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Nutten: die Konkurrenz für die Ehefrau ?

w ieau[chHimmner


Monika65

Was befriedigt ein Mensch viel mehr, wenn er sich an einem lebendem anderen Objekt selbstbefriedigt, oder stattdessen seine eigenen Hände benutzt? Was ist da ein so großer Unterschied, dass es Gewalt rechtfertigt? Der Unterschied ist nicht die sexuelle Befriedigung, sondern eben die Gewalt, die Macht.

Bei sexueller Gewalt (und das wurde hinreichend untersucht) ist das Motiv Macht und Gewalt und nicht ein aufgestautes sexuelles Bedürfnis. Die "Dampfkessel"-These ist längst widerlegt. Es gibt keine sexuell motivierte Gewalt, sondern nur gewaltmotivierten Sex. Darüber gibt es aus verschiedenen Wissensgebieten mittlerweile hinreichende Belege, z.B..

"Wenn Sie regelmäßig einen Orgasmus haben, steigt der Testosteronspiegel. Oft macht sich das durch steigende Lust bemerkbar. Andersherum: Wenn man länger keinen Sex hat, "vermisst" man ihn oft nicht mehr ganz so sehr."

(Script zur WDR-Sendereihe "Quarks & Co": Biochemie der Liebe)

oder:

"Serienmordtaten enthalten in fast allen bekannten Fällen extreme sadistisch sexuelle Komponeten. Die lange gültige Theorie von übersteigerten Sexualtrieb ist heute kaum noch haltbar (vgl. bsplw. BURGESS et al., 1986; FBI, 1985; FÜLLGRABE, 1983, 1992; GÖBEL, 1993), statt dessen wird eine extrem aggressive Motivation angenommen. Es gibt also, wie SCHMIDT (1983) aufzeigt, nichtsexuelle Motive im Sexualverhalten. Er schreibt: "Sexualität erhält über den autochtonen Charakter hinaus Qualitäten von Intensität und Dynamik aus anderen als sexuellen Quellen, sie erlangt ihre Intensität und die Indienstnahme nichtsexueller Motive und Affekte".

oder:

"Diese Untersuchungen gehen davon aus, daß sexuelle Gewalt nicht in der Sexualität begründet ist, sondern Sexueller Mißbrauch ein Machtphänomen darstellt. Den Tätern geht es darum, sich überlegen zu fühlen, zu demütigen, zu strafen, Wut abzulassen oder die eigene Männlichkeit zu beweisen. Sexuelle Gewalttaten sind nur ein Mittel um Machtinteressen durchzusetzen.

Andere Studien ergeben keine besondere Auffälligkeiten von Sexualtätern, sie sind in der Regel nicht kranker, problembeladener oder triebhafter als andere. Es ist eher so, daß die Täter den gesellschaftlichen Normvorstellungen, etwa dem Männlichkeitsideal entsprechen und sozial gut angepaßt sind. Nicht nur die Täter sind nicht auffällig, sondern auch die Opfer. Von sexueller Gewalt sind Frauen und Kinder unabhängig von ihrem Alter, ihrem Äußeren und ihrem Verhalten betroffen....Männer die stark an den traditionellen Geschlechtsrollen orientiert sind, verüben mehr sexuelle Übergriffe als Männer die weniger traditionell eingestellt sind."

Trotz genügend neuer, gegenteiliger Untersuchungsergebnisse wird gerne an dem Mythos, dass sich die sexuelle Lust beim Mann wie im Dampfkesselmodell aufstaut (Bei der Frau nicht, denn sie hat ja bekanntlich keinen richtigen Sextrieb und braucht keine Befriedigung, sondern sie hat nur Sex, um dem Mann einen Gefallen zutun...und daran siehst du mal, wie die Themen hier im Forum zusammenhängen!) und er irgendwann überkochen muss, ungebrochen festgehalten. Warum? Weil man damit eine prima Rechtfertigung hat, der Sextrieb ist Schuld "Ich konnte nicht anders, denn der Trieb hat mich dazu gezwungen". Das ist eine prima Ausrede, die auch gerne für die Rechtfertigung von Prostitution herhalten muss. Sie ist aber schlichtweg falsch, weil wissenschaftlich widerlegt!

M%onikxa65


"Wenn Sie regelmäßig einen Orgasmus haben, steigt der Testosteronspiegel. Oft macht sich das durch steigende Lust bemerkbar. Andersherum: Wenn man länger keinen Sex hat, "vermisst" man ihn oft nicht mehr ganz so sehr."

