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@Männer: Wer nicht hören will, muss fühlen

MDo:nixka65


Carl S.

Ich mochte sie dann nicht mehr in den Arm nehmen. Sie sagte nur: "Manchmal tut es eben weh." Damit war die Beziehung für mich erledigt." Unsere Beziehung war ihr weniger wichtig als die Befriedigung ihres sexuellen Triebs.

Ich denke, du bist ein Mensch mit dosierten Gefühlen, will heißen, du zeigst sie nicht oft und du nimmst sie vielleicht auch nicht oft und gerne wahr, ganz neutral gesprochen. Hier hattest du aber ein deutliches Gefühl, das sie nicht Ernst nahm und das war der Knackpunkt. Vielleicht war es gar nicht mal der Sex mit dem Anderen, sondern dass sie nicht Ernst nahm, DASS es dir weh tat. Du hast dich in diesem Moment total missachtet gefühlt, so als ob ihr deine Gefühle gleichgültig wären, und womöglich in diesem Moment auch waren.

Sie wollte damit sagen, dass nicht immer alles leicht geht, dass es Dinge gibt, die wichtig sind und eben auch mal weh tun. Dass nicht immer alles glatt und einfach gehen kann und das Schmerz zur Veränderung gehört. Sie wollte, dass du verstehst, wie wichtig ihr das ist. Ich kenne sie nicht, ich postuliere mal, indem ich mich versuche, in die Situation hineinzudenken.

Die offene Ehe hat nicht funktioniert, weil ihr euch beide nicht wichtig genommen gefühlt habt.

tZrash5maxn


@ Monika65

Ein im Jungschen Sinne ganzer Mensch braucht natürlich nicht mehr so viel Selbstbestätigung. Der Mensch ruht sozusagen in sich.

Ich kenne die Jung'schen Ausführungen nicht. Handelt es sich dabei um bloße Theorie oder ist diese Entwicklung zum "ganzen Menschen" in der Praxis auch zu erreichen?

M^oniqka6x5


trashman

Naja, für Jung war es es im Grunde eine natürliche Entwicklung des Alterns. Mit zunehmenden Alter nach diversen Entwicklungsphasen nähern wir uns dieser Ganzheit, dem sogenannten Selbst, ganz verkürzt gesagt. Aber so eng muss man das nicht sehen, Ganzheit kann man auch früher erreichen, wenn man in der Lage ist, Seelenanteile, die man auf andere projiziert, bewusst zu integrieren. (Animus - Anima z. Bsp., auch so ein Begriffspaar aus der Jungschen Terminologie)

m orgen.luft


trashman

generell: Sexbeziehung (en) und (Lebens) partnerschaft getrennt.

Parallel oder nacheinander?

Nacheinander - in umgekehrter Reihenfolge allerdings

Derzeit spiele ich mit dem Gedanken, mir den passenden Lover zu basteln.

Kann man sich den entsprechenden Bausatz nu' auch schon bei ebay ersteigern...?

Keine Massenware - alles handgefertigt natürlich; Die eigentliche Kunst dabei ist, den entsprechenden Rohstoff zu organisieren ;-)

Männliche Dominanz schliesst weibliche Selbstverwirklichung generell aus, und umgekehrt.

Nicht, wenn die devote Rolle Teil der weiblichen Selbstverwirklichung ist. (Teil-) Devote Frauen sind oftmals ganz besonders gefestigt, weil sie zu ihrer Neigung stehen und sich insofern nehmen, was sie wollen. Gerade in der heutigen Zeit umso respektabler, in der dieses weibliche Selbstverständnis zumeist sehr verpönt ist.

Schön gesagt, TEIL der ......; gerade diesen Teil hatte ich dabei aber nicht im Sinn, sondern die anderen Teile ;-) Da sind die Kollisionspunkte, die Unvereinbarkeiten zu finden. Oder zugespitzt auf den Punkt: wo liegen die Grenzen?

Dem Punkt "Festigung" stimme ich mit der Einschränkung zu, dass es hier unbedingt gewisser zusätzlicher besonderer Umstände bedarf, wie in meinem vorigen Posting schon angesprochen. Umstände nämlich, die eine Art "natürliche Distanz durch eine natürlich vorgegebene (dh. durch die Partner nicht relevant zu beeinflussende) Rollenverteilung" bewirken. Sind derartige Umstände nicht gegeben, reibt man sich zwangsläufig auf.

