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Fahrradfahren verlernen?!

T#euftelsSxindy hat die Diskussion gestartet


Hallo. Ich hab mal eine etwas ungewöhnliche Frage.

Als Kind konnte ich ohne Probleme Fahrradfahren. Ich hatte Schwung, konnte auch fahren ohne auf dem Sattel zu sitzen usw.

Mit 12 hatte ich dann einen schweren Unfall mit dem Rad und seitdem fuhr ich nie wieder.

Heute, mit 32, hatte ich 2 Mal wieder versucht Rad zu fahren. Aber es klappt nicht mehr! 😖

Ich schaffe es nichtmal aufzusteigen! Hab den Sattel schon extrem niedrig gestellt aber sowie ich auf dem Sattel saß konnte ich mit den Füßen kaum den Boden berühren um überhaupt erstmal Schwung zu holen. Ich hab mehreres versucht, aber jede Technik war dann eher Zufall wenn ich tatsächlich vorwärts kam.

Wenn ich dann fuhr, konnte ich auch zügig fahren, allerdings brachte mich jede Kurve aus dem Gleichgewicht und bremsen konnte ich auch nicht da ich beim langsamer werden das Gleichgewicht verlor bzw mit den Füßen nicht zum Boden runter kam um mich zu stützen.

Früher klappte das aber!!

Ich bin 1,66 groß und das Fahrrad ist ein stinknormales Rad für Erwachsene.

Ich bin einfach nicht in der Lage das Gleichgewicht zu halten, stürzte auch schon 2 Mal .

Kann es sein das mein Gleichgewichtsorgan gestört ist? Denn auch beim laufen hab ich manchmal vereinzelt Probleme mit dem Gleichgewicht, selbst beim stehen kippte ich manchmal weg. Das passiert nicht immer sondern nur ab und zu. Hab dieses Phänomen schon viele Jahre.

Denn Fahrradfahren kann man doch nicht verlernen! Zumindest nicht so extrem wie ich!? Nach mehreren Versuchen hätte es sich zumindest bessern müssen mit dem Geschick, aber nichts geschieht.

Was ist nur los? Ich kann doch nicht mit 32 Jahren mit Stützrädern fahren ???

Antworten
EHhemaRlig?er Nutze$r (#28287x7)


Es könnte sinnvoll sein abzuklären ob ein neurologisches Problem vorliegt.

Was ist nur los? Ich kann doch nicht mit 32 Jahren mit Stützrädern fahren

Vielleicht wäre ein [[http://www.adfc.de/technik/fahrradteile-und-zubehoer/lastenraeder/ausprobiert-lastenraeder Lastenrad]] eine brauchbare Alternative für dich.

Oder ein schlichtes [[https://www.vanraam.de/Uploads/WebsiteImages/nieuwsfotos/Dreirad%20fuer%20Erwachsene.jpg Dreirad]]

HMyp_erixon


Kann es sein das mein Gleichgewichtsorgan gestört ist?

Nein.

Was ist nur los? Ich schaffe es nichtmal aufzusteigen!

Du bist blockiert durch den Sturz damals. Angst/Sturzangst blockiert und darum klappt es jetzt nicht mit dem Radfahren. Da ist also eine reine Kopfsache.

Ich kann doch nicht mit 32 Jahren mit Stützrädern fahren

Wäre eine Idee. Es gibt Dreiräder. Wobei ich das nicht Zielführend finde.

Eine andere Idee wäre es wenn du zwei Freunde bittest das sie dir beim Radfahren helfen, dich erstmal halten. Wenn du dann das Vertrauen zurück gewinnst und die Angst weniger wird, kannst du versuchen auch ohne Hilfe bzw zwei Hilfspersonen zu fahren.

Schau das du mit Freunden zusammen das Radfahren wieder übst und dann wird die Angst auch bald weniger. :)^

EVhemali%ger zNutz|er (#E540729x)


Du bist blockiert durch den Sturz damals. Angst/Sturzangst blockiert und darum klappt es jetzt nicht mit dem Radfahren. Da ist also eine reine Kopfsache.

Seh ich genauso, ich hab nämlich in etwa dieselbe Hintergrundgeschichte und lange Zeit dasselbe Problem. Irgendwann kam dann der Tag, da musste ich fahren. 25km, absolut problemlos. Freiwillig fahre ich allerdings immer noch nicht...

Lnog Lxady


Und Ihr kippt vor lauter Angst vorm Radfahren auch beim Laufen und Stehen einfach um? ":/

ENhemaligerr Nut^zebr (#b5407x29)


Hab ich ab und zu schon mal, ja. Ich schiebe das dann allerdings auf den Kreislauf...

BQlec%hpiraxt


Nein.

So'n Quatsch, woher willst du das wissen? Natürlich kann es sein dass das Gleichgewicht suboptimal funktioniert, gibt tausend mögliche Ursachen dafür. HNO und Neurologe wären die Anlaufstellen, und man kann versuchen wie weit es sich durch Training kompensieren lässt.

k7ruemBel26


Lass das mit dem Gleichgewicht untersuchen, denn normal ist das nicht.

Kenne das aber selber seid Jahren und keiner weiß wo es herkommt. Ich schwanke manchmal im stehen, als hätte ich gesoffen %:| ;-D

Xviraxin


Übrigens haben viele Erwachsene Probleme mit dem Gleichgewicht aufgrund von zu wenig Training.

Du könntest schon versuchen es zu trainieren.

Nimm mal 10 Kinder und 10 Erwachsene. Wer kann länger den 1-Bein-Stand?

Ziemlich sicher die Kinder. Weniger Angst zu fallen und irgendwie gelenkiger und aktiver ;-)

Ich mache seit ein paar Wochen Übungen auf einem Balanceboard um meine Sprunggelenke zu stärken und ich habe mich deutlich verbessert!

Lbog gLady


Übrigens haben viele Erwachsene Probleme mit dem Gleichgewicht aufgrund von zu wenig Training.

Das stimmt. So wird bspw. Erwachsenen auch leichter schwindelig oder schlecht, wenn sie Purzelbäume machen oder schaukeln. Für die meisten sind das ungewohnte Bewegungen, die sie im Alltag nicht (mehr) oft machen.

Und grundsätzlich führt sicherlich eine mangelnde Übung auch dazu, dass man sich auf dem Rad unsicher fühlt, gerade, wenn es schon mal einen Unfall gab. Man verlernt es aber nicht komplett bzw. man findet sich recht schnell wieder rein.

Aber wenn der TE schon beim Stehen oder Gehen schwindelig wird und sie beginnt zu schwanken, sollte man wirklich ausschließen, dass da nicht mehr dahintersteckt.

HMy=perxion


Blechpirat

So'n Quatsch, woher willst du das wissen?

Du brauchst mich nicht so anzufahren Blechpirat. Ändere einmal bitte deine Tonart mir gegenüber.

Tfurbu lentxia


Vielleicht solltest du es auf einem kleineren Rad probieren, "stinknormale" Erwachsenenräder gibt es nicht, sondern viele Größen. Eins, niedrig genug das du mit den Füssen den Boden berührst, (auch wenn das zum fahren recht unbequem ist) und mit einem tiefen Einstieg.

.

NFailiougxa


Kann es sein das mein Gleichgewichtsorgan gestört ist? Denn auch beim laufen hab ich manchmal vereinzelt Probleme mit dem Gleichgewicht, selbst beim stehen kippte ich manchmal weg. Das passiert nicht immer sondern nur ab und zu. Hab dieses Phänomen schon viele Jahre.

Das solltest du abklären lassen.

Hab den Sattel schon extrem niedrig gestellt aber sowie ich auf dem Sattel saß konnte ich mit den Füßen kaum den Boden berühren um überhaupt erstmal Schwung zu holen.

