» »

@Männer: Wer nicht hören will, muss fühlen

mTorgen}lufxt


wieauchimmer

Devot sein kann eine ganz hinterhältige Form der Machtausübung sein

Eine Form der Machtausübung, stimmt. Aber ich würde die von dir genannten Verhaltensweisen nicht per se als devot bezeichnen (Obwohl mir devote Menschen mit derartigen Verhaltensstrategien wirklich nicht unbekannt sind ;-))

wcieau\chimmxer


morgenluft

Aber ich würde die von dir genannten Verhaltensweisen nicht per se als devot bezeichnen

Klarer formuliert geht es um Verhaltensweisen, bei denen man sich selber als schwach und hilflos darstellt und damit an das schlechte Gewissen, Mitleid und den "Hilfeinstinkt" anderer appeliert. Wenn man sich schwach gibt, kann man nämlich anderen die Verantwortung für alles zuschieben. Das kann auch sehr bequem sein. Solche Menschen erkennt man daran, dass sie selten sagen: "Ich tue das, weil ICH...", sondern meistens "Ich tue das ja nur, weil DU..." und schon haben sie die Verantwortung von sich geschoben.

CralacFirxya


Es ist manchmal gar nicht leicht zu sagen, wer wirklich der Stärkere in einer Beziehung ist. Oft übt nämlich das vermeindliche "Opfer" gerade mit seiner Opferhaltung viel mehr Macht aus, indem es die Verantwortung immer auf den anderen schiebt. Man kann auch als Opfer, indem man dem anderen ständig Schuldgefühle macht, der eigentlich Mächtige sein.

ja, klar. Sowas nenne ich billigen Egoismus.

Und es ist nicht das, was ich mit bewusstem "Devotsein" verbinden würde. Dann nämlich gebe ich Entscheidungsgewalt an einem gewissen Punkt ab, muss mich aber auch mit dem Ergebnis dieser Entscheidung abfinden und nicht lamentieren.

Wer wr z.B. in meiner Exbeziehung im Endeffekt der Stärkere? Ursprünglich war ich das, aber ich hab mir so viel Energie absaugen lassen, dass ich es am Ende nicht mehr war.

schönes Beispiel für sich langsam verändernde Machtpositionen. Tückisch, wenn sie so langsam vonstatten gehen, dass man es nicht merkt. Es zeigt aber auch die Gefahr des "Starkseins" um jeden Preis (???) .. es kostet Kraft.

Der Haken dabei ist, es trifft bei mir einfach nicht zu, denn jeder Mann ist ein Zweifler.

ich denke mal, irgendwo ganz tief drin sind wir alle Zweifler ;-)

Der eine mehr, der andere weniger.

Kleines Beispiel: ich habe mich im Laufe der Zeit damit abfinden müssen, auf andere Leute zugehen zu müssen, praktisch jeden Kontakt selbst anzubahnen, indem ich irgendeine Plauderei, Small-Talk, beginne. Ganz gleich, ob bei Mann oder Frau. Das liegt daran, dass ich - eigentlich 100% übereinstimmendes Feedback - zunächst mal als sehr unnahbar und - vor allem - als extrem anspruchsvoll (in jeder Hinsicht) und wählerisch eingeschätzt werde. Die Verunsicherung in Person sozusagen.

nun ja, das kenne ich ;-D... an mich traut sich auch kaum jemand ran ;-D man ändert dann im Laufe der Zeit die Vorgehensweise; wie du sagst: Man wird selbst aktiv. Man MUSS es.

Ich habe z.b. gemerkt, dass sehr viele Männer auf den "Kumpel'"-Frau- Typ stehen .. so kommt man immer an. Aber es ist nur eine Rolle von mir. Ich bin kein "Kumpel"- Typ. Ich strahle das aber aus, und gerate dann natürlich an die falschen.

Aber wenn persönliches Interesse zwischen einem Mann und mir ins Spiel kommt, ist diese Verunsicherung mit ein paar Sätzen Small Talk nicht abzuschütteln. Vordergründig natürlich schon, wenn er ein souveränes Auftreten hat. Aber eben nicht wirklich. Und gleich vorweg wieder mal dazu bemerkt: Das sind keine schüchternen, unsicheren Männer. Ganz im Gegenteil.

Also: wie lautet deine Stärke-Schwäche-Theorie dazu?

1. Du MUSST aktiv werden, weil sich sonst keiner rantraut.. soweit richtig? Kann es sein, dass du ungeduldig bist? Ich denke, dass ist der entscheidende Punkt. Man muss warten lernen. Schwierig, ich weiß. Manchmal muss man sich auch rar = kostbar machen. Nein sagen können wäre ein weiteres Stichwort. Jemand, der wirklich will, bleibt dran. Der Zweifler gibt auf.

2. Du schreibst: Vordergründig kann er seine Verunsicherung abschütteln, aber irgendwie merkst du dann, dass es Vorspiegelung falscher Tatsachen ist.. im Gespräch? Oder woran sonst? Legst du es vielleicht (unbewusst) drauf an, diese "Schwachpunkte" zu finden?

