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@Männer: Wer nicht hören will, muss fühlen

C+arbl xS.


Monika

Ergänzung: Ich denke auch, das diese offenen Beziehungen nur selten länger für beide befriedigend sind. Eigentlich ist dann die Beziehung wohl beendet. Man tut nur so, als sei sie es nicht.

tsrashpmxan


@ Calacirya

Nur Profitieren gibt es nicht. Es gibt immer negative Seiten = Selbstverleugnung.

Bitte konkreter: In welcher Hinsicht verleugnet man sich selbst, wenn man die Selbstbestätigung des anderen nicht nur akzeptiert, sondern als besonders wichtig erachtet?

msorgegnlufxt


Calacirya

Aber soweit kennst du mich nicht, als dass du beurteilen könntest, ob ich sowas schaffen würde oder nicht.

Selbstverständlich nicht. Soweit mir erinnerlich, habe ich das aber auch gar nicht versucht ;-) Ich kann dazu von mir aber sagen, dass es mir nicht gelingt, oder besser gesagt, nur dann - und dann ganz leicht sogar - gelingen würde, wenn ich mich selbst über das mir vertretbare Mass zurücknehmen würde. Die Katze beisst sich hier in den Schwanz.

w*iealuchimAmexr


Carl S.

Ergänzung: Ich denke auch, das diese offenen Beziehungen nur selten länger für beide befriedigend sind. Eigentlich ist dann die Beziehung wohl beendet. Man tut nur so, als sei sie es nicht.

Ja und nein. Es kommt drauf an, wie man Beziehung definiert. Nach meiner Definition würde ich auch "ja" sagen, denn wenn die Erotik keine Rolle mehr spielt und jeder sich seine woanders holt, dann würde ich das Partnerschaft nennen, was ich damit nicht abwerten will, denn eine gute Partnerschaft ist vielleicht besser, als eine schlechte Beziehung, wo es vielleicht gerade wegen dem Sex immer kracht. Wie Monika schonmal sagte, ist für manche Partnerschaften die Erotik gar abträglich.

Ich muss aber sagen. Ich bin kein Mensch für Partnerschaften, da bin ich lieber unabahängig, es sei denn, es wäre, weil man z.B. gemeinsame Kinder hat und sich auch sonst etwas Gemeinsames aufgebaut hat. Bei mir ging es bei Beziehungen aber immer nur um die Person, außer beim Vater meines Kindes und da war die Beziehung eine solche Katasthrophe (Psychoterror), dass ich trotz allem familiärem Pflichtgefühl nur noch geflüchtet bin, aber nicht wegen Sex, obwohl der auch mies war.

Mich mit einem "nur" Partner arrangieren, da würde ich mich eingeengt fühlen, denn für mich macht die Leidenschaft die Enge zur Nähe, wegen dem Verlangen nacheinander. Emotionale und/oder sexuelle Abhängigkeit ist auch eine Abhängigkeit (Leidenschaft ist m.E. wie eine Sucht, vielleicht kommt auch daher deine Vermutung:"Aufgrund meiner Erfahrungen und aufgrund dessen was ich hier lese, erscheint mir dieser Trieb nahezu übermächtig zu werden, wenn er in einer Frau erst einmal wirklich erwacht" Das ist, wie einmal mit Heroin angefixt sein, schon ist man süchtig). Ich finde Leidenschaft ist durchaus nicht ungefährlich. Es passieren Morde ihretwegen! Es kann passieren, dass man sich völlig selbst in ihr verliert.

Solange die Leidenschaft beidseitig ist, ist es aber eine m.E. sehr angenehme Abhängigkeit (und ohne organische Spätfolgen wie bei "künstlichen" Drogen). Diese Abhängigkeit lebe ich gerne, zumal ich weiß, dass sie nur aus den Gefülen zueinader besteht und sobald diese weg sind, ist die Abhängigkeit weg, aber solange diese schön sind, ist es gut so. Fies ist eben nur, wenn es eine einseitige emotionale Anhängigkeit ist. Da braucht man ganz viel Kraft, da wieder rauszukommen, schlimmer als Heroinentzug vermutlich.

