Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen

hlerr kxoch


der unterschied ist meiner meinung nach der, dass liebe erst mit der zeit entstehen kann. ich war schon verliebt, aber geliebt hab ich wohl noch nie. weil die liebe m.e. nur bilateral sein kann ... oder ist das zu hart formuliert? als ich fast drei jahre lang wirklich stark verliebt war, auch wenn sie schon lange einen freund hatte ... ist das dann "nur" noch verlibtheit?

M-onikMa6f5


Aussenstehender

Sag' bloss, eine Frau will nicht verehrt werden?!

Tja, das ist so eine Sache. Gelegentlich fühlt frau sich schon wohl auf dem Sockel von Rosen umrankt und lieblichen Klängen verzaubert. Denke ich doch an den Minnesänger, der seiner Angebeteten von Ferne huldigte und dabei zu künstlerischen Höhenflügen aufstieg. Die Leute damals wussten zu trennen zwischen der poetischen Liebe in Gestalt einer Frau und der realen Ehe, in Gestalt eines nüchternen Vertrags, der mit Gefühlen nicht viel zu tun hatte.

Heute vermischen wir das alles. Aber eins ist klar, einer Frau auf dem Sockel wird schnell langweilig. Der Pirat muss dann her, der sie da runterholt und ihr die Kleider vom Leib reißt...Dazu kann man den klampfenden Minnesänger nicht gebrauchen.

;-)

m"arylcaxt


@Monika

:)^ bin völlig deiner Meinung. Verehrung ist schon schmeichelhaft, aber mir als Person bringt es nicht viel außer Selbstbestätigung und das hat mit Gefühlen nichts zu tun. Für eine Beziehung muss es auf jeden Fall ein Mann sein, der auf der gleichen Ebene steht und sich selbst stellt.

MvonqiJka65


herr koch

als ich fast drei jahre lang wirklich stark verliebt war, auch wenn sie schon lange einen freund hatte... ist das dann "nur" noch verlibtheit?

Das würde ich Vernarrtheit nennen.

Verliebtheit braucht auf Dauer auch das "Bilaterale", sonst verkümmert es, und Liebe entsteht dann auf dieser Basis oder eben nicht. Verliebtheit ist fast ein körperlicher Ausnahmezustand, unsere frühere Userin Wieauchimmer hat ja öfter die medizinischen Zusammenhänge geschildert. Dieser Zustand endet immer nach einer gewissen Zeit, flammt höchstens ab und zu wieder auf, wenn man Glück hat.

Ich denke, der eigentliche Liebesbegriff ist doch häufig subjektiv, was der eine Mensch da hineinlegt, kann für einen anderen entscheidend anders sein. So entstehen dann ja auch häufig die verschiedenen Erwartungen aneinander.

LUewxian


cominhome:

Ich bin mir nicht so sicher, ob man da den Unterschied soo klar definieren kann. Kann man einen Menschen so gut kennen, dass man mit Sicherheit sagen kann, es sei keine Verliebtheit, sondern Liebe? Ist das nicht ein bisschen anmassend? Ich meine, es sind doch immer Projektionen (also "Bilder") im Spiel, auch wenn man glaubt, sich wirklich gut zu kennen.

Ja, wohl wahr. Phantasie, Wunschvorstellung, Irrtum - das gibt's auch in Beziehungen. Da haben die Jungmaenner kein Monopol drauf.

Was auch gut so ist, denn wenn man jemanden wirklich bis in den Kern kennt, kann man ihn auch kontrollieren, was wiederum nicht förderlich ist für die Gesundheit der Beziehung. Ich denke, die Grenzen sind fliessend in diesen Dingen.

Kontrolle hat mit Liebe meiner Meinung nach nichts zu tun. Mir geht es nicht so sehr um das genaue Kennen (da hatte ich mich wohl schlecht ausgedrueckt), sondern um das Sehen-Wollen, Aufmerksam sein-Wollen. Das ist eher das Gegenteil von Kontrolle. Die Partnerin als das annehmen, was sie ist und lebt und offen dafuer zu sein und es liebend anzunehmen. Am Kritischsten ist das, wenn es Veraenderungen gibt, Ueberraschungen. Vielleicht auch negative Ueberraschungen. Viele neigen in Beziehungen dazu, den Partner kontrollieren, beeinflussen zu wollen - man hat ein Bild vom Partner/der Partnerin, ein Wunschbild das offenbar in einem Punkt verletzt wird. Dann wird diskutiert und herumprobiert, weil man es der Partnerin nicht zugestehen mag, weil man glaubt, es muesste anders sein. Und da ist die Liebe zuende, und der Versuch, die Partnerin nach dem eigenen Wunschbild zu formen, faengt an.

Wenn man aus der Entfernung "liebt" und entweder nicht in die Puschen kommt (und heimlich hofft, dass die Angebetete es irgendwann selbst in die Hand nimmt, weil man zu feige ist - was sie aber nicht tut) oder gar auf Abstand gehalten oder zuerueckgewiesen wird - dann liebt man die Angebetete auch als jemanden, der sie nicht ist - naemlich als diejenige, die die Initiative selber ergreift, oder die einen eigentlich doch wollen muesste (wie man sich insgeheim ertraeumt). Aber das ist sie ganz offenbar nicht. Und damit ist es keine Liebe zu ihr, sondern zu einem Traumbild, ein Irrtum.

herr koch:

als ich fast drei jahre lang wirklich stark verliebt war, auch wenn sie schon lange einen freund hatte... ist das dann "nur" noch verlibtheit?

Das ist genau das, was ich meine. Es ist nicht mehr nur Verliebtheit, es ist eine Art Liebe. Aber nicht in einen anderen, echten Menschen aus Fleisch und Blut, sondern in ein Traumbild, dass du dir aus deinen Gedanken geschnitzt hast.

Das ist vielleicht auch, was Monika meint: Frauen (Menschen allgemein) wollen gesehen werden als was sie sind und wie sie sich selber entwickeln wollen - sie wollen nicht als reale Menschen den Erwartungen gerecht werden muessen, die an ein Traumbild gestellt werden.

A:ussen;steh_endexr


Monika65

Aber eins ist klar, einer Frau auf dem Sockel wird schnell langweilig. Der Pirat muss dann her, der sie da runterholt und ihr die Kleider vom Leib reißt... Dazu kann man den klampfenden Minnesänger nicht gebrauchen.

Ich glaube, es ist am besten, wenn man beides in sich hat, den Piraten und den Minnesänger. Der Frau immer nur die Kleider vom Leib zu reissen wird auf Dauer wahrscheinlich ebenso langweilig wie sie auf ihrem Sockel "versauern" zu lassen. Wobei ich es sowieso für besser halte, sie auf Händen zu tragen als auf einen Sockel zu stellen. Denn so ist sie mir näher.

Mdoni'ka6x5


Aussenstehender

Wobei ich es sowieso für besser halte, sie auf Händen zu tragen als auf einen Sockel zu stellen. Denn so ist sie mir näher.

Tja, dann hast du aber die Hände nicht frei für andere, wichtige Aufgaben, zum Beispiel Abspülen ;-D.

Nein, eine Frau hat 2 Beine, mit denen sie sowohl stehen als auch selbständig laufen kann. Sie braucht wie jeder Mensch ab und zu einen Schulter zum Ausweinen, manchmal jemand, der sie mit ihren neuen Schuhen über eine Pfütze trägt, und einen Regenschirm zur Selbstverteidigung ;-D

Ich denke, du weiß was ich meine.

Ich glaube, es ist am besten, wenn man beides in sich hat,

Das ist es sicher, eine gesunde Mischung, wobei es, wenns nur nach mir geht, ruhig ein bisschen piratlastig sein darf. Den Minnesänger brauche ich nur an Geburtstagen, in der übrigen piratlosen Zeit wäre mir ein denkender Kapitän mit philosphischen und Handwerkerqualitäten ausgestattet, am allerliebsten

Seufz.. die Quadratur des Kreises, du siehst, auch Frauen haben so ihre Probleme mit den "real existierenden" Männern. :-)

A#usse|nsteh7endxer


Monika65

Tja, dann hast du aber die Hände nicht frei für andere, wichtige Aufgaben, zum Beispiel Abspülen ;-D

Das ist ja der Trick dabei. ;-D

Aber ich meinte natürlich schon nicht, dass man sie die ganze Zeit auf Händen tragen soll. Denn erstens soll sie ihr eigenes Leben leben können und zweitens wird es mit der Zeit etwas anstrengend. ;-D

Eigentlich wollte ich schreiben, dass man im Idealfall etwas in die Richtung

denkender Kapitän mit philosphischen und Handwerkerqualitäten

sein sollte (mit der Möglichkeit von Abweichungen auf beide Seiten, also zum Piraten und zum Minnesänger hin). Mir ist nur gerade keine so schöne Metapher dazu eingefallen. :-)

Leider ist es nicht ganz so einfach, diesen Idealfall auch tatsächlich zu leben. Früher war ich immer nur Minnesänger. Mit 20 habe ich gemerkt (durch Erfahrung, den Anfang davon habe ich letzte oder vorletzte Woche hier geschrieben), dass das Leben als Kapitän oder sogar als Pirat durchaus auch reizvoll ist. Allerdings hinterlassen 20 Jahre als Minnesänger ihre Spuren, so dass ich manchmal wieder in die Bequemlichkeit des Minnesängerslebens zurück falle. Denn eines ist klar: Das Leben auf See ist gefährlicher, dafür aber auch spannender. Man kann auch mal Schiffbruch erleiden, dafür ein andermal einen Schatz entdecken.

W.indxmann


Monika65

Minnesänger

Finde deine Aussagen diesbezüglich sehr interessant. Ich hatte mal vor Jahren einen Traum in dem mir gesagt wurde, dass ich ein Minnesänger bin - ein Troubadur.

Wqi!nAdmanxn


Ein Minnesänger liebt die unerreichbare, idealisierte Frau... Vielleicht könnte man sagen er ist verliebt in die (unglückliche)Liebe an sich.

WFindma%nxn


Anstatt irgendwann einen anderen Weg einzuschlagen bleibt er kleben an seinen Idealvorstellungen. Der Minnesänger ist fixiert und sieht SIE nur durch eine rosarote Brille...

WHind+mann


Monika65

Man kann bestimmt auch sagen, dass es so mancher Frau (Mann) wohl durchaus schmeichelt als IDEAL angesehen und begehrt zu werden. Das tut gut. Und so manche Frau (Mann) wird sich natürlich fragen, warum man dieses tolle Bild durch eine Beziehung "kaputt" machen soll. Zu nett zu sein und SIE auf ein Podest zu heben wird sie kaum veranlassen einen ZU WOLLEN.

Einfach deshalb weil: Wenn ich satt bin und schon alles habe, dann bin ich auch träge und will nichts weiter.

WENN MAN IHR ALLES GIBT (OHNE RÜCKSICHT AUF SICH SELBST) WAS SIE WILL UND SIE VEREHRT, DANN IST MAN EIN GERN GESEHENER FREUND. ABER BEGEHRT WIRD MAN DANN NICHT MEHR VON IHR! WARUM AUCH? SIE HAT DANN ALLES VON EINEM!

W8indmxann


Wenn mich eine Frau anhimmelt, dann werde ich das auch genießen... und versuchen diesen Moment so lange wie möglich zu genießen. Das liegt wohl einfach in der Natur der Dinge.

Wtindxmann


Ich glaube, dass viele Frauen durchaus etwas gegen einen Piraten hätten der ihnen die Kleider vom Leib reißt...

A{ldhaIfera


Windmann

Es klingt so, als ob Frau/Mann das Podeststehen und Angebetetwerden IMMER genießen. *rosenblütenwerf* *pfauenfederwedelschwenk*

Im Gegenzug beachten sie den ausübenden Anbetenden mal mit einem mitleidigen Lächeln und eventuell bekommt er/sie ein nettes "Braves Haustier"-Tätscheln und vielleicht auf sein gehauchtes: "Verzeih, wenn meine Zehen unter deinem Fuß stehen..." ein großmütiges: "Wenn es nicht wieder vorkommt!"

Öhm...ja. Sicher gibt es das. Menschen, die sich selbst ganz für andere aufgeben und die anderen, die dies (leicht verächtlich?) genießen und/oder ausnutzen.

Interessanterweise finden die meisten Leute in meinem Freundeskreis "Jüngerverhalten" ihnen gegenüber absolut ätzend und belastend. Egal, ob Mann oder Frau. Ab einem gewissen Grad der "Hingabe" machte es sie wütend und aggressiv. 'Das nervt entsetzlich!!!' war der häufigste Ausspruch dazu. Es biete keinerlei Reibung und Widerstand und diese "Ich-bin-ein-Opferlamm-bitte-schlachte-mich!" - Mentalität provoziere enorm. Eine Beziehung wurde da entweder gar nicht in betracht gezogen oder aber, wenn sich das Verhalten erst im Nachhinein entwickelte, von allen beendet. Da hast du also ganz Recht.

Monika hat es also mit ihrem Minnesänger - Kapitän - Piraten Vergleich wunderbar ausgedrückt. Besser geht´s nicht. :)^

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Sexualität oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Sexualanatomie · Selbstbefriedigung · Sexualtechniken · Homo, Hetero, Bi · Gynäkologie · Urologie · Beziehungen · Schwangerschaft · Verhütung · HIV und Aids


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH