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Mit Kiffen aufhören? Wenn ja, wie?

08.11.04  23:02

Jo bin jetzt 18, in der 13. Klasse mach bald mein ABI und Kiffe nun wieder täglich, obwohl es mir gesundhitliche Probleme bereitet (Gewichtsverlust, Durchfall). Hab so mit 14 angefangen und hab auch eigentlich keine Probleme, auch nich in der Schule, aber ich möchte meiner Familie und Zukunft wegen aufhören, nur das is nich so einfach. Mein Freundeskreis beinhaltet zwar beide Front, sowohl Kiffer als auch NichtKiffer, doch bin ich mit den Kiffern besser befreundet.

So, aus meiner Sicht brauch ich Abwechslung, die finde ich im Sport, doch sobald mir ein Joint angeboten wird, rauch ich den auch mit. Soblad mir langweilig ist, oder ich nicht weiß was ich machen soll bau ich mir nen Joint, das geht ja auch ins Geld und ehrlich geasgt, als ich mal für 2 Wochen während der Klausurperiode aufgehört hatte gings mit viel besser (7 Kg zugenommen, nur gute Noten, etc.)

So, nun bin ich aber wieder da wo ich vorher war, beim täglichen kiffen und das darf nich mehr so weiter gehen, aber es findet sich für mich immer wieder ne Ausnahme was zu rauchen, ich hab einfach keinen guten Grund nein zu sagen, oder aufzuhören, bzw mein Wille is nicht stark genug. Vorallem hab ich das Problem, dass wenn ich mich nich mehr mit meinen "Kollegen" reffe, dann siehts schon wieder Ebbe in meinem "Freundeskreis" aus, leider...

Any Tipps, help?

A@ofM_kDaWxulf

10.11.04  15:25

Du must es von dir aus wollen.... dieser Punkt ist ja schon mal gegeben. Aber da sitzt auf deiner linken Schulter ein kleines Teufelchen und flüstert dir zu: einen kleinen Zug kann ich ja ruhig nehmen, aber bei einem Zug bleibt s ja nicht und schon schließt sich der Kreis und du bist wieder da wo du vor 10 minuten nicht sein wolltest.

Es ist warscheinlich auch ein bischen Gruppenzwang vorhanden den man sich nicht leicht entziehen kann.

Ich kenn das denn bei mir war es genauso. Ich wollte (vor 17 Jahren) ebenfalls ca. 12 Wochen vor dem Abi mit dem Kiffen aufhören, aber das war schwerer als gedacht. Wie bei dir waren viele meiner Freunde ebenfalls Kiffer. Aber ich sagte mir wenn ich es jetzt nicht packe mit dem Abi, nur wegen dem kiffen würde ich mir für ne lange Zeit Vorwürfe machen. Ich erzählte meinen 2 besten Freunden von meinem Vorhaben und schlossen sich mir an, aber nur um zu beweisen das sie es auch können. Wir wurden zwar blöd angeschaut beim nächsten Sit-In das wir den kreisenden Joint ablehnten, aber alle akzeptieren es.

Das Abi haben wir 3 geschaft (sogar besser als erwartet) und mit dem kiffen haben wir erst 6 Monate später wieder angefangen mit der eigens erstellten Auflage nur noch am Wochenende zu kiffen.

Dieses haben wir bis heute durchgehalten und uns geht es gut dabei.

Damit wollte ich nur sagen, versuch jemanden deiner Freunde anzusporen mitzumachen, denn dadurch ensteht ein gewisser druck dies durchzustehen und nicht wieder in den alten Trott zurück zufallen.

Viel Erfolg

CwosmiFx

11.11.04  00:07

hab etwa zwei monate vor meiner Prüfung(Ausbildung) aufgehört mit kiffen, und dann drei monate später auch mit zigaretten. Meine größte motivation weiterhin nicht zu kiffen ist allerdings meine freundin. wobei, so langsam bin ich drüber hinweg. zigaretten sind da schlimmer. wenn man mit kiffen aufhört merkt man auch, wer wirklich ein freund ist und bei wem es sich nur um ne zweckfreundschaft handelt. wenn die ersten zwei, drei tage überstanden sind, ist es nur noch ne frage des willens..

DFildxo

13.11.04  10:02

@ Dildo

Du hast es erfasst

..wenn man mit kiffen aufhört merkt man auch, wer wirklich ein freund ist und bei wem es sich nur um ne zweckfreundschaft handelt.

Diese Erfahrung habe ich vor nunmehr 4 Jahren ebenso gemacht, nur leider ein bis dahin sehr guter Freund hat es nicht geschafft, aus dem Kiffen ist bei Ihm leider immer mehr geworden, erst waren es irgendwelche Gasflaschen die zur Herstellung von Sprühsahne verwendet werden die er inhaliert hat, dann kamen Extacy-Pillen, danach waren dann Magic Mushrooms dran und jetzt Kokst er noch. :°(

Also er macht alles zusammen und läßt niemanden, außer seine Drogen-Kumpels, mit denen ich früher auch "befreundet" war, an sich ran. :-(

Er hat all seine Freuden und natürlich auch echten Freunde verloren, die einzige Person aus seinem Freundeskreis, die noch zu Ihm hält bin ich. doch wie ja bereits erwähnt, er läßt mich nicht mehr an sich ran, keine Gespräche mehr wie früher.