C;alacdirxya


Nur Profitieren gibt es nicht. Es gibt immer negative Seiten = Selbstverleugnung.

Bitte konkreter: In welcher Hinsicht verleugnet man sich selbst, wenn man die Selbstbestätigung des anderen nicht nur akzeptiert, sondern als besonders wichtig erachtet?

ich hatte hinter Selbstverleugnung Fragezeichen gesetzt.

Aber egal, ich versuchs:

Natürlich ist die Selbstbestätigung des anderen wichtig, idealerweise bei beiden in gleichem Maße. Aber: Wenn der andere für seine Selbstbestätigung Dinge braucht, die an/über die eigenen Grenzen gehen, wird es schwierig.

morgenluft, ich bezog mich auf dies:

DAs ist ein Widerspruch. Einerseits habe ich KEINEN Einfluss auf seine Grenzen, andererseits liegt die Ursache, dass er sie nicht überschreiten kann, in´meiner Persönlichkeit?

Aber soweit kennst du mich nicht, als dass du beurteilen könntest, ob ich sowas schaffen würde oder nicht.

Selbstverständlich nicht. Soweit mir erinnerlich, habe ich das aber auch gar nicht versucht Ich kann dazu von mir aber sagen, dass es mir nicht gelingt, oder besser gesagt, nur dann - und dann ganz leicht sogar - gelingen würde, wenn ich mich selbst über das mir vertretbare Mass zurücknehmen würde. Die Katze beisst sich hier in den Schwanz.

ich verstehe nicht, was das mit ZURÜCKNEHMEN zu tun haben soll.

Grainne

tgrashAman


@ Monika65

Holla... Gut, dass du Folgendes nochma ansprachst:

Morgenluft sprach hier mal von Obsession oder Langeweile bei Sexbeziehungen, beides könne sie nicht ertragen.

Hatte den entscheidenden Nachsatz ("Mit beidem kann ich nicht leben.") glatt überlesen und angenommen, unter "Obsession" wäre in diesem Fall schlicht erfüllender Sex gemeint gewesen. Hab erst durch deinen Einwurf bemerkt, dass dies aber ganz und gar nicht so gedacht war und hier "Besessenheit" zum Ausdruck gebracht werden sollte... %-|

Junge, Junge, wenn man hier nicht gaaanz genau liest, ist man direkt wech vom Fenster... ;-D

tDras7hman


@ Calacirya

Natürlich ist die Selbstbestätigung des anderen wichtig, idealerweise bei beiden in gleichem Maße. Aber: Wenn der andere für seine Selbstbestätigung Dinge braucht, die an/über die eigenen Grenzen gehen, wird es schwierig.

Darum soll es hier aber doch gar nicht gehen. Sondern lediglich um die Selbstbestätigung, die du von dir selbst aus ohne weiteres dem anderen zu geben in der Lage bist. Und - wie von dir erwähnt - natürlich umgekehrt.

Es ist nur so, dass Selbstbestätigung von vielen mit einem komplexbeladenen Verhalten gleichgesetzt und dabei übersehen wird, dass sich jeder Mensch auf seine Weise nach dieser Anerkennung sehnt. Und wenn's zu einem größeren - immer noch gesunden - Selbstvertrauen führt, profitiert davon selbstverständlich auch der andere, denn wer möchte schon einen labilen Partner an seiner Seite haben?

C{alacxirya


Natürlich ist die Selbstbestätigung des anderen wichtig, idealerweise bei beiden in gleichem Maße. Aber: Wenn der andere für seine Selbstbestätigung Dinge braucht, die an/über die eigenen Grenzen gehen, wird es schwierig.

Darum soll es hier aber doch gar nicht gehen.

mir ging es aber darum. Ich finde diesen Aspekt sehr wichtig.

Es ist nur so, dass Selbstbestätigung von vielen mit einem komplexbeladenen Verhalten gleichgesetzt und dabei übersehen wird, dass sich jeder Mensch auf seine Weise nach dieser Anerkennung sehnt.

muss die denn von aussen kommen? Oder gar vom Partner?

Und wenn's zu einem größeren - immer noch gesunden - Selbstvertrauen führt, profitiert davon selbstverständlich auch der andere, denn wer möchte schon einen labilen Partner an seiner Seite haben?

dabei stellt sich die Frage, wie weit das "gesund" ist.

Aber ein Partner, der durch das, was ich ihm gebe, ihn damit bestätige, Selbstvertrauen bekommt, möchte ich nicht.

Das muss schon aus ihm kommen.

Grainne

wvieau6chipmYmer


Calacirya

Wenn der andere für seine Selbstbestätigung Dinge braucht, die an/über die eigenen Grenzen gehen, wird es schwierig.

Das war der Fall bei meinem Ex. Für ihn als einer, der früher bei Frauen gar nicht gut angekommen ist und kaum Freunde hatte, war für sein Selbstbewußtsein die Bestätigung wichtig, dass ihn auch andere Frauen toll und erotisch finden (keine Mutmaßung, sondern hat er mir mal gesagt) Das überstieg aber meine Schmerzgrenze, denn er vernachlässigte mich zunehmend, erzählte dauernd von anderen tollen Frauen, während er mir kaum noch zuhörte mit dem, was ich gerade so Wichtiges aus meinem Leben zu berichten hatte, sodass es mir meine Selbstachtung genommen hat.

Ich fühlte mich nur noch nebensächlich, selbstverständlich, unwichtig. Das ist eben die Gefahr bei einer offenen Beziehung, es trotz anderer Sexpartner noch hinzubekommen, dem anderen noch genug Aufmerksamkeit und Selbstbestätigung zu geben und ich bin nicht einmal ein Mensch, der ein schwaches Selbstbewußtsein hat, aber dennoch möchte ich wertgeschätzt werden von der Person, die ich liebe und die behauptet, mich zu lieben.

tura2shmxan


@ Calacirya

muss die denn von aussen kommen? Oder gar vom Partner?

Selbstbestätigung kommt immer von außen, woher denn sonst? Wenn du keine positiven Rückmeldungen auf deine Handlungen erfährst, wirst du auch nicht "bestätigt". Selbstvertrauen ist nicht einfach vorhanden, sondern bildet sich nur durch das Wissen um die eigenen Qualitäten bzw. Leistungen. Und die gewinnen erst an Wert, wenn andere diese zur Kenntnis nehmen. Alles andere wäre Selbstbetrug und unter dem Begriff "Einbildung" zu verbuchen.

Aber ein Partner, der durch das, was ich ihm gebe, ihn damit bestätige, Selbstvertrauen bekommt, möchte ich nicht. Das muss schon aus ihm kommen.

Wir reden einander vorbei. Es geht nicht darum, dass dein Parnter erst oder gar nur durch dich an Selbstvertrauen gewinnt, sondern du ihm zugestehst, deine sexuelle Befriedigung für sich auch als Selbstbestätigung zu empfinden. Mehr nicht.

Oder stört es dich, wenn sich ein Mann einfach nur gut fühlt, nachdem er es dir "besorgt" hat? Das schließt ja nicht aus, dass es ihm immer noch um dich und deine Zufriedenheit geht.

Und schon gar nicht rede ich davon, dass du ihm den Kopf streicheln und ständig erzählen sollst, wie toll er doch ist. Hier reicht einfach... genau: Non-verbale Kommunikation... ;-)

toraQshxman


@ wieauchimmer

(...) aber dennoch möchte ich wertgeschätzt werden von der Person, die ich liebe und die behauptet, mich zu lieben.

