Forum » Sternenkinder »
14.10.11 19:27
hallo ihr,
ich habe vor kurzem noch ein Thema über Unterleibschmerzen bzw. leichte Blutungen
eröffnet. Nun ist eingetroffen, was ich längst befürchtet habe.
10 SSW keine Herztöne mehr. Es war furchtbar. Meine 2 FG. Die erste war Ende 4 Anfang 5. Monat.
Ich habe es gestern erfahren.
Nun sitz ich da, habe mich gegen eine Ausschabung geweigert und möchte es auf dem natürlichen Weg
probieren!
Ich möchte bitte, bitte.. keine Beiträge lesen, die mich zur Besinnung bringen sollen.
Ich habe mich klar und wach für genau diesen Weg entschieden, auch wenn viele diesen aus
Unwissenheit heraus, für gefährlich halten.
Vielmehr bitte ich um Erfahrungswerte. Wer hat sich auch dafür entschieden?
Oder hat Bekannte, Freunde! Mich würde interessieren, wie lange man darauf warten muss..
bzw. wie lange es bei der Einzelnen war.
Ich wäre wirklich mehr als dankbar für liebe Einträge – mir fehlt die Kraft zum Diskutieren.
Ich hoffe einfach sehr auf Erfahrungsberichte, weil ich mich damit so allein fühle
und das Gefühl habe, wenn man solch eine Entscheidung getroffen hat,
ist die ganze Welt – zumindest die der Medizin – gegen Einen!
Danke fürs Lesen!
14.10.11 19:34
Persönliche Erfahrungen habe ich da nicht, möchte dir aber Kraft für die kommenden Tage wünschen.
Es tut mir leid, dass du erneut diese Erfahrung machen musst. 
Auch wenn du das Gefühl hast, die Medizin ist gegen diesen Weg, den du jetzt gewählt hast, nimm sie trotzdem in Anspruch, wenn du ein wie auch immer geartetes ungutes Gefühl hast. Leider werden abgestorbene Schwangerschaften nicht immer ausgestoßen, und es kann zu Problemen kommen.
Pass auf dich auf, 
14.10.11 19:36
Dauert oft bis zu 2 oder 3 Wochen. Bitte bedenke, dass du bei wochenlangen Schmierblutungen vielleicht doch auf eine Ausschabung angewiesen bist. Ich hatte nach 3 Wochen Dauerblutungen eine Ausschabung..
Pass auf dich auf & alles Gute!
14.10.11 19:47
Ich habe vor viele Jahren eine ähnliche Erfahrung machen müssen. Ich war in der 8. SSW und es war "nur" eine Fruchthülle zu sehen. Man wollte warten, ob sich nicht doch noch ein Eckenhocker zeigt, aber die Chance war gering. Mit starken Schmerzen und viel Blut ging es von selber ab. Dennoch musste ich zur Ausschabung, weil nicht alles abging. Es war ganz schrecklich und eine absolute Tortour.
Überlege Dir gut, ob Du Dir das wirklich antun möchtest.
Solltest Du zu viel Blut verlieren, gehe bitte ins nächste Krankenhaus!
Es tut mir sehr leid, dass Du das durchmachen musst.
Alles Gute für Dich 
14.10.11 19:49
Ja, wir wollen sehr auf alle Anzeichen warten und unsere Frauenärztin steht auch voll hinter uns.
Wir haben auch noch eine Ärztin in der Familie, die das auch so ein bisschen überwacht.
Wir wollen nichts riskieren..
Wir, ich, möchte einfach meinem Körper die Chance geben, es natürlich herauszubegleiten.
Bei Komplikationen oder wenn es sein muss, werden wir dann auch ins Krankenhaus zur AS.
Nur, wenn der Muttermund nicht geöffnet ist, öffnen sie ihn mehr oder weniger mit Gewalt.
Die Tante meines Verlobten war eine zeitlang auf der Gyn und sie meinte, sie würde auch erst
den natürlichen Weg probieren.
Naja.. und nach gründlicher Überlegung, auch bzgl. der Folgen, möchten wir es einfach so.
