Schilddrüsenwerte leicht erhöht, deswegen immer müde?

30.07.07  08:26

Hallo,

meine Schilddrüsenwerte sind leicht erhöht. Der TSH-Wert liegt bei 4.070 (Referenzbereich: 0.300 - 3.690). Somit liegt lediglich eine leichte Erhöhung vor, ggf. eine minimale Unterfunktion der Schilddrüse. Kann das bereits meine dauernde Müdigkeit erklären? Also selbst wenn ich regelmäßig acht Stunden in der Nacht schlafe, dann bin ich immer noch oft müde und muss mich nachmittags schon wieder ein Stündchenins Bett legen, weil es sonst kaum auszuhalten ist.

Ich hatte Anfang Mai das Pfeiffersche Drüsenfieber und danach ist Müdigkeit ja oft normal, allerdings hatte ich das Problem bereits vorher, es dürfte also in keinem direkten Zusammenhang mit dem Pfeiffer stehen.

Könnten andere Werte im Blutbild vielleicht die Müdigkeit auch noch erklären?

Ich hätte da noch:

Eisen: 68 ug/dl (Referenz: 53-167), also am unteren Ende der Skala

Ferritin: 97 ng/ml (Referenz: 30.0-400.0), auch eher am unteren Ende

HDL-Cholesterin: 40 mg/dl (Referenz: mehr als 55)

MCHC: 37.0 g/dl (Referenz: 32.0-36.0)

Glucose: 68 mg/dl (Referenz: 70-110)

Die restlichen Werte sind soweit im Normbereich. Kann sich daraus jemand meine Müdigkeit erklären?

m#an_iac21

30.07.07  11:26

Re

Hi,

ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Deine Müdigkeit

auf den doch sehr niedrigen Eisenwert zurückzuführen ist.

Ich hatte so erwas auch schon mal. Mein Eisenwert war

mal noch so gerade eben nachweisbar ( im Serum ). Ich war

auch ständig Müde. Habe dann Ferro Sanol Duod. bekommen,

und nachdem ich mit der Packung ( 100 Stück ) druch war,

war auch die Müdigkeit verschwunden.

Es kann aber auch mit der SD zusammenhängen. Wenn mich nicht

alles täuscht liegt die Grenze beim TSH - Wert bei 2,5.

Würde also noch mal mit dem Doc sprechen

Alles Gute *:)

N\ina5

30.07.07  11:54

Ohne Kenntnis der Werte von T3 und T4 kann man zu einer möglichen Müdigkeit durch Schilddrüsenunterfunktion nichts sagen (TSH ist zwar leicht erhöht, aber möglicherweise kann die Schilddrüse die UNterfunktion noch ausgleichen).

Niedriges Eisen würde v.a. dann in Frage kommen, wenn auch der Hämoglobinwert niedrig ist - wie sieht der aus? Abgesehen davon ist de Eisenwert normal.

Grüße

tGhe-c6avxer

30.07.07  15:39

Die neue Obergrenze beim TSH liegt bei 2,5. Demnach wärst du in einer Unterfunktion, was auch deine Müdigkeit erklären würde. Wäre gut, wenn dein Doc noch fT3 und fT4 bestimmen würde, diese Werte zeigen die tatsächliche Versorgung deines Körpers mit Schilddrüsenhormonen an. Auch ein Ultraschall der Schilddrüse wäre zu empfehlen. Der häufigste Grund für eine Unterfunktion der Schilddrüse ist die Autoimmunerkrankung Hashimoto, der Ultraschall deshalb, weil man derartige Veränderungen dann evtl. auch schon sehen könnte.

Solange das nicht abgeklärt ist, nimm kein Jod in Tablettenform zu dir, denn wenn du Hashimoto hättest, würde Jod den Autoimmunprozess anfachen und die Zerstörung der SD vorantreiben. Oft verschreiben Ärzte aber leider Jod-Tabletten bei diesen Werten, ohne das abgeklärt zu haben. Geh am besten zu einem Endokrinologen, einem Hormonfacharzt. Da bist du in besseren Händen, was die Schilddrüse angeht.

Bei Hashi sind oft auch die Eisenwerte niedrig, was bei dir ja auch der Fall ist. Es lohnt sich auf jeden Fall das von einem Spezialisten untersuchen zu lassen. Dauert nicht lang und tut nicht weh ;-)

swmil{e-x4-me

30.07.07  16:53

Hallo,

danke an alle für die bisherigen Antworten. Die angesprochenen fT3 und fT4 Werte liegen mir auch vor und sind wie folgt:

fT3: 3.4 pg/ml (Referenz: 2.5 - 4.3), also ziemlich exakt in der Mitte vom Normbereich.

fT4: 1.17 ng/dl (Referenz: 0.93 - 1.7), also ganz minimal verringert, aber noch gut im Normbereich.

