Schilddrüsen-Unterfunktion und Homöopathie

Bei mir wurde vor kurzem eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, nehme derzeit L-Thyroxin und hoffe, dass sich meine Symptome weiter bessern, wenn ich auf die richtige Dosis eingestellt bin. Ich bin froh, dass die Schilddrüse als Ursache für meine Beschwerden gefunden wurde und habe auch kein Problem damit, jeden Tag Tabletten zu nehmen - wenn es mir dann gut geht, was aber derzeit noch nicht der Fall ist.

Habe mich heute mit einer Kollegin unterhalten, die wie ich wußte auch eine Schilddrüsenerkrankung hat, die geht einen ganz anderen Weg - wird von einem Heilpraktiker behandelt und macht das bereits zwei Jahre. Sie nimmt keinerlei Hormone und verteufelt die Schulmedizin weil die Schilddrüsenerkrankung nur eine Folge einer anderen Grunderkrankung sein soll und ein guter Heilpraktiker würde die Grunderkrankung heilen und dann bräuchte sie nicht ein Leben lang künstliche Hormone nehmen.

Zugegebenermaßen bin ich weder ein Verfechter der Homöopathie noch wäre ich auf die Idee gekommen, mit Schilddrüsenunterfunktion zum Heilpraktiker zu gehen. Ich will auch bestimmt keine Diskussion über das Für und Wider der Naturheilkunde anstoßen - aber was ist davon zu halten ? Gibt es tatsächlich ernstzunehmende Behandlungsalternativen ? Kann mir jemand einen Tipp geben, wo ich mich hierüber informieren könnte ? Ich will auf keinen Fall die Behandlung durch meinen Hausarzt abbrechen - vor allem, weil die Kollegin sehr "fundamentalistisch" wurde und auch herablassend wirkte, ganz nach dem Motto, dass ich auch irgendwann noch auf den Trichter käme ... :|N

Hat hier vielleicht jemand bereits beide Behandlungsmethoden kennengelernt und kann dazu seine Erfahrungen schreiben ?

Vielen Dank für's Lesen und natürlich auch für Eure Antworten :)D

PVeiTlnixx

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist ja zunächst mal auch erst nur ein Symptom. Welche Erkrankung bei dir die UF ausgelöst hat, weißt du anscheinend noch gar nicht.

Was wurden denn für Untersuchungen gemacht, welche Werte gemessen?

Stelle sie doch mal ein, wenn du magst.

Wenn die SD krank ist, ist sie nicht in der Lage die nötigen Hormone zu produzieren. Da die aber für den ganzen Körper - für alle Organe - lebensnotwendig sind, muss man sie künstlich zuführen.

Schilddrüsenerkrankungen sind nun mal nicht heilbar, nicht für die Schulmedizin und erst recht auch für einen Homöopathen nicht.

Die SD-Hormone werden durch künstliche T4-Präparate ersetzt, wie z. B. L-Thyroxin oder Euthyrox. Es gibt auch Kombipräparate wie Novothyral oder Prothyrid, die T4 und T3 enthalten, aber meist nicht so gut vertragen werden.

Das natürlichste an Ersatzhormonen ist Armour, das aus Schweineschilddrüsen hergestellt wird, was allerdings die Kasse nicht bezahlt.

Ich an deiner Stelle würde erst mal klären lassen, aufgrund welcher Krankheit die Unterfunktion entstanden ist.

Dazu wäre es gut zu einem SD-Spezialisten aus dieser Liste zu gehen:

[[http://www.top-docs.de/include.php?path=login/arzts.php]]

JPaVsi[one

Hallo Jasione,

vielen Dank für die Antwort. Bisher hat meine Ärztin nur vermutet, dass Auslöser der Unterfunktion das Absetzen der Pille und die danach eingesetzte Hormonspirale gewesen sein könnte (die ich aber nicht vertragen habe und die dann nach kurzer Zeit auch wieder entfernt wurde). Aber die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Erstmal fühle ich mich hier auch ganz gut aufgehoben - trotzdem vielen Dank für den Link zu den Fachärzten.