Zudem muss man sagen, die Schwangerschaft ist im Entwicklungsstand der 6/7 SSW.
Das Kind ist also um einige Wochen zurück. Somit hoffe ich auf gute Chancen, dass der
natürliche Abort funktioniert und sich alles von alleine löst.
Danke recht herzlich schon mal für die Antworten, ich weiß, dass es manchmal schwer fällt,
von Dingen abzuraten oder zu Dingen zu raten..
deswegen wirklich danke für die sehr neutralen und stärkenden Einträge.

14.10.11 19:51
Ich hatte 2 Missed Aborte mit Ausschabung.. wollte es hinter mich bringen und hab deshalb nicht auf einen natürlichen Abgang gewartet

14.10.11 20:01
Erstmal: 
Ich hatte eine missed abortion in der 20.SSW, festgestellt bei der regulären Kontrolle... der FA meinte, aufgrund der Grösse des Kindes müsse ich es gebären, da könne es nicht ausgeschabt werden. Er gab mir diese Tablette mit, die soll ich zuhause nehmen, sobald ich bereit dazu sei, und hat mich gebeten 2 Tage danach ins KH zu kommen (er ist dort Chef-Gyn). Ich hab die Tablette genommen, es ist überhaupt nix passiert, keine Krämpfe, keine Blutungen, gar nix.
Im KH hab ich nochmal 2 dieser Tabletten bekommen, nichts.
Am nächsten Tag meinten sie, jetzt müssten sie das ganze beschleunigen und hängten mich an den Wehen-Tropf. Schmerzliche Wehen stundenlang, aber keine Veränderung.... nach ein paar Stunden hat er mir vaginal die Fruchtblase gestochen. Schmerzen, Wehen, aber nichts.... der Wehentropf wurde immer höher und höher geschraubt, ab ins Gebärzimmer, 2 Stunden nix passiert, durfte ich wieder zurück ins Zimmer.
Ja irgendwann musste ich aufs Klo und da spürte ich etwas kommen, danach waren's noch ca 5 Min und mein toter Sohn lag da..... ich wollte ihn erst nicht anschauen, bin aber froh, hab ich's dann doch gemacht. Die Geburt war höchst schmerzhaft und hat mit den künstlichen Wehen über 8 Stunden gedauert...
Ich wurde einen Monat später gleich wieder schwanger, und hab auch dieses Kind in der 20.SSW als missed abortion verloren.... sie haben sie mir aber dann doch ausgeschabt, weil ich nochmal so eine Geburt psychisch nicht verkraftet hätte.
Was war einfacher, oder was spricht für welche Methode...? Für mich schwierig zu sagen. Die Geburt war für meinen Körper bestimmt gesünder, und für den Übergang von schwanger zu nicht-schwanger ohne Kind irgendwie besser, weil realistischer.... aber die Schmerzen und der Stress waren trotzdem nicht ohne.... ganz zu schweigen davon, dass ich dafür auf der Entbindungsstation lag mit lauter Babygeschrei und grossbäuchige Frauen auf dem Flur....
Weiss nicht, ob Dir mein Bericht jetzt irgendwie hilft, aber ich hoffe, er macht Dir nicht Angst oder so...
wünsche Dir von Herzen viel Kraft für die kommende Zeit.... alles Liebe!

14.10.11 20:18
hallo noomi77,
mir ging es damals ähnlich. 16 SSW. Allerdings waren am Tag davor noch Herztöne festgestellt worden. Dennoch bekam ich am folgenden Mittag starke Wehen und hatte zu Hause einen Blasensprung. Die Geburt ging dann auch relativ schnell im Entbingunszimmer über die Bühne. Ich hatte auch starke Schmerzen und es war kein Zuckerschlecken. Schon die Tage davor nicht. Ich wusste es damals noch nicht, aber mein Körper hatte die Geburt bereits am Wochenende eingeleitet. Do. hab ich ihn dann geboren. Hatte während der ganzen Zeit Schmerzen und Ausfluss – die Ärzte konnten da aber nix feststellen. Mich haben sie allerdings ausgeschabt. Ich glaube heute, dass es vllt. nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Sie haben es glaube ich Routinemäßig gemacht.
