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Hallo, es würde mir viel bedeuten, wenn alle, die jemals mit einem Kokser zusammen waren, mir über dessen oder auch deren Verhalten erzählen würden, wie z. B. Veränderung des Verhaltens etc. Willkom >>>
M[alxla am 22.11.04 17:31
03.01.12 16:47
Hi DerTraumIstAus!
Erst einmal wünsche ich dir ein schönes neue Jahr 2012. Ich weiss, alles erscheint dir im moment wie ein grosser Alptraum 
Es tut mir sehr leid für dich
Was ist passiert
?
Ich kann so gut nachvollziehen wie du dich im moment fühlst.....bei mir ist das ganze zwar schon fast bald ein Jahr her, aber kenne diesen tiefen schmerz zu gut.....wenn du also reden willst, nur zu....kannst mir auch eine Private Nachricht senden!
Du wirst das ganze gut überstehen.....deine kleiner Tochter gibt dir sicher Hoffnung. Es wird dir schon bal besser gehen oder vielleicht geht es dir schon besser....weil du diese Last nicht mehr mit dir trägst.....Es ist wirklich nur eine Belastung für dein Leben und es wird nie besser, wenn du diese Person in deinem Leben hast. Ein Partner sollte dir den Rücken stercken, dich auch mal auffangen können. Bei ihm hättest du dich auf wirklich wichtige Dinge nicht verlassen können und wer möchte schon mit so jemanden sein ganzen Leben verbringen. Wir nicht! Du hast die richtige entscheidung getroffen!
Grüsse dich
06.01.12 11:30
Tag 7 ohne ihn, er meldet sich nichtmehr geht nichtmehr ran wenn ich anruf, antwortet auf keine sms, er liebt mich nichtmehr und will nichtsmehr von mir wissen,
im moment ist alles in mir zusammen gebrochen... ich weiß nicht wie ich dass durchhalten soll, ich träume nur noch von ihm, von sex, von zärtlichkeiten, von schönen dingen und wenn ich aufwach, könnte ich durchdrehen, ich kann nachts nichtmehr schlafen... ich wach die ganze zeit auf und kan nicihtmehr einschlafen... ich hab das gefühl ich will schlafen und nie mehr aufstehn....
06.01.12 11:37
wir wollten zu seinem bruder fahren, auf dem weg dorthin hat er angefangen zu streiten dass ich mit seinem kumpel über ihn geschrieben hätte und hat dann angefangen abzudrehn hat mich nur noch angeschrien und getobt neben mir, dann hab ich gesagt wenn du nicht sofort aufhörst mich in MEINEM auto und VOR MEINER TOCHTER anzuschreihen dreh ich auf der stelle um und fahr dich nach hause, er hat dann gesagt ja fahr mich heim. Bei der letzten kreuzung vor seinem haus sagte er so, jetzt ist endgültig aus und ich hab erwiedert ja dass ist es... und danach haben wir uns kein einziges mal mehr gesehen... nur noch ab und zu kurz telefoniert...
09.01.12 14:13
hallo an alle!
verfolge den faden schon seit einiger zeit...auch mein ex-freund ist kokser, kenn also vieles was ihr erzählt. mein vater ist trockener alkoholiker, kenne also die komplette abhängigkeitsproblematik von klein auf und in allen facetten.
irgendjemand hier schrieb mal – dadurch, dass ich mich mit seinen problemen beschäftigt habe, musste ich mich nicht mit meinen eigenen beschäftigen! genau das trifft leider bei vielen angehörigen zu.
ebenso wenig wie der süchtige sein eigenes leben in die hand nimmt tut es der co-abhängige. aber jeder hat die wahl! was hindert euch daran, euer leben in die hand zu nehmen und so zu gestalten wie es euch gefällt? wenn der süchtige irgendwann hilfe suchen würde, kann man immer noch wieder für ihn da sein.
wäre es nicht ein geiles gefühl, wenn er aus liebe zu mir aufhören würde? würde es nicht wahnsinnig mein ego pushen, wenn ICH diejenige wär, die ihm daraushilft? wäre es nicht toll, wenn alle welt mich für meine stärke bewundert, dass ich zu ihm gehalten habe? wenn man vor sich selbst zugeben kann, dass man sich schon solche fragen gestellt hat, dann sollte man auch über die frage nachdenken ob DAS tatsächlich liebe ist....
versucht die sucht zu verstehen. als eine selbstverschuldetet krankheit. lügen zB.. jeder süchtige lügt über seinen konsum etc. aber das ist ein symptom dieser krankheit, suchtkranke lügen mehr zwanghaft, süchtige machen das nicht absichtlich um einen zu verletzen.
jemanden zu lieben und für jemanden da zu sein, heißt nicht, dass derjenige auch euch lieben und für euch da sein wird.
freu mich schon auf anregende gespräche!
bis bald,
cantik
24.01.12 16:59
Hi alle zusammen!
