Plauderfaden: Alkoholsucht und deren Folgen

Dieser Faden hatte ursprünglich den Titel: Was kann ich tun, mein Vater ist Alkoholiker? Da sich das anfängliche Thema bald erschöpfte, entwickelte sich langsam ein Plauderfaden, dem später durch (...)   >>>

gueru=sia  am 23.07.07  15:45

27.07.07  15:40

und ich finde hier sollte man das Wort Entzug nicht so kleinlich betrachten. Ich meinte es hier als runterkommen und trocken bleiben, dass wo gerusia ihren Vater bei unterstützen möchte, darum geht es doch.

Was verstehst du denn darunter, Point Alpha?

*:)

S+it$ting-)Bulxl

27.07.07  17:16

Sitting Bull

Ich glaube man unterscheidet zwischen Entgiftung und Entzug

Genau das meinte ich, weil viele den Unterschied nicht kennen. Die Entgiftung findet in der Regel in einem Krankenhaus in der Psychiatrischen Abteilung statt und dauert etwa 7 bis 10 Tage., Da wird der Körper unter ärztlicher Aufsicht engiftet. Das ist das, was viele als Entzug bezeichnen. Damit ist es aber nicht getan. Heute spricht man auch nicht von Entwöhnung sondern von Therapie, die in einer Fachklinik in der Regel 2 . 3 Monate dauert.

LG

MZisteDr 0H.xL.

30.07.07  10:34

Gerusia

Gibt es was neues ???

MJone!-Mi3ni

30.07.07  14:16

Ich selber bin!

Hallo Gerusia, :)D

Deine Frage nach dem was Du tun kannst, ist ja nun schon oft beantwortet worden mit " gar nichts".

Das ist so nicht richtig. Eine Möglichkeit für Angehörige ist es den Betroffenen zu verlassen. Das klingt sicher hart und unmenschlich. Ist es aber nicht. Er selber muss für sein Handeln und die Folgen die Verantwortung übernehmen. Macht Euch nicht zu Co-Abhängigen und sorgt für euer Wohlergehen. Denn nur dafür seit Ihr verantwortlich.

Stellt Euch mal folgende Fragen

Wer kauft den Alkohol?

Wer sorgt dafür, dass in eurer Familie alles Rund läuft?

Hat euer Vater arbeit?

Hat er noch einen Führerschein und fährt er auch unter Alkoholeinfluss?

Was passiert wenn er einen Unfall verursacht?

Wer denkt an die Menschen die zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren und dann getötet auf der Straße liegen?

Ich wünsche euch viel stärke. Egal wir Ihr euch entscheidet, stärke werdet Ihr brauchen und zwar sehr viel.

@:)

wDiede_r reirngefalxlen

30.07.07  14:18

überings trocken!!

:)D

Seit 3 1/2 Jahren und kein Gedanke an Alkohol.

@:)

w.iedler 7r6ein+gefallxen

30.07.07  14:22

Wieder reingefallen:

Das kann man so pauschal auch nicht sagen. Meiner Mutter hat der Kontaktabbruch durch mich nichts gebracht. Ich denke das ist echt von Fall zu Fall verschieden.

M|on`e~-Mixni

30.07.07  14:29

Hallo Moni-mini :)D

was geht schon pauschal? Aber für den Rest der Familie wird es leichter werden. Sie müssen dann nicht mehr zusehen wie sich da jemand langsam umbringt!!!

@:)

w*ie=der yrein8gefalxlen

30.07.07  14:41

wieder reingefallen

es wird nicht jeder Alkoholiker zum Tier, außerdem geht es hier wie du selber schreibst um "Familie" und nicht den Nachbarn. Nicht jeder kann sich mal eben so von seinem Vater, Mutter, Frau etc. verabschieden. Druck kann man auch anders erzeugen. Dein Vorschlag ist eine Option und "gar nichts" hat hier so keiner geschrieben. Das meiste was gerusia tuhen kann ist etwas für sich selbst zu tuhen.