Zudem gibt es meines Wissens eine nicht geringe Zahl an festen Beziehungen, in denen SIE auch außerhalb erotischer Aktivitäten gerne eine eher devote Rolle einnimmt und damit absolut glücklich ist.

Nein. Sie ist damit nicht absolut glücklich, sondern zieht subjektiv das geringere dem grösserem Übel vor.

Selbstverwirklichung kann auch darin bestehen, einen starken Mann an der Seite zu haben, bei dem man sich jederzeit geborgen fühlt. Hat nichts mit Selbstaufgabe zu tun, auch wenn das deinem Lebensmodell völlig widerspricht.

Nur in der Theorie mein Lieber. Denn dies würde völlige bzw. weitestgehend übereinstimmende Persönlichkeiten bedingen, was jedoch realitätsfern ist. Natürlich muss eine derartige Lebensform nicht zwangsläufig mit Selbstaufgabe verbunden sein (ist es aber oft), aber sie hat jedenfalls mit SelbstVERWIRKLICHUNG nichts zu tun.

Damit respektvoll umzugehen, ohne sich selbst zu verleugnen, uff, da wird es dann schon schwieriger...

Hmm... Wieso sollte man sich selbst verleugnen, wenn man dem anderen seine Selbstbestätigung zugesteht? Solange du davon profitierst (und von solchen Fällen sprechen wir hier), kann dir das doch nur absolut recht sein. Oder gab es Zeiten, in denen du dich in dieser Hinsicht ausgenutzt fühltest?

Solang ich davon profitiere, ok, kein Problem. Mir ging es um konträre Interessen zwischen männlicher Selbstbestätigung und weiblichen Ansprüchen. Sowas ist mir zur Genüge bekannt, auch wenn das Ausnutzenlassen nie mein Ding war. Wenn ich erkenne, dass mir Unvereinbarkeiten zu gross werden, reagiere ich heute schneller und unsentimentaler als früher.

m!orYgenulufxt


wieauchimmer

Mit meiner Logik sehe ich das auch so, aber um andere zu verstehen muss man auch verstehen, dass sie eine andere Logik haben.

Es gibt nur eine Logik. Wenn du auf eine Frage mehrere Antworten bekommst, hast du die Frage falsch formuliert.

Er hat sich in dem Sinne nicht von mir getrennt, sondern ich bin auf der zurück geblieben auf der Suche nach sich selbst.

Worin liegt der Unterschied, ob er sich nun von dir getrennt hat, oder er von dir weggegangen ist und du zurückgeblieben bist?

Er wollte alles von mir erlaubt haben. Ich sollte ihm immer sagen, was er tun und lassen soll. Ich hab ihm gesagt, wenn ich ihm etwas erlaube, dann bin ich dominant und trage die Verantwortung. Das will ich nicht. Wenn du meinst, du musst fremdgehen, dann tu das und trag gegebenfalls die Konsequenzen.

Mein Gott, was bist du doch für eine Heuchlerin. Du hast seinem Seitensprung nicht zugestimmt, weil du nicht "dominant" sein wolltest? Du hast ihm nicht zugestimmt, weil du nicht einverstanden warst! Und weil du nicht die Verantwortung tragen wolltest? Wofür den? Für dein eigenes Verhalten? Das war doch nichts anderes als eine versteckte Drohung, die du dir schönfärbst. Nun, er hat es getan, und die Verantwortung dahingehend getragen, indem er dich ernst und deine angedrohten Konsequenzen vorweggenommen hat. Was ist dagegen zu sagen? Er hat einen Fehler begangen. Oder? Er hätte sich beugen sollen. Dann wäre von unerwünschter Dominanz auf deiner Seite natürlich keine Rede, oder? ;-)

mjoArgen^lufxt


Calacirya

DAs ist ein Widerspruch. Einerseits habe ich KEINEN Einfluss auf seine Grenzen, andererseits liegt die Ursache, dass er sie nicht überschreiten kann, in´meiner Persönlichkeit?