Schade das sich hier nichts tut
ich hatte stress wegen meinem Job und konnte lange nicht reinschauen!
Ich hoffe es geht allen gut 
Der Traumistaus....wie geht es dir nach der Trennung oder seit ihr wieder zusammen?
Bei mir ist es bald ein Jahr her, dass ich mich getrennt habe und ich fühle mich wieder gut! Fast wieder die alte, nur klüger und reifer! Ich bin immernoch der Meining, dass ich all diese schrecklichen Dinge, aus liebe mit mir machen lies. Was sicher sehr sehr falsch war. Ob er mich wirklich liebte oder verarscht hat, kann ich dir nicht sagen.....keine ahnung, es interessiert mich eifach nicht mehr. Ich habe versucht es rauszufinden und dabei habe ich fast den verstand verloren. Das ich während und auch jetzt keinen Kontakt zu ihm habe, ist die beste Entscheidung. Da ich so erzogen worden bin und aus einer Familie komme, wo niemand den anderen im stich lässt und immer versucht zu helfen, würde ich das wahrscheindlich wieder machen....mit einem unterschied: ich würde dabei mich nicht vergesse! Dänn ich bin das wichtigste und meine ansprüche sind mir das wichtigste und jeder andere kommt danach!
Mir ist so ziemlich egal, wie es meinen Ex geht.....wie kann es einem Süchtigen dänn schon gehen.....NUR SCHLECHT und so wird es ihm auch immer gehen, wenn er nicht ändert.....aber zum Glück betrifft mich diese ganze scheisse nicht mehr.
Ist es nicht komisch, verschwand er aus meinem Leben, ist das Glück zu mir zurückgekehr.....meine lang ersehnte Berförderung, meine Freunde und ändlich Urlaub!
Ich danke jedem der mich bei dieser schwierigen Zeit unterstützt hat und mir den richtigen weg gezeigt hat! 
Grüsse euch alle und bis bald!
13.02.12 23:11
halli hallo 
verfolge diesen faden nun schon einige zeit und er gibt mir kraft bzw wenn ich zweifel bekomme, sehe ich durch die erfahrungen und berichte der anderen dass ich eigentlich keine haben sollte. ist halt alles nicht so leicht. bin seit fast 3 jahren verheiratet und habe einen kleinen sohn (16 mo). Mein mann kokst und kokste auch vor unserer hochzeit, leider habe ich es nicht früher gemerkt. nun bin ich wieder bei meinen eltern (geht nicht anders, bin in karenz) mit 27 jahren, und versuche mein leben so gut es geht zu meistern. seit 4 wo getrennt , nach einer ziemlich schweren ehe mit ihm. tja hoffe hier auf etwas verständniss und evtl gleichgesinnte zu treffen.
grüße
23.02.12 23:31
Hallo silberbiene:)
erzähl doch mal mehr über deine geschichte........es ist sicher alles wahnsinnig schwierig, wenn auch noch ein kleines kind da ist. 
29.02.12 15:51
hallo cantik!
danke für deine antwort 
ja ist alles ziemlich schwer, um ehrlich zu sein, weiss ich gar nicht wo ich anfangen soll...
als ich im schwanger war habe ich erfahren, dass er kokst. da ich vorher nie damit in berührung kam war es schwer für mich sein verhalten richtig einzuschätzen. irgendwo habe ich es geahnt dass es drogen sind, aber irgendwie verdrängt. dann hat mir eine bekannte erzählt was sache ist. wir hatten schulden, er hatte sich von fast jedem den wir kannten geld geborgt, und dann diese ständigen lügen, lügen, lügen. und immer hat er es so gedreht dass ich schuld war bzw schien. die schwangerschaft war sehr schlimm, jeden tag hab ich geweint mir sorgen gemacht mit ihm geredet, versucht ihm klarzumachen dass er vater wird und verantwortung hat. leider vergebens es gab sogar tage da hatten wir nicht mal was zum essen zu hause als ich schwanger war. das kind ist dann zu früh gekommen, was ja irgendwie zu erwarten war. gottseidank gehts ihm aber gut. ich dachte wenn das kind da ist wirds besser. aber leider vergebens. puh tja ich bin oftmals weg von ihm dann wieder zurück und jetzt ist es endgültig aus. der redet zwar er holt sich hilfe, bla bla. aber wie gesagt er redet immer nur bla bla, das ist so typisch für die. anstatt dass er sein leben in die hand nimmt und mal einsieht was sache ist bzw wie ernst es für ihn ist lügt er weiter. schlimm wirklich!
das war mal ein kleiner teil meiner geschichte, wennst noch was genaures wissen willst frag bitte
wenn ich alles auf einmal schreib brauch ich drei tage... 
naja mir tut mein kleiner leid, aber besser er wächst alleine auf, als mit so einem vater als vorbild. kann nur dazu führen dass er selbst mal zu drogen greift.
grüße an alle
04.03.12 21:49
Hallo!!
will dir nur sagen, dass ich über 4 jahre ähnliche Erfahrungen mit einer Kokainabhängigen gemacht habe. Ich finde soo viel in den Schilderungen wieder das eiskalte, die lügen bis zum leugnen, dass man gar kein problem hat.
Auf der anderen Seite die Begabung mich wieder "emotional" einzufangen
Ratlosigkeit auf meiner Seite. der Verdacht, ob ein anderer Partner im Spiel ist. Das "in die irre geführt werden" und die Zweifel an der eigenen Wahrnehmung.....es kann doch gar nicht sein.
dann meinversuch zu kontrollieren, die situation irgendwie zu beherrschen...unmöglich....
bin, nach tagesklinik aus der ko-abhängigkeit raus und froh mein leben gerettet zu haben.
loco
08.03.12 10:49
hallo loco59!
ja ich kenne das alles auch zu gut. das mit der wahrnehmung z.B wie ofz wusste ich nicht was ich glauben soll od ob ich mit täusche usw. manchmal dachte ich schon ich werd verrückt.
wie lange ist das jetzt her bei dir, seit ihr getrennt seit? und wie geht es dir jetzt?
erzähl ein bisschen mehr von deiner geschichte, würde mich freuen.
lg an alle 
11.03.12 20:08
Hallo zusammen,
War ewig nicht mehr hier. Habe es alles hinter mir. Die Trennung, Co-Abhängigkeit etc.
Jedoch war ich gestern an einer Party in einem Club.
Im hinteren Teil des Clubs war harter Elektro und vorne mehr Funky Soul.
Man hat dann deutlich gemerkt dass die Kokser vom Elektro Club wild haspelnd vor der Türe am Rauchen waren, und ich war so froh, dass ich daran vorbeigehen konnte und mir nur dachte, typisch diese nervösen zappeligen sich nicht zuhörenenden überheblichen gebeugten Nachtgestalten (oft auch mit Kapuzenpullis). The Nightlife ain't no good life......but it can be your life, also without drugs.
Funky Soul Leute konnten die Party geniessen.
Die vom Elektro Club waren total schlimm, und es hätte leicht ausarten können.
13.03.12 18:34
Hallo Vivi71,
schön, dass du mal wieder hier bist. Ich schaue auch nur noch alle paar Tage was es so Neues gibt.
Und ich bin jedesmal froh, die schwierige Zeit der Co-Abhängigkeit hinter mich gebracht zu haben. Über 1,5 Jahre hinweg habe ich immer mal wieder mit einer Psychologin an meinem Arbeitsplatz gesprochen. Allein hätte ich es, glaube ich, nicht geschafft. Heute kann ich selbst nicht mehr verstehen, was mich dazu gebracht hat, "meinem" Drogisten immer wieder zu glauben, ihm zu vertrauen, ihm Geld zu geben usw.
Inzwischen bin ich auch nicht mehr traurig. Gelegentlich war ich sogar schon wütend - und das betrachte ich als Super-Fortschritt.
Dir und allen anderen, die hier lesen, wünsche ich ebensoviel Kraft und einen wunderschönen Frühlingsanfang!
Viele, liebe Grüße
Bücherfreundin 
22.03.12 15:01
Man hat dann deutlich gemerkt dass die Kokser vom Elektro Club wild haspelnd vor der Türe am Rauchen waren, und ich war so froh, dass ich daran vorbeigehen konnte und mir nur dachte, typisch diese nervösen zappeligen sich nicht zuhörenenden überheblichen gebeugten Nachtgestalten (oft auch mit Kapuzenpullis).