Mir ist wichtig, dass Du meine Information bestätigt hast, dass Schilddrüsenerkrankungen nicht "von selber" verschwinden und offenbar teilst Du ja auch meine Zweifel, was die homöopathische Behandlung von Hashimoto etc. betrifft (wobei das bei mir ja auch noch gar nicht diagnostiziert wurde). Nach jahrelanger Quälerei bin ich froh, dass jetzt Lösung in Sicht ist und wollte mich nur bei einer anderen Betroffenen informieren, wie lange so eine Einstellungsphase dauern kann. Mich hatte verunsichert, dass sie mir klarmachen wollte, dass ich mit der Einnahme von L-Thyroxin alles falsch mache und dass die Schulmedizin eh keinen Plan hat und nur ihr Heilpraktiker die einzig wahre Therapie macht. :-/

Nochmal vielen Dank und noch einen schönen Abend !

P:eilJnix

Vielleicht verschreibt der Heilpraktiker Armour ? ]:D

SRilberfmondaxuge

Hallo Silbermondauge,

sorry - mein Name ist Programm - aber ist das nicht die natürliche Variante des synthetischen Levothyroxins ?

Nee jetzt mal im Ernst: Das Hormon ist doch verschreibungspflichtig - ist Armour denn ohne Rezept zu bekommen oder kann ein Heilpraktiker das auch verschreiben ? Blöde Frage, ich weiß ... würde mich aber trotzdem mal interessieren. Habe schon gelesen, dass mit dem Medikament auch viel Blödsinn gemacht wird ...

Viele Grüße

PXeilonxix

Nein, das kann man nicht ohne Rezept bekommen. Armour ist verschreibungspflichtig - siehst du nicht das Teufelchen im Silbermondauge? ;-D

Jlasioxne

Ich hatte gestern leider nur noch wenig Zeit...

Ich weiß nicht ob und was Heilpraktiker verschreiben können und dürfen; hätte ja sein können, der darf Armour verschreiben ? Und Armour ist ja was "natürliches"

Jetzt mal ernsthaft: Es gibt Leute mit Hashimoto, die KEINE Unterfunktion haben. Die haben halt Glück. Und die brauchen auch keine Hormone.

Wer eine UNTERFUNKTION hat (bzw Hashi und die passenden Symptome und niedrigen freien Werte) der braucht Hormone, ob nu LT, Novothyral, Prothyrid oder Armour.

Aber ich will Heilpraktiker nicht ganz verteufeln, sie können UNTERSTÜTZEN. Peilnix, vielleicht hat deine Freundin Hashimoto aber keine UF. Hoffentlich bleibt das bei ihr so. Aber DU machst das FÜR DICH schon richtig !!!

LG Silbermondauge

SBilbeGrmondaxuge

Hallo Silbermondauge,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, das nochmal klarzustellen. Als Neuling auf dem Gebiet habe ich mich verunsichern lassen, aber ich werde jetzt die Behandlung bei meiner Ärztin weitermachen wie geplant.

Meine Kollegin hatte sogar eine sehr starke Unterfunktion (hat auch sehr stark zugenommen und wirkte oft unkonzentriert und gereizt oder völlig abwesend). Die Behandlung durch den Heilpraktiker soll angeblich insgesamt sechs Jahre dauern, danach sei sie geheilt. Egal - Thema ist für mich abgehakt. Ich nehme zwar nur ungern Medikamente, aber das muss nun mal so sein und gut ist. Für mich ist das wie auch immer geartete Naturheilverfahren keine Alternative, ich möchte schnellstmöglich richtig eingestellt sein und dann wieder "normal" leben können. Mich hat die jahrelange Quälerei mit der Unterfunktion so mürbe gemacht, dass ich keinen Tag länger als unbedingt notwendig so saft- und kraftlos rumkrebsen möchte - und dann sechs Jahre ??? No way !

Nochmals danke und viele Grüße

PWeilnxix

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