Ich schrieb oben: Jeder Mensch ist irgendwo ein Zweifler, auch ein starker Mann. Nur, bei dem ist es möglicherweise ganz tief drin.. kaum zu finden. Man muss nur seine schwache Stelle suchen.

Grainne

wgieaauc2himmxer


Calacirya

Es zeigt aber auch die Gefahr des "Starkseins" um jeden Preis () .. es kostet Kraft.

Starke Menschen werden eben gerne ausgenutzt, indem man ihnen alles aufladen kann. Aber auch sie brechen irgendwann unter der Last zusammen, wenn sie nicht frühzeitig merken, dass sie sich zu viel aufladen lassen. Durch die Last werden sie immer "kleiner", bis sie schließlich auf dem Boden kriechen und der andere im Vergleich dazu immer "größer", denn er befreit sich ja von der Last und kann dadurch wachsen. Es passiert nicht selten, dass vormals selbstbewußte Menschen in einer Beziehung immer mehr zu Boden sinken.

Jetzt kommt es darauf an, aus was sie ihr Selbstbewußtsein ziehen. Ich bin damals aus einer Beziehung, in der ich mein Selbstbewußtsein völlig verloren hatte, rausgekommen, durch Erfolg und Anerkennung im Studium. Das hat mir dann wieder die nötige Kraft gegeben. Es ist also gut, wenn man sein Selbstbewußtsein aus anderen Quellen schöpfen kann, als nur zwischenmenschliche Anerkennung. Ganz schwer wird es für Leute, bei denen die Beziehung irgendwann ihr Ein und Alles und ihr ganzer Lebenssinn ist. Daher haben es auch (gehört aber eigentlich in den Monogamie-Thread) die typischen abhängigen Hausfrauen der 50/60ger so verdammt schwer, sich frei zu schwimmen und sich aus einer unbefriedigenden Ehe zu lösen.

Ich sehe z.B. meine künstlerische Begabung als sehr großes Glück an, weil ich dadurch immer etwas habe und immer etwas hatte, was mein Selbstbewußtsein wieder auffangen kann und daher habe ich auch keine Angst, mich fallen zu lassen, denn ích weiß, da gibt es etwas, das mich immer wieder retten wird.

tzraNshbman


@ morgenluft

Warum das so ist, obwohl ich noch keinen Piep zum Thema überhaupt gesagt habe? - Ich habe keine Ahnung. (Muss wohl irgendwie an mir liegen, das hat der betreffende Mann ja nicht bei allen Frauen.)

Ich glaube, du weißt sehr gut, woran das liegt... ;-)

Meinem persönlichen Eindruck nach sind diese Leute zwar bestenfalls nicht unbedingt unglücklich über ihre Situation, haben aber zumeist ein auffällig geringes Selbstvertrauen.

Kann ich nicht bestätigen. Unterschiedliche Erfahrungswerte, wie es scheint.

Der Begriff "Selbstverwirklichung" an sich wäre jedoch völlig entbehrlich, wenn man ihn so allumfassend ausfüllt, wie von dir angeführt.

Er ist entbehrlich. Worte, die die Welt nicht braucht...

In der Sache will ich das keineswegs generell bestreiten, nur scheint mir der Begriff "Selbstverwirklichung" fehl am Platz, und ich halte die Eigenschaften "alltagsdevot" und "ausgeprägt selbstbewusst" für unvereinbar.

"Alltagsdevot" bezieht sich lediglich auf den Partner, "selbstbewusst" in erster Linie auf das Verhalten gegenüber anderen. Die dominanten Partner sind nicht wahllos austauschbar, sondern weisen eine ganz spezifische Persönlichkeit auf, die eine entsprechend veranlagte Dame dann besonders fasziniert. Gegenüber Mr. Average rührt sich bei der Frau indes nicht der leiseste Wunsch nach Unterwerfung, weil er von ihr oftmals gar nicht als "richtiger Mann" anerkannt wird.

Es fällt mir nämlich mehr als schwer, mir im praktischen Leben einen dominanten Mann vorzustellen, der statt seiner alltagsdevoten Frau den Haushalt verrichtet.

Mir auch, aber ausschließen würde ich da nix. Vielleicht gibt's ja Exemplare, die unter keinen Umständen die Macht über Staubsauger und Putzeimer abgeben wollen... ;-D

Wird wohl ein Realitätsdefizit meinerseits sein.

Dazu sach ich jetzma nix... ;-D

Ausgezeichnet. Ich gehöre zu jener raren Sorte Frau, die eine totale Aversion hat und mache da keinen Finger krumm.

Wie kommt es nur, dass mich das jetzt nun überhaupt nicht überrascht...? ;-D

Und gleich vorweg wieder mal dazu bemerkt: Das sind keine schüchternen, unsicheren Männer. Ganz im Gegenteil.