Das bestätigt mein Freund auch immer. Seltsam, ich empfinde es eher umgekehrt.

Aus deinen Recherchen entnehme ich, dass Nutten also nicht die Vergewaltigungszahlen quasi drücken. Nun gut, dann wäre wenigstens das eklärt. Das es eher um Macht als um Sex geht, habe ich auch gelesen, deshalb werden auf häufiger eher "weiblich, schwach wirkende" Frauen Opfer.

Ein Mann sagte mir mal, dass er, wenn er länger keinen Sex hat, "dicke Eier" bekommt und quasi jede Frau nehmen würde. Er könnte aus dem Auto springen und die nächstbeste Grapschen..

Das war im Spaß gesagt... aber das würde wieder mehr für die Triebstaugeschichte sprechen.

MMariaM@agda{lexna


Ähem

Habe als Studi mal in einem 'Etablissement' als Fahrerin, Callgirls zu Hausbesuchen gefahren, VIP-Gäste aus Bars abgeholt etc, gearbeitet und dabei wirklich was für's Leben gelernt %-|

Die meisten Gäste, so werden dort die Männer genannt, standen auf eine junge Frau, die wie ein armes verlorenes Seelchen von hinter dem Ural aussah: blass und ungeschminkt, lange blonde Haare ohne erkennbare Frisur, trauriger Blick, altmodischer und halblanger Faltenrock, flache Bequemschuhe, nichtssagender Pulli und ein einfaches Mäntelchen drüber. :-

Einige Männer haben auch deshalb eine Prosti zu sich nachhause geholt, weil sie schlichtweg die Baggerei und die ganzen Präliminarien leid waren, bis es endlich zum Sex kommen kann. Es gab auch einen Stammgast dort, ein kleines uraltes Hutzelmännchen, der konnte nicht poppen, wollte aber immer kucken ;-) und das nur bei den Prostis, die gerade von anderen Gästen kamen und lauthals verkündeten, sie seien noch ganz voll von dem Vorgänger und völlig ungewaschen und stinkig :-/

Und dann gab es auch noch die komplette Mannschaft einer Autowerkstatt, die jeden Freitag nach Arbeitsschluss drei bis vier Mädels kommen ließen. Und natürlich auch viele Witwer. Die waren immer sehr lieb zu den Mädchen, haben sie nachher zum Auto gebracht und mit mir noch ein wenig gesmalltalkt. :-)

Es gibt also so viele Gründe zu einer Prosti zu gehen, wie es Männer gibt. Aber ich könnte, selbst bei meinen mageren Erlebnissen keinen Grund dafür sehen, daß eine Prosti Konkurrenz für eine Ehefrau ist.

wcieaSuchixmmer


Monika65

aber das würde wieder mehr für die Triebstaugeschichte sprechen.

Das größte Sexualorgan ist das Gehirn und das Bewußtsein bestimmt auch das Sein:

"Nur aufgrund dieser doppelten Definition werden die grauenerregenden Taten zu Beweisen für die gefährliche Natur des Menschen, sprich des Mannes. Seine Triebhaftigkeit beweisen sie jedoch nur, solange wir den Prämissen des Deutungsmusters folgen. (Ich hatte bereits darauf hingewiesen, daß z.B. Eberhard Schorsch dessen Axiome vehement in Frage gestellt hatte.) Andere Deutungen der Taten würden zu 'Beweisen' für andere Sachverhalte führen. Zum Beispiel einfach für die begrenzte Berechenbarkeit menschlichen Verhaltens, für die verheerende Wirkung bestimmter Erziehungspraktiken auf die Seele des Menschen oder auch für das Wirken teuflischer Mächte auf Erden. Was solche Handlungen alles in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Interpretation 'beweisen', hat Philip Jenkins (1994) für die des Deutungsmusters 'Serienmord' untersucht...

