Jahren irgendwo zwischen 4 und 5 angesiedelt, je nachdem welchen Aspekt meiner Persönlichkeit ich heranziehe. Seitdem ich mein Studium abgeschlossen und meine langjährige Beziehung beendet habe bin ich immer mehr auf die dritte Ebene abgesackt - zumindest meine Ansichten über das was wirklich wichtig ist.

dvamUianxa


ja, dann ist das vielleicht ein anlass, die eigenen prioritäten zu überprüfen. eintritt ins berufsleben ist ein wichtiger übergang, der schon einiges durcheinanderbringen kann. man lässt sich von den status- und karriereinteressen der kollegen mitreissen und meint, dass das nun das entscheidende ist - für eine übergangszeit mag das gutgehen. auf die dauer sich "zurückentwickeln"? ich glaube nicht, dass das geht. früher oder später wird der schon aufgeweckte, aber nun vernachlässigte teil sich melden, und seine bedürnisse artikulieren. unvermittelt auftauchende "sinnkrisen" sind meist das symptom. sinnkrisen sind etwas sehr sinn-volles, sofern man sie zu deuten und zu nutzen weiss.

S$qui"z[zel76


Da hast du recht. Seitdem ich mit meiner Arbeit begann hatte ich nur einen Kopf dafür wie ich möglichst schnell Karriere mache um noch mehr Ansehen und Geld zu erlangen. Selbst beim wiedereinsetzen des Studiums am Ende des Jahres mit dem Ziel zu promovieren, dachte ich nur daran dass es mir bessere Chance für meine Karriereleiter gibt und der die zwei kleinen Buchstaben sich gut in meinem Ausweis machen. Damals war mir Herausforderung und die Möglichkeit meinen Horizont zu erreichen wichtiger.

dxam(iana


die sinnkrise wird schon kommen, mach dir da keine sorgen. ich kann dir aus eigener erfahrung sagen - der abschluss von doktorarbeiten ist dafür geradezu prädestiniert :-/

d3aRmBianxa


weisst du, während des studiums ist es auch einfach, auf stufe vier oder so zu sein - denn zum karrieremachen und verwirklichen materieller wünsche hat man eh nicht viele möglichkeiten. ob das eine "echte" stufe vier ist, die nicht nur aus der not geboren ist, ist eine andere frage. andersherum ist die "flucht" in die karriere gleich nach dem studium sicher zum teil auch auf einen nachholbedarf zurückzuführen. als student lebt man ja normalerweise nicht grade in saus und braus - als doktorand oftmals auch nicht. was mich betrifft, hatte ich das glück, auch nach promotion in der forschung bleiben zu können und trotzdem recht gut zu verdienen - nicht das, was in der industrie möglich gewesen wäre, aber soviel, dass ich nicht darauf gekommen wäre, dorthin zu wechseln. insofern hatte ich wirklich glück - dem "druck", auf stufe drei zurückzukehren, war ich nie wirklich ausgesetzt, und ich hatte einige freiheit, stufe vier zu pflegen. bei stufe fünf beginnt der bereich, auf dem normalmensch /normalkollege dich eh nicht mehr versteht.

wBieauc@hilmmer


Regina67

"Deshalb ecke ich auch oft an"

Jo, ich auch, aber immer nur sehr kurz. Nach einer Weile wissen es die Leute zu schätzen, dass ich frei heraus sage, was ich denke. Manche machen das ja auch mit unterschwelligen Strategien klar, was sie wollen. Weil ich aber eingesehen habe, dass ich fürs Lügen nicht geeignet bin, weil man mir das sowieso anmerkt (und was bringt Lügen, wenn man auffliegt, außer Ärger?), also sag ich gelich frei raus, was Sache ist. Nicht alle kommen damit klar, aber das sind dann auch nicht die richtigen Leute für mich. Das gilt sogar für Bewerbungsgespräche. Ich kaschiere nichts mehr und finde auch nicht, dass ich es nötig habe, irgendwas darzustellen, was ich nicht bin. Bei manchen bin ich damit an der falschen Adresse, aber da würde ich auch nicht arbeiten wollen. Bei anderen kommt das sehr gut an.

"Wodurch ich auch viel viel reifer geworden bin, das sind meine Kinder. Plötzlich bist du nicht mehr nur für dich allein verantwortlich, sondern auch für ein anderes, kleines und schutzbedürtiges Leben."