Vielleicht nicht schüchtern oder unsicher im alltäglichen Auftreten, aber noch längst nicht das, was ich als selbstbewusst bezeichnen würde. Darauf werde ich aber demnächst in der noch immer ausstehenden PM eingehen, weil ich deine Einschätzung bezüglich gewisser Männer nicht teile. Es gibt unterschiedliche Arten des Selbstbewusstseins, von dem das auf sexueller Stärke basierende nach meiner Wahrnehmung den größten Einfluss auf die grundlegende Selbstsicherheit eines Mannes hat und somit die wichtigste Komponente für eine diesbezügliche Charakterfärbung darstellt. Wer hier Defizite aufweist, kann vielleicht zwar anhand beruflichem, finanziellem oder sozialem Status gegenüber anderen im alltäglichen Umgang leidlich sicher auftreten (= Kompensation), wird aber gegenüber starken und anspruchsvollen Frauen im entscheidenden Moment versagen.

CIal3acBiNryxa


Der Haken dabei ist, es trifft bei mir einfach nicht zu, denn jeder Mann ist ein Zweifler. Kleines Beispiel: ich habe mich im Laufe der Zeit damit abfinden müssen, auf andere Leute zugehen zu müssen, praktisch jeden Kontakt selbst anzubahnen, indem ich irgendeine Plauderei, Small-Talk, beginne. Ganz gleich, ob bei Mann oder Frau. Das liegt daran, dass ich - eigentlich 100% übereinstimmendes Feedback - zunächst mal als sehr unnahbar und - vor allem - als extrem anspruchsvoll (in jeder Hinsicht) und wählerisch eingeschätzt werde. Die Verunsicherung in Person sozusagen. Beim alltäglichen zwischenmenschlichen Umgang spielt das keine weitere Rolle, es zwingt mich lediglich dazu, zu agieren, aber das bin ich mittlerweile gewöhnt. Aber wenn persönliches Interesse zwischen einem Mann und mir ins Spiel kommt, ist diese Verunsicherung mit ein paar Sätzen Small Talk nicht abzuschütteln. Vordergründig natürlich schon, wenn er ein souveränes Auftreten hat. Aber eben nicht wirklich. Und gleich vorweg wieder mal dazu bemerkt: Das sind keine schüchternen, unsicheren Männer. Ganz im Gegenteil.

2. Versuch einer "Deutung".

Du projizierst deine Zweifel auf dein Gegenüber, sprich: Du suchst dir unbewusst diejenigen, die letztendlich doch schwach sind/werden, weil genau die dir nicht gefährlich werden können, weil du sie letzten Endes kontrollieren kannst.

Wieso ist der Begriff "Selbstverwirklichung" entbehrlich?

Grainne

tOras@hmaxn


@ Calacirya

Wieso ist der Begriff "Selbstverwirklichung" entbehrlich?

Weil er meist zum geschwollenen und inflationär verwendeten Vokabular modernen Blendertums gehört, von dem sich manch einer wer weiß was für höhere Wahrheiten verspricht. Hinter diesem Begriff kann sich gar nichts anderes verbergen als das schlichte Umsetzen eigener Wünsche bzw. Ausleben von Wesensmerkmalen. Was sonst sollte man denn noch anderes an sich selbst "verwirklichen"?

Gerade im Netz unter "Lexikon sociologicus" gefunden:

[[http://www.sociologicus.de/lexikon/lex_soz/s_z/selbstvw.htm]]

Selbstverwirklichung. Überzogener Begriff, mit dem die Forderung vertreten werden soll, dass jeder Mensch die Grenzen seiner Möglichkeiten erproben können soll, um so "zu sich selbst zu finden". Dabei tritt zurück, dass jeder Mensch dann auch die Grenzen des anderen tolerieren muss.

Wie unterschiedlich aber allein schon der Sinn von "Selbstverwirklichung" gesehen werden kann, belegt dieses hier:

[[http://www.lza.de/materialhilfen/thema/sich_selbst_verwirklichen.htm]]

Speziell diese Passage hat es in sich:

Der Grundirrtum des Selbstverwirklichungs-Konzepts ist es, dass man meint, durch das Streben nach möglichst umfassender Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, durch Erfüllung der eigenen Wünsche und autonome Selbstbestimmung sich selbst zu finden und Zufriedenheit zu erreichen. In Wirklichkeit verliert man sich selbst. Die Fixierung auf das eigene Ich und die eigenen Bedürfnisse macht nicht zufriedener und freier, sondern einsam und blockiert eine wirkliche Reifung der Persönlichkeit.

So ist festzustellen, dass die Betonung des Bedürfnisaspekts und der Selbstliebe bei vielen Menschen zu einem ungesunden Kreisen um sich selbst und seine Wehwehchen und zu einem unersättlichen Hunger nach Anerkennung und Selbstbestätigung geführt hat. Auch im seelischen Bereich bewahrheitet sich, was der Volksmund sagt: je mehr er hat, je mehr er will, Das Maß der Eigenliebe ist unbegrenzt, sie ist ein Fass ohne Boden. Vielfach lässt sich auch beobachten, dass sich auf diesem Weg keineswegs Stärke und Sicherheit entwickeln, sondern neue Ängste um sich greifen, die man zulässt, ja geradezu kultiviert und wiederum in die Selbstpflege einbezieht. Viktor Frankl sieht von daher den ganzen Rummel um die Selbstverwirklichung als ein "Symptom des Scheiterns", da Selbstverwirklichung nur derjenige suche, "der unfähig ist, den Sinn seines Lebens in etwas anderem zu finden als in seinem eigenen Egoismus".