Aber soweit kennst du mich nicht, als dass du beurteilen könntest, ob ich sowas schaffen würde oder nicht.

Selbstverständlich nicht. Soweit mir erinnerlich, habe ich das aber auch gar nicht versucht Ich kann dazu von mir aber sagen, dass es mir nicht gelingt, oder besser gesagt, nur dann - und dann ganz leicht sogar - gelingen würde, wenn ich mich selbst über das mir vertretbare Mass zurücknehmen würde. Die Katze beisst sich hier in den Schwanz.

ich verstehe nicht, was das mit ZURÜCKNEHMEN zu tun haben soll.

Seine eigenen Grenzen zu überschreiten fällt umso leichter, je leichter die Anforderung bewältigbar erscheint. Stellen sie - im Gegensatz dazu - in der Wahrnehmung des Gehemmten ein Hindernis dar, das ihm subjektiv als nicht überwindbar erscheint, und sei es nur aus dem Grund, dass ihm diese Anforderungen nicht klar sind, er gar nicht weiss, was bzw. warum das von ihm gewollt wird - wird schon der Versuch als sinnlos angesehen. Niemand beginnt etwas, von dem er - subjektiv - überzeugt ist, es nicht erreichen zu können. Da in mir Anforderungen vermutet werden, betrachte ich es als meine Sache, das Thema so rüberzubringen, dass sie nicht diffus oder unüberwindlich bleiben. Wenn es zur Überwindlichkeit aber erforderlich ist, dass ich meine tatsächlichen Anforderungen zurückschraube, dann tu ich das nur bis zu meiner Schmerzgrenze, und nicht weiter.

C^arlh Sx.


Monika

Vielleicht war es gar nicht mal der Sex mit dem Anderen, sondern dass sie nicht Ernst nahm, DASS es dir weh tat. Du hast dich in diesem Moment total missachtet gefühlt, so als ob ihr deine Gefühle gleichgültig wären, und womöglich in diesem Moment auch waren.

...

Die offene Ehe hat nicht funktioniert, weil ihr euch beide nicht wichtig genommen gefühlt habt.

Ja. Sie war mit ihrer Aufmerksamkeit, Gedanken und Gefühlen mehr bei anderen. Die anderen waren wichtiger. Die gegenseitige Aufmerksamkeit und Zeit füreinander war nur noch am Rande.

C3alaWcirCya


[quotre]Seine eigenen Grenzen zu überschreiten fällt umso leichter, je leichter die Anforderung bewältigbar erscheint. Stellen sie - im Gegensatz dazu - in der Wahrnehmung des Gehemmten ein Hindernis dar, das ihm subjektiv als nicht überwindbar erscheint, und sei es nur aus dem Grund, dass ihm diese Anforderungen nicht klar sind, er gar nicht weiss, was bzw. warum das von ihm gewollt wird - wird schon der Versuch als sinnlos angesehen. Niemand beginnt etwas, von dem er - subjektiv - überzeugt ist, es nicht erreichen zu können.

soweit klar.

Da in mir Anforderungen vermutet werden, betrachte ich es als meine Sache, das Thema so rüberzubringen, dass sie nicht diffus oder unüberwindlich bleiben. Wenn es zur Überwindlichkeit aber erforderlich ist, dass ich meine tatsächlichen Anforderungen zurückschraube, dann tu ich das nur bis zu meiner Schmerzgrenze, und nicht weiter.

das ist mir unverständlich. Tut mir leid, geht es auch genauer?

Grainne

w$iegauchiFmmer


morgenluft

Nun, er hat es getan, und die Verantwortung dahingehend getragen, indem er dich ernst und deine angedrohten Konsequenzen vorweggenommen hat. Was ist dagegen zu sagen? Er hat einen Fehler begangen. Oder? Er hätte sich beugen sollen.

Du urteilst über etwas, worüber du keine Ahnung hast. Er hats nicht getan, sondern wir haben uns verabredet, dass wir es beide gleichzeitig tun. Bei ihm hats dann aber nicht geklappt (Die Frau, die er sich ausgeguckt hatte, war gar nicht zur Verantstaltung gekommen) bei mir doch.

