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05.02.10 16:56
Gibt es hier Frauen, die keine Ausschabung wollten und gewartet haben, bis es ganz natürlich losging? Bei mir scheint sich der Embryo aufgelöst zu haben, der Arzt hat nur noch den Dottersack gesehen - und jetzt überlege ich, ob ich abwarte, dass es der Körper selbst regelt oder ob ich es medikamentös einleiten lasse...
Ich wäre dankbar, wenn Ihr Eure Erfahrungen berichten könntet.
05.02.10 17:18
in welcher ssw bist du denn?
eine natürliche fehlgeburt über die 6 ssw hinaus kann zu erheblichem blutverlust führen und es können stücke von plazenta oder gebärmuterschleimhaus zurückbleiben, was dann zu entzündungen, einer vergiftung oder noch mehr blutverlust führen kann. ich würde nach der 6-7 ssw eine ausschabung vorziehen 
05.02.10 17:24
Ja, ich. Ich habe vor vielen Jahren mein Kind in der 10. Schwangerschaftswoche verloren. Und ich habe mich geweigert, ausgekratzt zu werden. Die Aerzte waren nicht begeistert und ich musste unterschreiben, dass ich über die Risiken aufgeklärt wurde.
Ich habe mich durch den Verlust des Kindes derart verwundet gefühlt, dass ich eine Auskratzung (das Wort ist schon Sch...e im Quadrat) nicht über mich ergehen lassen wollte. Ich habe geblutet wie verrückt und es sind ganz viele dicke Gewebeklumpen abgegangen. Aber ich war mir 100% sicher, dass die Natur alles regeln wird. Und das hat sie auch getan. Drei Monate später war ich wieder schwanger, die Schwangerschaft verlief diesmal reibungslos.
Aber das war eine ganz persönliche Entscheidung. Ich würde mir nie anmassen, jemandem zu empfehlen, das Gleiche zu tun. Es kann auch in einer lebensbedrohlichen Infektion enden...
05.02.10 18:00
Ja, das sind so die Angstgeschichten, die man von den Ärzten, die Druck machen, zu hören bekommt. Ich bin in der 9. Woche, aber das Kind scheint sich seit der 6. SSW nicht weiterentwickelt zu haben.
Danke für Deine Antwort! Wie lange hast Du denn gewartet, bis es losging?
(Und logisch, dass da viele Gewebeklumpen dabei waren, schließlich ist die GM-Schleimhaut ja viel mehr aufgebaut als vor einer normalen Mens, denke ich mir.)
Ich will mich in jedem Falle auch fachkundig begleiten lassen, damit schnell festgestellt werden kann, wenn doch ernste Komplikationen auftreten. Bin ja keine Krankenhausverweigerin aus Ideologie. Ich finde es nur besser, dass ich alles bewusst erleben und mich dabei verabschieden kann.
05.02.10 18:04
Ja, das sind so die Angstgeschichten, die man von den Ärzten, die Druck machen, zu hören bekommt. Ich bin in der 9. Woche, aber das Kind scheint sich seit der 6. SSW nicht weiterentwickelt zu haben
und die auch durchaus berechtigt sind. meine mutter hat nach einer fehlgeburt in der 12 ssw so sehr geblutet, dass ich mich jetzt 31 jahre danach noch an die blutigen bettlaken im schlafzimmer erinnern kann. sie kam mit dem rettungswagen ins KH und bekam btluttransfusionen, der kreislauf war auch völlig zusammengeklappt.
mit sowas ist nicht zu spaßen.
05.02.10 18:10
Ich weiß. Lies dazu einfach noch mal den letzten Abschnitt meines letzten Postings.
Lieb, dass Du Dir Sorgen machst...
05.02.10 18:17
ich habe auch schon zwei fehlgeburten hinter mir. eine ausschabung in der 10 ssw und eine natürliche fg in der 6 ssw.
bei der ausschabung hat mir meine mutter einen großen stoffmarienkäfer mitgebracht und gesagt dass dieser käfer für mein sternchen ist und ich ihn stellvertretend für mein kind aufbewaren soll. ich fand die idee wundervoll und er hat seinen ehrenplatz in meinem schlafzimmer. jeder geht mit seiner trauer anders um, as ja auch wichtig und ok st. nur pass auf dich auf und tu es nicht auf kosten deiner gesundheit. wenn es komplikationen geben würde könntest du vielleicht keine kinder mehr bekommen 
05.02.10 18:25
Ich war auch in so einer Situatin,die Ärzte haben gemeint es sei besser wenn es von allein sich löst ,aber einen gewissen Zeitraum angegeben bis eine Blutung einsetzen sollte. Das Risiko einer "Abtreibung" wollten sie nicht eingehen.Zum Glück ist eine Blutung eingetreten und es wurde dann auch eine Ausschabung gemacht.Das Baby war schon in der 7.Woche abgestorben, aber ich hatte die Fehlgeburt im 4. Monat.Es war eine schwere Zeit.
05.02.10 18:58
oshun, dass tut mir leid für dich 
Die Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen, wenn du eine natürlich FG abwarten möchtest, solltest du auf jeden Fall zum Arzt wenn du Fieber oder sehr starke Blutungen bekommst, oder eben wenn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt immernoch nichts von selbst abgeht (gibts auch, ist dann auch nicht immer ungefährlich).
Ich finde es gut dass du dich fachkundig begleiten lassen möchtest
. Beide Varianten, sowohl Ausschabung/Absaugung und natürliche FG haben Risiken, entscheide dich für dass was dir dein Herz sagt, solang es keine Komplikationen gibt spricht sicher nichts gegen eine begleitete natürliche FG.
Weiterhin alles gute für die Zukunft und ganz viel Kraft wünsch ich dir

06.02.10 08:04
Hallo Oshun,
mir ging es vor 2 Monaten genauso. 
Nachdem ich im Sommer eine FG mit Ausschabung in der 12. Woche hatte und damit überhaupt nicht klar gekommen bin (psychisch), wollte ich diesmal auf gar keinen Fall ins KKH. Was Mayflower schreibt, kann ich so unterschreiben. Sollte mir dieses Schicksal noch ein drittes Mal bevor stehen, würde ich es wieder auf natürliche Weise versuchen. Weil die Schwangerschaft nicht abrupt zuende war, konnte ich besser Abschied nehmen und die Situation verarbeiten.
Meine Ärztin war auch nicht begeistert, hat meine Entscheidung aber trotzdem mitgeragen und mir ein homöopathisches Mittel (Sabina D 12 Globuli) gegeben. Als ich späterhin mit unserem Kiwu-Arzt gesprochen habe, meinte er, dass soweit wie möglich auf eine Ausschabung verzichtet werden sollte, wenn eine weitere Schwangerschaft gewünscht ist. Durch die Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut verletzt und es dauert mitunter länger, bis sie sich regeneriert.
Liebe Grüße und viel Kraft
Rena
07.02.10 15:43
Es ist richtig, was Du über Komplikationen schreibst, aber die können sowohl bei einer natürlichen FG als auch bei einer AS auftreten.
Das mit dem Marienkäfer ist eine süße Idee. Meine Mutter weiß übrigens von nichts. Ich wollte erst mal abwarten, bis meine FÄ die SS bestätigt... wozu es ja nicht gekommen ist. - Puh, zwei FG... da hast Du es ja auch schwer gehabt. Hast Du denn jetzt Kinder?
Das habe ich eben auch mehrfach gehört, dass der Körper sich nach einer natürlichen FG besser regenerieren kann. Wozu sind denn diese Globuli, die Du bekommen hast? Und wie lange hast Du gewartet, bis es dann losging?
Das ist überhaupt die Frage, die sich mir gerade vorrangig stellt: Wie lange dauert es so, bis nach der Feststellung der MA die Blutung losgeht?
Das ist ja zu unterscheiden von den FG, von denen die Frauen überrascht werden.
Und Danke für Eure Gedanken!
07.02.10 17:59
bei mir wurde beim ersten mal in der 8.ssw festgestellt dass es nur einen dottersack und keinen embryo gibt, als sich bis zur 10.ssw noch nichts getan hatte wurde ich ins KH eingewiesen zur ausschabung.
ich war bei beiden FG's im nächsten zyklus wieder ss und die jungs sind kernsgesund. du schaffst das

07.02.10 18:28
Meine FÄ konnte in der 8. Woche keinen Embryo mehr finden. Die Fruchtblase war ganz normal entwickelt. Daraufhin habe ich Utrogest abgesetzt und 4 Tage später fing die Blutung an. Bei der Kontrolle 1,5 Wochen nach dem FA-Termin war dann die Fruchtblase zwar eingefallen, aber noch da. Da hat sie mir dann das homöopathische Mittel gegeben und 4 Tage später war dann die eigentliche Fehlgeburt mit Wehen (sicher nicht so stark wie bei einer "normalen" Geburt aber doch deutlich stärker als Menstruationsschmerzen und in Schüben) und allem drum und dran. Insgesamt habe ich eine Nacht im Bad verbracht. Bei der nächsten Untersuchung, 1 Woche nach dem letzten FA-Termin, war dann auch weitgehend alles ausgeschieden.
Das homöopathische Mittel hielft beim Ausleiten. Schau mal hier: www.henriettesherbal.com/eclectic/madaus/juniperus-sabi.html
10.02.10 22:12
Bei mir wurde in der 9. SSW eine FG festgestellt. Meine FÄ stellte mir damals frei, ob ich mich gleich nach dem Wochenende zur Ausschabung in der Klinik vorstellen oder ob ich noch eine Woche warten wolle. Ich hab mich dann dazu entschieden, mir nach dem Wochenende erstmal von einem anderen FA eine zweite Meinung einzuholen und mich dann ggf. für eine Ausschabung zu entscheiden, wenn mein Körper "das nicht von alleine bis dahin regeln würde".
Der 2. FA bestätigte die abgestorbene Frucht und riet auch zur Ausschabung. Er beriet mich auch ausführlich über mögliche Komplikationen und Risiken, wenn ich denn keine Ausschabung vornehmen lassen wolle und ich hab mir dann noch ein paar Tage Bedenkzeit rausgenommen. Aber 2 Tage später konnte ich den Gedanken nicht mehr ertragen, unseren toten Krümel (auch wenn er noch so klein gewesen sein mag) in meinem Bauch zu tragen. Der Verlust hat mich so schon fertiggemacht, dass ich es einfach nur noch hinter mich bringen wollte.
Ich hab dann bei meinem FA angerufen und hab für 2 Tage später einen Termin zur Ausschabung bekommen. Einen abend vorher musste ich Tabletten vaginal einlegen, die den Muttermund aufweichen und eine Blutung auslösen sollten. Die eigentliche Ausschabung hab ich dann am Folgetag problemlos und komplikationslos überstanden. Die Trauerbewältigung über den Verlust unseres absoluten Wunschkindes, auf das wir mehr als 3 Jahre gehibbelt hatten, hielt noch lange an.
Für mich war die Entscheidung zur Ausschabung absolut richtig. Ich hätte es nervlich nicht länger ertragen können, den Krümel im Bauch halten und auf einen natürlichen Abgang warten zu können.
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