Forum » Sternenkinder »
05.11.11 13:37
Hallo ihr Lieben, ich habe nun schon öfters gelesen, dass die Frauen mit einer FG ausgeschabt werden, sofern sie das Gewebe nicht abstoßen. Jetzt frage ich mich allerdings, weshalb die Ärzte es nicht erstmal mit Abpumpen der Brüste versuchen. Das wäre ja immerhin schonender und natürlich. Ich hatte damals nach meiner Entbindung im Wochenbett eine Infektion der GM entwickelt. Ich erhielt kein AB. Ich sollte meine Brüste abpumpen, da sich die GM dadurch zusammen zieht und alles ausschwemmt. Geht das bei einer FG nicht?
LG
05.11.11 22:29
hallo Kiara,
ich weiß dass Stillen die Rückbildung der Gebärmutter anregt, es könnte von daher auch gut gegen die Entzündungen sein. Allerdings ist die Milchproduktion bei jeder Frau ja unterschiedlich. Ich denke es kommt auf das Stadium der Schwangerschaft an.
Mir ist nicht bekannt, dass dies eine erfolgreiche Methode bei einer frühen Fehlgeburt sein kann.
Zudem werden Frauen obligatorisch aussgeschabt. Ob das Gewebe abgehen möchte oder nicht! Ich selbst befand mich vor kurzem in dieser misslichen Lage und habe mich über die Ratschläge der Ärzte hinweg gesetzt und nicht ausgeschabt. Mit Erfolg. Ich hatte die Kontrolle und es ist alles raus und meine Gebärmutterschleimhaut intakt, ich erwarte bald meine Mens.
Selbst Restgewebe kann der Körper ausstoßen. Man braucht Geduld und genug Nerven, um sich gegen die Schulmedizin zu stellen. Wenn man aber sich und seinem Körper vertraut, Anzeichen wahrnimmt und reagiert, geht es ohne Ausschabung – meiner Meinung nach bis zur 10 SSW komplett!
Aber ich bin ehrlich gesagt auch mal gespannt, ob das eine gute methode ist, die auch schon andere Frauen kennen. Ich habs in Bezug auf Fehlgeburten noch nie gehört!!
Alles Gute Kiara 
05.11.11 22:36
Jetzt frage ich mich allerdings, weshalb die Ärzte es nicht erstmal mit Abpumpen der Brüste versuchen. Das wäre ja immerhin schonender und natürlich.

in welcher SS-Woche hattest du denn einen Milcheinschuß?
05.11.11 22:38
Zudem werden Frauen obligatorisch aussgeschabt.
nein, nicht überall. Wenn alles raus gekommen ist, also im Ultraschall nichts darstellbar ist, wieso sollte dann ausgeschabt werden?
05.11.11 22:47
Die Erfahrung, leider nicht nur meine, sondern auch von befreundeten Ärzten und Hebammen, sowie sämtlichen Frauen ist, dass Frauen bei einer Fehlgeburt ausgeschabt werden und nur wenige FA´s dir die Möglichkeit aufzählen, es sanft abgehen zu lassen. Sobald du Reste hast, sollst du´s auch gleich machen.
Also ich glaube, nicht nur ich, sondern rund 90% aller Frauen mit einer Frühgeburt haben sicherlich den Satz gehört:" Wann wollen sie ausschaben gehen? heute noch oder morgen?"
Für mich ist das obligatorisch! Und leider gibt es auch ganz oft den Fall, dass selbst nach einen kompletten Spontanabort noch ausgeschabt werden soll. Frag mich nicht was das soll.. so ist aber unsere Medizin! 
05.11.11 22:54
schirra hat recht. In Deutschland wird das tatsächlich primär so gehandhabt das zeitnah ausgeschabt wird. In anderen Ländern ist das nicht so üblich.
06.11.11 11:07
in welcher SS-Woche hattest du denn einen Milcheinschuß?
Sorry, aber dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht nicht um die Milch, sondern um die Stimulation der Brüste durch die Milchpumpe. Das allein veranlasst die Gebärmutter dazu Wehen auszulösen. Heißt ja nicht, dass das bei jeder hilft, aber ich denke, dass man das durchaus ausprobieren sollte.
hab deinen Faden diesbezüglich gelesen, danke.
Und es freut mich wirklich für dich, dass es auch so und ohne AS ging. Ich bewundere deine Entschlusskraft. Ich denke, dass das auch so mit einem Kaiserschnitt oft gehandhabt wird. Ich habe das schon oft gehört, dass Frauen natürlich entbinden wollten (trotz BEL) und dennoch riet der FA zum Kaiserschnitt, um kein Risiko einzugehen. Die tun immer so als sei ein KS kein Risiko. Die Frau hat die normale Geburt bevorzugt und es war alles gut gegangen.