Was sollen deine blöden Verurteilungen hier? Wenn du meinst, man dürfe heutzutage kein Problem mehr damit haben, wenn der Partner fremdgeht, weil das ja total uncool und verklärt romatisch ist, dann bitte, kannst dir gerne eine suchen, der sich neben dir noch durch sämtliche andere Betten fickt, wenn du das geil findest.

Eine Beziehung beruht auf Entgegenkommen. Ich bin ihm entgegen gekommen, indem ich sehr stark an meiner Eifersucht gearbeitete habe. Er ist mir nicht entgegen gekommen, indem er meine Ängste nicht ernst genommen hat, sondern mir das Messer auf die Brust gesetzt hat.

Du bist in deinen Beurteilungen, ohne die Sitauation, um die es geht, zu kennen, ganz schön anmaßend. Die meisten anderen Teilnehmer hier kennen die ganze Geschichte und daher kommt von denen nicht so eine anmaßende Kritik.

Ja, es gibt Leute, die sich gerne von anderen alles bestimmen lassen wollen, um selber nicht die Verantwortung zu tragen, denn so war es nicht nur in dieser Angelegenheit.

t5rayshmaxn


@ morgenluft

Keine Massenware - alles handgefertigt natürlich; Die eigentliche Kunst dabei ist, den entsprechenden Rohstoff zu organisieren.

Tja, dann viel Spaß beim Erschließen neuer Ressourcen... ;-D

Da sind die Kollisionspunkte, die Unvereinbarkeiten zu finden. Oder zugespitzt auf den Punkt: wo liegen die Grenzen?

In dem, was beide Partner - möglicherweise stillschweigend - miteinander vereinbaren. Das kann der Sex sein, das können ganz banale Alltagsentscheidungen sein (z. B. finanzielle Belange) oder auch der zwischenmenschliche Umgang. Dominantes Verhalten impliziert keinen allgemeingültigen Codex, keine bestimmte Ausprägung: Dominant ist nicht gleich dominant, devot nicht gleich devot. Anhänger aus dem S/M-Bereich beklagen häufig, dass es für die Beschreibung solch unterschiedlicher Verhältnisse viel zu wenig Begrifflichkeiten gibt und daher in Diskussionen oft aneinander vorbeigeredet wird.

Nein. Sie ist damit nicht absolut glücklich, sondern zieht subjektiv das geringere dem grösserem Übel vor.

Über das Glücksempfinden Fremder kannst du dir kein Urteil bilden, weil es viel zu individuell ist. Wenn eine Frau beim Sex Befriedigung darin findet, sich im Rahmen gemeinsamer Interessen von einem dominanten Mann leiten zu lassen, ist es genauso gut möglich, dass dieselbe oder eine andere Frau ähnliche Erfüllung darin findet, in anderen Lebensbereichen die Entscheidungsfindung abgenommen zu bekommen.

Denn das bedeutet Dominanz in eigentlicher Konsequenz: Entscheidungsmacht. Ich bestimme, was gemacht wird. Und es besteht kein Zweifel darüber, dass es nicht wenige Menschen gibt, die sich gerne etwas oder gar viel Verantwortung abnehmen lassen (sollte dir aus dem Berufsleben bekannt sein!). Ich habe mich in der Vergangenheit bereits mit Frauen ausgetauscht, die in langfristigen Beziehungen mit einem dominanten Partner leben und erst mit diesem zu Glück und Zufriedenheit gelangt sind: Sie empfinden dieses Abgeben von Verantwortung als erleichternd und somit als Steigerung ihrer Lebensqualität. Von mangelndem Selbstbewusstsein trotzdem keine Spur, denn die devote Veranlagung betrifft erstens nur den Partner und zweitens lediglich bestimmte Bereiche des Lebens.

Natürlich muss eine derartige Lebensform nicht zwangsläufig mit Selbstaufgabe verbunden sein (ist es aber oft), aber sie hat jedenfalls mit SelbstVERWIRKLICHUNG nichts zu tun.

Du gehst augenscheinlich viel zu sehr von deinem Lebensmodell bzw. deinen Prioritäten aus.