Tja, als jemand, der sich in manchen Bereichen des Lebens zu einem gewissen Maß von Egoismus bekennt, laufe ich dann wohl auch Gefahr zu scheitern... ;-D

Cyal-aci@rya


Hinter diesem Begriff kann sich gar nichts anderes verbergen als das schlichte Umsetzen eigener Wünsche bzw. Ausleben von Wesensmerkmalen. Was sonst sollte man denn noch anderes an sich selbst "verwirklichen"?

wenn man auf der schlichten, ich nenne es mal egoistischen Stufe der immer gleichen Bedürfnisbefriedigung stehen bleibt, ist das mager. Allerdings ist die Voraussetzung dafür, sich weiterzuentwickeln, ERST MAL das vollständige Ausleben dieser aktuellen Bedürfnisse ;-D Erst DANACH kann es weitergehen.

Zu sich selbst zu finden, kommt erst dann, wenn das "Kreisen um sich selbst" und die eigenen Bedürfnisse aufgehört hat.. wobei das eben nie aufhört, wenn man beginnt, zu erfahren, darüber zu reflektieren, welche unbewussten Seiten in einem schlummern.

Dazu bedarf es aber der regelmäßigen Anregung von aussen; sprich: Anderer Menschen. Ausserdem Kommunikationsfähigkeit, Neugier bis Wissensdurst, Einfühlungsvermögen in andere, Toleranz etc.

Grainne

tOrash-maxn


@ Calacirya

Zu sich selbst zu finden, kommt erst dann, wenn das "Kreisen um sich selbst" und die eigenen Bedürfnisse aufgehört hat.. wobei das eben nie aufhört, wenn man beginnt, zu erfahren, darüber zu reflektieren, welche unbewussten Seiten in einem schlummern.

Dazu bedarf es aber der regelmäßigen Anregung von aussen; sprich: Anderer Menschen. Ausserdem Kommunikationsfähigkeit, Neugier bis Wissensdurst, Einfühlungsvermögen in andere, Toleranz etc.

Das alles fasse ich unter dem simplen Credo zusammen: Man lernt nie aus. Beziehungsweise immer noch dazu, wird "weiser", gelassener und entdeckt dabei noch andere Seiten an sich.

Nenne es meinetwegen "Selbstfindung", aber "Selbstverwirklichung" klingt in meinen Ohren nicht nur geschwollen, sondern auch schon viel zu sehr nach dem, was du bereits angedeutet hast: dem krampfhaften und daher peinlich anmutenden Versuch, bloß nix zu verpassen oder zu kurz zu kommen.

Ein Satz aus dem ansonsten vor Originalität nicht gerade sprühenden Buch "Generation Golf" von Florian Illies ist mir noch sinngemäß im Gedächtnis haften geblieben:

"Die Leute, die auf Teufel komm raus darauf bedacht sind, bloß nicht so zu werden wie ihre Eltern, machen im Laufe der Zeit oft komplette Idioten aus sich."

Für die Zeitgenossen mit krampfhaftem Selbstverwirklichungsdrang dürfte Ähnliches gelten... %-|

m{ortgrenluft


trashman

Warum das so ist, obwohl ich noch keinen Piep zum Thema überhaupt gesagt habe? - Ich habe keine Ahnung. (Muss wohl irgendwie an mir liegen, das hat der betreffende Mann ja nicht bei allen Frauen.)

Ich glaube, du weißt sehr gut, woran das liegt...

Woran das liegt weiss ich natürlich, aber warum das bei anderen so übergewichtig rüberkommt, weiss ich wirklich nicht. (Auch bei Frauen übrigens.) Immerhin halte ich mich ja nicht (nur ;-)) für einen wandelnden Forderungskatalog, sondern habe schon auch noch etliche andere Attribute an mir.

Meinem persönlichen Eindruck nach sind diese Leute zwar bestenfalls nicht unbedingt unglücklich über ihre Situation, haben aber zumeist ein auffällig geringes Selbstvertrauen.

Kann ich nicht bestätigen. Unterschiedliche Erfahrungswerte, wie es scheint.

Mag sein. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass die für Einschätzung des Selbstvertrauens anderer Personen geschlechtsspezifisch andere Kriterien zugrunde gelegt werden bzw. Kriterien anders gewichtet werden.

Der Begriff "Selbstverwirklichung" an sich wäre jedoch völlig entbehrlich, wenn man ihn so allumfassend ausfüllt, wie von dir angeführt.

Er ist entbehrlich. Worte, die die Welt nicht braucht...

Da gebe ich dir prinzipiell Recht. Für mich persönlich hat sich das Thema eigentlich nie gestellt. Entweder ich will etwas, oder ich will etwas nicht. Und ich tu ewas, oder ich lass es bleiben. Nachdenken müssen, was könnte ich denn eigentlich wollen oder verändern wollen, wonach ich bis jetzt noch nie ein Bedürfnis hatte, ist meinem Denken völlig fremd. - Allerdings gibt es zB wirklich - auch heute noch - eine phänomenal grosse Zahl von - insbesonders - Frauen, schon vom Elternhaus weg in ein Schema haben pressen lassen, ohne sich selbst dazu überhaupt mal nüchtern zu fragen. Weil es als ganz normal und selbstverständlich gilt, so zu funktionieren, wie das "alle tun" und es daher auch jede für sich selbst einfach so erwartet. Dass das gesellschaftliche Oktroy, dass "Liebe" bzw. "Beziehung" der eigentliche Motor weiblichen Lebens ist, einfach eine verheerende Chimäre ist, da kommen die meisten erst nach einer elendslangen Zeit des Irrens und Wartens drauf. Und danach gilt es dann wirklich, erst mal zu artikulieren, was will denn eigentlich ich, und wie setze ich das in meinem Leben um. Das ist für mich der eigentliche Bereich, in dem der Begriff "Selbstverwirklichung" auch Berechtigung hat.

Wird wohl ein Realitätsdefizit meinerseits sein.

Dazu sach ich jetzma nix...

Lass mich mal raten: du hältst mich für eine unverbesserliche Romantikerin, stimmts? ;-D

Ausgezeichnet. Ich gehöre zu jener raren Sorte Frau, die eine totale Aversion hat und mache da keinen Finger krumm.

Wie kommt es nur, dass mich das jetzt nun überhaupt nicht überrascht...?

Bilde dir da nur nichts ein drauf. So klein kann eine Schublade gar nicht sein, dass nicht doch irgendwas reinpasst.

Vielleicht nicht schüchtern oder unsicher im alltäglichen Auftreten, aber noch längst nicht das, was ich als selbstbewusst bezeichnen würde. Darauf werde ich aber demnächst in der noch immer ausstehenden PM eingehen, weil ich deine Einschätzung bezüglich gewisser Männer nicht teile.

Na das würde mich natürlich sehr interessieren. Ich selbst würde zwar hinter selbstsicherem Auftreten auch nicht unbedingt Selbstbewusstsein vermuten, und schon gar nicht als zwangsläufige Verbindung, aber als Indikator gilt es mir schon. Ich kann mir zB wirkliches Selbstbewusstsein, gepaart mit (permanent)unsicherer Aussenwirkung einfach nicht vorstellen.

Es gibt unterschiedliche Arten des Selbstbewusstseins, von dem das auf sexueller Stärke basierende nach meiner Wahrnehmung den größten Einfluss auf die grundlegende Selbstsicherheit eines Mannes hat und somit die wichtigste Komponente für eine diesbezügliche Charakterfärbung darstellt. Wer hier Defizite aufweist, kann vielleicht zwar anhand beruflichem, finanziellem oder sozialem Status gegenüber anderen im alltäglichen Umgang leidlich sicher auftreten (= Kompensation), wird aber gegenüber starken und anspruchsvollen Frauen im entscheidenden Moment versagen.

Dem stimme ich ohne weiteres zu, gebe aber zu bedenken, dass das ohne jeden praktischen Wert für eine Frau ist, weil sie sexuelles Selbstbewusstsein bei einem Mann von aussen einfach nicht erkennen kann. Versetz dich doch mal in die einfache Ausgangssituation "wollen tut jeder": wie pickst du dann einen richtigen heraus? Trial and error? Kenn ich beides ;-))

w1ieau5chimxmer


morgenluft

Dass das gesellschaftliche Oktroy, dass "Liebe" bzw. "Beziehung" der eigentliche Motor weiblichen Lebens ist, einfach eine verheerende Chimäre ist, da kommen die meisten erst nach einer elendslangen Zeit des Irrens und Wartens drauf.

Das sehe ich grundsätzlich auch als Problem. Bei mir war es aber insofern nicht so, weil meine Beziehungen meinerseits oft schnell beendet wurden, weil ich dachte: "Wie, das soll jetzt die Erfüllung sein?". Da hab ich mir mein Leben lieber auf eigene Faust erfüllt und den Beziehungen keine große Rolle mehr zugewiesen. Klar, war da immer noch der Gedanke an den "Richtigen", aber im Gegensatz zu vielen anderen Frauen hab ich nicht so schnell geglaubt, dieser Mann müsse jetzt richtig sein, weil er alles hat, was man von einem guten Schwiegersohn erwarten kann. Wenn das für mich nicht richtig war, dann hab ich ihn wieder schnell verlassen, nie geheiratet und alleinerziehend bevorzugt.

Trotzdem spielt für das Maß meiner Lust und die erotische Attraktivität eines Mannes aber Liebe für mich eine Rolle. Das steigert für mich seine Attraktivität einfach und meine Lust, mit ihm Sex haben zu wollen. Attraktivität heißt ja nichts anderes als Anziehungskraft und die erlebe ich als weitaus höher, wenn er mich auch emotional sehr anzieht. Ich finde es auch nicht richtig, wenn man jetzt ins andere Extrem verfällt und die Liebe ablehnt. Das ist vielleicht für solche Frauen verständlich, bei denen die Liebe sie lange am wirklichen Ausleben ihrer Bedürfnisse gehindert hat und die damit eine Einengung verbinden. Das habe ich aber nie.

mHorgYenl)uft


Calacirya

Meine Theorie: Unbewusst (oder bewusst? aus gemachter Erfahrung) treffen selbstbewusste Frauen die richtigen Partner. Das war das, was trashman anhand seiner Partnerin versucht hat, zu erklären. Sie wirkt SO STARK, dass sich keiner rantraut, der nicht 100 % selbstbewusst ist.