Ein Ultraschall hat vor ca. einem halben Jahr keinen Befund ergeben. Der TSH-Wert war damals bereits ähnlich erhöht wie jetzt und die ständige Müdigkeit plagt mich ja auch bestimmt schon seit 3-5 Jahren.

Mein Hausarzt hat mich dann zum Radiologen für eine Szintigraphie geschickt, aber der meinte, dass man dem Körper die Strahlenbelastung nicht antun sollte, wenn die Werte nur so leicht erhöht sind.

Ich war heute nochmal bei der Blutabnahme, weil mein Hausarzt noch bestimmte Schilddrüsenwerte abklären wollte, aber fragt mich bitte nicht, welche. Ich glaube Autoimmunwerte, falls man sowas messen kann? ???

m an0iacT2x1

30.07.07  16:55

Achja, insgesamt halte ich von meinem Hausarzt übrigens sehr viel. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hat er recht früh (über eine Woche vor der Bestätigung durch die Blutuntersuchung) diagnostiziert und mir keine Antibiotika verschrieben, die beim Pfeiffer völlig falsch wären.

Dass er jetzt nicht direkt wegen dem erhöhten TSH-Wert mir ein Präparat verschreibt, sondern erst noch weitere Ergebnisse einholen möchte, spricht doch auch für ihn, oder?

m-an-iac2x1

30.07.07  19:14

Hmm, also ich denke, wenn die SD-Werte da schon nicht so optimal waren vor einem halben Jahr bzw. eine beginnende Unterfunktion anzeigen hätte er eigentlich schon eine Medikation einleiten sollen denke ich. Vor allem, da du in deinem Befinden eingeschränkt bist. Das wäre der Hauptgrund medikamentös einzugreifen. Denn offensichtlich braucht dein Körper mehr SD-Hormone als er selber herstellen kann.

Ich denke, jetzt wird er auch diese Medikation einleiten bzw. noch die Antikörper-Bestimmung abwarten und je nachdem ob du Hashi hast oder evtl. eine Unterfunktion wegen Jodmangel (was nicht so oft vorkommt) dir entweder Thyroxin, also SD-Hormone oder Jod-Tabletten verschreiben. Ja, das spricht allerdings für ihn. Nur frag ich mich, warum er das nicht schon vor einem halben Jahr gemacht hat. Aber gut, immerhin macht er es jetzt und von sich aus, das ist heutzutage schon ein Qualitätsmerkmal :-)

Ich weiß ja nicht, wie erfahren dein Doc bezüglich Schilddrüse ist. Er scheint schon mal mehr Ahnung davon zu haben als manch anderer Hausarzt. Solange du zufrieden bist und es dir gut geht, später auch mit der Einstellung mit den Medikamenten sofern nötig, gibt es eigentlich erstmal keinen Grund zu wechseln. Hat er denn damals auch den Ultraschall der SD gemacht?

Es gibt ja so Spezis bzw. so Formeln im Internet, womit man die fT3 und fT4 Werte in Prozent umrechnen kann. Was man so sieht ist halt, dass du nicht mehr viel fT4 hast, das in fT3 umgewandelt werden kann und dass dein fT3 Wert auch schon ein wenig niedrig ist. Wie gesagt, wahrscheinlich zu wenig, damit du dich wohl fühlst? Was hat er denn eigentlich zum Eisen gesagt? Da ist es wahrscheinlich auch angebracht, dass du da mal so eine Art Tablettenkur machst.

sLmilei-4-smxe

30.07.07  19:50

Den Ultraschall hat vor einem halben Jahr auch mein Hausarzt durchgeführt, auch ohne Befund. Jetzt möchte er gerne nochmal einen Ultraschall machen, den Termin habe ich am Donnerstag. Dann erfahre ich auch die neuen Blutwerte.