Selbstverwirklichung heißt schlicht: Zu tun, wonach einem der Sinn steht bzw. was man sich zum Ziel gesetzt hat. Es bedarf keiner Diskussion darüber, dass diese Wünsche ebenfalls völlig individuell sind. Wenn einem Menschen daran liegt, sich von einem starken Partner führen zu lassen, ist dies seine Form der Selbstverwirklichung. Die Gründe hierfür können ebenfalls differieren.

Und nochmals: Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Dominanz. Sie impliziert auch nicht das Unterdrücken der Wünsche des Partners, sondern lediglich Entschlusskraft in bestimmten Situationen. Es gibt in meinem Freundeskreis beispielsweise Leute, die an ausgeprägter Entscheidungsunfreudigkeit (oder -unfähigkeit) "leiden" und sich beim Absprechen gemeinsamer Aktivitäten gerne von mir oder anderen überzeugen lassen. Im Übrigen schließt auch die im heutigen Berufsleben so viel gepriesene "Teamfähigkeit" nicht aus, dass man in wichtigen Momenten und wankelmütiger Haltung der Kollegen auf den Tisch haut und eine Entscheidung trifft - ansonsten käme die ganze Truppe nicht zu Potte...

Meine Dominanz ist überwiegend sexueller Natur, weil ich keine alltagsdevote Frau an meiner Seite haben möchte. Zumal eigenes Selbstbewusstsein nach meinem Empfinden nur an Wert besitzt, wenn man sich mit ähnlich starken Persönlichkeiten umgibt. Innerhalb einer festen Beziehung beispielsweise bin ich ein Verfechter der fähigkeitsorientierten Aufgabenverteilung - wer etwas besonders gut beherrscht (auch hier das Beispiel der Finanzverwaltung), übernimmt in diesem Gewässer das Ruder. Ohne natürlich berechtigte Einwände des Gegenübers zu missachten.

Wenn ich erkenne, dass mir Unvereinbarkeiten zu gross werden, reagiere ich heute schneller und unsentimentaler als früher.

Den Vorwurf übertriebener Sentimentalität kann man dir wahrlich nicht machen... ;-)

CQaBlacinryxa


oder er muss - eventuell von dir angeregt/unterstützt - seine rolle bedenken&verändern wollen

Das Problem ist ja, dass er ein Rollenselbstverständnis gar nicht hat oder ein Vorhandenes nicht wirklich zu erkennen gibt - meinem Eindruck nach, weil er sich (wenigstens mir gegenüber) zu unsicher ist, dass er damit Punkte macht. In dieses Rollenbedenken/-verändern werde ich ja gar nicht involviert. Das will(?) er von anfang an selbst, oder glaubt, dass das angebracht ist, es für ihn nötig ist, und ich habe den Eindruck, er wartet darauf, von mir eine Rolle zugewiesen zu bekommen (und daher die Passivität). - Du siehst, über mangelndes Bemühen kann ich mich eigentlich nicht beklagen - mehr geht wohl nicht mehr. Nicht, dass ich diese grundsätzliche Bereitschaft zum Zurückstecken bis hin zur Selbstaufgabe nicht zu würdigen wüsste, ich weiss aber, dass sie auf diese Art und Weise weder ihn noch mich auf Dauer weiterbringt. Es läge wohl an mir, sie auf sinnvolle Weise zu kanalisieren. Aber das gelingt mir eben nicht.

das kannst du auch nicht, wenn er kein Rollenselbstverständnis hat.

Darüber hinaus denke ich nicht, dass es Aufgbe der Frau sein kann, sowas zu kanalisieren und ihm damit "auf die Sprünge" zu helfen.

Hemmungen sind nichts Absolutes, sie stehen in Bezug zum Partner.

Was ja nichts anderes heißt, als daß Calacirya, in gewissem Rahmen, mit dafür verantwortlich ist, daß ihre Typen es alle "nicht bringen".

Das ist aber genau das, was Calacirya und eigentlich auch morgenluft ständig weit von sich gewiesen haben.

ich übersetze mal Hemmungen mit Zweifel.

Man bekommt irgendwas eingeredet. Z.Bsp: "Das, was du willst, bekommst du nicht. Das, was du brauchst, kann dir sowieso keiner erfüllen." Diese Tatsache ist die große Gefahr an solchen und ähnlichen Fäden; schließlich ist diese Meinung hier sehr oft, von den meisten Männern geäußert worden.