Das ist trashmans persönliche Perspektive. Auf mich trifft das aber nicht zu. Die letzte Beziehung, wo ich das für mich noch als zutreffend beschreiben könnte, hatte ich mit 25. Ich hatte damals aber den für meine heutige Persönlichkeit grössten und entscheidenden Entwicklungsschub noch vor mir. Und eben seit dem stellt sich die Situation für mich so dar wie beschrieben. Den Mann, der sich mir mit einem Gefühl der inneren Überlegenheit nähert, gibt es nicht (mehr). Mag er sich sexuell gewachsen fühlen, fühlt er sich intellektuell unterlegen, an Status unterlegen, oder sonst einen Mist. Ist er intellektuell auf gleicher Welle, hat er als Mensch, der sich demnach auch selbst hinterfragt, aber automatisch auch sexuelle Selbstzweifel. Den absoluten Sieger gibt es nun mal nicht.

Also: Wenn selbstbewusste, starke Frauen den falschen treffen, versuchen sie nicht lange, ihn zu ändern, weil sie wissen, dass es nix bringt und weil sie wissen, dass der "Fehler", der eventuell in einer sich anbahnenden Beziehung unweigerlich auftritt, nicht an ihnen liegt (schließlich sind sie selbstbewusst, sie kommen gar nichtg auf den Gedanken.)

Den "Falschen"! *schrei*. Es gibt keinen "absolut Richtigen", sondern nur einen relativ Richtigen! Ich versuche auch nicht zu ändern, sondern nur, Zweifel zu zerstreuen.

Wenn du immer die falschen triffst... strahlst du irgendwas aus, was genau DIESE Männer anzieht.

Ja, aber wie soll ich mich blöder machen als ich bin, anspruchsloser machen als ich bin, schwächer machen als ich bin, bedürftiger, dankbarer oder sonstwas machen, als ich bin?

Wenn dir jemand enorme sex. Ansprüche ansieht und ZWEIFELT, ist er einfach nicht der Richtige. Alles Reden, zurücknehmen etc ist sinnlos. Wenn deine Ausstrahlung aber so stark wäre, wie du meinst, warum zieht sie dann Zweifler an

Nochmals: weil bei mir JEDER, absolut JEDER (in irgendeiner Weise) ein Zweifler ist. Bsp. Unlängst kam ich mit einem Mann in Kontakt, der über mich zunächst gar nichts wusste. Ich erlaube mir die Vermutung, dass er nicht beabsichtigte mein bester Kumpel zu werden, sondern sein Interesse primär sexueller Natur war :-D. Er ging es heftig, unverschämt und völlig locker an, war sehr interessant für mich. Als er - am gleichen Abend noch - durch andere mehr über mich erfuhr, kam er hergestürmt, ziemlich sauer, und fragte mich unverblümt, warum ich ihm nicht gleich gesagt hätte, dass ich "in einer anderen Liga" spiele, und warum ich mich denn mit ihm so blöd spielen würde. Also was? Hätte ich ihn jetzt aus seinem Loch hervorkitzeln sollen? Was hätte mir das gebracht? Was hätte das an der Tatsache geändert, das ihm das unverdaulich ist?

Der Haken dabei ist, es trifft bei mir einfach nicht zu, denn jeder Mann ist ein Zweifler.

ich denke mal, irgendwo ganz tief drin sind wir alle Zweifler

Der eine mehr, der andere weniger.

Ganz richtig.

nun ja, das kenne ich ... an mich traut sich auch kaum jemand ran man ändert dann im Laufe der Zeit die Vorgehensweise; wie du sagst: Man wird selbst aktiv. Man MUSS es.

Genau so ist es.

Ich habe z.b. gemerkt, dass sehr viele Männer auf den "Kumpel'"-Frau- Typ stehen.. so kommt man immer an. Aber es ist nur eine Rolle von mir. Ich bin kein "Kumpel"- Typ. Ich strahle das aber aus, und gerate dann natürlich an die falschen.

Ja, der Kumpel-Typ ist nicht so gefährlich ;-) Wie machst du das, etwas auszustrahlen, das du nicht wirklich bist?

1. Du MUSST aktiv werden, weil sich sonst keiner rantraut.. soweit richtig?

Genau. Mache ich aber nur insoweit, als ich anspreche. Aber völlig unverfänglich. Nie, dass ich was anderes zu erkennen gäbe. Weil die trauen sich nicht einmal, mich anzusprechen, weil sie erwarten, gleich was Arrogantes über die Rübe zu kriegen!

Kann es sein, dass du ungeduldig bist?

Ha! Bin ich schon. Aber lasse ich mir längst nicht anmerken. Ganz im Gegenteil, in meiner Zurückhaltung bin ich extrem hartnäckig.

Manchmal muss man sich auch rar = kostbar machen.

