Jungmann mit 25 Jahren: Meinung von Frauen

S=onnenqkind3x0


90% deiner ziele erreicht

ist ja wahnsinnig toll. ich hoffe, deine ziele lauteten nicht "sämtliche isländer mit dem familiennamen kennen" oder so ähnlich (in island gibt's ja bekanntlich keine familiennamen).

guter freundeskreis ist auch toll. das klingt jetzt vielleicht lächerlich und fast unglaubwürdig - aber am ende meines studiums war ich der beliebteste kerl in meinem semester. alle vierzig leute sind gut mit mir ausgekommen, jeder hat mich gern gehabt. lag wohl daran, dass ich der internetprofi in unserem semester war. ein halbes jahr später hatte ich noch mit genau zwei leuten kontakt. von denen sehe ich heute eine nicht, weil sie nie zeit hat (und unzuverlässig und unpünktlich ist) und die andere sehe ich nicht, weil ich keine zeit hab und mich ihre themen (ihr baby und der laufsport) nicht interessieren. aber ich bin deswegen nicht (mehr) traurig. im gegenteil - ich weiß jetzt, was "guter freundeskreis" bedeutet und ich habe etliche menschen, die mich auch kontaktieren, wenn sie KEIN pc-problem oder liebeskummer haben.

und warum glaubst du, dass du mit einem guten freundeskreis und einer intakten familie nichts zu tun hast? es gehen auch genug ehen an den problemen der kinder zu grunde.

W)üsteFnsoxhn


Eigenlob - Brainstorming

- Ich kann mich gut auf Prüfungen vorbereiten und diese dann bestehen.

- Ich bin relativ gross.

- Ich führe meinen eigenen Haushalt

- Ich habe Frauen schon zum Lachen gebracht.

- Ich bin politisch und in meinen Ansichten allgemein ziemlich offen und frei.

- Ich habe im geführten Bankdrücken in der dritten Serie kürzlich 13x 100 kg gestemmt.

- Ich habe im allgemeinen eine gute Aussprache bei Fremdsprachen.

- Ich habe meine Jugend-Rock-Idole alle überlebt.

- Ich kann über mich selbst lachen (obwohl das nicht immer eine positive Eigenschaft ist).

Vielleicht fallen mir später noch überzeugendere ein. Sehe momentan etwas trüb.

S%onn*enkinxd30


@jackaroo

danke, aber sinn meines postings war nicht dein respekt vor mir, sondern dass wir alle einmal üben, uns jeweils selbst respekt zu zollen.

man kann natürlich jeden erfolg banalisieren. also ich könnte sagen: "ok, ich hab halt einen guten chemielehrer gehabt. und dann halt die richtige schlussfolgerung geschlossen, nämlich dass der raum voller giftiger gase sein muss und dann hab ich halt das fenster aufgemacht und dann sind wir halt nicht gestorben, sondern leben heute noch". trifft die wahrheit genauso.

oder heute hab ich gelesen - mariah carey hat mehr nr. 1 hits gehabt als elvis. könnte ich auch sagen: "naja, das talent hat sie vom lieben gott. und dann hat sie halt brav singen geübt. und ihre eltern haben sie auch unterstützt. und dann hat sie halt den richtigen manager gehabt. hat sich halt alles so ergeben".

also ich sag mal, du kannst ziemlich viel als erfolg verkaufen (ein gutes beispiel wäre da unser österreichischer bundeskanzler, der würde selbst bei 100% inflation und 50% arbeitslosigkeit noch erfolge der regierung preisen). aber du kannst auch - und ich glaube, dazu neigen fast alle hier - sämtliche erfolge als "hat sich halt alles so ergeben" klassifizieren.

hGerr MkUo#ch


sonnenkind

mja, sicher bin ich nicht unbeteiligt daran. aber s sind nicht sachen, die ich in angriff nehmen und erfolgreich erledigen kann ... darum ...

ich kann sagen, dass ich noch keine (wichtige) prüfung nicht bestanden hätte. seis die abschlussprüfung in der schule, die lehrabschlussprüfung, meine FCE und CAE-prüfungen im englisch, die aufnahmeprüfung an meinen weiterbildungskurs ... aber das hat auch seine negative seite. ich geh mit einer "das wird schon irgendwie gehn"-mentalität an sachen ran ... und das wird mir mal zum verhängnis werden ... bei meiner weiterbildung bin ich schon nah am abgrund deswegen ...

tja ... ich kann sagen, dass ich relativ belesen bin und die allgemeinbildung nicht das schlechteste ist. ausserdem kann ich ziemlich fehlerfrei deutsch und dazu noch etwas französisch und gut englisch. aber DEN erfolg, auf den wart ich noch ...

