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Behindertes Kind mit noch ungewisser Schädigung, ich kanns nich

CBleo oEdwardus v. Davonptoxort hat die Diskussion gestartet


Komm damit nicht klar. Dass die Schwangerschaft nichts wird war mir irgendwie schon von Anfang an klar und ich komme immer noch nicht damit klar.

Vor allem wenn man dann irgendwann zehn Minuten, fünfzehn Minuten auf der Liege liegt und der Arzt schallt und schallt und schallt, aber kein Wort sagt. Halbe Stunde, eine halbe Stunde hatte er geschallt, die Uhrzeit lief immer weiter ab. Du merkst wie das Kind zappelt, aber der Arzt sagt nichts. Ich glaube er hat fünfzig mal hin und her gerechnet, aber das Kind wird immer kleiner. Gleichzeitig ist der ganze Kopf von einem einzigen dunklen, extrem großen Fleck umgeben... sofortige Überweisung folgte zu einem Spezialisten.

Die Ausmaße sind noch nicht bekannt, normal wird sie nicht, normal ist sie nicht. Genetisches Problem, Defekt, Laune der Natur. Fürchterlich ein Kind im Bauch zu haben das nicht nur nicht gesund ist. Wenn irgendwas körperliches gefehlt hätte, Bein, Fuß...

Mein Mann hat ja bereits ein Kind, der Junge war immer auffällig, später wurde eine geistige Behinderung diagnostiziert. Trotzdem hat es ihn noch "gut" getroffen, aber ich wäre schon mit der leichten Behinderung nicht zurechtgekommen.

Meine Muttergefühle für das Kind im Bauch sind irgendwie nicht existent, kann mir einfach nicht vorstellen das zu akzeptieren, selbst wenn es überlebt. Vielleicht lebt es auch nicht lange nach der Geburt, mir graut es davor dieses Kind zu sehen.

Spätabbruch? Egal wie ich es drehe und wende, mit dem Kind im Bauch werde ich konfrontiert werden.

Antworten
h|atscQhixpu


Oh man Cleo. Das ist ein hartes los, das du da gezogen hast. Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll und will dir trotzdem irgendwie beistehen.

Gibts denn irgendwelcheTheorien in welche Richtung die Behinderung geht?

Wie weit bist du jetzt?

Kacke, das tut mir echt richtig leid. :-(

Ccleo EdOwards v. RDavonpo"ort


25. Woche bin ich, extrem große Flüssigkeit im Kopf, "Wasserkopf" halt, SNA, Minderwuchs, genetisch bedingt, welcher Gendeffekt weiß ich noch nicht. Und wie grß der Schaden wird sieht man erst später, würde man erst später sehen.

Sie war schon immer viel zu klein und für ihre Woche der Entstehung sozusagen nicht existent (Arzt hat mir ja einreden wollen dass der Eisprung später wäre), hab sie lange nicht gespürt, sehr spät. Wiegt immer noch keine 500 Gramm, eigentlich ist sie, wenn Zeugung berechnet, 26. Woche.

JRaakoby


Das ist wirklich hart.

Jeder geht mit diesen Dingen anders um. Du hattest etwas von "Spätabbruch" geschrieben.

Wenn dein Gefühl dir sagt, das dies der richtige Weg ist, dann solltest du das tun.

Es ist alleine dein Leben, die Frage nach Moral stellt sich hier nicht.

Egal, wie du dich entscheidest; meine besten Wünsche für dich!

PBexddi


Ich kann Deine Gefühle verstehen. Sie sind sogar normal.

Als meine Tochter schwerstkrank auf die Welt kam, habe ich ähnlich gefühlt. Bumm, mit einem Schlag ist alles anders. Die Welt steht still, man meint, man kommt nicht mehr mit.

Ich will Dich gerade jetzt nicht mit Informationen füttern. Ich möchte Dir aber sagen, dass ich sehr viel weiß, was Dir persönlich und Deiner Familie an Hilfe zusteht. Das mache ich später. Ich schreibe Dir das aber, damit Du ein wenig Sicherheit verspürst. Du bist damit nicht allein.

Ich werde hier immer wieder mitlesen. In einigen Tagen muß ich mit meiner Tochter wieder ins Krankenhaus. Routine. Dann kann ich nicht so schreiben. Aber ich möchte, dass Du weißt, ich lese hier dann regelmäßig mit und wenn Du es möchtest, dann gebe ich gerne Informationen.

Alles alles Liebe, viel Kraft.

P&eddxi


PS: ich lese gerade, dass hier jemand schreibt, dass Du Dich eventuell auch anders entscheidest.

Es ist mir wichtig zu sagen, dass egal was Du entscheidest: Es ist das richtige.

Egal, ob dafür oder dagegen. Ich kann beides verstehen.

C=leo E=d7waurds v. DLavonpoxort


Ich hab keine Ahnung was ich sagen/machen soll...

Mein Mann meint ich würde es locker, ja beinah humoristisch nehmen, aber was soll ich denn machen? Heulen? Fühl halt "nix" was man mit Trauer gleichsetzen kann. Dumm gelaufen, so fühle ich mich.

Komme aber gerne drauf zurück was es für Angebote/Hilfen gibt, falls mir die Entscheidung nicht abgenommen wird.

Pmyt-honyist


Komme aber gerne drauf zurück was es für Angebote/Hilfen gibt, falls mir die Entscheidung nicht abgenommen wird.

Was meinst du könnte dir denn von unserer Seite ein willkommenes Angebot oder Hilfe sein, Cleo?