Das soll so nicht sein. Das Fahrrad ist entweder zu hoch oder der Sattel so breit, dass du deine Beine nicht richtig strecken kannst. Auf jedenfall solltest du mal ein anderes Rad versuchen.

m$arika/ stxern


1,66 ist ja jetzt auch nicht riesig. Fahrräder haben unterschiedliche Rahmenhöhen. Ich bin zum Beispiel 1,73 und brauch tatsächlich einen sehr niedrigen Rahmen.

Mvann0x42


Als "alter" Radler muß ich doch mal was dazu sagen:

Ich schaffe es nichtmal aufzusteigen! Hab den Sattel schon extrem niedrig gestellt aber sowie ich auf dem Sattel saß konnte ich mit den Füßen kaum den Boden berühren um überhaupt erstmal Schwung zu holen. Ich hab mehreres versucht, aber jede Technik war dann eher Zufall wenn ich tatsächlich vorwärts kam.

Und zwar zu dir liebe TeufelsSindy und auch mal generell.

Es geht hier auch um Ergonomie.

1. Optimaler Fall. Der/die Radler/in beherrscht das Rad. Dann wird der Sattel so eingestellt, dass die Person entweder samt Rad gehalten wird oder allein stellt man sich senkrecht an eine Wand/Mauer und sitzt mit waagrechten Becken auf dem Sattel. Der Sattel hat dann die richtige Höhe wenn eines der Pedale ganz unten ist und man das Pedal mit der Ferse erreicht. Also man kann sich gerade mit der Ferse auf dieses Pedal aufstützen ohne das Becken auf dem Sattel irgendwie kippen zu müssen.

Wenn Rahmenhöhe und alles stimmen, dann kommt kein Fahrer im Normalfall mehr mit den Beinen auf den Boden, wenn er im Sattel sitzt. D.h. zum Anhalten muß man "aus dem Sattel gehen". Es sei denn man kann sich mit dem Fuß z.B. auf einen Bordstein stützen.

2. Wenn's Kinder beim Erlernen sind oder unsichere Erwachsene stellt man den Sattel vorübergehend mal so ein, dass man auch im Sitzen den Boden mit den Zehenspitzen erreichen kann. Einfach um Sicherheit zugeben. Wenn jemand noch unsicher ist und keine Routine hat kommt er eventuell nicht schnell genug aus dem Sattel.

Aber sobald man routiniert fährt, sollte die Sattelstellung korrigiert werden.

Jetzt zu deiner Anfahr-Technik TeufelsSindy: Im Prinzip schubst sich zum Anfahren kein Radler mit den Beinen an. Auf der Ebene macht man das in der Regel so, dass man nicht im Sattel sitzt, sondern steht. Man steht normalerweise "im Rad" und hat ein Pedal so stehen, dass es nicht ganz oben ist, sondern vorne Richtung Vorderrad steht. Dann tritt man quasi aufsteigenderweise auf dieses Pedal. Somit fährt das Rad an und gleichzeitig hieft man sich in den Sattel.

Wenn du das noch nicht oder vielmehr besser nicht mehr kannst. Dann solltest eine andere Anfahr-Technik wählen. Und stehst du ebenfalls, du bist nicht im Sattel. Sondern du hast ein Pedal so, dass es ganz unten ist. Mit einem Bein stehst du jetzt auf dieses Pedal. Und im Prinzip ist es jetzt wie Tretrollerfahren. Mit dem anderen Bein kannst du die jetzt mehrmals vom Boden abstossen und so Geschwindigkeit erreichen, dass du dann das schubsende Bein auf das hohe Pedalstellen kannst und dann mit dem Treten anfängst und dich dann auch auf den Sattel setzen kannst.

Sorry, ich mußte hier einfach mal Klugsch...., weil mir "fallen" als Radler eigentlich immer zu niedrig eingestellte Sättel und zu wenig aufgepumpte Reifen bei den Gelegenheitsradlern "ins Auge".

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