Es stimmt schon irgendwie, wenn es heißt, Gras wäre ne Einstiegsdroge. :-(

m"aJlBeD-orq-femGale

13.11.04  20:29

War auch mal dabei, Gott sei Dank nicht mehr!!!

Hi, ist jetzt so ca 5 Jahr her, dass ich täglich am haschen war. Erst einmal finde ich es klasse, dass Du Dir selber eingestehst, dass was nicht stimmt. Denke das ist der Anfang vom Ende (im positiven Sinne gemeint). Ich habe damals eine extreme Zeit durchgemacht, kennst Du warscheinlich auch. Eigentlich willste nicht, machst es aber trotzdem. Bei mir kam hinzu, dass ich gedanklich nur noch darüber nachgedacht habe was ich da für ne Scheiße abziehe, sprich jedes mal beim Rauchen nen kleinen Horrotrip hatte. Außerdem habe ich mich immer in ein stumpfes, dummes etwas verwandelt. Dazu kam noch, ich nenne es mal ne Sozialphobie, und ein extrem leeres Konto. An den Schulden zahle ich heute noch ab!!!! Ich habe mein Wegkommen vom Hasch mit dem berühmten Phönix aus der Asche verglichen. Ich mußte erst komplett am Ende sein, bevor ich wieder auferstehen konnte. Hat fast mit nem Selbstmord geendet. Heute bin ich ganz froh noch da zu sein und denke mit gemischten Gefühlen (auch positiven) an die Zeit zurück. Was ich Dir empfehlen möchte ist ne Therapie bei einem Psychologen. Vielleicht denkst Du Dir was soll ich da, hat mir aber echt geholfen. Bin zwar nicht verrückter als Andere, habe aber viel mehr Klarheit über mich erlangt. Wenn Du wissen möchtest wie Du zum Psychologen kommen kannst, schreib mir!

Tja zu Deinen Bedenken mit dem Freundeskreis, die kann ich durchaus verstehen, habe so ca 2 Jahre keine Kontakt zu meinen damaligen Hasch Brüdern gehabt. Habe damals die Freundschaften auf ne reine Zweckgemeinschaft reduziert, war aber nötig um da rauszukommen. Heute sitze ich ohne selber zu rauchen wieder bei Einigen von ihnen.

Nun ich hoffe Dir mit meinem Beitrag etwas nutzbringendes geschrieben zu haben. Gruß von Salem

SZal\em

22.11.04  04:44

man kann aufhören.. hab auch ne zeit lang jeden tag geraucht.. bis ich bemerkte dass ich es nicht mehr unter kontrolle habe.

hab es zwar nicht von einen tag auf den anderen geschafft..

hab es einfach immer ein bisschen reduziert

für mich wars das schwerste mich vom den gute nacht hut zu trennen, hab dass aber auch geschafft..

war am anfang nicht mehr so oft bei meinen leuten, konzentriete mich einfach auf andere sachen.. schule/musik/familie/bücher/bisschen sport/

habe ungefähr ein jahr nichs geraucht.. jetzt wieder ab und zu..

aber nicht mehr regelmäßig..

bin nicht gegen mariuana..

es sollte einfach kein dauerzustand sein..

man sollte auch nicht versuchen probleme "wegzurauchen"..

oder nur weil es alle machen.. es auch zu tun..

und eine droge darf nie dein leben leiten

ach ja noch zu dem mariuana sei eine einstiegsdroge..

.. bin ich nicht der meinung

wenn es eine sogenannte einstiegsdroge gibt.. dann ist das der alkohol

und nicht jeder der kifft greift auch zu anderen drogen

also AofM_DaWulf .. glaub einfach dich .. dann kannst du's auch schaffen

und wegen dem dass es keinen grund gibt zum aufhören .. da hast du schon einen .. weil du es willst

rOed elf..N ojve-rhead

16.01.09  19:27

Hallo Mitleidende,

bin jetz 28 und kiffe seit ungefähr 10 Jahren jetzt leider schon. Habs auch noch net gepackt, meinen Konsum einzuschränken, geschweige denn aufzuhören. Die gleiche Geschichte wie bei fast allen - man probiert halt alles aus...

Genau deswegen ist Marihuana leider doch eine Einstiegsdroge. Wo beschafft man sich das Zeug? Am Schwarzmarkt (sprich Dealer). Da wimmelt es nur so von verbotenen Versuchungen.

