Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen

spimeax21


...bringt spielt es auch keine Rolle mehr..!?! Deutsche Sprache, schweeeeeeere Sprache...! also, das " bringt" kann man streichen.

Ahnaixs


Mein Therapeut meinte, ich zeige zu wenig Profil.

Das ist genau das, was wieauchimmer, ich und einige andre in dem Reeperbahn-Faden versucht haben zu sagen! Ich brauch auch ein Gegenüber (egal ob Partner oder Freund/in), das eine Persönlichkeit hat, Grenzen setzt usw. Nur dann ist dieser Mensch interessant für mich, dann will ich auch mehr von ihm wissen, ich kann ihn respektieren usw.......

w#ieauc#himmxer


Anais

Das ist genau das, was wieauchimmer, ich und einige andre in dem Reeperbahn-Faden versucht haben zu sagen!

Aber wenn wir das sagen, dann sind wir böse Emanzen und wenn der Therapeut das sagt, dann wird es ernst genommen. Damit fängt das Profil schon an: Selber denken!

L*ewi$axn


"Mehr Profil zeigen..."

...hat was Paradoxes. Es geht ja in die Richtung, mehr selber zu entscheiden, was man will und ist und das auch zu vertreten, und weniger auf andere zu hören bzw. sich zu fragen "Was wollen die (Frauen), wie ich sein soll?"

Profil auszubilden versuchen, weil jemand (die Frauen, der Therapeut) das fordert , ist ein Widerspruch in sich.

Ich hoffe, dass der Therapeut in den weiteren 24 Sitzungen nicht nur derartige Ratschläge zu bieten hat, sondern es auch zu konkreten Handlungen kommt, die Marvin auf den eigenen Weg bringen - der dann auch mal Widerstand gegen den Therapeuten beinhalten wird. Es gibt auch ein Gegenparadox; wenn der Therapeut Marvin zu irgendwas bringen will, von dem Marvin nicht glaubt, dass es sein Ding ist. Wenn er dann vehement dagegenhält, zeigt er auf diese Weise auch Profil.

Von daher geht es nicht darum, dem Therapeuten oder den Forumsfrauen einen sicherlich korrekten, aber für sich alleine genommen wenig hilfreichen Ratschlag zu glauben, sondern es geht um Handlungen und Veränderungen, Geist und Körper, und da ist die Situation mit dem Therapuetne hoffentlich direkter, "realer", als unsere Diskussionen hier. Eine Therapie kann und sollte auf andere Weise zum Ziel kommen als durch gutgemeinte Ratschläge.

wCieauVchixmmer


Lewian

..hat was Paradoxes.

Es IST paradox, soetwas zu sagen. Genauso wie wenn man sagen würde "Du musst mal endlich freiwillig..."

Profil auszubilden versuchen, weil jemand (die Frauen, der Therapeut) das fordert , ist ein Widerspruch in sich.

Vollkommen richtig! Das ist wie etwas freiwillig tun sollen. Das ist die berühmte "Sei spontan!"- Paradoxie, die schon in dem Moment, wo sie gefordert wird, Spontanität unmöglich macht.

Von daher geht es nicht darum, dem Therapeuten oder den Forumsfrauen einen sicherlich korrekten, aber für sich alleine genommen wenig hilfreichen Ratschlag zu glauben

Stimmt schon. Aber welche anderen Möglichkeiten hat ein Therapeut oder die Forumsteilnehmer hier, als solche Ratschläge zu geben und zu hoffen, es regt dann zum selber nachdenken an? Wenn z.B. jemand auf mich den Eindruck macht, er müsse sich mal in seinem Leben irgendwie befreien, wie soll ich ihm das anderes sagen, als auf die paradoxe Art und Weise: "Du musst mal endlich frei werden"?

sondern es geht um Handlungen und Veränderungen, Geist und Körper,

Da hilft aber nur "Konfrontationstherapie" oder alle anderen Ansätze, wo z.B. irgendwelche Rituale "verordnet" werden. So gibt es in der Familientherapie, dass der ganzen Familie verordnet wird, dass jeder nur noch Sätze mit "Ich" formulieren darf und nicht mehr mit "Du". Das hilft in solchen Familien, wo es Usus ist, dass alle immer nur sagen: "weil Du, wegen dir...." und nie ihre eigenen Wünsche klar formulieren. Dafür ist aber m.E. eine klassische Einzel-Psychoanalyse völlig ungeeignet.