Hehe,
ft auch mit Kapuzenpullis
find ich hierbei am geilsten. Das ist ganzschön bagatellisiert, meinste nicht junge Frau?
Elektro–Ecke = böse, böse Drogenwelt?
Vielleicht waren vermehrt "Zappelphillipps" an dem Abend auf dem Elektrofloor und im Soul-Bereich nur langweilige Pollunderträger voll auf Baldrian und Valium? War es Koks? Weißt du das? Kokain hat eine weitaus andere Wirkung als zappelig, nervös...war es vielleicht doch Speed, oder Tickets? Man weiß es nicht und du solltest damit aufhören, hinter allem das Kokain zu sehen. Sowas bringt dich doch nicht weiter. Man sollte damit abschließen...Grüße!
27.03.12 14:58
Hallo alle zusammen!
War schon lange nicht mehr im Forum! War viel unterwegs und hatte viel mit der Arbeit zu tun!
Mir geht es wieder richtig gut und jetzt wo der sommer kommt sowieso! Im April ist meine Trennung 1 Jahr her und ich kann sagen, dass ich so ziemlich durch bin mit der ganzen Geschichte. Klar, denke ich noch an Ihn, frage mich, wie es ihm wohl geht. Aber der Verstand ist mittlerweile grösser, habe kein Bedürfniss mehr mich bei ihm zu melden.
Er hat sich auch nicht mehr gemeldet, worüber ich sehr dankbar bin. Denn so konnte ich genau den Abstand zu dieser ganzen Scheisse gewinnen. Ich kann sagen, dass dies das einzige Gute war, was er für mich gemacht hat.
Jetzt wo ich das ganze mal von aussen betrachte, tut mer mir eigentlich nur leid, aber es lässt mich kalt 
Man kann sagen, bin fast wieder die alte, nur erwachsener und erfahrener. Mit der Liebe bin ich noch vorsichtig, da kann ich und will ich mich im moment noch nicht auf was ernstes einlassen. Aber wahrscheindlich ist mir der richtige noch nicht über den weg geloffen. Mein Ex war es auf jedenfall nicht, obwohl ich das ganz lange dachte!
Ich will damit nur sagen, es wird allen die so eine schlechte erfahrung gemacht haben, bald besser gehen. Und ihr werdet merken, dass das einzige richtige in so einem Fall das Verlassen ist. Vergesst nicht ihr lässt all diese Qualen mit euch machen, leider sind wir zu einem grossen Teil selber schuld an diesen schlechten Erfahrungen. Den wir hatten die Wahl schon viel früher zu gehen. Ich wünsche allen sehr viel Kraft, die den Weg noch gehen müssen. Aber ich garantiere euch, danach seit ihr stärker den je und euch wird so etwas kein 2. mal passieren.
Denke an euch und wünsche einen sonnigen wunderschönen Tag!
Grüsse
27.03.12 15:52
Hallo meine lieben,
es ist ewig her, das ich hier bei Euch im Forum war. Ich hab mir die Letzen paar Seiten an Beiträgen durchgelesen, aber irgendwie ist die Problematik immer dieselbe. Keine neuen Erkenntnisse. Der Partner kokst und sie/er leidet… na toll.
Kokain ist Gift für eine Beziehung, der Suchtdruck macht einen kaputt, da kann der Kokser gar nichts für. Ich spreche dabei nicht von denen, die am Wochenende mal ne Nase nehmen, sondern von denen, die wahnsinnig werden, wenn sie nichts im Haus haben. Wer mich aus dem Forum kennt, der weiß, das ich über 20 Jahre Koksabhängig war. Durch Baclofen habe ich es geschafft von dem Zeug loszukommen und nun bin ich schon fast 2 Jahre clean. Glückwünsche nicht erforderlich.
Trotzdem ist durch diese Zeit wahnsinnig viel kaputt gegangen. Kann mich schlecht konzentrieren, werde schnell depressiv und "sauber" wird man nie mehr, schon gar nicht im Kopf. Oft habe ich das Gefühl, dass ich mein Leben hinter einem diffusen Schleier verbringe. Der Dopaminhaushalt ist auch nach zwei Jahren noch im Arsch und ab und zu nehme ich für ein paar Tage Antidepressiva, danach geht es meist wieder besser. Immer wenn ich Geld in der Tasche habe, denke ich daran, mir etwas zu kaufen. Mache ich zwar nicht, aber der Gedanke ist da, oft sogar sehr heftig obwohl das meist auch schnell wieder vorbei ist. Schlauerweise gebe ich in solchen Momenten dann meiner Freundin meine EC-Karte und mein Bargeld, so komme ich nicht auf dumme Gedanken.