Da das Geschlecht insgesamt (also: 'sex' und 'gender') eine "historisch bestimmte Denk-, Gefühls- und Körperpraxis" (Maihofer) ist, sind auch Geschlechtsdifferenzen in emotionalen Bereichen sozial bedingt. Entsprechend stellt sexuelles Verhalten in erster Linie "hegemoniale Zuschreibungen dar, insbesondere von 'männlichen' oder 'weiblichen' Eigenschaften und Fähigkeiten intellektueller, emotionaler oder habitueller Art: Männer sind danach (u.a.) aktiv, autonom, Frauen hingegen sind passiv, beziehungsorientiert und irrational..." (Maihofer 1995: 100 - Hervorh. von M.Sch.). Geschlechtsspezifische Gefühlszuschreibungen stehen also nicht nur im Zentrum alltagsweltlicher Klischees dar, sondern bringen gleichzeitig in der Praxis auch geschlechtstypische Handlungsorientierungen hervor (vgl. Bilden 1991: 285). Wir werden nicht nur zu Männern und Frauen gemacht, sondern wir selbst werden sie (vgl. Maihofer 1995: 16; Bilden 1991: 284).

[60] Für den uns interessierenden Handlungsbereich heißt dies: Unsere Sexualität wird nicht nur von der Gesellschaft als triebhaft angesehen, sondern von uns - den Männern - auch genauso empfunden. Und weil wir Sexualität nicht anders als triebhaft denken und empfinden können, handeln wir auch so. Weil wir triebhaft gemacht werden, sind wir es auch. "Ich konnte mich nicht beherrschen" kennzeichnet deshalb im alltäglichen Sexualverhalten nicht Entschuldigungsrhetorik, sondern das, was subjektiv empfunden wird."

Also: Das Bewußtsein bestimmt das Sein. Dazu kann man auch ganz andere Beispiele anführen. Wer Angst vor Gespenstern hat, erlebt wirklich Angst, obewohl es Gespenster gar nicht gibt, er nie welche gesehen hat, erlebt er die Angst ganz real. Er hat also Angst, weil er glaubt, es gäbe Gespenster und nicht, weil sie ihn wirklich bedrohen. Genauso ist es hier: Männer empfinden ihre Sexualität als triebhaft, weil sie glauben, dass sie triebhaft ist.

Ich denke, du erkennst bei dieser Beschreibung der Zuschreibungen von weiblichen und männlichen Eigenschaften, die dann in das eigene Selbstbild und das eigene Selbstempfinden übernommen werde, Paralellen zu unseren anderen Threads hier. Frau gilt als weniger triebhaft, sondern ihr geht es um Liebe und sie braucht nicht unbedingt sexuelle Befriedigung, also empfindet sie es auch selber so und gibt sich oft mit einem schlechten und unbefriedigendem Sexleben zufrieden, weil sie gar nicht auf die Idee kommt, dass ihr etwas fehlt.

Das hängt alles zusammen.

Nur weil einzelne es gelernt haben ihre sexuellen Wünsche als triebhaft zu empfinden, heißt es nicht, dass sie per se so triebhaft sind, denn was sollte der biologische Sinn dahinter sein, dass nur Männer mit so einem Trieb ausgestattet sind, während Frauen auch über Jahre hinweg ganz ohne Sex klar kommen. Das hat nichts mit Biologie zutun, sondern damit, dass man mit der vorstellung aufwächst, dass es so ist, dass Männer es brauchen und Frauen nicht unbedingt. Diese Vorstellung übernimmt man dann unbewußt in sein eigenes Selbstbild und empfindet sich selber auch so.

Die Damen, die hier im Forum sexuelle Befriedigung auch für Frauen fordern, tun nichts anderes, als dieses Rollenbild zu hinterfragen und damit tun sie m.E. ganz Recht.

w3iXeaucgh0immer


Monika65

"Einige Männer haben auch deshalb eine Prosti zu sich nachhause geholt, weil sie schlichtweg die Baggerei und die ganzen Präliminarien leid waren, bis es endlich zum Sex kommen kann."

Und da siehst du wieder Paralellen zum Thread: "Warum Männer es nicht bringen". Wieso sollen sie sich Mühe geben, wenn es auch so einfach geht?

Es gibt sicher einige Männer, die aus lauter Einsamkeit einfach menschliche Nähe suchen und sich daher gerne von der Illusion täuschen lassen. Die sind nur zu bedauern aber sicher diejenigen Freier, welche die Nutte mit Anstand und Achtung behandeln. Es gibt aber auch eine Menge, die mit der Einstellung "Ich habe die Macht, mir mit meinem Geld alles zu kaufen, was ich will und mich bedienen zu lassen" ins Bordell gehen. Das sind dann diejenigen, die auch gerne wissenlich zu einer Zwangsprostituierten gehen, denn das gibt ihnen den richtigen "Machtkick".