Ansprüche wurden herabgewürdigt, um die eigene Mittelmäßigkeit, die eigene Unfähigkeit zu vertuschen. Der Hintergrund sind logischerweise meistens Selbstzweifel, Ängst.

Diese Selbstzweifel projiziert der Mann mit seinem Verhalten auf die Partnerin und umgekehrt, ein Kreislauf beginnt. Folge: Sie wird (mit ihm) nie befriedigt werden, wenn sie Pech hat und diese Mechanismen nicht erkennt, mit keinem Mann jemals mehr. Weitere Folge: Mann wird unsicher und gar nichts geht mehr zwischen beiden.

Ich danke trashman für seinen irgendwo geäußerten Satz: "Wieso denkst du eigentlich, dass niemand diese Forderungen erfüllen kann?" denn er hat mir den Anfang zur Lösung dieses "Dilemmas" gegeben.

Grainne

mPorgeUnlufNt


wieauchimmer

Was sollen deine blöden Verurteilungen hier?....Du bist in deinen Beurteilungen, ohne die Sitauation, um die es geht, zu kennen, ganz schön anmaßend. Die meisten anderen Teilnehmer hier kennen die ganze Geschichte und daher kommt von denen nicht so eine anmaßende Kritik.

Würde mir im Traum nicht einfallen zu verurteilen, dein Ex kann sich ja nicht wehren, gegen deine Darstellungen ;-). Dieser Geschichte hat sich wohl keiner hier im Forum entziehen können. Du findest jede Kritik, die deutlich genug daherkommt, dass du sie nicht überspringen oder wegwischen kannst, anmassend. Das war jedenfalls deine Reaktion auf frühere Beiträge von mir, die wesentlich dezenter formuliert waren. Man muss dir schon mit dem verbalen Vorschlaghammer eins überbraten, damit du überhaupt zur Kenntnis nimmst, dass andere Leute möglicherweise andere Ansichten haben. Natürlich keine solchen, die ernstzunehmen wären, nicht für sie selbst - Zitat: "kannst dir gerne eine suchen, der sich neben dir noch durch sämtliche andere Betten fickt, wenn du das geil findest" - und schon gar nicht des Nachdenkens für wert dich, ja nicht einmal einer eingehenden Antwort. Ich für meinen Teil wäre wiederum nicht auf die Idee gekommen, jemand würde monate- und seitenlang seine persönlichen Angelegenheiten repetieren, um nur Beipflichtungen und Bedauern zu ernten. Ich nehme das jetzt aber zur Kenntnis.

mXor[geOnlufxt


trashman

Da sind die Kollisionspunkte, die Unvereinbarkeiten zu finden. Oder zugespitzt auf den Punkt: wo liegen die Grenzen?

In dem, was beide Partner - möglicherweise stillschweigend - miteinander vereinbaren. Das kann der Sex sein, das können ganz banale Alltagsentscheidungen sein (z. B. finanzielle Belange)...

...oder Haushaltsarbeit... zB. ;-D

Dominantes Verhalten impliziert keinen allgemeingültigen Codex, keine bestimmte Ausprägung: Dominant ist nicht gleich dominant, devot nicht gleich devot.

Natürlich.

Über das Glücksempfinden Fremder kannst du dir kein Urteil bilden, weil es viel zu individuell ist.

Aber du schon? Immerhin weisst du über "absolutes Glück" zu berichten.

Wenn eine Frau beim Sex Befriedigung darin findet, sich im Rahmen gemeinsamer Interessen von einem dominanten Mann leiten zu lassen, ist es genauso gut möglich, dass dieselbe oder eine andere Frau ähnliche Erfüllung darin findet, in anderen Lebensbereichen die Entscheidungsfindung abgenommen zu bekommen.

Weich nicht ab. Hast du den Eindruck, dass das bei Calacirya auf relevante Weise zutreffen könnte? Oder bei mir?

Denn das bedeutet Dominanz in eigentlicher Konsequenz: Entscheidungsmacht. Ich bestimme, was gemacht wird. Und es besteht kein Zweifel darüber, dass es nicht wenige Menschen gibt, die sich gerne etwas oder gar viel Verantwortung abnehmen lassen (sollte dir aus dem Berufsleben bekannt sein!).

