Außenbänder gerissen oder doch nur überdehnt?

11.08.11  21:20

Hallo,

mir ist klar, dass aus der Ferne kein Bänderriss diagnostiziert werden kann. Aber vielleicht helfen ein paar Erfahrungen bei der Beurteilung.

Ich bin beim Sport sehr heftig mit dem Fuß umgeknickt (der Fuß stand innen). Das "Gefühl" im Fuß waren während des Umknickens zwei "Rucke" im Fuß. Allein das Gefühl hatte schon so etwas von "da muss was gerissen sein". Dann noch der Winkel zwischen Fuß und Bein während des Unfalls ...

Und natürlich gab es schnell sehr starke Schmerzen. Auftreten konnte ich aber nach wenigen Minuten schon wieder (wenn auch nur mit sehr großen Schmerzen). Da die Schwellung schnell zunahm ging es gleich zum Arzt. Der wenig motivierte Arzt machte kaum Anstalten den Fuß "mechanisch" zu untersuchen und verordnete ein Röntgen. 10 Aufnahmen später (den Gelenkspalt anscheinend wirklich nicht einfach) saß ich wieder beim Arzt. Dieser sagte dann, dass die Knochen in Ordnung seien. Nach meiner Frage wie es um die Bänder gestellt sei kam nur die Aussage, dass man dies über Röntgen nicht klären könnte. Aber da kein Bluterguss sichtbar sei (2 Stunden nach dem Unfall), wäre ein Bänderriss sehr unwahrscheinlich.

Ich sollte das ganze im Auge behalten und wenn ich nach ein paar Monaten eine Instabilität im Fuß feststelle, sollte ich zum Arzt gehen und ein Kernspint machen lassen.

Ich bekam eine Schiene für den Fuß und ein Schmerzmittel und dann war ich auch schon raus. Laut Aussage des Arztes sollte ich die Schiene ein bis zwei Wochen tragen.

Nun hat sich in der folgenden Nacht ein starker Bluterguss direkt unter dem Knöchel (außen) gebildet und komischerweise sind die Schmerzen sind nicht mal 24 Stunden nach dem Unfall so gut wie weg (zumindest beim gehen und in normaler Lage).

Nun meine Fragen:

- Ist ein Bluterguss auch möglich wenn es nur eine Zerrung/Überdehnung der Bänder ist?

- Sollte ich die Schiene auch über die Woche hinaus tragen selbst wenn die Schmerzen nur noch gering sind?

- Sollte die Schiene dauerhaft getragen werden?

- Und vor allem: Wenn es doch ein Riss sein sollte und ich in ein paar Monaten feststelle, dass das Gelenk sehr instabil ist, ist das ganze dann noch korrigierbar?

Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass der Arzt gestern versucht hat mich schnell vom Tisch zu bekommen.

DH4ED#AWLUS

12.08.11  09:32

Da muss nich unbedingt was reißen damit es kaputt gehen kann. Davon ab ist die Behandlung die gleiche wie jetzt auch. Ich würde die Schiene zur Sicherheit etwas länger tragen als 14 Tage.

Ansosten könnte man ein MRT machen, aber wären die Bänder gereissen hätte das keinerlei Konsequenz. Operiert wird das heute eigentlich auch nicht mehr. Von dermher: Fuß hochlegen, kühlen, schonen, abwarten ;-) Und vor allem die Schiene Tag und Nacht tragen!

N:utelolaGxirl

12.08.11  09:34

Da muss nich unbedingt was reißen damit es kaputt gehen kann

Quatsch ;-D Sollte heißen damit es einen Bluterguss gibt. :=o

NMutelJlaGiYrxl

12.08.11  09:43

Kann durchaus sein, dass eines oder mehrere gerissen sind.

Für normal sollte das im KH aber doch geklärt werden, durch nen einfachen, aber schmerzhaften Test. (Gelenk wird mit Gewichten beschwert und so weit es geht gedehnt. Durch ein Röntgen kann der Arzt dann zumindest erkennen, ob ein Band gerissen ist oder nicht.)

Zu deinen Fragen:

Eine Woche hört sich wenig an. Als ich mir meine Bänder riss, trug ich 1 Woche Spaltgips und 4 Wochen Schiene.

Dauerhaft nicht. Aber es gibt fürn Sport spezielle Bandagen -> "Malleotrain"

So weit ich weiß, musst du dann mit instabilen Sprunggelenken weiterleben. Operativ kann da nichts mehr gemacht werden, so der Arzt.

p9hilixpp17

12.08.11  10:59

Für normal sollte das im KH aber doch geklärt werden, durch nen einfachen, aber schmerzhaften Test. (Gelenk wird mit Gewichten beschwert und so weit es geht gedehnt. Durch ein Röntgen kann der Arzt dann zumindest erkennen, ob ein Band gerissen ist oder nicht.

Sog, gehaltene Aufnahmen macht man heute nicht mehr, die sind total veraltet und machen unter Umständen erst das komplett kaputt was vorher nur angerissen war!

NUutellAaGirxl

12.08.11  13:48

Laut Aussage des Arztes sollte ich die Schiene ein bis zwei Wochen tragen.

Ich sollte das ganze im Auge behalten und wenn ich nach ein paar Monaten eine Instabilität im Fuß feststelle, sollte ich zum Arzt gehen und ein Kernspint machen lassen.

Wenn du auf der sicheren Seite sein willst, solltest du die Schiene ca. 4 Wochen Tag und Nacht tragen, danach noch 2 Wochen tagsüber und zum Sport noch ca. 3 Monate.

Es ist eigentlich unerheblich ob die Bänder gedehnt oder gerissen sind, aber schon die Tatsache dass da eine starke Schwellung plötzlich auftrat lässt schon daran denken dass die Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ansonsten kannst du nicht mehr machen, als den Fuß schonen und so viel es geht hochlegen und natürlich kühlen solange eine Schwellung vorhanden ist.

S^ch8neFehxexe

12.08.11  13:50

Ich stimme Schneehexe und Nutellagirl uneingeschränkt zu. :)^

l+e sJang rxeal

12.08.11  17:57

Danke für die vielen Antworten.

Die Schmerzen sind mittlerweile bei normalen Bewegungen komplett weg. Lediglich wenn ich den Fuß leicht drehe (um die "Achse des Unterschenkels") gibt es noch starke Schmerzen.

Und das vollkommen ohne Schmerzmittel. Der blaube Fleck ist schon ziemlich genau an der Stelle wo die Fußwurzelbänder angreifen ...

Ich werde mich jetzt von den fehlenden Schmerzen nicht beirren lassen und die Schiene lange tragen. Und vor allem auch Tag und Nacht.

Was bedeutet "Schonung". Ich bin Bürotäter aber allein der Weg vom Parkplatz zum Büro ist bei mir länger als 500 Meter zu Fuß. Ist so etwas schon als "große Belastung" zu werten?

Die Schine verhindert letzten Endes ja auch nur das "Knicken" des Fußes, reicht das zur ruhigstellung?

Dj4ErDALUxS

12.08.11  18:12

Ich werde mich jetzt von den fehlenden Schmerzen nicht beirren lassen und die Schiene lange tragen. Und vor allem auch Tag und Nacht.

Das würde ich auch so machen.

Was bedeutet "Schonung". Ich bin Bürotäter aber allein der Weg vom Parkplatz zum Büro ist bei mir länger als 500 Meter zu Fuß. Ist so etwas schon als "große Belastung" zu werten?

Wenn du keine Schmerzen hast, ist das kein Problem, ansonsten müsstest du halt Krücken benutzen. Aber solange du eine Schwellung hast solltest du das Bein im Büro auch so oft es geht hochlegen.

Die Schine verhindert letzten Endes ja auch nur das "Knicken" des Fußes, reicht das zur ruhigstellung?

Genau das ist Sinn und Zweck der Schiene, dass ein erneutes Umknicken verhindert wird, sonst können die Bänder nicht heilen.

Sjch)neeh}exe

12.08.11  18:17

Hast du keine Gehstützen bekommen, um den Fuß zu entlasten? Ich bin selbst seit einiger Zeit mit Gips und Krücken unterwegs, und mich wundert, daß du nicht entlasten sollst. Auch wenn nur die Bänder gedehnt sind, wäre das zumindest für die 500 Meter Weg sinnvoll. Kannst du dir Krücken besorgen?

N^andxaxna

12.08.11  18:20

Ich habe mir mal die Bänder überdehnt, da musste ich nicht an Krücken laufen. Höchstens wenn es ein Bänderriss ist, ist es sinnvoll zu entlasten. Bei meiner Bänderüberdehnung bekam ich eine Bandage und 6 Wochen Sportverbot, das wars.

scun%s4hin~e8x3

12.08.11  18:32

Krücken könnnen, müssen aber nicht sein. Und wenn er laufen kann, umso besser ...

NSuteNllaG-irxl

12.08.11  18:49

Krücken könnnen, müssen aber nicht sein.

Ich habe ja nur gemeint wenn er noch Schmerzen hätte, sollte er Krücken nehmen. ;-) Ansonsten kann man bei einem reinen Bänderriss ruhig belasten.

Shchnkeesh(ex5e

12.08.11  19:38

War nicht auf deinen Post bezogen sondern auf den von nandana ;-)

N7utel"laGirPl

12.08.11  21:50

Die Gehhilfen wurden mir angeboten aber ich hatte erst mal abgelehnt. Und da das Gehen dann nach 2 Tagen auch wieder schmerzfrei möglich war, brauchte ich auch im Nachhinein keine.

Die ärztliche Behandlung/Beratung war zwar total unbefriedigend, aber wenigstens das haben sie hinbekommen.

Dw4EDA|LUxS

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