Navigation am Ende der Seite
flieg, mein engelchen
, flieg.... 6 wochen und drei tage unter meinem herzen haben ausgereicht, um eine liebe entstehen zu lassen, die für ein ganzes leben reichen wird.
ich habe geträumt, (...) >>>
d+evFnixc am 04.12.08 21:04
04.12.09 17:39
Hallo lieber Danyel.
alles gute zu deinem Geburtstag und herzlich willkommen auf unserer Welt, auch von Klein-Paul, der gerade auf meinem Schoß sitzt.
Bitte richte deiner Mama liebe Grüße aus und dass es ihr hoffentlich bald besser geht. Ich kann gut nachempfinden, wie es ihr geht, ich habe meine kleine Tochter in der 22.SSW gehen lassen müssen und die Geburt von meinem kleinen Paul lief auch nicht so, wie ich mir dass gewünscht hätte. Aber zum Glück hattet ihr ja eure Sternchengeschwister, die auf euch aufgepasst haben.
Lasst euch ganz lieb von mir drücken!
Ich denk an euch, ihr kleinen Sternchen und hoffe es geht euch gut da oben, danke, dass es euch gibt und ihr immer auf uns aufpasst. 
14.12.09 12:04
Hallo mein kleines Engelchen 
heute möchte ich Dir schreiben, wie Dein kleiner Bruder zur Welt gekommen ist. Vielleicht wird mir das helfen, das Geschehene besser zu verarbeiten:
Geburstbericht Danyel
Freitag, 27.11.09
Seit ca 20 Uhr hab ich alle 3-6 Minuten Wehen, Schmerzen sind aber erträglich, deshalb bin ich unsicher, ob es wirklich los geht. Ich rufe meine Hebamme an – MIST – die hat Urlaub bis Montag. Papa und ich gehen ne Runde spazieren, was die Wehen verstärkt. Zu Hause gehe ich in die Wanne, Wehen beruhigen sich. Kaum bin ich aus der Wanne draussen, geht es wieder los. Ich rufe gegen 23 Uhr in der Klinik an und frage um Rat. Die Hebamme am Telefon meint, ich solle versuchen, ob ich mit den Wehen noch schlafen kann, falls nicht solle ich kommen. Ich gehe ins Bett, schlummere immer wieder ein, werde von Wehen wieder geweckt, kann aber weiter schlafen.
Samstag, 28.11.09
Gegen 7 Uhr stehe ich auf –uiiiii- Wehen sind jetzt um einiges stärker, kommen aber nur noch alle 5-7 Minuten und tun auch nur 10-15 Sekunden richtig "weh", deshalb vermute ich, dass es wieder keine richtigen Geburtswehen sind.
Gegen 10.30 Uhr wird es mir zu bunt, wir fahren los zur Klinik, weil ich endlich Gewissheit haben will. Unterwegs hab ich 3 Hammerwehen. In der Klinik angekommen wird CTG geschrieben und die Hebi tastet nach dem Muttermund: schon 5-6 cm auf! ES GEHT LOS!!!! Wir können sofort in den Kreissaal umziehen, mittlerweile ist es ca 12 Uhr.
Ich bin total euphorisch, strahle deinen Papi an "WOW, 5 cm mit so WENIG Schmerzen!!!! Das wird die SCHÖNSTE Geburt, die ich bisher hatte!!!" Ich tipple in den Wehenpausen noch fleissig sms und telefoniere aus dem Kreissaal und mache Scherze mit der Hebi und mit Papi. Die Wehen kommen nun alle 3-4 Minuten, aber die schmerzhafte Wehenspitze ist weiterhin nur ca 10-15 Sekunden lang. Ich hänge am Seil oder bei Papi um den Hals und kann den Schmerz prima veratmen. Bespreche mit der Hebi, dass ich gerne ambulant entbinden möchte und sie meint, dass das überhaupt kein Problem wäre.
Fühle mich so unendlich glücklich und freue mich von Herzen über jede Wehe, die mich näher zu Deinem Brüderchen bringt. Muttermund öffnet ich prima und mit vergleichsweise wenig Schmerzen. Ich fühle mich so stark und glücklich. Schon sind wir bei 8cm angekommen.
Nun tritt wieder mein "altes" Problem auf, wie bei den anderen Geburten auch: das Köpfchen findet nicht die richtige Position, um durchs Becken zu rutschen. Ich muss mich hinlegen und werde von hier nach da gewuchtet. Es hilft nichts, Köpfchen dreht sich nicht richtig, aber die Schmerzen werden im Liegen fast unerträglich….ich werde unruhig und hab auf einmal ein ganz "seltsames" Gefühl…ich schaue Papa an und sage "Du, ich glaub, ich brauch Hilfe, ich schaff das glaub nicht…." Die Hebi ermutigt mich, lobt mich, wie toll ich alles mache und meint, dass ich es bald geschafft habe. Eine Assistenzärztin kommt dazu.
Ich bitte darum, für 1-2 Wehen wieder aufstehen und ans Seil zu dürfen. Kaum stehe ich da, bringt eine Hammerwehe die Fruchtblase zum platzen. Es macht "plopp", ich spüre wie das Köpfchen nach unten sackt und das Fruchtwasser läuft und läuft und läuft ohne Ende…WAHNSINN wie viel davon in meinem Bauch war…vor Schmerzen überwältigt gehe ich in die Knie und krieche zum Bett zurück. Ich schaue die Ärztin an und rufe verzweifelt: "legen Sie mir einen Zugang, DA STIMMT WAS NICHT!!!! Ich brauche eine pda!!!!" ich klammere mich Hilfe suchend an Papa, rufe auch zu ihm "ich brauch HILFE, ich kriege auf einmal so grosse ANGST!!! Ich weiss nicht warum"
Ein Zugang wird gelegt, Blut abgenommen für die pda, ich kann vor Schmerzen nicht mehr denken, nicht mehr atmen, da setzen die Presswehen ein. Hebi meint, ich darf sanft mitschieben, ich hätte es gleich geschafft….aber ich spüre, dass das Köpfchen sich nicht schieben lässt, es steckt irgendwie fest und bewegt sich nicht….Die Ärztin wuchtet mich weiterhin hin und her, aber es hilft nichts.
Der Druck der Presswehen droht mich zu zerreissen, ich stöhne, ich bettle um Hilfe, registriere zuerst nicht, dass das Zimmer plötzlich voller Menschen ist… der Oberarzt und zwei Kinderärzte wurden gerufen… ich höre aus weiter Ferne "Atmen Sie!!!! Atmen Sie tief in den Bauch, ihr Baby braucht dringend Sauerstoff!!!!" ich atme so gut ich kann, aber ich habe das Gefühl, vor Schmerzen den Verstand zu verlieren…ich höre nur noch Wortfetzen…. "Herztöne?"…."Zange?"….ich spüre, wie sich plötzlich Panik breit macht…ich werde auf den Rücken gewuchtet…der Oberarzt untersucht mich…ich fühle einen unbeschreiblich brutalen Schmerz in meinem Körper, schreie aus voller Kehle, so wie noch nie in meinem ganzen Leben… ich weiss nicht mehr, was eigentlich mit mir passiert…. Dann höre ich nur noch "NOTSECTIO!!!!! SCHNELL!!!!!" und spüre, wie mein Bett umher geschoben wird.
Ich klammere mich an Papis Hand, flehe ihn an "bleib bei mir!!!" habe immer noch Presswehen, es fühlt sich an, als würde alles in meinem Körper zerfetzt werden… ich stöhne "…bitte….endlich….. Narkose…."
Dann reisst der Faden ab….
Plötzlich bin ich wieder da, fühle, wie an meinem Bauch irgend etwas passiert… Ich taste dorthin, wo meine süße Babykugel vor wenigen Minuten noch war…. Ich fühle, ich bin leer… mein Baby ist weg… wie damals, fast auf den Tag genau vor einem Jahr…als Du, mein kleines Engelchen
, aus mir heraus geholt wurdest….ich bin so unbeschreiblich leer….nicht nur mein Bauch… auch mein Herz… und meine Seele…sie haben mir SCHON WIEDER mein Baby aus mir heraus geschnitten….ich höre keinen Schrei….ich weiss nicht, ob er lebt….dieser Schmerz in meinem Herzen übertrifft ALLES…. alles was ein Mensch ertragen kann…diese Verzweiflung ist unbeschreiblich… noch einmal überlebe ich das nicht…. ich will nie wieder aufwachen, ich will hier und jetzt und auf der Stelle sterben… da höre ich meine eigene Stimme rufen "mein Baby…..mein Baby…." ich höre aufgeregte Stimmen….und der Faden reisst wieder ab….