(Die machen das nicht gerne, sondern weil sie mehr oder minder

gezwungen sind. ;-)) Stimmt. Aber nicht alle.

Selbstverwirklichung heißt schlicht: Zu tun, wonach einem der Sinn steht bzw. was man sich zum Ziel gesetzt hat. Es bedarf keiner Diskussion darüber, dass diese Wünsche ebenfalls völlig individuell sind. Wenn einem Menschen daran liegt, sich von einem starken Partner führen zu lassen, ist dies seine Form der Selbstverwirklichung.

Da lehnst du dich aber etwas weit aus dem Fenster. Selbstverwirklichung ist immer aktiv, nie passiv. Ich erkenne an, dass "sich führen lassen" vielfach gewünscht wird, das hat aber mit Selbstverwirklichung nichts zu tun.

Und nochmals: Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Dominanz. Sie impliziert auch nicht das Unterdrücken der Wünsche des Partners, sondern lediglich Entschlusskraft in bestimmten Situationen.

Ja. Wenn man das will. Ich könnte es aber nicht ertragen. Entschlusskraft habe ich selbst. Ich brauche keinen, der mir sagt wo es langgeht. Das ist genau das, was ich bei Calacirya ansprechen wollte. Meine Vermutung ging in die Richtung, dass sie ähnlich denkt. Und für Dominanz nur im sexuellen Bereich gibt es nur eine Beziehung beschränkt auf den sexuellen Bereich. Das ist einfach so. Und da ist es schon problematisch.

Es gibt in meinem Freundeskreis beispielsweise Leute, die an ausgeprägter Entscheidungsunfreudigkeit (oder -unfähigkeit) "leiden" und sich beim Absprechen gemeinsamer Aktivitäten gerne von mir oder anderen überzeugen lassen.

Ich bin umzingelt von solchen Leuten.

Meine Dominanz ist überwiegend sexueller Natur, weil ich keine alltagsdevote Frau an meiner Seite haben möchte. Zumal eigenes Selbstbewusstsein nach meinem Empfinden nur an Wert besitzt, wenn man sich mit ähnlich starken Persönlichkeiten umgibt.

Sehr gut. Man sollte einsehen, dass man nicht alles haben kann. = Quadratur des Kreises.

Innerhalb einer festen Beziehung beispielsweise bin ich ein Verfechter der fähigkeitsorientierten Aufgabenverteilung - wer etwas besonders gut beherrscht (auch hier das Beispiel der Finanzverwaltung), übernimmt in diesem Gewässer das Ruder.

... oder Haushaltsarbeit...

Den Vorwurf übertriebener Sentimentalität kann man dir wahrlich nicht machen...

;-D Alles Übungssache.

M7on\ikxa65


Ich erkenne an, dass "sich führen lassen" vielfach gewünscht wird, das hat aber mit Selbstverwirklichung nichts zu tun.

Das würde ich auch so sehen, hinter dem Wunsch, sich führen zu lasssen, kann durchaus Angst oder Faulheit stecken. Manchmal schlicht genau das Gegenteil von Selbstverwirkichung, man lässt sich führen, weil man selber nicht genau weiß, was für einen richtig oder gewünscht ist.

CRala!ci0ryxa


Wenn eine Frau beim Sex Befriedigung darin findet, sich im Rahmen gemeinsamer Interessen von einem dominanten Mann leiten zu lassen, ist es genauso gut möglich, dass dieselbe oder eine andere Frau ähnliche Erfüllung darin findet, in anderen Lebensbereichen die Entscheidungsfindung abgenommen zu bekommen.

Weich nicht ab. Hast du den Eindruck, dass das bei Calacirya auf relevante Weise zutreffen könnte? Oder bei mir?

dazu will ich konkret was sagen. Ich weiß es nicht... einerseits hat mich die lange Ehe und das "Ertragen" dieser Umstände durchaus nachdenklich gemacht.. inwieweit dieses Ertragen nur durch Erziehung etc. verursacht war. Ob da nicht auch ein Teil Sehnsucht/Verlangen nach Dominanz drin war. Oder nennen wir es "Teil-Devotheit". Andererseits stimme ich trashmans definition nach "Arbeitsteilung" durchaus zu. Jeder soll auch in einer Partnerschaft das machen, was er am besten kann. Z.B. der eine geht arbeiten, der andere macht den Rest (der ja auch nicht unerheblich sein muss). Im Nachhinein wird einem das natürlich vorgeworfen... so nach dem Motto: "Wie konntest du nur so inaktiv sein.. nicht selbstständig sein..etc." Es ist einfach unpopulär.