Ich kann das also in gewisser Weise nachvollziehen. Ich weiß auch nicht, welcher der richtige Weg ist und für die Allgemeinheit gibt es den auch nicht. Ich möchte aber einfach meinem Körper die Chance geben, sich zu verabschieden, es selbst zu regeln. Es ist bestimmt nicht der leichtere Weg – aber von der damaligen Geburt her, denke ich die Schmerzen und den Stress einigermaßen gewachsen zu sein und zu wissen, worauf ich mich einlasse. Naja.. nicht ganz.. so in etwa. Ich denke auch, dass es nicht leicht wird.. aber ich will es probieren!
Und danke dir, für deinen Beitrag!!
Vielen dank euch allen
14.10.11 20:24
Ja jede Ausschabung ist halt auch n Eingriff mit Narkose und Instrumenten, ein Eingriff in die "Natur". Ich verstehe die Beweggründe dafür, es ist schon "einfacher" und weniger schmerzhaft (wie ein Wunsch-KS zum Beispiel...) aber eben, es können auch Narben hinterbleiben, und die einen Einfluss auf kommende Schwangerschaften haben können. Du hast sicher recht, wenn Du sagst, für den Körper ist es besser. Und wenn Du unter guter Beobachtung stehst, sehe ich da kein Problem – eine Notausschabung ist ja jederzeit noch möglich, falls etwas sein sollte.
Bei mir war die Geburt deshalb so schmerzhaft, weil der Körper sie eben gar nie eingeleitet hat, bzw auch auf die Stimulation nicht reagiert hat...ich hatte keine einzige natürliche Wehe.... am Schluss hatte ich die maximale Wehen-Dosis intravenös, die dann auch zur Geburt geführt hatte. Die Hebamme meinte, natürliche Wehen wären niemals so schmerzhaft.... (ich werd's bald wissen hoffentlich...).
Haben sie herausgefunden weshalb Dein Engel so früh ging?
14.10.11 20:27
Es tut mir sehr leid für dich. Ich hatte in diesem Jahr auch schon zwei Missed Abortions und hatte jeweils eine Ausschabung, weil ich es wie Puppe hinter mich bringen wollte. Die zweite klappte aber nicht, und so hatte ich noch wochenlang Blutungen und musste auch so wehenauslösende Mittel nehmen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass alles gut geht.
14.10.11 20:31
Deine Geburt klingt wirklich nicht toll, kann man nur sagen. Wenn man da so ein Spektakel hat, ist man natürlich auch geprägt. Von so Einleitungen habe ich auch schon oft gehört und die meisten waren eher unerfreulich. So wie bei dir.
Du hattest also 2 FG´s in der 20 SSW?! Bist du jetzt erneut schwanger und wenn ja, wie konntest du dann zuversichtlich in diese neue SS gehen? Momentan habe ich Angst und die Befürchtung, nie eine Schwangerschaft zu Ende bringen zu können. Das ist wirklich ein furchtbares Gefühl. Erst liest man von den Frauen, die 4 oder 5 Fehlgeburten hatten und bedauert sie noch und dann ist man ganz schnell auch eine von Ihnen.
Ich finds schrecklich.
Bei meinem Sohn hat man nichts herausgefunden. Ich habe ihn auch nicht untersuchen lassen. Es wurden aber höhere Mengen an Streptokokken gefunden, was schlicht weg auf eine Infektion hingedeutet hat.
Erzähl, hat man bei dir was herausfinden können?? 
14.10.11 20:44
Den oder die tatsächlichen Gründe hat man leider nie feststellen können, es war beide Male Plazentainsuffizienz, bzw war das das Einzige, was sie gefunden haben. Die Kinder waren beide gesund....
Wenn man eine FG hat, will man nichts sehnlicher als so schnell wie möglich wieder ss werden. Nach der 2. FG hab ich alle Babysachen verräumt, bin nach 2 Wochen wieder voll arbeiten gegangen und hab nicht mehr drüber gesprochen... ich musste zurück in mein altes, vertrautes Leben, das hat mir Halt gegeben (bzw uns beiden..). Ich war wie taub und vollkommen eingefroren. Der Zusammenbruch kam dann 2 Monate später, da hatte ich eine Art "Burn-Out" und hab nur noch geschlafen Tag und Nacht während einem ganzen Monat...aktiv getrauert hab ich allerdings nicht. Ich ging dann in Therapie, die hatte mir recht gut geholfen, nach einem halben Jahr haben wir die Pille wieder abgesetzt und es drauf ankommen lassen.
In der Zwischenzeit hatte ich allerdings selber mit der Ausbildung zur Kinesiologin begonnen und hab das Thema immer mal wieder hochgenommen und daran gearbeitet...
Es wollte fast 3 Jahre nicht mehr klappen, bis ich das Thema Anfang diesen Jahres an den Nagel gehängt hatte. Da war ich allerdings schon schwanger – wusste es nur nicht....
Es war nicht einfach, ich konnte mich Anfangs überhaupt nicht freuen und wollte es niemandem sagen, weil es für mich wie "nicht wahr" war. Hab die Ängste aber dann aktiv mit Kinesiologie laufend bearbeitet und so relativ rasch losgelassen. Anstelle der Angst hab ich seitdem 100%iges Vertrauen in die Natur und bin überzeugt, dass es gar nicht mehr schief gehen kann.
Aber eben, ganz alleine hätte ich das nicht geschafft....
Ich bin jetzt bei 36+2 und kann es nicht erwarten, endlich ein gesundes lebendes Kind im Arm halten zu dürfen.....
Ich verstehe Deine Angst und Befürchtungen. Es gibt nur einen Weg da raus, und der führt über die Umwandlung der schlechten Gefühle und Ängste in positive. Das selber zu schaffen ist aber wie erwähnt, nicht ganz einfach (oder unmöglich). Klingt komisch – ist aber so.
Was willst Du nach der Geburt machen? Gleich weiter probieren oder erstmal etwas Distanz gewinnen...?

14.10.11 21:05
bei mir war es auch die Plazentainsuffiziens – eben, wahrscheinlich ausgelöst durch zu viele Streptokokken. Das Kind war gesund und in seiner vollen Entwicklung.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie du dich gefühlt hast. Also mit der neuen Schwangerschaft. Man will es ja unbedingt..
doch dann trifft es ein.. aber freuen kann man sich nicht so recht. Mein Arzt hat mir mal gesagt und ich fand das wirklich treffend:" Die Schwangerschaft birgt immer ein Risiko. Vom ersten bis zum letzten Tag. Man kann nicht sagen, ab der 12ten Woche ist man in Sicherheit. Ist man Schwanger, ist man zu keinem Zeitpunkt sicher!"
Und genau das haben so viele Frauen hier erlebt!
Ich finde es so gut, dass du die Negativ-Gefühle wandeln konntest. Ich denke auch, dass das der einzige Weg ist, damit umgehen zu können. Aber wie du selbst sagst, es ist einfach verdammt schwer.
Die FG von vor 4 Jahren habe ich denke ich sehr gut verarbeitet. Die neue.. naja.. ich bin dabei. Ich denke, wir werden es der Natur überlassen. Ich werde somit keine Pause einlegen. Ich glaube, ich kann eh nur schwanger werden, wenn Körper und Geist im Einklang sind. ob die Schwangerschaft dann letztendlich bestand hat – das weiß Niemand. Aber dann liegt es wohl an mir, eine positive Betrachtungsweise zu haben.. und zu der muss ich bald gelangen. Wie das auch immer gehen mag.
Kiesiologie klingt sehr interessant. Mein Verlobter und ich haben es gerade nachgeschlagen.
Kannst du mir grob schildern, wie die Umwandlung statt gefunden hat oder würde es den Rahmen sprengen??
Ich finde du bist außerordentlich stark und wirklich eine Frau die man bewundern kann. Ich wünsche dir eine tolle Geburt. Ganz viel Glück und freude mit deinem Baby! Kennst du denn das Geschlecht schon und habt ihr einen Namen?

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