Allerdings. und da hab ich auch gelernt mich durchzusetzen und auch mal den Satz "ich will sofort mit ihrem Vorgesetzen sprechen" über die Lippen zu bringen, auch wenn ich da schon ziemlich auf 180 sein muss, bevor ich sowas mache.

"Ich war immer nur auf das Wohl anderer bedacht, und habe darüber hinaus mich selbst total vergessen. Kennst du das vielleicht auch?"

Ja, aber wenn man ausgenutzt wird, merkt man das recht schnell (ok, wenn Liebe im Spiel ist, will man das manchmal gar nicht merken), aber Freundschaften pflege ich nur zu Leuten, wo es irgendwie ausgeglichen ist.

Aber ich hatte auch ein gutes Beispiel, meine Mutter. Die war auch nicht immer so. Die ist so drauf gekommen, als sie wegen meines tyrannischen Großvaters väterlicherseits Depressionen bekam und dann autogenes Training gemacht hat. Danach ist sie frech geworden und auch heute noch nicht auf den Mund gefallen und die einzige in der Familie, die auch mal riskiert, die geheuchelte Harmonie zu stören und den Mund aufzumachen. Mit meinem Onkel hatte sie mal längere Zeit Funkstille, weil er immer so einen auf Frauenemanzipation machte und sie ihm dann vor versammelter Mannschaft gesagt hat, er sei ein Heuchler, weil er seine eigene Frau (ihre Schwester) wie die letzte Putze behandelt. Sie ist in der Familie respektiert und fast schon gefürchtet, aber im Grunde sehr gutmütig und die, die sich am allermeisten um Großeltern und sonstiges kümmert und auf die man sich auch verlassen kann. (Leider sind wir uns so ähnlich, dass wir auch immer viel zum Streiten haben, weil bei uns eben alles auf den Tisch kommt)

RDegilna6x7


kössner schreibt auch irgendwo, dass niemals der ganze mensch auf derselben entwicklungsstufe sei. bestimmte "teile" laufen immer voraus oder hinken hinterher. je nach lebensumständen tritt eben der eine oder der andere teil stärker in erscheinung.

Das habe ich auch so wahrgenommen. Durch meine Lebensumstände habe ich gerade in den letzten Jahren einiges dazu gelernt. Zum größten Teil, was die zwischenmenschliche Ebene betrifft. Ich bin wesentlich sensibilisierter für ganz viele Dinge geworden, die im Leben passieren. Selbst ein Organisationstalent bin ich geworden, was früher gar nicht ging. Dafür sind andere Dinge in meinem Leben viel zu kurz gekommen. Ok, ich habe einen Facharbeiterbrief und einiges gemacht in beruflicher Hinsicht, aber eine berufliche Herausforderungen fehlt mir dennoch irgendwie.

Dann sehe ich im krassen Gegensatz dazu meinen Expartner, mit dem ich heute noch in Kontakt stehe. Ein kühler Denker, der eine zeitlang studiert hat, der nur schwer über Gefühle allgemein reden kann. Im Zwischenmenschlichen Bereich serh schlecht ausgebildet, im intelektuellen dafür schon fast zu gut ;-)

Ein überaus hohes Wissen, welches ich auch unter enormsten Anstrengungen nicht mehr einholen könnte. Allerdings strebe ich auch nicht danach. Weil ich mich trotzdem "reicher" fühle. Gut, er hat in seinem Leben noch keine nennenswerten (nach eigenen Angaben) negativen Erfahrungen gemacht, die ihn hätten prägen können, aber tauschen möchte ich mit ihm dennoch nicht. Er wohnt zusammen mit seinen Eltern in einem Haus, er oben unterm Dach, sie unten in Paterre. Aber dennoch sitzt er in jeder freien Minute unten, ißt dort und Mama wäscht seine Wäsche mit. All das habe ich nicht mehr, meine Eltern leben leider nicht mehr. Deshalb halte ich mich für wesentlich eigenständiger und auch selbständiger als ihn. Wa aber nicht abwertend gemeint ist.

Denn trotz aller Unterschiede haben wir uns schließlich fast 4 Jahre lang geliebt. Nur iene gemeinsame Zukunft ist eben nicht möglich. Dafür haben wir wieder zu wenig Gemeinsamkeiten...

Er ist 37 Jahre alt und noch immer kein bisschen weise. Also bei ihm hilft auch das "hohe Alter" nicht, um zur "menschlichen" Reife zu gelangen.

Gruss

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