Selbstverwirklichung heißt schlicht: Zu tun, wonach einem der Sinn steht bzw. was man sich zum Ziel gesetzt hat. Es bedarf keiner Diskussion darüber, dass diese Wünsche ebenfalls völlig individuell sind. Wenn einem Menschen daran liegt, sich von einem starken Partner führen zu lassen, ist dies seine Form der Selbstverwirklichung.

Da lehnst du dich aber etwas weit aus dem Fenster. Selbstverwirklichung ist immer aktiv, nie passiv. Ich erkenne an, dass "sich führen lassen" vielfach gewünscht wird, das hat aber mit Selbstverwirklichung nichts zu tun.

das Streben nach Selbstverwirklichung kommt mir manchmal ein wenig krampfhaft vor. Um jeden Preis etwas durchziehen wollen. Man kann auch selbstbewusst nachgeben. Und das ist für mich durchaus AKTIV. Es ist eine aktive Entscheidung. Es ist nichts passives, was einem von aussen aufgedrängt wird.

Voraussetzung: Die richtigen "Argumente", sprich: Der richtige Partner. Der, der nicht hemmt, der, dem nicht alles egal ist, sondern der, der fördert.

Und nochmals: Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von Dominanz. Sie impliziert auch nicht das Unterdrücken der Wünsche des Partners, sondern lediglich Entschlusskraft in bestimmten Situationen.

Ja. Wenn man das will. Ich könnte es aber nicht ertragen. Entschlusskraft habe ich selbst. Ich brauche keinen, der mir sagt wo es langgeht.

doch, manchmal finde ich das durchaus angenehm. Weil ich ein Mensch bin, der sehr gerne lange überlegt und Pro/Kontra abwägt. Der direkt von einer Sache 1000 Seiten sieht... manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht ;-D ... und dann fehlt es mir DIREKT an Entschlusskraft. Da brauche ich dann viel Zeit, mich zu entscheiden, und die Entscheidung ist auch dann noch von der momentanen emotionalen Stimmung geprägt. Beispiel: Meine Ehe. Da mußte ich mir eine LIste machen, was gut und schlecht ist, und mir das jeden Tag vor Augen führen. Sonst hätte ich das nicht durchgehalten.

Und für Dominanz nur im sexuellen Bereich gibt es nur eine Beziehung beschränkt auf den sexuellen Bereich. Das ist einfach so. Und da ist es schon problematisch.

sehe ich nicht so. Weil: Der, der mich sexuell beherrscht, MUSS die anderen Dinge, auf die es mir ankommt, auch drauf haben... sonst kann er mich auch nicht beherrschen ;-) Dementsprechend bin ich dann auch bereit, da andere Freiräume einzuräumen. Ich finde nicht, dass man das auf Dauer trennen kann. Andauernde sexuelle Dominanz lässt sich - je nachdem, wie intensiv es betrieben wird - nicht aus dem Privatleben trennen.

Das würde ich auch so sehen, hinter dem Wunsch, sich führen zu lasssen, kann durchaus Angst oder Faulheit stecken. Manchmal schlicht genau das Gegenteil von Selbstverwirkichung, man lässt sich führen, weil man selber nicht genau weiß, was für einen richtig oder gewünscht ist.

muss man immer direkt genau wissen,was richtig für einen ist? Muss man krampfhaft Selbstverwirklichung betreiben? Kann es nicht manchmal angenehm sein, sich zurückzulehnen und zu sagen: "Mach mal... es wird schon richtig sein?" Gut, das Argument Faulheit trifft es hier.. aber: Ist es nicht ein Stück, ein großes Stück Vertrauen, dass man damit zeigt?

Schön, wenn die Beziehung so innig ist, dass man das zeigen und ausleben kann.

Grainne

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