Brauche ich nicht. Intuitiv erfasst sogar jeder Idiot, dass nicht er der Spielleiter ist, sondern ich. Das ist ja gerade der Mist. Warum ist das so. Warum IMMER?

Nein sagen können wäre ein weiteres Stichwort. Jemand, der wirklich will, bleibt dran. Der Zweifler gibt auf.

Auch nicht. Könnte ich nie tun. Würde jeder sofort aufgeben. Die warten doch von der ersten Minute an auf ein Nein. Würde "nur bestätigen, was sie ohnehin immer gedacht haben". Kein Mann würde mir abnehmen, dass ich mich nur ein wenig ziere und mir unschlüssig, unsicher wäre, das passt nicht zu mir, und stimmt insoweit auch. Was ich sage, wird soweit auch ernst genommen.

Du schreibst: Vordergründig kann er seine Verunsicherung abschütteln, aber irgendwie merkst du dann, dass es Vorspiegelung falscher Tatsachen ist.. im Gespräch? Oder woran sonst? Legst du es vielleicht (unbewusst) drauf an, diese "Schwachpunkte" zu finden?

Ich sehe sie einfach. Die Oberfläche bei einem Mann interessiert mich in Wirklichkeit nicht die Bohne. Schon in der ersten Minute fange ich zu kratzen an, alles andere ist für mich uninteressant.

Versuch einer "Deutung".

Du projizierst deine Zweifel auf dein Gegenüber, sprich: Du suchst dir unbewusst diejenigen, die letztendlich doch schwach sind/werden, weil genau die dir nicht gefährlich werden können, weil du sie letzten Endes kontrollieren kannst.

Bewusst suche ich mir Männer nach deren Ausstrahlung, nach der Chemie aus, und da bin ich sehr krititsch. Demnach müsste ich es mal mit Männern versuchen, bei denen die Chemie nicht passt, oder wenigstens vordergründig erst mal nicht. (Mein Gott, wo soll ich denn da anfangen ;-D) Oder anders: welche Kriterien kämen denn dann in Frage?

w6ieauVch_immxer


Uglaublich!

Ein deutsches Ehepaar fand nach acht Jahren heraus, wieso sie keine Kinder bekamen - sie hatten keinen Sex.

In der Universitätsklinik Lübeck führte man Fruchtbarkeitstests durch, die aber positiv ausfielen. Als ein Arzt das Paar fragte, wie oft sie Sex haben, erhielt er als Antwort: 'Was meinen Sie?'.

Das Paar sei kerngesund, die Ursache für das fehlende Wissen liegt daran, dass sie in einer religiösen Umgebung aufgewachsen sind und nie aufgeklärt wurden. Das Paar befindet sich nun in einer Therapie.

[[http://shortnews.stern.de/start.cfm?id=518020&newsid=3&rubrik1=Brennpunkte&rubrik2]]

tvra:shxman


@ morgenluft

Immerhin halte ich mich ja nicht (nur) für einen wandelnden Forderungskatalog, sondern habe schon auch noch etliche andere Attribute an mir.

Die da wären?

Und danach gilt es dann wirklich, erst mal zu artikulieren, was will denn eigentlich ich, und wie setze ich das in meinem Leben um. Das ist für mich der eigentliche Bereich, in dem der Begriff "Selbstverwirklichung" auch Berechtigung hat.

Der Begriff "Selbstfindung" erscheint mir auch hier wesentlich passender.

Lass mich mal raten: du hältst mich für eine unverbesserliche Romantikerin, stimmts?

Klar, nichts liegt näher... ;-D

Bilde dir da nur nichts ein drauf. So klein kann eine Schublade gar nicht sein, dass nicht doch irgendwas reinpasst.

Meine Schubladen pflege ich mir grundsätzlich selbst zu basteln... ;-)

Ich kann mir zB wirkliches Selbstbewusstsein, gepaart mit (permanent) unsicherer Aussenwirkung einfach nicht vorstellen.

Ich auch nicht, aber umgekehrt wird eben leider kein Schuh draus, wie du offensichtlich schon vielfach erkannt hast.

Dem stimme ich ohne weiteres zu, gebe aber zu bedenken, dass das ohne jeden praktischen Wert für eine Frau ist, weil sie sexuelles Selbstbewusstsein bei einem Mann von aussen einfach nicht erkennen kann. Versetz dich doch mal in die einfache Ausgangssituation "wollen tut jeder": wie pickst du dann einen richtigen heraus? Trial and error? Kenn ich beides.

Das ist zugegebermaßen ein Problem. Es wäre zu überlegen, ob sich sexuelle Unsicherheiten in der Kennenlernphase ausloten lassen, ohne gleich in niederes Fahrwasser zu geraten. Momentan habe ich da auch keine Idee, aber aus männlicher Sicht ist das sowieso kaum zu lösen. Du bräuchtest Tipps (sofern es die tatsächlich gibt) von Frauen, die da vielleicht eine gewisse Strategie parat haben... ???

Den Mann, der sich mir mit einem Gefühl der inneren Überlegenheit nähert, gibt es nicht (mehr). Mag er sich sexuell gewachsen fühlen, fühlt er sich intellektuell unterlegen, an Status unterlegen, oder sonst einen Mist. Ist er intellektuell auf gleicher Welle, hat er als Mensch, der sich demnach auch selbst hinterfragt, aber automatisch auch sexuelle Selbstzweifel. Den absoluten Sieger gibt es nun mal nicht.