Lpewixan


wieauchimmer

Immerhin kann man in der Einzeltherapie "sokratische" Fragen stellen und dem Klienten Räume eröffnen, sich selbst zu erkunden, über meditative Übungen, "in bestimmte Rollen schlüpfen" und ähnliches, auch "Aufgaben für den Alltag".

Ich habe selber eine Einzel-Gestalttherapie absolviert (aus anderen Gründen als denen, von denen der Faden hier handelt) und dort ist viel passiert, was über Ratschläge geben hinauslief, was sehr hilfreich war und über das Internet sicherlich nicht funktioniert hätte.

w"ieaOuch,im5me/r


Lewian

ich habe selber eine Einzel-Gestalttherapie absolviert

Eine Gestaltherapie (Fritz Perls, oder?) arbeitet aber mit allen Sinnen und ist noch was ganz anderes, als eine Psychotherapie. (Hab mal kurz Kunsttherapie studiert, bin nicht der Experte, aber hab da so einen Überblick bekommen, weil ich ja als erstes den Psychologie-Grundkurs-Schein machen musste und der hatte eigentlich den Sinn, die Studentenzahlen zu reduzieren und war daher heftig lernen angesagt.) Kunsttherapie ist auch ne feine Sache, aber nur, wenn man da Lust zu hat, sonst bringts nix und nicht für Designer und sonstige Experten geeignet, denn die wissen genau, was sie wie malen müssen, damit es eine bestimmte Wirkung hat. Ich mal dir jedes Krankheitsbild!

LSewi<an


wieauchimmer

Schon wahr (Perls ist auch die richtige Assoziation). Ich hatte "Psychotherapie" als Oberbegriff benutzt und fand aus Marvins Aussagen nicht klar, was er da nun eigentlich genau macht. Die klassische Analyse ist sicherlich eher unsinnlich, deswegen aber nicht unbedingt unsinnig - auch da bekommt man ja Raum, sich selbst zu finden anstatt dass der Therapeut Ratschläge gibt. Heute gibt es auch viele eklektische Therapeuten, die einfach alles mischen, was ihnen sinnvoll erscheint - mehr oder weniger erfolgreich. Auf dem Gebiet bin ich aber kein Experte. Nur hängt der Erfolg der Therapie sicherlich in jedem Fall stark von der Einstellung des Klienten ab, und daher setze ich gerne (und überzeugt) ein Gegengewicht dazu, Marvin die Sache von vornherein schlechtzureden.

wtieaucFhimxmer


Lewian

Ich hatte "Psychotherapie" als Oberbegriff benutzt und fand aus Marvins Aussagen nicht klar, was er da nun eigentlich genau macht.

Ist das denn nicht immer noch so, dass Pschotherapie die einzige ist, die von den Krankenkassen anerkannt ist, es sei denn, es findet eine andere Methode im stationärem Rahmen statt?

Nur hängt der Erfolg der Therapie sicherlich in jedem Fall stark von der Einstellung des Klienten ab

Da stand doch in diesem Psychologiebuch für den Grundkurs (wie gesagt, das musste ich fleißig lernen und weiß es daher immer noch), dass die mal den "Heilerfolg" von 50 Leuten, die vorhatten eine Psychotherapie zu machen, es aber nie gemacht hatten und 50, die tatsächlich eine gemacht haben, verglichen haben. Es kam aufs selbe raus!

Es nutzt nämlich m.E. nur bei traumatischen verdrängten Ereignissen etwas, in der Vergangenheit rumzuwühlen. Was hab ich sonst davon, wenn ich weiß, warum ich so bin, wie ich bin und immer noch nicht besser klar komme? Das führt sogar nicht selten dazu, die Symptome zu pflegen, denn man weiß ja jetzt, mit was man sich für alles, was im Leben nicht funktioniert, rausreden kann.