OWneFlpower


Meine Muttergefühle für das Kind im Bauch sind irgendwie nicht existent, kann mir einfach nicht vorstellen das zu akzeptieren, selbst wenn es überlebt. Vielleicht lebt es auch nicht lange nach der Geburt, mir graut es davor dieses Kind zu sehen.

Spätabbruch? Egal wie ich es drehe und wende, mit dem Kind im Bauch werde ich konfrontiert werden.

Liebe Cleo, es spricht nichts dagegen und alles dafür, Dir und dem Kind einiges Leid zu ersparen.

Höre auf Dein Gefühl. Ich glaube, es sagt Dir das richtige.

ich kanns nicht

Ich habe mal eine Frau sagen hören: "Ein Schwangerschaftsabbruch ist eine Absprache zwischen der Seele des Kindes und der Seele der Mutter."

Es ist absolut okay, das zu tun.

Interessant ist, dass einem zwar immer eingeredet wird, dass ein Schwangerschaftsabbruch ein schlechtes Gewissen und gravierende seelische Schäden macht.

Aber echte Statistiken zeigen, dass es fast immer eine Erleichterung für die Frau ist und kein seelischer Schaden zurück bleibt. Gar keiner!

Ich kann Dir nur Mut machen, diesen Schritt zu gehen, wenn Du das Gefühl hast, dass das der Weg ist.

Die Situation ist besch*** genug. Du hast Dir das nicht ausgesucht. Du musst es nicht bis zum Ende austragen, wenn Du nicht willst. :)_ Absolut nicht!

O]ne'Flyowxer


Ich habe mal eine Frau sagen hören: "Ein Schwangerschaftsabbruch ist eine Absprache zwischen der Seele des Kindes und der Seele der Mutter."

... damit meine ich im gemeinsamen Einvernehmen ...

Fühl halt "nix" was man mit Trauer gleichsetzen kann

Was Du fühlst, ist richtig. Du trauerst nicht und dafür hast Du Deine Gründe.

Mein Mann meint ich würde es locker, ja beinah humoristisch nehmen,

Vielleicht ist er auch ein bisschen überfordert mit der Situation.

Dumm gelaufen, so fühle ich mich.

Ja, dann ist es so. Dann ist es dumm gelaufen und das nächste Mal wird es klappen und Du wirst ein gesundes Kind haben, über das Du Dich freuen und das Du lieben kannst.

Und wenn das "Material" Deines Mannes nicht i. O. ist, dann könntet Ihr Euch einen Spender über eine Samenbank suchen, der Deinem Mann ähnlich ist. Trotzdem würde es dann das Kind Deines Mannes sein, denn Epigenetik spielt eine große Rolle (wenige nehmen das Ernst). Aber wenn er an Deiner Seite ist bei der (nächsten) Schwangerschaft und seine Hand auf Deinem Bauch hat, dann geht seine "Epigenetik" auf das Kind über und wird auch nach und nach zu seinem ... (sehe ich so...)

O4nehFloTwexr


... zumal der menschliche Genpool sowieso relativ gering und wir Menschen alle ziemlich verwandt sind (man mag es kaum glauben) verglichen mit anderen Lebewesen ...

"genetischer Flaschenhals"

CLleo Edward~s v8. Davonpoxort


Dieses Geflatter und Gezappel im Bauch macht mich wahnsinnig. Was mich an einem aktiven Abbruch hindert ist das hinterher, der Gedanke das ertragen zu müssen dass ein totes Kind rauskommt und ich das noch ansehen muss. Tablette nehmen, einschlafen und aufwachen, hinterher keine Spuren davon haben.

Möchte kein totes Kind bewusst entbinden. Das ist es halt, ich bin so und so damit konfrontiert. Entweder mit einem kranken oder toten Baby.

Pythonist, weiß nicht was du meinst, wieso solltest du/ihr mir helfen?

Mir geht es um das danach wenn ich doch ein stark beeinträchtigtes Kind habe, ich hab noch keine Ahnung wie man damit leben soll. Nachher "ekel" ich mich davor.

Ich hab keine positiven Gefühle dem Kind gegenüber, es ist für mich abstrakt und beschädigt. Da ist nichts "normal", das zappelt und bewegt sich ständig in mir drin, aber mir kommt es vor wie ein "Alien".

LjomlaXx5


Kann man da eventuell noch während der Schwangerschaft operativ eingreifen? Hat der Arzt diesbezüglich etwas gesagt?

H9oneuy9M1_Qmit7_Minxi13


Cleo ich schreib dir mal ne PN, hab ja ähnliches durch :)*

d ananeS87


cleo

Du musst ja nicht ad hoc entscheiden oder? Also, jetzt und in deinem Bauch leidet das kind ja gerade nicht und dir geht es doch körperlich soweit oder? Dann würde ich die Information erstmal sacken lassen. Ganz in Ruhe und mich dann bewusst mit beidem auseinander setzen, langsam, immer auf die Gefühle achtend und im Dialog mit dem Mann. Vielleicht können die Ärzte dann ja auch etwas mehr sagen. Ich habe manchmal den Eindruck das bei so schwierigen Themen die Leute ein wenig zu Panik und Übereile neigen, einfach nur hinter sich haben, aber das lässt einem, egal wie man sich entscheidet, am Ende vielleicht nicht die Zeit seelisch hinterher zukommen.

Kann sein das du gerade nichts fühlst weil da keine Bindung war, es kann aber auch nur der Schock sein. Pass auf das du dich selbst nicht überfährst, so unter dem ersten und sicher sehr heftigen Eindruck. Ob Abbruch oder nicht, auf beides sollte man sich seelisch und organisatorisch vorbereiten damit man damit gut leben kann.

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