DgerK_New2toxn


Monika, mit dem "Trieb" und der Lust ist es wie beim Sport (Sex ist ja auch Sport), es gibt sowohl einen Trainingseffekt wie auch einen Erholungseffekt. Die höchste sportliche bzw. sexuelle Potenz und auch die höchste Motivation/Lust hat man normalerweise dann (es spielen aber noch viele andere Faktoren mit), wenn man immer brav "trainiert" hat und dann einige Tage (evtl. Wochen) Pause macht.

Folglich bin ich schon der Meinung, daß es in einer enthaltsamen Phase eine Art energetischer Aufladung gibt. Daß man(n) diese Energie nun aber um jeden Preis in einer Frau austoben muß, ist Unsinn.

Letztlich kann wohl kaum jemand beurteilen, ob aus einem Puffgänger in Ermangelung eines Puffs ein Vergewaltiger werden würde. Wegen Lust oder gar Liebe sicher nicht, aber wenn es laut wieauchimmer in beiden Fällen vor allem um Macht geht, wäre es doch vorstellbar. Wir dürfen die Frage "Ist ein verhinderter Puffgänger biologisch gezwungen, eine Frau zu vergewaltigen" (Antwort: Nein) nicht verwechseln mit der schlichten Frage, ob er es evtl. tun würde.

wsieauc,himmexr


Der_Newton

Folglich bin ich schon der Meinung, daß es in einer enthaltsamen Phase eine Art energetischer Aufladung gibt.

Ich bezweifel auch nicht, dass sexuelle Lust eine Energie ist, aber diese ist eben nicht so einfach gestrickt, wie viele meinen. Es kann auch ohne weiteres vorkommen, dass wenn ich wegen anderen Dinge aufgeregt bin (z.B. weil ich gerade einen tollen Auftrag im Job habe), dass ich dann ganz geil werde. Andereseits besteht auch die Möglichkeit, dass ich die sexuelle Energie ohne größere Anstrengung, also ganz ungewollt und unbewußt, loswerde, wenn ich irgendetwas anderes Befriedigendes mache. Da bestehen also jede Menge Querverbindungen, oder die Energie ist eine Allgemeine, die nicht unbedingt ganz klar als sexuell bestimmt werden kann, so wie in meinen Beispielen ja auch beschrieben wird, wie die Energie, die zu Machtstreben führt, sich mit sexueller Energie mischt. Auch die Energie "Aggressivität" (die ja in manchen Lebenslagen überlebenswichtig ist und daher nicht nur negativ), verbindet sich mit sexueller Energie.

Als ich jeden Tag mit meinem Ex Sex hatte und dann Schluß war, da war ich ja im Training und hatte entsprechende Entzugserscheinungen, hab ständig von Sex geträumt, etc. Ich habe eher den Eindruck (und das bestätigt sich ja auch in der Wissenschaft über die körpereigenen Drogen, den Endorphinen, die beim Sex freigesetzt werden), dass es eher wie eine Sucht funktioniert, als wie im Sinne eines sich aufstauenden Triebes. Wenn man mal Sucht nicht so negativ sieht, sondern als ein Verlangen, nach schönen Gefühlen, Glück, Erfüllung, Befriedigung, etc, dann kommt das m.E. eher hin als Modell.

Wir dürfen die Frage "Ist ein verhinderter Puffgänger biologisch gezwungen, eine Frau zu vergewaltigen" (Antwort: Nein) nicht verwechseln mit der schlichten Frage, ob er es evtl. tun würde.

Sehe ich auch so, aber das heißt auch, dass Prostitution nicht als Rechtfertigung zur Vermeidung von Vergewaltigung taugt, weil die Ursachen eben ganz woanders liegen. Es wäre ja nur eine Verlagerung.

wNieaucQhimxmer


Der_Newton

Mittlerweile gibt es auch so Phenomäne wie Sexsucht und Pornosucht. War mal in so einem Forum, wo Leute sich austauschten, die vor lauter Sex nichts anderes mehr geregelt bekamen, ihren Job verlohren und alles das, was man auch bei anderen Süchten kennt. Im "Normalfall" ist es keine krankhafte Sucht, sondern einfach die Sehnsucht, das Bedürfnis nach lustvollen Ereignissen, was aber zur "krankhaften" Sucht werden kann.

Die Sexindustrie, der einzige Wirtschaftszweig heutzutage, wo man noch von Aufschwung reden kann, tut ihr Übriges, um aus einem normalen Verlangen, Sucht zu machen. Reine Geldmacherei. Das boomende Geschäft mit der Zwangsprostitution gehört dazu und der Mythos vom "Dampfkesselmodell" und dem Mann, der es so triebhaft braucht, ist diesem Geschäft sehr förderlich.

Niemand scheint sich Gedanken darüber zu machen, denn wer das tut, ist ja sofort Moralapostel oder Emanze. Niemand scheint zu merken, wie sehr die Gesellschaft zunehmend sexualisiert wird und erst Wünsche geschürt werden und das ganze nur einem dient: Dem Profit, wie so vieles im Leben. Stattdessen tun viele Männer so, als sei die Sexindustrie nur so nett, quasi charitativ, ein natürliches Bedürfnis von Männern zu befriedigen.

wYiea u6chimxmer


Der_Newton

Ich spreche am liebsten von einer allgemeinen Lebensenergie, die uns überhaupt dazu bewegt, zu handeln, etwas tun zu wollen, für unser Leben und unserer Lebenserfüllung zu sorgen.

Diese Energie hat eine klare Richtung, nämlich: Lust suchen und Unlust vermeiden, oder auch Erfolg haben, satt sein, geliebt werden, etc.

"Laborversuche mit Tieren zeigen, daß Lust und Gewalt in reziproker Beziehung zueinander stehen, d.h. sie hemmen sich gegenseitig. Ein wütendes, gewalttätiges Tier beruhigt sich sofort, wenn das Lustzentrum seines Gehirns mittels Elektroden stimuliert wird. Wird andererseits das Aggressionszentrum im Gehirn stimuliert, so findet die sinnliche Lust und das friedliche Verhalten des Tieres ein Ende. Wenn die Lust-Stromkreise des Gehirns "eingeschaltet" sind, dann sind die Aggressionsstromkreise "ausgeschaltet" und umgekehrt. Unter Menschen zeigt eine lustbetonte Persönlichkeit selten Gewalttätigkeit oder aggressives Verhalten, und eine gewalttätige Persönlichkeit ist nur in geringem Maße in der Lage, sensorisch lustvolle Aktivitäten zu ertragen, zu erfahren oder zu genießen. Sobald entweder Gewalttätigkeit oder Lust zunimmt, nimmt das jeweils andere ab..."

Hier können aber im Laufe der Entwicklung Dinge durcheinandergeraten und "pervers" werden, sodass plötzlich Schmerz und Gewalt lustvoll werden.

Aus der Gehirnforschung:

"Roth und andere Hirnforscher sehen im emotionalen System eine Art Wertungsrichter: "Dieses System bewertet alles, was von den Sinnesorganen und dem Gehirn wahrgenommen wird, insbesondere die Konsequenzen des vom Gehirn erzeugten Verhaltens". Das ist zuweilen überlebenswichtig, denn falsches Handeln - etwa die Hand ins Feuer halten oder von einer Klippe springen - kann zu unangenehmen Konsequenzen führen. Um solche Fehlschläge zu vermeiden, plädiert das emotionale System im zerebralen Parlament für Verhalten, das Lust bereitet und Unlust vermeidet"

M#o;nikxa65


wieauchimmer

Das Bewusstsein bestimmt das Sein.

Ausgesprochen guter Satz. Ich bin beeindruckt, wieviel du zu dem Thema recherchiert hast, da kann ich keinesfalls mithalten.

Interessant, ich lerne dazu.

Maonikax65


Wir dürfen die Frage "Ist ein verhinderter Puffgänger biologisch gezwungen, eine Frau zu vergewaltigen" (Antwort: Nein) nicht verwechseln mit der schlichten Frage, ob er es evtl. tun würde.

Einige würden es womöglich tun, für die betreffenden Frauen ist es egal, ob das nun nur eine Verlagerung ist oder nicht. Sicher, das Problem liegt woanders, aber was nützt ihnen das?

Das Argument, dass wir Puffs brauchen, damit wir nicht von noch mehr Vergewaltigern bedroht werden, kam übrigens schon von meiner Mutter. Sie, obwohl sie nach eigenen Aussagen ein gutes Sexleben mit meinem Vater hatte, hat mir schon die Theorie des Mannes, der "es" braucht, vermittelt. Schon anhand der Tatsache, dass ein sexuell unausgelasteter Mann unleidlich wird.

Insofern könnte die Nutte nicht nur Konkurrenz, sondern in krassen Fällen sogar [b]Entlastung

der Ehefrau sein, die mit einem jener Männer geschlagen ist, die es gerne einfach hätten und deshalb - wir wir nun so lange diskutiert haben - eine unlustige Frau haben.

B]andit)7}6


So, nun muß ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.

Sex spielt sich im Kopf ab - und genau das ist nämlich der springende Punkt. Es geht dabei weder um irgendwelche kranken Phantasien, noch um den Wunsch mal was neues auszuprobieren und schon gar nicht weil Nutten die besseren liebhaberin sind.

Der größte Kick ist nämlich der Reiz des verbotenen. Schließlich tut man da etwas moralisch sehr verwerfliches, von der Gesellschaft wird das geächtet. Und wenn das die Frau oder Freundin rausbekommt, oder man trifft plötzlich einen Bekannten...

Der Reiz des verbotenen ist der Schlüssel!

Überings haben schon viele Damen des Gewerbes mir gegenüber die selbe These aufgestellt. Eine meinte mal zu mir: "Wenn das eines Tages so normal und selbstverständlich ist wie einkaufen, dann kommt keiner mehr und wir können den laden dicht machen."

Mwon.ikax65


Bandit76

Der Reiz des Verbotenen ist ein mächtiger Faktor, hätte ich jetzt allerdings nicht mit Nutten in Verbindung gebracht, sondern mit heimlichen Liebschaften, bei denen echte Erotik im Spiel ist.

wNieaunchi@mmexr


Monika65

Sie, obwohl sie nach eigenen Aussagen ein gutes Sexleben mit meinem Vater hatte, hat mir schon die Theorie des Mannes, der "es" braucht, vermittelt.

Ja und so wird der Mythos, dass ER es "biologisch" braucht und SIE nicht und er daher einen Ausgleich braucht, weil sie ja von Natur aus nicht genug Lust hat und daher eine Frau für seine Befriedigung nicht genug ist, von Generation zu Generation wie eine Selbstverständlichkeit weitergetragen...

Insofern könnte die Nutte nicht nur Konkurrenz, sondern in krassen Fällen sogar [b]Entlastung der Ehefrau sein

Ja, aber nur dann, wenn man an den Rollenverhältnissen und den Mythen, die sie aufrechterhalten nicht rütteln will und möchte, dass sie nächste Generation ebenfalls mit dieser Selbstverständlichkeit aufwächst. Ansonsten sollten die Männer und Frauen vielleicht mal langsam begreifen lernen, dass sie in einem Mythos leben, der nicht einfach nur ein nettes Märchen ist, sondern eines, was Zwangsprostitution, Vergewaltigung, etc. zur Folge hat.

Ich würde mich von einem Mann, der die Einstellung hat, sich seine biologisch, mechanische Triebbefriedigung im Bordell zu holen, jedenfalls sofort rausschmeißen. Denn wie soll ein Mann, der seine Sexualität als einen mechanisch zu befriedigenden Trieb ansieht, ein leidenschaftlicher Liebhaber sein, für den es beim Sex auf die Interaktion ankommt?

Wieso sollte er sich mit mir Mühe um Leidenschaft und meine Erregung geben, wenn er für eine rein mechanische Befriedigung, ohne ihre Lust (also Selbstbefriedigung am lebenden Objekt) sogar bezahlt? Wieso sollte ich mich anstrengen, wenn ich nicht dafür bezahlt werde?

Wenn er meint, für seine Befriedigung wäre es möglich, diese einfach zu kaufen, dann ist das seine Einstellung zu Sex, nämlich, dass es eine Dienstleistung ist, die in Geldwert bemessen werden kann und dann möchte ich nicht so billig sein und es ihm umsonst leisten. Eine Nutte bezahlt er für eine halbe Stunde Schow und ich bekomme keinen Cent für echte Leidenschaft. Da muss ich ja verdammt wertlos sein.

Wenn er Sex nicht als eine Dienstleistung sieht, die in Geldwert bemessen werden kann, dann geht er nicht ins Bordell, sondern genießt mit mir Sex als interaktive Leidenschaft, weil es anders für ihn gar kein Sex ist.

w~ieaOucBhixmmer


Bandit76

Der Reiz des verbotenen ist der Schlüssel!

Das spielt sicher für manche auch eine Rolle. Ich finde es allerdings feige, wenn nicht erbärmlich, sein spießiges Leben zu leben und dann zu glauben, man wäre Indianer Jones auf geheimer abenteuerlicher Mission, weil man mal sowas moralisch Verpöntes tut, wie ins Bordell gehen. Das ist doch arm, oder?

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