... und sehnst dich damit ebenfalls nach Anerkennung und somit Selbstbestätigung. Wie ich schon sagte: Jeder holt sie sich auf seine Weise... ;-)

C`alacpirya


Das war der Fall bei meinem Ex. Für ihn als einer, der früher bei Frauen gar nicht gut angekommen ist und kaum Freunde hatte, war für sein Selbstbewußtsein die Bestätigung wichtig, dass ihn auch andere Frauen toll und erotisch finden (keine Mutmaßung, sondern hat er mir mal gesagt) Das überstieg aber meine Schmerzgrenze, denn er vernachlässigte mich zunehmend, erzählte dauernd von anderen tollen Frauen, während er mir kaum noch zuhörte mit dem, was ich gerade so Wichtiges aus meinem Leben zu berichten hatte, sodass es mir meine Selbstachtung genommen hat.

so ein Verhalten ist kindisch, aber das haben wir ja schon länger drüber diskutiert. ;-)

Mit solch einem Menschen kannst du keine offene Beziehung führen, aber das ist ja hier nicht das Thema.

Darüber hinaus sollte natürlich keine Vernachlässigung stattfinden, wie du sagst: Der andere sollte genug Wertschätzung bekommen.

[qutoe]Selbstbestätigung kommt immer von außen, woher denn sonst? Wenn du keine positiven Rückmeldungen auf deine Handlungen erfährst, wirst du auch nicht "bestätigt". Selbstvertrauen ist nicht einfach vorhanden, sondern bildet sich nur durch das Wissen um die eigenen Qualitäten bzw. Leistungen. Und die gewinnen erst an Wert, wenn andere diese zur Kenntnis nehmen. Alles andere wäre Selbstbetrug und unter dem Begriff "Einbildung" zu verbuchen.

das sehe ich nicht so.

Ich kann viel auch alleine erreichen, schaffen, ohne Rückmeldung von anderen. Ich weiß alleine, wenn ich etwas gut gemacht bzw. geschafft habe.

Natürlich sind positive Rückmeldungen jedweder Art auch nicht zu verachten ;-)... aber sie bestätigen "nur".

Oder stört es dich, wenn sich ein Mann einfach nur gut fühlt, nachdem er es dir "besorgt" hat? Das schließt ja nicht aus, dass es ihm immer noch um dich und deine Zufriedenheit geht.

das stört mich bestimmt nicht ;-).. geht mir ja genauso.

Grainne

t5rasOhmaxn


@ Calacirya

Ich kann viel auch alleine erreichen, schaffen, ohne Rückmeldung von anderen. Ich weiß alleine, wenn ich etwas gut gemacht bzw. geschafft habe.

Bestreitet niemand. Allerdings: Ich habe in der Vergangenheit schon regelrechte Diskussionsschlachten geführt, weil ich den inflationär gebrauchten Satz "Ich mach's nur für mich selbst" für mit den größten Unsinn halte, der gemeinhin erzählt wird. Wir sind - und wenn nur unbewusst - wesentlich abhängiger von unserer Umwelt und deren Rückmeldungen, als viele sich eingestehen wollen. Eine Einsicht, die im ersten Moment möglicherweise schmerzt, aber bei näherer Betrachtung mit gelassener Selbstverständlichkeit aufgenommen werden kann.

Natürlich sind positive Rückmeldungen jedweder Art auch nicht zu verachten. Aber sie bestätigen "nur".

Also, wenn mein Gedächtnis jetzt nicht schon völlig porös ist, sprach ich ja von Selbstbestätigung... ;-)

Und das "nur" gehört in äußerst markante Anführungszeichen, denn Selbstbestätigung ist auf keinen Fall zu unterschätzen. Selbst, wenn sie sich nur durch Schreiben in einem Forum wie diesem ausbildet... ;-)

MEoniuka65


Selbstbestätigung kommt von außen, wobei dass, was "außen" ist, immer auch mit mir zu tun hat, aus meiner Sicht nicht zufällig ist. Selbstfindung ist ein Prozess, der durch Selbstbestätigung unterstüzt wird. Ein im Jungschen Sinne ganzer Mensch braucht natürlich nicht mehr so viel Selbstbestätigung. Der Mensch ruht sozusagen in sich.

M6onik7ax65


Junge, Junge, wenn man hier nicht gaaanz genau liest, ist man direkt wech vom Fenster...

Verständlicher Lapsus, bei der Fülle und Intensität der Beiträge :-)

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