06.11.11 11:55
dass Frauen natürlich entbinden wollten (trotz BEL) und dennoch riet der FA zum Kaiserschnitt, um kein Risiko einzugehen. Die tun immer so als sei ein KS kein Risiko. Die Frau hat die normale Geburt bevorzugt und es war alles gut gegangen.
das Ganze hat forensische Gründe.Ärzte wollen Komplikationen vermeiden, denn wenn bei einer vaginalen BEL-Geburt etwas passiert ( Kind geschädigt, tot, bleibende Schäden bei der Mutter) werden die wenigsten Eltern sagen "naja, ok, wir haben es ja so gewollt, das war halt das Risiko" sondern werden den Arzt verklagen.
Genausp hat es forensische Gründe, wieso so schnell ausgeschabt wird. wird nicht ausgeschabt und die Frau bekommt eine Entzündung, geht nicht gleich zum Arzt und verliert am Ende ihre Gebärmutter, kann der Arzt verklagt werden, wieso er nicht die Therapie gemacht hat, die das verhindert hätte.
Natürlich wird dadurch mehr gemacht, als es nötig wäre, aber die Berufshaftpflicht von Geburtshelfern ist nicht ohne Grund immens teuer.
06.11.11 16:53
das Ganze hat forensische Gründe.Ärzte wollen Komplikationen vermeiden, denn wenn bei einer vaginalen BEL-Geburt etwas passiert ( Kind geschädigt, tot, bleibende Schäden bei der Mutter) werden die wenigsten Eltern sagen "naja, ok, wir haben es ja so gewollt, das war halt das Risiko" sondern werden den Arzt verklagen.
Genausp hat es forensische Gründe, wieso so schnell ausgeschabt wird. wird nicht ausgeschabt und die Frau bekommt eine Entzündung, geht nicht gleich zum Arzt und verliert am Ende ihre Gebärmutter, kann der Arzt verklagt werden, wieso er nicht die Therapie gemacht hat, die das verhindert hätte.
Natürlich wird dadurch mehr gemacht, als es nötig wäre, aber die Berufshaftpflicht von Geburtshelfern ist nicht ohne Grund immens teuer.
Ja, danke. Ich weiß. Traurig, aber wahr. So wird das gehandhabt hier in Deutschland. Man bekommt es mit dem Klagen hier auch leicht gemacht. In anderen Ländern ist das nicht so einfach. Da braucht man alleine schon zum Klagen Geld.
06.11.11 19:23
naja..
aber laut eines anderen Faden, hat eine Frau hier im Forum auch eine Gebärmutterentzündung bekommen nach der Ausschabung. Könnte man genauso anklagen.
Ich denke, wenn man über die Risiken aufgeklärt wird und es unterschreibt, so wie das auch bei Krebstherapien ist, die man nicht machen möchte, wären die Ärzte aus dem Schneider und das ist keine große Sache.
Eltern, Frauen wie ich, die sich z.b. für eine Hausgeburt entscheiden, wissen um die risiken und nehmen es dann auch ganz so wie du es geschrieben hast, Kruemi. Wenn etwas während der Geburt passiert, egal ob im Krankenhaus oder Daheim, dann ist das nicht änderbar. Die Schwangerschaft sowie Kinder haben, bedeutet IMMER genau dieses Risiko. Entscheidest du dich für die Freude eines Kindes, so entscheidest du dich auch für das Leid, was es mit sich führen kann.
Ich denke, Ärzte können sich ebenso absichern wie sie es bei der Narkose machen. Das wäre ansich kein Problem. Ich glaube, es geht viel um Geld! Aber das darf man ja nicht aussprechen. 
kann der Arzt verklagt werden, wieso er nicht die Therapie gemacht hat, die das verhindert hätte.
Im Vorfeld kann ein Arzt nie wissen, welches der bessere Weg ist!! Das wollen sie uns glauben machen. Ich habe selbst erst das erlebt. Laut Arzt hätte die AS sein müssen. Es ging bestens ohne. Alles hat ein Risiko. Niemand kann im Vorfeld sagen, welche Therapie die Beste ist. Zumindest meine Meinung 
Ich bin jedenfalls für mehr Möglichkeiten und Versuche, eine Fehlgeburt zu ende zu bringen, als nur die Ausschabung! 
06.11.11 19:42
Ich bin jedenfalls für mehr Möglichkeiten und Versuche, eine Fehlgeburt zu ende zu bringen, als nur die Ausschabung!

06.11.11 20:12
Ich glaube, es geht viel um Geld! Aber das darf man ja nicht aussprechen.
natürlich darfst du das aussprechen und auch mutmaßen. Ich habe etliche Jahre in einer Frauenklinik gearbeitet. Für einen Kaiserschnitt z.B. zahlen die Kassen zwar mehr, jedoch entstehen dem Krankenhaus auch deutlich höhere Kosten durch Anästhesie, OP-Personal, längere Liegezeiten, höherer Pflegebedarf nach OP etc, sodass es sich nicht wirklich rechnet.
06.11.11 20:14
z.B. zahlen die Kassen zwar mehr, jedoch entstehen dem Krankenhaus auch deutlich höhere Kosten durch Anästhesie, OP-Personal, längere Liegezeiten, höherer Pflegebedarf nach OP etc, sodass es sich nicht wirklich rechnet.
Also laut einer Bekannten scheint es sich für manche Kliniken sehr wohl zu rechnen. So ein Krankenhausbett macht sich ja auch nur dann bezahlt wenn es belegt ist.
06.11.11 20:23
So ein Krankenhausbett macht sich ja auch nur dann bezahlt wenn es belegt ist.
gut, wenn eine Klinik freie Betten hat/nicht ausgelastet ist, kann man das so machen. Ich bin dann eher dafür, sich etwas gesund zu schrumpfen (Betten und Personal abbauen). Mir war es immer lieber und es rechnete sich auch besser, in einem Bett in 7 Tagen 2-3 komplikationslose vaginale Entbindungen zu haben, als eine Frau mit Kaiserschnitt, unsere Klinik war aber auch extrem gut ausgelastet.
06.11.11 20:37
PS: unsere Klinik wurde dadurch wirtschaftlich, dass wir den nicht-Risiko-Bereich beworben haben und die Anzahl der "normalen" Geburten anstieg. Wir haben einfach versucht, die Attraktivität zu steigern durch Stillberatung, Elternschule, Geschwisterschule, Beleghebammen, Zertifizierung als Babyfreundliches Krankenhaus, Babyschwimmen etc etc
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