W,üstenxsohn


sonnenkind

aber du kannst auch - und ich glaube, dazu neigen fast alle hier - sämtliche erfolge als "hat sich halt alles so ergeben" klassifizieren.

Sorry für meine leidenschaftslose Aufzählung, ich bin momentan - etwas krankhaft - nur auf dieses leidige komplexe Single-Problem fixiert, weshalb alles andere an Wert verliert. Aber ja, dazu neigen wohl viele hier.

T(or;tola


Herr Koch

Es ist ja auch nicht DER Erfolg, der maßgeblich ist, sondern die vielen kleinen positiven Dinge, die einem nur allzu selbstverständlich vorkommen. Da fragt man sich dann selbst nur: Warum soll ich darauf stolz sein? Ist doch natürlich, dass ich dies und jenes kann.

Nein, ich werde hier jetzt nicht anfangen und meine "Erfolge" hier aufzählen. Aber ich habe vor 2,5 Jahren angefangen, mir darüber Gedanken zu machen und mir meiner "Erfolge" bewusst zu werden. Das war in dem Augenblick, in dem ich mir für meine Diplomarbeit ein sehr hohes, aber für mich durchaus erreichbares Ziel gesteckt hatte. Ich wollte meine Diplomarbeit mit mind. 1,3 bestehen (besser gibt es nur noch die 1,0), um mein Diplom noch mit "sehr gut" abschließen zu können. Von so einer Note haben viele Kommillitonen nicht einmal zu träumen gewagt. Ja, ich hab mich da genau so reingelegt wie in alle meine Seminararbeiten, und ich wusste, was ich kann. Irgendwann bekam ich dann von meinem Betreuer vorab am Telefon die Note mitgeteilt: 1,3. Ich hatte den ersten Gedanken noch nicht einmal zu Ende gedacht, da ging mir nur ein "Mist, schon wieder keine 1,0" durch den Kopf. Im Nachhinein war das ein Gedanke, der mich sehr erschreckt und auch aufgerüttelt hat. Ja, verdammt noch mal, ich hatte, je länger ich zur Schule oder zur Uni ging, immer bessere Noten, aber für mich war es etwas selbstverständliches, etwas, auf das man nicht Stolz sein konnte, aber auf das man eigentlich immer hätte stolz sein müssen.

Wie gesagt, es sind die kleinen "Erfolge", auf die man Stolz sein sollte und die man nicht bloß als reine Selbstverständlichkeit abtun sollte.

SOo}nn\enkixnd30


danke, wüstensohn

das mit dem haushalt hab ich vergessen. klar ist das auch ein erfolg.

ok, wir führen vielleicht mehr oder weniger notgedrungen unsere haushalte selbst. aber wir brauchen nie mit einer blöden tussi zusammenbleiben, nur weil wir nicht wissen, wer uns was zum essen machen, unser klo putzen, unsere wäsche waschen und unser geschirr abwaschen würde, wenn wir sie raushauen.

ich hab mal wo den sehr gescheiten spruch gelesen, dass man erst dann eine partnerschaft anfangen sollte und dass eine partnerschaft nur dann erfüllt sein kann, wenn man auch alleine leben kann.

wir haben das schon bewiesen. wir werden unsere freundinnen einmal als freundinnen lieben und nicht als mama-ersatz. letzteres ist nicht lustig für die frauen. hatte mal eine gute freundin, die für ihren freund "ersatz-mama-am-studienort-mit-der-man-halt-auch-sex-hat" war. csi miami würde wahrscheinlich heute noch das salz ihrer tränen in meinen schulterknochen nachweisen können.

h~e9rr Skoch


es ist dominant

sollte ich in einem jahr meine nächste abschlussprüfung bestehen und meinen zweiten fähigkeitsausweis in händen halten, wird mich das freuen, aber nachts beim einschlafen werd ich trotzdem allein sein ... ein stück papier wärmt nicht ...

h}err 9kocxh


tortola

ja, klar. kleinvieh macht auch mist ... und ich freu mich ja auch darob. ich freu mich, wenn ich in der sportwette 200.- gewinne, ich freu mich, wenn ich gute noten mach und wenn ich jemandem eine freude machen kann. immer wieder kleine freuden des lebens.

aber dann gibts ja die phasen, in denen das eine grosse problem dominant ist. dann nützt eine kleine freude nichts, um das zu mildern ... dann brauchte ich was grosses, damit ich sagen kann, ja, schade, s hat nicht sollen sein, aber dafür hab ich ja das und das ... darum wär sowas schon mal nett ...

und das mit dem eigenen haushalt hab ich auch noch nicht geschafft ...

W&üstCensohn


das mit dem haushalt hab ich vergessen. klar ist das auch ein erfolg.

Ich habe absichtlich nicht erwähnt, wie gut ich ihn führe. Immerhin frei von Ungeziefer.

h3err0 kocxh


habe einen eigenen teekocher, zählt das auch?

Sconne!nGkind30


warum sagst du das?

dass du dann trotzdem alleine sein wirst?

also wenn du diesen vorsatz hast (dann noch alleine zu sein), dann setz ich mich ins auto, fahr zu dir in die schweiz, kauf in der bar, wo du feierst noch mindestens zwei weitere flaschen sekt und sag zu allen frauen, die in der bar sind: "kommt her, heute feiern wir den herrn koch, denn der herr koch hat jetzt seine zweite befähigungsprüfung geschafft". und die frauen werden sich denken "wow, zwei befähigungsprüfungen. das muss ja ein fähiger mann sein. und das sonnenkind kommt extra aus dem ösiland angereist."

:-)

SEonnenk)ind3x0


teekocher

naja, du lebst zumindest nicht nach dem motto "wozu teekocher, bei mir kommt der tee von der mama". (frei nach dem spruch "wozu atomkraftwerke, bei mir kommt der strom aus der steckdose")

hPerrB koxch


es ist kein vorsatz

es ist eine vorahnung. wenns nicht so ist, dann ja hallo. sehr gerne. aber ich bin davon weggekommen, diesbezüglich optimistisch in die zukunft zu schauen. erwarte nichts, dann ist das kleinste erfolgserlebnis gut. oder so.

aber oke, machen wirs so ;-)

und ich kann seit sehr langer zeit den herd bedienen, keine sorge. nur muss ich jetzt nicht mehr in die küche, sondern kann meinen breakfast tea vom bett aus kochen ;-)

S*on>nenkinxd30


immerhin frei von ungeziefer

also ist mir schon klar, dass niemand von uns neben arbeit oder studium seinen haushalt so führen kann, dass...

...wir uns jeden tag mittags und abends ein fünfgängiges vier-hauben-menü kochen

...wir jederzeit einen vip-empfang für 100 personen spontan veranstalten können

...wir vom boden essen können, weil alles so sauber ist

...unser schlafzimmer so aussieht wie die suite im burj-el-arab (oder wie auch immer das beste hotel der welt geschrieben wird)

usw.

wir verhungern nicht, sterben nicht an den gärgasen, die in unseren abfalleimern entstehen und finden morgen in der früh was zum anziehen - und wir haben kein ungeziefer. das würde ich als mindestanforderung sehen. dass wir unsere singlehaushalte neben der arbeit bzw. neben dem studium führen können ist ja wohl klar.

und falls ihr mal wen abschleppen solltet - ein superperfekter haushalt macht frauen angst. die denken dann entweder "da muss es doch eine andere frau geben" oder sie denken "oh mein gott, ein perfektionist! na mit dem halte ich es sicher nicht aus". und eine frau will sich auch irgendwie einbringen können, keine frau will irgendsowas wie "eine weitere glasfigur im setzkasten" sein.

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