Werde ihn dann auf jeden Fall auch nochmal auf die Eisenwerte ansprechen, denn die scheinen mir doch recht niedrig zu sein, Normbereich hin oder her. Vielleicht reagiert ja auch jeder Mensch anders auf so niedrige Eisenwerte. Ich denke, dass da der Versuch einer Behandlung mit Eisenpräparaten sicher nicht schaden kann.

mWani[ac2x1

30.07.07  22:32

Da bin ich mal gespannt, was die Antikörper im Blut sagen. Wobei das fiese ist, man kann auch Hashi ohne nachweisbare Antikörper haben...von daher ist es halt gut, wenn ein Spezi sich die SD anschaut bzw. jemand der das wirklich jeden Tag sieht. Und ich denke, dein Hausarzt macht das nicht hauptsächlich...aber erstmal schauen, was dabei rumkommt.

Also bei den Eisenwerten kann es mit Sicherheit nicht schaden mal so eine Kur zu machen.

s\mi/le-4i-xme

31.07.07  10:22

Dein Eisenspiegel ist völlig normal. Auch der Ferritinwert ist normal, was einen Eisenmangel ziemlich ausschließt. Außerdem würde ein Eisenmangel ohne Anämie nicht die Symptome machen, die Du hast. Mit anderen Worten: Vergiß den "Eisenmangel", das ist nicht Dein Problem. Falls Du unbedingt Eisen einnehmen willst, könnte das höchstens den Effekt haben, dass die Nebenwirkungen Dich von den anderen Problemen ablenken, sonderlich gut verträglich ist das Zeug nämlich nicht.

Für evtl. Beschwerden durch Schilddrüsenunterfunktion ist vor allem der Spiegel an fT3 verantwortlich - und der ist in Deinem Fall perfekt normwertig. Auch das wirds nicht sein (unabhängig davon, was bei der Antikörperdiagnostik rauskommt).

Mit anderen Worten: Du läufst gerade in die häufige Falle, in Laborwerte Aussagen hineinzuinterpretieren, die diese Werte einfach nicht hergeben. Um es nochmal ganz klar zu sagen: Weder das Eisen noch die Schilddrüsenwerte erklären die Müdigkeit.

Grüße

tphe-cavxer

31.07.07  11:30

@ the-caver

kannst du hellsehen?

wert in der norm, na dann kann man aber keine beschwerden haben. sorry, aber das ist doch blödsinn.

fT3 ist bei 50 %, ft4 bei 31 %... mit den werten hätte/habe ich aber noch alle möglichen netten UF-beschwerden inkl. müdigkeit. aber ist natürlich nicht die SD %-|

abgesehen davon, dass der TSH hier viel zu hoch ist.

genauso wie ferritin im unteren normbereich liegt und das nicht zwingend das maß aller dinge sein muss.

c%haoski,n&dchen

31.07.07  12:41

kannst du hellsehen?

Nein, aber ich kann Laborwerte interpretieren. TSH ist nicht "viel zu hoch", sondern minimal über dem Normwert des Labors (Messungen in verschiedenen Labors haben nun mal unterschiedliche Referenzbereiche, gerade bei Aktivitätsbestimmungen). Und ein T3 in der Mitte des Normbereichs ist nun mal völlig normal und nicht "50%" von irgendetwas. Kann durchaus sein, dass die Schilddrüse hier ein Problem hat, aber offenbar klappt die periphere T3-Versorgung noch gut genug. Natürlich kann man sich Müdigkeit mit Schilddrüsenhormonen auch dann wegdopen, wenn sie andere Ursachen hat, aber das kanns ja wohl nicht sein. Im übrigen gibt es mehrere Studien, die belegen, dass bei TSH unter 10 *und* normalem T4 eine Substitution nichts bringt.

Und wie Du von einem *normalen* Ferritinwert und einem *normalen* Eisenwert auf die Ursache für eine Müdigkeit kommen willst (die im übrigen von Eisenmangel gar nicht verursacht wird, solange keine Anämie vorliegt), wird wohl Dein Geheimnis bleiben.

Grüße

t+he-6cwavexr

31.07.07  13:15

ignoranz ist grenzenlos, nicht wahr? du bist nicht zufällig arzt oder medizinstudent? dann würden mich solche aussagen zumindest nicht verwundern...

cihaMosski|ndcxhen

31.07.07  13:41

Schon klar, dass Dir Leute verdächtig sind, die den Umgang mit sowas wirklich gelernt haben - aus ein paar Zahlen Theorien zu stricken ist ja viel einfacher. Ich habe allerdings nicht vor, auf diesem Niveau weiterzudiskutieren und ziehe mich hiermit zurück.

t(he-caLver

31.07.07  13:44

was dabei so an absurden dingen herauskommt... aber in der tat, es ist sinnlos!

cuhaoJskin?dchen

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