Den absoluten Sieger nicht, aber Männer, denen ein intellektueller oder sozialer Vergleich völlig wurscht ist.

Meine derzeitige Partnerin ist nicht die erste Frau, die mir zumindest hinsichtlich beruflichem und sozialem Status überlegen ist. Genau das ist für einen Mann mit ausgeprägtem sexuellem Selbstbewusstsein aber der eigentliche Reiz, denn gerade diese "andere Liga" fordert ihn heraus. Aber auch dazu Näheres in der ausstehenden PM.

Als er - am gleichen Abend noch - durch andere mehr über mich erfuhr, kam er hergestürmt, ziemlich sauer, und fragte mich unverblümt, warum ich ihm nicht gleich gesagt hätte, dass ich "in einer anderen Liga" spiele, und warum ich mich denn mit ihm so blöd spielen würde. Also was?

Klingt für mich nach 'nem komplexbeladenen Waschlappen. Der Kerl hätte doch über seine Chance froh sein sollen, sich einer Frau wie dir nähern zu können. Ich begreif so was nicht: Gerade in solchen Momenten bietet ihm sich doch eine Herausforderung, wie er sie nicht alle Tage vorfindet. Wie wenig wirkliches Selbstbewusstsein muss mann denn haben, um solche Gelegenheiten verstreichen zu lassen? Wie minderwertig muss mann sich fühlen, um sich selbst als "Spielzeug" zu empfinden?

Zumal es einem Kerl, der an dir sexuell interessiert ist, letztlich völlig wurscht sein könnte, ob er für dich nur ein erotischer Zeitvertreib ist - darauf basieren derlei Affären doch ohnehin. Aber auch hier offensichtlich: fehlende Gelassenheit.

Genau. Mache ich aber nur insoweit, als ich anspreche. Aber völlig unverfänglich. Nie, dass ich was anderes zu erkennen gäbe. Weil die trauen sich nicht einmal, mich anzusprechen, weil sie erwarten, gleich was Arrogantes über die Rübe zu kriegen!

Eine gewisse Portion Arroganz empfinde ich bei einer Frau mitunter als äußerst reizvoll - sofern sie sich das leisten kann...

Ha! Bin ich schon. Aber lasse ich mir längst nicht anmerken. Ganz im Gegenteil, in meiner Zurückhaltung bin ich extrem hartnäckig.

Erwähntest du nicht kürzlich auch, dass du auffällig schnell gelangweilt bist? Ungeduld, Zurückhaltung, Langeweile - nicht gerade die erfolgversprechendsten Flirtfaktoren, wie mir scheint... :-p

Es ist und bleibt ein Vabanquespiel: Zwischen kühler Arroganz, wie sie mich fasziniert, und abstoßender Distanz liegt nur ein schmaler Grat. Zumal die Zahl der Männer, die sich an Damen mit erstgenanntem Attribut rantrauen, sowieso meist recht gering ist.

Brauche ich nicht. Intuitiv erfasst sogar jeder Idiot, dass nicht er der Spielleiter ist, sondern ich. Das ist ja gerade der Mist. Warum ist das so. Warum IMMER?

Tja, das ist das Schicksal vieler tougher und erfolgreicher Ladies. 8-)

Mir selbst ist es im Übrigen völlig gleich, ob sich eine Frau beim Kennenlernen als "Spielleiterin" fühlt - weil ich weiß, dass sich die Rollen ab einem gewissen Moment sowieso umkehren werden... :-D

Kein Mann würde mir abnehmen, dass ich mich nur ein wenig ziere und mir unschlüssig, unsicher wäre, das passt nicht zu mir, und stimmt insoweit auch. Was ich sage, wird soweit auch ernst genommen.

Da offenbaren sie sich wieder, die unterschiedlichen Formen des Selbstbewusstseins... ;-)

Ich sehe sie einfach. Die Oberfläche bei einem Mann interessiert mich in Wirklichkeit nicht die Bohne. Schon in der ersten Minute fange ich zu kratzen an, alles andere ist für mich uninteressant.

Woran und in welcher Weise "kratzt" du denn da konkret?

w;ieauochixmmer


trashman

Meine Schubladen pflege ich mir grundsätzlich selbst zu basteln...

Gute Aussage. Zu glauben, man hätte keine Schublade, wäre nämlich falsch, denn das menschliche Denken geht gar nicht, ohne das Bilden von Schubladen (Einordnungs-Kategorien und Vereinfachung). Die Welt ist einfach zu komplex, um über sie nachdenken zu können, ohne zu reduzieren und einzuordnen. Sich eigene Schubladen basteln (die aber natürlich auch nicht komplett unabhängig sind von denen, die man erlernt hat), nenne ich Selbstbestimmung und Eigenverantwortung und das ist für mich Selbstfindung und die Art von Freiheit, mit der man auch leben will (denn wer will schon völlig frei sein, ohne irgendwelche Bezüge und Verbindlichkeiten.).

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH