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Stoßen – der sicherste Orgasmusauslöser

D e0r K&nilcxh hat die Diskussion gestartet


Grainnes (Calaciryas) plakativer Satz soll die inhaltliche Ausrichtung einer Ideensammlung vorgeben. Ziel ist die Schaffung eines thematisch begrenzten Archiv-Fadens, auf den im Sinne des Forums später guten Gewissens verwiesen werden kann. Alle Folgebeiträge sollten diesem Zweck dienen.

Inhalt

- Spielarten des Stoßens: Zentimeterarbeit oder Rammen?

- Das "sprechende" Becken: Attacke und Parade

- Stoßen gegen den Muttermund: Schmerz und Lust – Lust durch Schmerz?

- Die Vermeidung der Klitoris

- Die Areale in der Scheide: Wohin stoßen?

- Von hinten, von vorn, von oben: Wie aus welcher Richtung stoßen?

Links

Ein paar Fäden zu verschiedenen Penetrationstechniken:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/43796/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/44922/]] (Schrauben)

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/40186/1/]]

Vaginaler Tiefenorgasmus und Techniken, die dorthin führen können:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/62680/1/]]

Seiten zu einzelnen Stellungen:

[[http://www.stellungstipps.de/seiten/stellungsauswahl/indexframe.htm]]

[[http://www.liebesrose.de/kamasutra.html]]

Die G-Punkt-Seite von Frank Senne:

[[http://www.senne.net/gs/gs-d/index.html]]

Die weibliche Anatomie:

[[http://www.the-clitoris.com/german/html/g_index.htm]]

[[http://penissizedebate.com/images/doc/4_sex_centers.gif]]

[[http://penissizedebate.com/images/doc/vagina_relaxed.jpg]]

Wenn es beim Mann an Durchhaltevermögen mangelt:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/70210/]]

[[http://members.fortunecity.de/yonimassage/tantra/lingam/#Samenflußzurückhalten]]

In diesem Zusammenhang lesenswert: Gerhard H. Eggetsbergers Power für den ganzen Tag (Stichworte: PCE-Energietraining, Kundalini-Energie). Kostenloser PDF-Download:

[[http://www.ipn.at/ipn.asp?ABI]]

Eine wichtige Frage, auf die wir hoffentlich bald eine Antwort finden:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/70514/]]

Viel Spaß beim Lesen!

Antworten
Daer' Kn2ilxch


Die Spielarten des Stoßens

Ideal ist eine Form der Hündchenstellung. Sie kniet im Bett, er steht dahinter; d. h. ihre Knie werden durch die Matratze abgefedert und er hat auf dem Boden einen sicheren Stand. Keine Ermüdungserscheinungen durch eingeschlafene Gliedmaßen; lange kann man diese Stellung aushalten. Und es bleibt viel Bewegungsfreiheit für beide.

Damit sind die Spielarten fast grenzenlos. Sie kann durch die Bewegung ihres Beckens "sprechen", seine Stöße parieren, lenken, einfordern oder erwidern. Ist es zu tief, geht sie mit dem Stoß mit. Soll es tiefer sein, kommt sie dem Stoß entgegen. Stöße, bei denen die Bewegung von oben kommt, sind kürzer, weil mehr vom Hintern im Weg sind. Stöße von unten sind nicht nur länger, sondern können auch unten (d. h. am G-Punkt) entlanggeführt werden. Auch ein Entlangreiben an den Seitenwänden der Scheide kann für beide sehr intensiv sein.

Es kann rhythmisch geschehen. Immer der gleiche Stoß oder immer die gleiche Stoßfolge, wie bei einem Tanz. Die Taoisten empfehlen eine rhythmische Folge von flachen und tiefen Stößen mit einem Grundmuster von neun flachen zu einem tiefen Stoß. Je mehr ein Mann seine Ejakulation unter Kontrolle bekommt, desto häufiger kann er tiefe Stöße ausführen.

Ebenso kann der Mann auf Überraschungsmomente setzen, schließlich sieht sie ihn nicht und weiß nicht, was als nächstes passieren wird. So lässt sich jeglicher Rhythmus verweigern. Seine Bewegungen werden zufällig. Ebenso muss jeder Stoß nicht gleich tief sein, er kann schnell oder langsam sein, in die eine oder andere Richtung zielen.

Auch ein schönes Spiel: Es wird nur der letzte Zentimeter gestoßen – und das schier unendlich langsam. So, dass man gerade etwas spürt, sich auf das Spüren fast schon konzentrieren muss. Die Region des Muttermundes wird permanent mit der Eichel gestreichelt. Sehr intensiv!

Zeit muss man sich nehmen! Mit einem Quickie ist es nicht vergleichbar. In diesen Zeitrahmen fällt das "weichstoßen": Alles, was nicht bis zum Anschlag geht; alles, was langsam ist. Harte Stöße würden am Anfang weh tun. An den Muttermund kommt er erst kurz vor dem ersten Orgasmus. Der Idealfall: langsames Hineinschieben bis zum Anschlag, er verweilt, sie vollzieht ein paar kurze Bewegungen, bringt sich in Position, danach ein paar kräftige Stöße in voller Länge; das ist der Auslöser. Danach ist alles weich, geflutet, nichts tut mehr weh. Irgendwann einmal – viel später – fällt sie einfach um.

Ich hoffe sehr, dass ich Stoßen und Gestoßenwerden schmackhaft gemacht habe.

Liebe Grüße,

SSabXinxe


Denkanstoß (1)

Knilch beschreibt etwas sehr Natürliches anschaulich: Sex von hinten in all seinem Variantenreichtum. Da der Beitrag auf Stimulierung der Vagina als einheitliches Ganzes zielt, nämlich Eingangs-, Mittel- und Tiefenbereich gleichermaßen berücksichtigt, möchte ich diesen Grundzug der Darstellung übernehmen. Dies gilt auch für einen Punkt, den Knilch mit keiner Silbe erwähnt: die direkte Kitzlerstimulation. Daß er sie nicht erwähnt, ist das Bemerkenswerte an seinem Beitrag. Man gewinnt beim Lesen den Eindruck, daß ein Paar sich lediglich Zeit läßt. Dies wird offenbar deshalb möglich, weil es niemanden zur Eile drängt.

Nicht selten werden im Forum vor allem von jungen Frauen und Männern zwei Fragen immer wieder thematisiert, die Zahl der jeweiligen Faden-Eröffnungen ist Legion. Viele junge Frauen und Mädels sehen sich mit dem Problem konfrontiert, trotz vielfach bemühten und durchaus liebevollen Verhaltens ihres Partners nicht oder doch nur unter Schwierigkeiten zum Orgasmus zu kommen; ausschließlich durch Penetration kaum je. Hin und wieder wird sogar rundweg bestritten, daß dies überhaupt möglich sei. Noch weit größer ist die Zahl insbesondere junger Männer, die sich fragen, ob ihr Penis lang oder dick genug sei; mit dieser Frage begnügt man sich regelmäßig. Das eine habe ich Hunderte von Malen, das andere gewiß Tausende von Malen gelesen. Hinzu kommen Verständigungsschwierigkeiten allgemeiner Art, die auf tiefsitzende Ängste zurückgehende Scham junger Frauen, oftmals nur diffus erfühlte, jedenfalls nicht leicht zu konkretisierende, überdies auf dem Wege der Selbstbefriedigung allzuoft nicht einmal ansatzweise erfahrene sexuelle Bedürfnisse dem Partner situativ eindeutig mitteilen zu wollen oder dies unter ungünstigen Rahmenbedingungen (Elternschlafzimmer nebenan usw.) freiheraus zu können – und nur daß eine jede Frau durch Kitzlerstimulation verläßlich zu erregen sei, wird allenthalben in den Vordergrund gerückt und steht in der Bravo in jeder Ausgabe vermutlich nicht nur an einer Stelle. In der Folge konzentriert man sich auf den Kitzler, den so eifrig angepriesenen "Einschaltknopf aller Lust", versteift sich auf ihn geradezu. Daß Kitzlerstimulation immer Millimeterarbeit ist, geht trotz aller gewiß auch in der Bravo zu findenden Hinweise im Eifer des Gefechts oft unter, und so kommt es zu Beiträgen wie dem mit Datum v. 9.3., 15.58 Uhr, unter:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/60610/]]

nachzulesenden, von Bahar sinnigerweise mit "Ausschalter" betitelt. Einen Bezug zu taoistischen Liebestechniken herzustellen bin ich mangels ausreichender Kenntnisse nicht in der Lage. damiana wird es für alle nachvollziehbar leisten, wenn sie dies für erforderlich hält. So sagt mir etwa das von Knilch erwähnte "taoistische Grundmuster von flachen zu tiefen Stößen im Verhältnis 9:1" nicht das geringste. Macht nichts: Es gibt unzählige Möglichkeiten – einfach zu verstehen, auf einfachste Weise zu praktizieren, und immerzu ist der Weg das Ziel, welches man dann am leichtesten erreicht, wenn man sich Zeit läßt und sich nur mit dieser einen Frage nicht unnötig belastet: "Wie weit ist es noch?"

Beginnen wir mit der Anatomie und warum Stöße in A-tergo-Positionen, wie von Knilch beschrieben, in der Tat der Bringer sind. Was nicht heißen soll, daß nur sie der Bringer wären. Vorausschicken darf ich, daß ich mich auf die Existenz der G-Zone und die sogenannte weibliche Ejakulation in Zweifel ziehende Fragen in gar keinem Fall einlassen werde. Erstere erwähnt Knilch in seinem Eröffnungsbeitrag mit ebender Selbstverständlichkeit, die einen jeden aus dem wirklichen Leben geschöpften Sachbeitrag auszeichnet. Letztere wiederum wurde erst kürzlich wieder aufs Tapet geworfen, der Faden entwickelte sich erwartungsgemäß unerquicklich. Das war bislang noch immer so.

G-Areal und Harnröhrendrüsen: Wohin genau zielen, wohinein stoßen?

Ungeachtet des jahrtausendealten Wissens so mancher von einer sexualfeindlichen Religion verschonter fernöstlicher Kulturen wollen wir festhalten, daß die von dem deutschen Gynäkologen Dr. Ernst Gräfenberg erstmals 1950 beschriebene und nach ihm benannte Zone – kein Punkt, sondern ein in einer Entfernung von etwa 4-5 cm vom Vagieingang hinter der Vagivorderwand lokalisiertes Areal von der Fläche einer 10-Cent-Münze, welches bei Erregung nußartig oder zu einem ovalen Knoten von bis zu 2 cm Durchmesser anschwellen kann – bereits in den 70er Jahren des 17. Jahrhunderts von dem holländischen Anatom R. de Graaf erforscht wurde. Im Volksmund nannte man ihn denn auch den "fummelnden" Holländer. Die meisten Frauen empfinden die Stimulation dieses Areals zu Beginn der Erregungsphase als eher unangenehm, nicht selten verspüren sie nur das Gefühl des Harndrangs. Mit steigender Erregung und zunehmender Feuchte ändert sich das grundlegend: Die Reizung wird jetzt als lustvoll empfunden und mündet, wird sie denn gefühlvoll fortgesetzt, oft in einen selbstverstärkenden Prozeß ein. Wie auch ein eher unerfahrener Mann seine Partnerin auf leichteste Weise von der Erregungs- in die Plateauphase überführen kann, denn diese ist es, in der wir G-Zonen-Stimulation in reine Lust umsetzen können, hat Bahar für das Liebespaar Vulva/Zunge beschrieben. Sehr gut dazu paßt ein Beitrag von Grainne, 6.2., 18.11 Uhr:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/63306/1/]]

Vergegenwärtigt man sich die weibliche Anatomie:

[[http://penissizedebate.com/images/doc/vagina_relaxed.jpg]]

wird erkennbar, daß die für einen durch Penetration ausgelösten Orgasmus erfolgversprechendste Position grundsätzlich (nicht: grundlegend) eine A-tergo-Position sein muß. Also etwa mit der – evolutionsbiologisch begründet – auf allen Vieren knienden Knilchin und mehr oder weniger emporgerecktem Gesäß. Denn allzulange gehen wir noch nicht auf zwei Beinen, der weibliche Geschlechtsapparat ist nach wie vor der eines Vierfüßlers. In dieser Körperhaltung wird die G-Zone bei jedem Einfahren/Stoßen des Gliedes ideal getroffen, und jedenfalls schrammt die Eichel für die Frau gut fühlbar darüber. Die individuell abweichende weibliche Anatomie (z. B. Enge oder Weite des Muskelschlauchs), mehr noch die individuell abweichende männliche (z. B. den höchst unterschiedlichen Grad der Aufwärts- oder, in seltenen Fällen, Abwärtskrümmung des Gliedes) können beide Partner leicht ausgleichen.

S abinxe


Denkanstoß (2)

Aber es gilt nicht nur die Stimulierung der G-Zone. Nicht minder lustbringend ist die Reizung des Bereichs um den Harnröhrenausgang. Auch diese Region schwillt insbesondere am Winkel im Übergang zur Blase bei fortgeschrittener Erregungsphase an. Hier liegen die Skeneschen Drüsen: prostataähnliches Gewebe. Was sie absondern, ist dem, was die Prostata produziert, chemisch sehr ähnlich und gleicht hinsichtlich Viskosität, Geruch, Geschmack und einer gewissen Klebrigkeit den männlichen Bonjour-Tröpfchen. Nur daß die Skeneschen Drüsen eben erheblich größere Mengen dieser Flüssigkeit absondern. Weshalb man sie umgangssprachlich auch weibliches Ejakulat zu nennen sich angewöhnt hat. Tatsächlich kann seine Menge die eines durchschnittlichen männlichen Ergusses um das 10- bis 15fache übersteigen. Den Bereich um den Harnröhrenausgang wiederum reizt, wenngleich man anderer Meinung sein kann, das Glied in der A-tergo-Stellung wohl noch besser als in der Reiterinnenstellung. Daher riet Gräfenberg, der sich von der Stimulierung auch des Harnröhrenausgangs therapeutische Erfolge versprach, seinen Patientinnen schlicht zu "Sex von hinten". Denn auch wenn man nicht genau wisse, wo die G-Zone liegt, das Glied werde die Harnröhre in dieser Stellung am wahrscheinlichsten stimulieren. Irgendwo in den Tiefen des Forumarchivs schlummert die URL zum PDF-Download des Originaltextes von Gräfenberg. Sowie ich sie finde, werde ich sie angeben. Wenn ich mich nicht irre, hat damiana sie damals gepostet. Der Text liest sich modern und hochaktuell, man sollte nicht vermuten, daß er vor 54 Jahren geschrieben wurde.

Ideal ist also die Reizung von G-Zone und Harnröhrenausgang. Jeder Penis der Welt vermag sie zu leisten, besondere Anforderungen an Länge oder Dicke stellen sich nicht. Stoßfrequenz, Eindringwinkel und -tiefe – weit mehr als die Penisdicke entscheidet insbesondere der Eindringwinkel über die Reibung im Eingangsbereich, und sie ist eine auf Reibung reagierende Zone – werden im Rahmen des Möglichen nur viel zu selten variiert. Einzig relevante anatomische Voraussetzung für besten Penissex bleibt seitens des Mannes eine dauerhaft aufrechterhaltene Erektion, denn Frauen brauchen nun einmal ihre Zeit. Wie das Stand- und Durchhaltevermögen auf einfachste Weise trainiert und im Vergleich zu dem Otto Normalverbrauchers um ein Vielfaches verlängert werden kann, hat Knilch weiter oben so ausführlich verlinkt, daß man den URLs nur noch nachgehen und die Texte lesen muß. Dann geht – urtica, 7.9.03, 18.55 Uhr – auch so etwas hier problemlos:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/40186/1/]]

Wie sieht es nun beim Analverkehr aus? Den gibt's ja auch. Nun, Vaginalmuskelschlauch und Enddarm verlaufen (s. o.) im Eingangsbereich nicht parallel zueinander, lassen sich aber wegen der Elastizität des Endarms parallelisieren – und nicht nur das. Stößt der hinter oder über seiner Partnerin kniende oder stehende Mann nicht mit horizontal oder annähernd horizontal, vielmehr mit abwärts oder sogar steil abwärts ausgerichtetem Glied, wird die Darmvorderwand zur Vagi hin verschoben, gleichsam in sie hineingedrückt und drückt sie dabei zusammen. Das Glied trifft jetzt indirekt in die G-Zone, und natürlich wird auch der unmittelbar benachbarte Harnröhrenausgang mitgerissen und gereizt. Die von Knilch beschriebene Bewegungsfreiheit gilt grundsätzlich auch hier; zusätzliche Kitzlerstimulation empfinde zumindest ich inzwischen als entbehrlich, zuweilen sogar als störend, weil sie die Libido in der Plateauphase – damit die Erwartungshaltung – unnötig verkürzt, schmälert oder gar beschädigt. Noch mehr stört sie nur bei der doppelten Penetration (von der heute nicht die Rede sein soll).

Stoßen: Mit was noch?

Natürlich mit den Fingern. Auch die kürzesten Zeige- und Mittelfinger sind lang und breit genug, um die G-Zone einer jeden Frau wirksam zu stimulieren. Die Vagivorderwand besitzt nur sehr wenige Nervenenden, ist daher weitgehend schmerzunempfindlich. Die G-Zone wiederum ist eine Druckzone. Evolutionsbiologischer Zweck ist die Minderung des Gebärschmerzes. Der enorme Druck des Kindskopfes auf die Vagivorderwand setzt körpereigene Opiate (Endorphine) frei, wodurch der Gebärschmerz um bis zu 60 Prozent vermindert wird. Den Kitzler einer Frau zu überreizen ist bei ungeschicktem Vorgehen an der Tagesordnung, die G-Zone hingegen nimmt gerade druckvolle Reizung nicht übel. Sie will durchaus stoßweise bearbeitet, überdies mit den Kuppen eines oder mehrerer Finger, deren Nägel kurz geschnitten sein sollten, kräftig gerieben werden. Unter der einzigen Voraussetzung, daß wir erregt sind, tut uns da überhaupt nichts weh. Ein wenig vergröbert, aber nicht falsch: So hart und gleichsam rauh, wie sich das Gewebe anfühlt, kann es stimuliert werden. Also nicht groß herumexperimentieren und in der Vagina umständliche Haarnadelkurven zusammendrechseln, sondern ganz stupide draufhalten oder darüberrubbeln. Wie der "fummelnde" Holländer, der sicher auch keiner Frau weh tat. Übungssache. Planloses Stochern ist ausdrücklich nicht gemeint.

Stoßen: Wie noch?

Jedenfalls nicht nur von hinten. Das wäre trotz allen Variantenreichtums auf die Dauer doch ein wenig eintönig, auch will man einander gelegentlich von vorn und in die Augen sehen. Eine wunderschöne, klassische geschlossene Stellung, bei der die Vagina völlig offen ist und tiefste Penetration gestattet, so daß auch Männer mit sehr langen und voluminösen Penissen nicht befürchten müssen, ihrer Partnerin unwillentlich Schmerzen zu bereiten, ist die für eine gelenkige Frau leicht einzunehmende, auch über einen längeren Zeitraum gut durchzuhaltende Paketstellung: von mir im Forum gelegentlich Die Gefährtin des Indra genannt. Sie ist zugleich eine klassische gepreßte Stellung. Damit meine ich einen ideal verengten Eingangsbereich sowie eine durch die Körperhaltung als solche auf natürliche Weise angenehm angespannte – nicht: verspannte – Vaginalmuskulatur. Durch ihren Einsatz kann die Frau das Bedürfnis des Mannes nach Reibung im Eingangsbereich nahezu beliebig steigern, überdies sich steuern. In dieser Paketstellung liegt die Frau auf dem Rücken und zieht die geschlossenen Beine so weit hoch, daß die Knie das Kinn fast berühren, die Oberschenkel auf den Brüsten liegen oder diese – mehr oder weniger fest – pressen. Der vor ihr mit aufgerichtetem, leicht vornübergebeugten Oberkörper kniende Partner hebt das Gesäß der Frau so weit an, bis die Rundung seine Oberschenkel etwas oberhalb der Mitte trifft. Ihre Unterschenkel führt die Frau streng parallel zu ihren Oberschenkeln. Jetzt berühren ihre Füße – die Knie bleiben geschlossen – den Bauch des Partners, die Fußsohlen liegen mit ganzer Fläche auf. Eine Körperhaltung eigentlich ohne kontemplativ-innige Elemente, aber dem Mann etwa durch Wegnehmen jeglichen Drucks der Fußsohlen zu signalisieren, daß man bereit ist, den ersten Tiefen- oder auch Rammstoß zu empfangen, hat schon etwas sehr Sinnliches. (Mein von Knilch verlinkter Ramm-Beitrag v. 2.2.03 ist nicht frei von Selbstironie; ich bitte, dies beim Lesen nicht zu vergessen.) Daß der Gebärmutterhals, wie in der von Knilch und anderen Kollegen und Kolleginnen anderenorts mehrfach angesprochenen Penis size debate erwähnt, bei einer sexuell hochgradig erregten Frau sich zum Beckenboden hin verlagert und an ihn anschmiegt, somit den hintersten Vaginalbereich freigibt und Stöße ins überaus lustempfindliche Epizentrum ermöglicht, ist bekannt. Hier im Bild stufenweise (aus Gründen der Darstellung größenmäßig leicht überzeichnet) zu sehen:

[[http://penissizedebate.com/images/doc/vagina_tented.jpg]]

und hier:

[[http://penissizedebate.com/images/doc/vagina_penetrated2.jpg]]

Weniger bekannt ist, daß Kitzlerstimulation aus meines Wissens bislang nicht geklärten Gründen die genau entgegengesetzte Bewegung des Gebärmutterhalses zu Folge hat: nämlich vom Beckenboden weg. Erst vor etwa zwölf Tagen bei Medicine Worldwide gelesen, aber auch dort war keine Begründung für das Phänomen zu finden. Es wurde erwähnt, aber nicht erklärt. An sich ist die Vagina länger und weiter geworden, aber jetzt legt sich der Gebärmutterhals doch noch "quer", indem er in seine natürliche Lage strebt. Dies kommt einer Verkürzung der Vagina gleich, statt des Epizentrums wird der Gebärmutterhals gestoßen. Das kann sehr unangenehm sein und ist sicher nicht identisch mit der gefühlvollen "Millimeterarbeit", die Knilch im letzten Absatz seines Textes meint, wenn er von einem "Streicheln" der Knilchinschen Muttermundregion mit der Peniseichel spricht. Die Paketstellung, so sie denn nur eingehalten wird wie beschrieben, ist für eine Kitzlerstimulation durch Frau oder Mann ergonomisch so ungeeignet, daß der Griff zum "Ausschalter" von selbst unterbleibt. Auch deswegen eine empfehlenswerte Stellung.

S9asbinxe


Denkanstoß (3)

Durch Stoßen allein könnt ihr ja nicht kommen.

schrieb kürzlich ein Kollege. Wirklich nicht? Auch eine 15jährige kann beim Geschlechtsverkehr versuchsweise einmal so tun, als hätte sie keinen Kitzler. Jedenfalls nicht im Innenwinkel des inneren Labienpaares. Daß gerade viele junge Frauen ihre Brüste und deren Kitzler arg stiefmütterlich behandeln oder behandeln lassen, erwähne ich nebenbei. Siehe Grainnes Beitrag v. 6.2.02.

Stoßen: Aus welcher Richtung noch? Und: Wie variantenreich?

Von oben, in jeder nur erdenklichen Weise. Ideal – und selbstverständlich auch hier ideal für eine noch unerfahrene Frau – ist eine von mir im Forum gleichfalls schon einmal beschriebene Kamasutraposition, die vielleicht nur deshalb auf wenig Resonanz stieß, weil ich sie zum einen falsch plaziert, zum anderen zu umständlich beschrieben habe, wie ich durchaus selbstkritisch anmerke: Das Rühren der Sahne. Hier erspart mir die Animation die Beschreibung:

[[http://www.liebesrose.de/kamasutra3/ks-churningcream.gif]]

Die Rede ist von acht unterschiedlichen Penetrationstechniken, klar voneinander abgegrenzten Phasen, die man miteinander kombinieren, ineinander übergehen lassen kann. Was einem nicht gefällt, läßt man weg. Irgend etwas, um nicht zu schreiben: fast alles, geht mit jedem Glied der Welt; wie groß oder klein, wie im einzelnen es auch immer geformt sein mag. Zum Beispiel kann ein Mann sich auch seitwärts oder so positionieren, daß er seiner Partnerin den Rücken zuwendet, die Vagina darmorientiert stößt oder in der Gegenrichtung bei eher horizontal ausgerichtetem Glied besonders aktiv wird. Die nachfolgende Aufzählung versteht sich als zeitlich möglichst auszudehnender Geschlechtsakt mit möglichst langer Plateauphase. Dann stellt sich der Orgasmus von selbst ein. Einzige Voraussetzung auch hier: Durchhaltevermögen des Partners. Und wo steht geschrieben, daß ein 16jähriger nach einer Minute oder fünf Stößchen ejakulieren muß? Ich darf an Knilchs Verlinkungen zum Durchhaltevermögen des Mannes erinnern?

1) Rühren: Der Mann nimmt das Glied in die Hand, bewegt es in der Vagina in Kreisen. Ich mag es, wenn meine ausgerieben wird. Ein schönes Vorspiel, das nicht nur Vorspiel bleiben muß.

2) Doppelschneidiges Messer: ein scharfer Stoß. Immer mal wieder, zwischendurch. Bezeichnete Knilch einmal als "Versuchsballon" für zwischendurch. Woraufhin der Knilchin Atem höher gegangen sein dürfte, stoßweise.

3) Reiben: "Aufsteigend" vollzogenes, also deutlich mehr in die G-Zone als in den Urethradrüsenbereich zielendes festes Reiben. Hierzu bitte lesen, an was dibbuk am 19.10.03, 20.22 Uhr, unter:

[[http://www.med1.de/Forum/Sexualtechniken/43796/]]

erinnerte. Beides ist identisch und wurde von dibbuk (die Severia zitiert) damals nur auf eine andere Stellung bezogen.

4) Pressen: Das Glied wird tief in die Gebärmutter gepreßt und dort so gehalten. Dieses Hineinpressen muß nicht schmerzen.

5) Stoßen: Das Glied wird vollständig herausgezogen, dann heftig in die Gebärmutter gestoßen. Etwa unter Einsatz des Körpergewichtes. Eine Form des Gepfähltwerdens, die man auch ein Einbohren nennen könnte. Verursacht bei mir einen tief in den Bauch hineinreichenden schönen Schmerz, der mir Weiche und Verletzbarkeit meiner Weiblichkeit bewußt macht wie kein anderer. Es ist ganz selbstverständlich, daß das Empfinden einer Masochistin kein Maßstab ist. Auf gar keinen Fall wünsche ich, daß eine andere Frau Schmerzen erleide – aufgrund schlechter Erfahrungen mit dem Lesevermögen einiger im Forum setze ich dies ausdrücklich hinzu. Diese Form der Penetration ist nicht für jede Frau etwas.

6) Pressen: hier kontinuierliches Pressen eines bestimmten Vaginabereichs.

7) Zittern: das Vibrierenlassen des tief eingeführten Penis. Nur wenige Künstler können es. Fickkünstler Knilch, der diesen letzten Satz schon einmal las, bildet sich in diesem Punkt (Chatakavilasa) inzwischen weiter. Ich wünschte, mein und meiner Lebensfrau Mann täten es ihm gleich...

8) Bullenstoß: wildes Stoßen in alle Richtungen, am besten arrhythmisch und für die Frau in nicht erratbarer Weise. Von Knilch in seinem Beitrag v. 22.3., 20.45 Uhr, im 4. Abs. sinngemäß und mit Bezug auf die A-tergo-Stellung erwähnt..

Wie war das noch gleich?

Durch Stoßen allein könnt ihr ja nicht kommen.

Doch. Können wir. Leichter und müheloser als durch irgend etwas anderes. Nur gemacht werden muß es mit uns.

dCami4ana


ergänzung linkseiten:

[[http://www.sexuality.org]] -- es gibt fast nichts, was dort nicht zu finden ist

und noch ein paar buchtipps zum thema tantra/kamasutra:

Amazon: Complete Idiot's Guide to Tantric Sex

Amazon: Complete Idiot's Guide to the Kama Sutra

- ich meine das ernst, auch wenn die obigen titel anderes suggerieren, die reihe ist ganz sicher nicht nur für idioten was.

CFalalcir~ya


Gedanken zur "Vorbereitung"....

..... ein Spiel (?) nur für Liebende?

Ich möchte versinken in ihm... ihn ganz aufnehmen. Ganz tief in mir spüren. Mich auflösen unter ihm... von ihm genommen werden... bis hin zur Willenlosigkeit. Bis hin zu dem Punkt, an dem ich sage: "Mach mit mir, was du willst." Und ich weiß, er wird es gut machen.

Bedingung: Vertrauen. Hingabe. Sich vollständig öffnen können... bis hin zur momentanen Aufgabe....völligem Einsseinen, Verschmelzen ineinander.

Dafür brauche ich keine "oberflächliche" Erregung (Stichwort: Einschaltknopf Klit); ich brauche IHN. Seinen Körper, seine Haut, seinen Geruch, seine Hände, Lippen, Zunge. Eben jede kleinste Einzelheit von ihm und doch den ganzen Menschen. Das alles an mir, auf meiner Haut. Bis mir der Wunsch aus den Augen schreit: "Fick mich... nimm mich!" Tief - ganz - alles.

Ein Spiel?

Nein, kein Spiel, und meiner Meinung nach nur für Liebende.

Der Faden ist gut, sehr informativ, viel Technik. Es fehlte die andere Seite, und die ist meiner Meinung nach Voraussetzung. Wenn diese andere Seite fehlt, nützt auch die beste Technik und das tollste Wissen nichts.

Ich hoffe, in dem Sinne passen meine Anmerkungen.

lg Grainne

dRam&ianxa


hab noch was zum "tiefenorgasmus" gefunden - was meine sicht der dinge sehr schön wiedergibt:

[[http://www.tantra.org/penitration.html]]

-- im übrigen auch eine website, auf der man viel über die "andere seite" finden wird.

BOarha)r


@Calacirya

Dafür brauche ich keine "oberflächliche" Erregung (Stichwort: Einschaltknopf Klit); ich brauche IHN. Seinen Körper, seine Haut, seinen Geruch, seine Hände, Lippen, Zunge. Eben jede kleinste Einzelheit von ihm und doch den ganzen Menschen. Das alles an mir, auf meiner Haut. Bis mir der Wunsch aus den Augen schreit: "Fick mich... nimm mich!" Tief - ganz - alles.

wie so oft sind wir gleicher Ansicht :-)

Das hätte von mir sein können.

Vermutlich ist alles, was zur Technik geschrieben wurde, berechtigt. Aber: Weder mein Liebster noch ich haben je nach G- oder sonstigen Arealen gefahndet, einzig und allein unsere Liebe, Offenheit für Neues und Kommunikationsfähigkeit weist uns immer wieder den Weg zu, ja, gigantisch-exstatischen Liebeserlebnissen. Variantenreich und intensiv.

Um mich - und Calacirya - zu wiederholen: Einzig und allein "der Richtige" ist in der Lage, all dies hervorzulocken, sein Duft, sein Geschmack, seine Stimme, seine geweiteten Augen geben mir den Kick, lassen mein Inneres frei. Und da geht das alles von allein, ohne Anleitung. Und mit Mr. X? Undenkbar. Jeder andere Mann läßt mich kalt, kälter, am kältesten. Ich bin in meiner Lust geprägt auf ihn, und er auf mich. Ein geschenk. Wär ich religiös, würd ich wohl sagen ein Geschenk Gottes, so nenn ich ihn den Mannmeines Lebens.

d*ami0ana


Weder mein Liebster noch ich haben je nach G- oder sonstigen Arealen gefahndet, einzig und allein unsere Liebe, Offenheit für Neues und Kommunikationsfähigkeit weist uns immer wieder den Weg zu, ja, gigantisch-exstatischen Liebeserlebnissen. Variantenreich und intensiv.

sorry, aber dieses "entweder-technik-oder-liebe" konnte ich noch nie nachvollziehen.

um es mal mit einer analogie zu versuchen: ich koche recht gerne, auch gerne außergewöhnliche sachen aus fernen ländern. und wenn ich persönlich zum ersten mal ein neues, exotisches gericht zubereite, oder mir neue ideen holen will, dann probiere ich nicht ziel- und planlos den ganzen gewürz- und vorratsschrank durch, sondern schaue - mir und meinen gästen zuliebe - vorher auch mal in das entsprechende kochbuch rein. was nicht bedeutet, dass ich nicht trotzdem mit liebe an die kocherei herangehen kann.

C8alaZcsiryxa


damiana, ich weiß, du bezogst dich damit nicht auf meine, sondern auf bahars Aussage:

sorry, aber dieses "entweder-technik-oder-liebe" konnte ich noch nie nachvollziehen.

aber ich empfand halt den Faden bis jetzt als NUR technisch. Sicher ist Technik die eine Voraussetzung. Die andere wurde bis jetzt vergessen.

lg Grainne

Dger Knxilch


aber ich empfand halt den Faden bis jetzt als NUR technisch. Sicher ist Technik die eine Voraussetzung. Die andere wurde bis jetzt vergessen.

Das ist hier auch ein Faden über Technik, keine Beziehung. Über die Technik können wir schreiben, sie diskutieren. Die übrigen Vorraussetzungen, egal ob ONS oder der Liebste, sind bei uns allen verschieden. Jede(r) von uns wird nur alleine entscheiden können, ob diese Vorraussetzungen stimmen. Ich hoffe, dass der Faden trotzdem nicht lieblos ist.

LG,

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