Heute bin mir gar nicht mehr so sicher, ob es nötig ist, seinen Kokserfreund zu verlassen oder nicht. Wenn er absolut nicht kapiert, das die Droge sein Leben zerstört und damit aufhören muss, dann muss ne klare Ansage kommen. Steht er dann immer noch auf der Leitung, schleppt man ihn zu einer Drogenberatung (hat meine Freundin so gemacht). Trotzdem hat es nach dem ersten Termin bei einer Drogenberatung noch 2 Jahre gedauert, bis ich endgültig etwas ändern wollte. Das ist bei mir der Augenblick gewesen, als ich mein gesamtes Leben auf den Nullpunkt gebracht habe. Kein Geld mehr, keinen Antrieb mehr und auch sonst keine Freuden mehr. Abends kann man nicht schlafen, morgens kommst Du nicht hoch und die Depression ist allgegenwärtig. Damit geht es Dir auf Dauer nur noch elend. Du denkst über die ganzen Fehlentscheidungen nach, die Du getroffen hast, und Du denkst darüber nach, wie scheiße Du Deine Freundin behandelt hast. Ich meine ich bin nachts um 2:00 Uhr nach 1 ½ Flaschen Rum noch losgefahren, um was zu besorgen… mit fast 80 km/h durch Berlin… das ist echt krank. Gibt 1000 Beispiele, die ich nennen könnte, die wirklich schlimm waren. Leute beschissen, gelogen und betrogen und meine Freundin zusammengebrüllt, bis sie mir ihr letztes Geld gegeben hat, nur damit sie endlich ihre Ruhe hat… Ihr glaubt nicht, wie leid mir das alles tut. Ich meine, ich stand auch schon völlig wahnsinnig und aggressiv mit erhobener Faust über Ihr kniend, als sie schon von lauter Angst am Boden lag, die Hände schützend über den Kopf verschränkt. Ich schäme mich sehr dafür. Wenn ich über solche Dinge nachdenke, geht es mir sehr schlecht. Ich versuche, mich schnell wieder auf etwas anderes zu konzentrieren, aber wahrscheinlich werden diese Gedanken immer wieder kommen.
Uns hat das letztlich auch auseinander gebracht, lag aber eher an den Auslandseinsätzen, von denen ich völlig verstört zurück kam. An mich war nicht mehr heranzukommen, dann fing ich nach 7 Monaten Ausland wieder an zu koksen, dann kam die Trennung. Aber wir konnten nicht von einander lassen und rappelten uns wieder zusammen. Ich holte mir einen Hund, machte Hundesport…
Sie ist über die jetzige Situation froh, kein Koks mehr, keine aggressiven Wut-Attacken mehr. Aber auch nach dieser schweren Zeit ist sie nicht mehr so glücklich mit mir, lange nicht wie früher. Ich bin jetzt zwar ein lieber Junge, aber es hat sich etwas verändert, und zwar sehr massiv, in mir drin. Mein gesamtes Verhalten hat sich durch das Koks verändert. Ich gehe nicht mehr gerne unter Leute und ich kann keine unbeschwerte Freude mehr empfinden. Gibt zwar auch helle Momente aber alles in allem alles sehr düster in mir. Wahrscheinlich ist es jetzt an der Zeit, mal zu einem Psychologen zu gehen, der sich meiner annimmt… das muss aufgearbeitet werden, da geht kein Weg vorbei.
Vielleicht hilft Euch das ja weiter, um für Euch eine Entscheidung zu treffen, wie es mit Eurer Partnerschaft weitergehen soll. Einen guten Ratschlag kann ich Euch leider nicht geben. Ich kann Euch nur sagen, dass eine glückliche Beziehung nicht mehr möglich ist, und wenn man einmal darüber nachdenkt, wie wenig Zeit uns eigentlich bleibt, so stellt sich die Frage, ob man die mit einem Drogenabhängigen verschwenden will, der sein Leben lang süchtig und depressiv bleiben wird. Dessen Dopaminhaushalt bis in die Steinzeit zerstört ist. Ich weiß, dass ich aus der Nummer nicht mehr rauskomme, die Sucht ist immer da, und auch der graue Schleier, der mich immer umgibt. Die Sucht wird zwar immer schwächer, aber sie ist da. Ich lege meine Hand nicht dafür ins Feuer, das ich nie wieder Kokain nehme.
Lieben Gruß
Lexen
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