Das nächste, was ich registriere, ist eine winzig kleine, eiskalte Hand, die meinen linken Zeigefinger fest umklammert. Mein BABY, mein Baby LEBT!!!! Ich höre, wie ich in Tränen ausbreche und laut schluchze… dann bin ich wieder weg… dann spüre ich euren Papi bei mir, er küsst und streichelt mich immer wieder, redet beruhigend auf mich ein…die kleine Hand ist nicht mehr da… ich bekomme Panik… wiederhole immer und immer wieder "mein Baby….mein Baby…" langsam komme ich weinend zu Bewusstsein, verstehe immer noch nicht, was eigentlich los ist….
Dann erfahre ich nach und nach, was passiert ist….
Danyels Köpfchen war während dem Blasensprung zu schnell abgesackt, steckte zwischen Gebärmutter und Geburtskanal in der falschen Position fest. Der Druck der Presswehen hat ihn unter Stress gesetzt und die Herztöne abfallen lassen. Ein paar Wehen lang beobachteten die Ärzte, ob sich noch was tut, versuchten, ihn noch zu drehen, aber die Herztöne erholten sich plötzlich auch in der Wehenpause nicht mehr. Die Sauerstoffversorgung war nicht mehr gewährleistet. Der Oberarzt schaute nach, ob man ihn mit Zange oder Saugglocke holen könne, aber dafür hätte er 2-3cm TIEFER stecken müssen…. Für einen KS war er aber wohl schon ZU tief, also musste der Arzt Danyels Köpfchen ZURÜCK schieben – das war der unsagbar brutale Schmerz gewesen…
Ich wurde noch im Bett, mitten in Blut und Fruchtwasser, in Papis T-Shirt das ich trug, operiert. Nach nur 2 Minuten, um 15.20 Uhr, war Danyel dann auf der Welt, keine Sekunde zu früh, denn seine Hände und Füsse waren bereits blau. Wie durch ein Wunder musste er nicht künstlich beatmet werden, sondern benötigte nur eine Sauerstoff-Atemhilfe. Der Kinderarzt nannte ihn nur "einen kleinen Kämpfer". Und ich habe alle Anwesenden schockiert, weil ich mitten in der OP kurzzeitig aus der Narkose erwacht bin.
Auf der Kinderintensivstation hat Danyel rebelliert, sein Atmen hat immer wieder ausgesetzt – so lange, bis Papa bei ihm war und ihn berühren konnte. Augenblicklich stabilisierte sich sein Puls und seine Atmung wurde ruhig. Es war wie ein Zauber…oder ein kleines Wunder, das Du uns geschickt hast, kleines Engelchen
….
Als ich dann nach unendlichen Stunden gegen 19.30 Uhr zu ihm durfte, musste ich erst mal mit der Krankenschwester rumstreiten, weil sie der Meinung war, ich solle ihn nicht aus dem Bettchen nehmen, er bräuchte jetzt erst mal Ruhe. Ich fauchte sie an, wie eine Löwenmutter, die ihr Junges verteidigen muss, dass dies MEIN Kind sei und dass ich ganz GENAU fühle, was er braucht und was nicht….
Als ich dieses kleine Bündelchen Mensch dann endlich in meinen Armen hielt, hat er sofort den Kopf von meiner Brust angehoben und mich angesehen…. So als müsse er sich vergewissern, dass nun WIRKLICH seine Mami bei ihm ist….unsere Augen, unsere Blicke sind ineinander versunken und die Welt ist für einen Augenblick stehen geblieben…
Mein kleines Engelchen
, ich danke Dir aus tiefstem Herzen, dass Du so gut auf deinen kleinen Bruder aufgepasst hast. Und auch wenn Danyels Geburt eines der traumatischsten Erlebnisse in meinem Leben war, bin ich unendlich dankbar…. Dankbar für dieses Wunder, das ich nun in meine Arme schliessen darf.
Mein kleines Engelchen
ich bin einer der reichsten Menschen dieser Welt, denn ich besitze ein Herz, das überläuft vor Liebe zu all meinen Kindern.
Ich liebe Euch so sehr!!!! Jeden einzelnen von Euch!!!!!
Eure Mami
14.12.09 12:49
Ich bin gerade nur dem Link aus dem Dezemberfaden gefolgt und nun sitze ich hier und mir laufen die Tränen runter... Oh man, was hast du nur durchmachen müssen? Ich kenne deine Geschichte nicht - nur das, was ich hier zwischen den Zeilen lesen kann - aber du musst Schreckliches durchgemacht haben. 
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft. 
14.12.09 13:04
hey devnic
oh man ich musst grade echt schlucken und hatte tränen in den augen.
an manschen stellen war es bei mir gleich der kopf hatte dich verkeilt. ich stelle meinen geburtsbericht auch gleich rein.
dein kleiner ist so stark und tampfer und vorallem total süß
Herzlichen Glückwunsch noch mal.
14.12.09 13:15
oh man devnic ich hab so tränen in den augen und bin so froh das dieses schreckliche ereignis so gut ausgegangen ist.
nochmal herzlichen glückwunsch 
14.12.09 17:38
es tut mir sehr leid das deine Geburt so beschissen gelaufen ist. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht und erging. 
Aber Danyel wird dich bestimmt über alles hinwegtrösten 
16.12.09 11:08
Ich wünsche dir alles alles gute zur Geburt deines kleinen Danyel.... ich drück dich mal gaaaanz lieb und schicke dir
ich bin selber auch mama sternenmama und hebamme ich kann nachfühlen wie es dir ging! knuddel*
23.12.09 11:27
hallo mein kleines engelchen 
ich weiss noch genau, wie ich letztes jahr vor unserem weihnachtsbaum stand. mit einem herzen, das so schwer war vor schmerz, dass es kaum noch schlagen konnte...
nun steht wieder ein grosser baum in unserem wohnzimmer. der duft der tannennadeln erfüllt den ganzen raum und deine beiden grossen brüder hüpfen aufgeregt durch die wohnung.
es ist unfassbar, dass inzwischen ein ganzes jahr vergangen ist...
es war doch nur ein einziger wimpernschlag - und doch ist soo viel in der zwischenzeit passiert...
dein grosser grosser bruder ist inzwischen ein richtiger teenager geworden, der zeitweise so bockig ist, dass er mir fast den letzten nerv raubt. dein kleiner grosser bruder ist ein richtiger wirbelwind geworden, der uns auch ordentlich auf trab hält. manchmal fordern die beiden so viel kraft von mir, dass ich kaum zur ruhe komme. aber dennoch fühle ich nur unendliche liebe für die beiden und eine grosse dankbarkeit, dass ich sie in meine arme schliessen und auf ihrem weg durchs leben begleiten darf

und dann ist da dein kleiner bruder, der mit fast göttlicher unschuld sein köpfchen von meinem bauch hebt und neugierig die welt bestaunt
ich kann meine dankbarkeit und liebe kaum in worte fassen...
im letzten jahr habe ich viele liebe menschen kennen gelernt, die mit mir ein stück des weges gegangen sind. und viele freundschaften haben sich durch die schrecklichen ereignisse noch vertieft. einige liebe menschen haben mich ein stückchen getragen, andere haben mich schwer enttäuscht.
papa und ich haben eine sehr schwere zeit durchgemacht, die ihre spuren hinterlassen hat. manche so tief, dass ich ab und zu dachte, unser weg kann nicht mehr gemeinsam weiter gehen... aber alles in allem sind wir durch alles, was passiert ist, noch näher zusammen gerückt. manchmal sehe ich ihn an und mein herz hüpft vor lauter liebe. und dann schäme ich mich und kann nicht verstehen, wie ich jemals an ihm zweifeln konnte...
...vielleicht war es einfach ein bisschen viel.... zu viel für ein einziges jahr...
...vielleicht hat aber auch alles, was passiert ist, irgendwie einen tieferen sinn, den ich nur jetzt noch nicht verstehen kann, mein engelchen
...
ich kann dich immer wieder spüren, mein engelchen
und immer, wenn die schneeflocken vom himmel fallen, spüre ich, dass du da bist! so nahe, dass es schon fast unheimlich ist. manchmal scheinen sie vor dem fenster zu tanzen, leicht wie eine feder, so als würden sie sagen wollen: "lass den schmerz endlich los, lass dein herz wieder leicht werden und fliegen....leicht wie eine feder..." aber das wird noch lange dauern...
es ist unglaublich, ein ganzes jahr, mit so vielen veränderungen - und dennoch bleibt manches einfach so, wie es ist. dein platz in meinem herzen hat sich kein bisschen verändert, kleines engelchen 
und es ist eine unverschämte lüge, wenn manche menschen behaupten, dass die zeit alle wunden heilt... denn das kann sie nicht... sie kann vielleicht die schmerzen verändern und die ränder der wunde verschliessen, aber gegen die liebe und die sehnsucht tief im herzen ist sie einfach machtlos... wer weiss, vielleicht ist das auch gut so...
mein kleines engelchen
, unsere familie hat mit deinem kleinen brüderchen ein weiteres kleines wunder geschenkt bekommen. und mein herz ist wieder ein stückchen grösser geworden, um platz zu machen für all die liebe, die ich fühlen darf.
ich umarme dich mit meiner liebe, ich danke dir, dass du so gut auf uns alle aufpasst und ich wünsche dir ein schönes weihnachtsfest.
alles liebe,
deine mami
31.12.09 14:59
kohlmeise und taube
"wie viel wiegt eine schneeflocke?" fragte eine kohlmeise eine taube. "nicht mehr als nichts" kam die antwort.
"da muss ich dir eine wunderbare geschichte erzählen" sagte die kohlmeise.
"ich sass einmal auf einem tannenzweig, dicht am stamm, und es fing an zu schneien. es schneite den ganzen tag und die ganze nacht. da ich nichts besseres zu tun hatte, fing ich an, die schneeflocken zu zählen, die sich auf den zweigen und nadeln meines astes aufhäuften. schliesslich waren es genau 3.471.952.
als die nächste schneeflocke sanft auf den zweig fiel, nicht mehr als nichts wiegend, brach der zweig ab und fiel zur erde."
somit am ende ihrer erzählung, flog die kohlmeise davon.
die taube, schon seit noahs zeiten spezialistin in diesen fragen, bedachte sorgfältig diese geschichte und meinte schliesslich:
"vielleicht fehlt nur noch eine einzige menschenstimme, um frieden in die welt zu bringen."
mein engelchen
ich wünsche dir frieden und liebe, egal, wo du jetzt bist!
hab dich fest in meinem herzen!
deine mami
05.03.10 10:15
hallo mein kleines engelchen 
ich danke dir von herzen, dass du deine brüder wieder einmal beschützt hast. ich bin mir sicher, dass du deine kleinen flügelchen schützend um sie gelegt hast, als sie an der treppe gestürzt sind und sie somit vor dem schlimmsten bewahrt hast.
danyel hat "nur" eine schädelprellung und wir waren 2 tage in der klinik zur überwachung. wie durch ein wunder ist nichts weiter passiert. bitte leg ein gutes wort für uns beim lieben gott ein, damit auch in den nächsten tagen keine hirnblutung auftritt. ich hab ihn auch schon darum gebeten, aber ich denke, du bist viel näher an ihm dran als ich es je sein kann.
dein grosser grosser bruder hat keine äusseren verletzungen, aber er steht unter einem gewaltigen schock. ausgerechnet ihm ist es passiert.... er, der doch mit argusaugen über die beiden kleinen wacht, damit ihnen niemand auch nur ein haar krümmen kann... ausgerechnet ihm... dabei hätte es JEDEM von uns passieren können... bitte, mein engelchen
, flieg in seinen träumen bei ihm vorbei und sag ihm, dass ihn keinerlei schuld trifft! und dass ich niemals zulassen werde, dass ihn jemand dafür verantwortlich machen will.
ich weiss nicht, wie es mir geht...
als es passiert ist, war ich die ruhe selbst... hab alle drei jungs ins auto gepackt und bin strukturiert und konzentriert in die klinik gefahren, alles lief wie im film ab, auch die tage in der klinik zur überwachung... erst als wir gestern abend nach hause kamen und die jungs eingeschlafen waren, hab ich plötzlich so gezittert... mir war so kalt... dabei liefen alle heizungen auf hochtouren... mir wurde klar, was alles hätte passieren können... und WIEDER einmal im leben hatten wir so WAHNSINNIG viel glück...
ich bin so dankbar für dieses glück, aber ich hab auch so grosse angst, mein engelchen
. angst, dass wir irgendwann einmal dieses glück ausgeschöpft haben könnten... allein der gedanke daran raubt mir fast den verstand...
ja, ich hab ein reiches, riesengrosses herz voller liebe für euch. aber ich weiss nicht, ob das ein segen oder ein fluch für mich ist, denn dieses riesengrosse herz bietet auch eine riesengrosse angriffsfläche für sorgen und ängste um meine kinder. wenn du kannst, dann pass bitte auch auf mein herz ein klein wenig auf und lass es ein klein wenig zur ruhe kommen...
das sind heute sehr viele bitten auf einmal....ich weiss...es tut mir leid...
eigentlich wollte ich dir nur DANKE sagen...
ich umarme dich mit meiner liebe, ich küsse dich, bis du schlafen kannst und ich bin froh, dass ich deine sternenmama sein darf!
danke für alles,
deine mami
05.03.10 12:07
An mein Kind
An diesem Morgen werde ich lächeln wenn ich dein Gesicht sehe und lachen auch wenn mir nach weinen zumute ist.
An diesem Morgen lasse ich dich deine Kleider selbst aussuchen und sage dir wie perfekt es aussieht.
An diesem Morgen werde ich die schmutzige Wäsche liegen lassen und mit dir in den Park zum Spielen gehen.
An diesem Morgen lasse ich das schmutzige Geschirr in der Spüle und lasse mir von dir zeigen wie man dein Puzzle zusammenbaut.
An diesem Nachmittag werde ich das Telefon ausstecken, den Computer ausschalten und mit dir im Garten sitzen und Seifenblasen fliegen lassen.
An diesem Nachmittag werde ich dich nicht anschreien und werde nicht genervt sein, wenn du schon wieder ein Eis willst, ich werde es dir einfach kaufen.
An diesem Nachmittag werde ich mir keine Sorgen darüber machen, was einmal aus dir werden wird wenn du erwachsen bist.
An diesem Nachmittag werden wir Plätzchen backen und ich lasse sie ganz alleine von dir formen ohne es besser machen zu wollen.
An diesem Nachmittag gehen wir zu McDonald’s und kaufen zwei Happy Meals damit wir beide ein Spielzeug haben
An diesem Abend werde ich dich in den Armen halten und dir eine Geschichte darüber erzählen, wie du geboren wurdest und wie sehr ich dich liebe.
An diesem Abend werde ich dich in der Badewanne plantschen lassen und mich nicht über die Pfützen ärgern.
An diesem Abend darfst du ganz lange aufbleiben und wir sitzen auf dem Balkon und zählen die Sterne.
An diesem Abend werde ich mich ganz lange und ganz nah zu dir kuscheln und meine Lieblingsfernsehsendung verpassen.
An diesem Abend, wenn ich mit meinen Händen über dein Haar streiche während du betest, werde ich einfach nur dankbar sein für das größte Geschenk das Gott mir gemacht hat.
Ich werde an die anderen Mütter und Väter denken, die ihre vermißten Kinder suchen,
die Mütter und Väter die an die Gräber ihrer Kinder gehen müssen, weil die Kinderzimmer leer sind,
an die Mütter und Väter die in Krankenhäusern sitzen und zusehen müssen, wie ihre Kinder leiden und ihre Verzweiflung nicht hinausrufen dürfen.
Und wenn ich dir einen Gute-Nacht-Kuß gebe, dann werde ich dich ein bißchen fester halten, ein bißchen länger.
Dann werde ich mich bei Gott für dich bedanken und ihn um nichts bitten.
Außer um einen weiteren Tag....
Wir wissen nie, ob Gott uns noch einen weiteren Tag gibt."
(Verfasser/In unbekannt)
Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Sternenkinder oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:
Forum » Sternenkinder »
Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe
Startseite | Apotheke | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz © med1 Online Service GmbH