JA JA, die Starken sagen dann immer, muss ja jeder selber wissen was er macht, ihr wisst schon... Härtere Drogen, welche zurecht verboten sind ( töten Emotionen!). Aber ich sag euch Eins, und nicht mit Freude: Mein Dealer ist mein bester Kumpel! Schlimm, aber wahr. Dabei könnt ihr euch ja denken, dass es nur ums beschaffen geht und andere Interessen vielleicht nur vorgegaukelt werden, um die Connection zwingend Aufrecht zu erhalten.

Eben Dieser ermöglicht erst den Zugang zu illegalen harten Substanzen.

Spreche aus eigenen Erfahrungen.

Der Erwerb am Schwarzmarkt, macht Marihuana leidergottes zur Einstiegsdroge.

Nehmt bitte die Scheiß Chemie nicht. Marihuana ist ja "BIO" :)

Chemie ist nicht Bio. Aber ihr (eure Körper) seid Bio. Bio zu Bio und Chemie in den Abfluss.

PS: Wenn man nicht selber betroffen ist, ist immer leicht geredet.... :-/

UvnMwisLsenxt

17.01.09  11:54

Bio zu Bio und Chemie in den Abfluss.

lol - geil gesagt, aber trotzdem ist auch Bio Gift. Tollkirsche und Fliegenpilze sind auch Bio, trotzdem geiler Satz. Ich auch alles Mögliche ausprobiert, letztlich war aber Hasch für mich das schädlichste, weil ich 15 Jahre lang tägl. geraucht habe. Bei den anderen Sachen war immmer klar, dass man das nicht dauerhaft machen kann. Bei Hasch war da dieses schleichende - vorgeblich Harmlose - was es so gefährlich gemacht hat.

Erxbalubbexrer

15.06.09  21:22

Erstmal: Es erkennen ist der erste Schritt zum aufhören. Ich würd einfach den Freunden erzählen, dass es dir immer scheiße geht nach dem kiffen, und dass du jetzt aus gesundheitlichen Gründen aufhören musst.

Falls du abhängig bist: Ein Tipp der bei mir Wunder bewirkte: Religion, Christentum

B#e(nzkoHp{f

15.06.09  23:56

Lies Dich doch mal ein wenig in diesen Thread hinein.

"Aufhören zu kiffen, wer kann mir helfen ? " vom 18.08.08

Ich denke durch die Beschreibungen der Befindlichkeiten jener Leute könnte sich Dein Leben nachhaltig ändern.

Das ist genau Dein Thema. Nimm Dir Zeit dafür und klink Dich evtl. in die Diskussion ein.

Dir alles Gute

aBleri]cxh

17.06.09  10:18

Hallo,

ich kenne das Problem, ich habe ca. 5 Jahre gekifft mit einem Jahr unterbrechung zwischendurch. das habe ich anfangs mit einem kumpel auf grund der wirkung gemacht und habe mir über die konsequenzen keine gedanken gemacht.

ich habe vor ca 4 wochen einen cut gemacht. grund hierfür war der verlusst meines jobs - bin im außendienst tätig und aufgrund der momentanen lage bei den kunden wenig umsatz gemacht - ich gebe dem kiffen auch nicht die schuld an der kündigung. möchte es hier nicht verharmlosen, aber ich war dieser typische "ich rauch einen oder 2 am abend zieh mir ein film rein und geh schlafen kiffer".

aus langeweile habe ich mir dann schon teilweise morgens einen reingezogen, das ing so 3 wochen lang. die konsequenz war, dass ich immer müde war, keinen bock hatte auf gar nichts, meine freundin vernachlässigt habe etc. pp......

ich habe selber eine riesen wut auf mich bekommen und mich gefragt, was ich denn blös mache. ich habe keinen bock in 10 jahren in den spiegel zu schauen und nichts erreicht zu habe. ich habe es von heute auf morgen sein lassen. habe erst auch gedacht, dass ich schlafprobleme haben werde, da ich es nicht anders kannte, wie bekifft einfach einzuschlafen.

ich war am ersten abend ohne kiffen, schneller im tramland als mir lieb war - freundin hatte wieder nichts von mir ;-)! mein gedächtnis kam auch schnell wieder, die lustlosigkeit war wie weggeblasen......

was ich sagen will ist, dass es einfacher geht als manche denken. wenn man es richtig will, schafft man es auch! kiffen macht einen körperlich nämlich nicht abhängig im vergleich zu opiaten.....es ist reine kopfsache! ich bin auch davon überzeugt, dass es ein suchtgedächtnis gibt und man sein ganzes leben lang abhängig bleibt.....der wille muss da sein!!! mein glück ist vielleicht noch, dass ich nicht in den typischen "kifferkreisen bin" - das hilft auch.....

fazit: kiffen macht dumm, man tut sich und seiner eigenen zukunft keinen gefallen damit und denk mal darüber nach, was du erreichen willst.....

:)^

C9ondyP@ro:b

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