L`ewiaZn


wieauchimmer

Ich glaube jetzt doch, dass deine Terminologie nicht so ganz hinhaut und dass "Psychotherapie" ein Oberbegriff ist und was du meinst die "Psychoanalyse" (nach Freud) ist.

Aktuell sind, so weit ich weiß, folgende drei Therapieformen von den Krankenkassen als wirksam anerkannt:

Psychoanalyse, Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie.

Diese Anerkennung beruht auf kontrollierten Untersuchungen, denen ich im Zweifelsfall mehr Vertrauen schenken würde als deinem Grundkursbuch-Zitat (zumal die Krankenkassen ja aufgrund der Kosten tendenziell eher restriktive Richtlinien haben wollen).

Trotzdem sind solche Untersuchungen immer mit Vorsicht zu genießen. Es ist extrem problematisch, "Wirksamkeit" in messbarer Weise zu definieren, und dabei tut sich z.B. die Verhaltenstherapie mit ihren klaren, einfachen Zielen ("keine Angst vorm Fliegen mehr") viel leichter als anarchistischere Methoden wie Gestalt-, System- und Kunsttherapie, die es so an sich haben, dass das Therapieziel sich im Laufe der Therapie verändert (was die üblichen statistischen Untersuchungen nicht berücksichtigen bzw. als "Misserfolg" werten). Weiter ist es in der Statistik unmöglich, Aussagen wie "die Therapie wirkt nicht" zu beweisen, ein nichtsignifikanter Befund bedeutet nicht, dass eine Therapie "keine Wirkung" hat, sondern nur, dass eine eventuelle Wirkung nicht klar dingfest gemacht werden konnte. System- und Gestalttherapeuten bemühen sich daher auch weiter um Anerkennung.

Mir persönlich war das Scheitern der Gestalttherapie bei den Krankenkassenrichtlinien schnurz, und ich bin vom Fach (nicht Psychologie, aber Statistik). Wer sich von den Therapien "Heilung" ohne eigenes Zutun erhofft, liegt m.E. bei jeder Schule falsch. Sich selbstverantwortlich professionelle Hilfe zu holen und daraus etwas zu machen, ist aber eine gute Sache.

Äh, alles etwas off topic... Ruft uns zur Ordnung, wenn's stört!

TihePre=sidentx2009


@lewian

Stimmt was du sagst.

w1ie<aucnhimmexr


Lewian

Psychoanalyse, Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie.

Das sind ja m.E. zufällig auch die eher traditionellen Ansätze. Verhaltenstherapie leitet sich doch aus dem Behaviourismus ab, oder?

Sich selbstverantwortlich professionelle Hilfe zu holen und daraus etwas zu machen, ist aber eine gute Sache.

Die Gradwanderung zwischen sich Hilfe holen und selber hilflos bleiben ist aber fließend. Gibt auch Leute, bei denen wird das regelrecht zum Sport, von eine Therapie in die nächste zu gehen.

Miacshxo


@wai

Weil sich die Leute vielleicht in dieser Rolle gefallen. Sie können sich dann gar nichts anderes mehr vorstellen.

LSimboM\uffin


Jeder Mensch hat doch ein Profil. Man kann wirklich nur im Internet darüber diskutieren, ob jemand "verwaschen" ist oder nicht und ob er ein Profil hat oder nicht. Das sind wunderbare theoretische Überlegungen, die haben doch aber garnichts mit der Realität zutun. Jeder Mensch hat ein eigenes Profil. Wenn man sagt "du hast nicht genug Profill" oder etwas ähnliches, dann ist doch doch nur eine blumige Umschreibung von "ich finde dich unsympathisch".

LMimboMuuffxin


Ich brauch auch ein Gegenüber (egal ob Partner oder Freund/in), das eine Persönlichkeit hat, Grenzen setzt usw.

Jeder Mensch hat eine "Persönlichkeit", nicht nur die Menschen die auch Profil haben. Das ist doch wirklich nur eine theoretische Überlegung und wird im richtigen Leben oft dafür verwendet, um andere Dinge, die man am Gegenüber nicht mag, nicht erzählen zu müssen.

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