S=itti]ng-bBull

30.07.07  14:57

Das einzige was für mich einfacher war dadurch, ist – jetzt damit fertig zu werden, dass sie verstorben ist. Durch meinen Kontaktabbruch hab ich entsprechenden Abstand aufgebaut. Aber sonst hat es zu nichts geholfen – ihr schon einmal gar nicht. Sicher, sie ist aufgrund dessen in die Entgiftung gegangen, aber mehr auch nicht. Und es half ihr nicht – weil sie nicht wollte. Menschen bzw. Süchtige die nicht wollen das man ihnen hilft, hilft gar nichts. Denen ist es egal ob man täglich dabei sitzt oder gar nicht da ist. Aber das ist nur meine Erfahrung die ich daraus geschlossen habe.

M_one-Mxini

30.07.07  19:00

Was kann ich tun? Mein Vater ist Alkoholiker

Das Erste hast du ja schon getan. Du redest mit Anderen über die Dich belastende Situation.

Das Zweite wäre: Informiere dich über Suchtkrankheit, Suchtmittel und deren Wirkung. Informationen gibt es bei Krankenkassen, Gesundheitsämtern, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in Büchern und im Internet.

Rede mit Jemandem der Wissen über oder eigene Erfahrung mit der Suchtkrankheit hat. Psychosoziale Beratungsstellen, Suchtselbsthifegruppen, ein Arzt oder eine Ärztin deines Vertrauens.

Was dort besprochen wird dringt nicht nach draussen, es gilt die Schweigepflicht.

Kapituliere vor der Abhängigkeit

Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Die einzige Person, die du ändern kannst bist du selbst.

Maßregle sie/ihn nicht mehr, zähle keine Bierflaschen, mache keine Striche, suche nicht nach dem Suchtmittel.

Gebe die Verantwortung für die Sucht an den Abhängigen zurück.Teile diese Entscheidung dem Suchtkranken mit. Damit der Abhängige etwas gegen seine Suchtprobleme tut, muss er/sie die Konsequenz daraus tragen. Du lässt sie/ihn damit nicht im Stich. Im Gegenteil, diese Nichthilfe ist die beste Hilfe.

Zum Beispiel:

Entschuldige sie/ihn nicht beim Arbeitgeber. Stehe nicht für Schulden oder Fehler gerade. Decken die Abhängigkeitserkrankung nicht, rede darüber.

Fazit:

Ziehe klare Grenzen und bleibe konsequent

Aber diskutoiere nicht mit ihr/ihm wenn er das Suchtmittel genommen hat, also wenn er berauscht ist.

P+oint@ Alphxa

30.07.07  23:54

Point Alpha

:)^

Sdittineg-Bdull

31.07.07  09:06

Das hört sich immer so einfach an – aber einen Mittelweg zu finden ist verdammt schwer.

M%one^-Minxi

31.07.07  09:42

mone-mini

einen Mittelweg zu finden ist verdammt schwer.

Diesen Mittelweg zu finden ist nicht schwer sondern lleiderunmöglich.

Es gibt nur zwei Wege, entweder den oben beschrieben oder, wenn man sich nicht selbst ändern kann oder will, in diesem Sumpf mit unter zugehen. Wobei es bei der ersten Einstellung durchaus zur Hilfe für Beide kommen kann im anderen Falle meist jedoch nicht.

LG

PxointF uAlpxha

31.07.07  09:45

Point Alpha: ich spreche nicht von den Süchtigen selber – sondern von den Angehörigen. Für mich gab es keinen anderen Weg als den Kontaktabbruch - denn ich wäre sonst hinterher selber daran zugrunde gegangen. Daher hab ich für mich die Notbremse gezogen. Aber es war schwer.

MUone-LMini

31.07.07  09:51

mone-mini

ich spreche nicht von den Süchtigen selber – sondern von den Angehörigen.

Das tue ich doch gar nicht. Lies bitte den langen Beitrag mal etwas genauer , er handelt nur von Angehörigen und wie sie sich verhalten sollten um sich und dem Süchtigen richtig und gut zu helfen. Wenn es so nicht verstanden wird, aber auch das ist da beschrieben, dann sollte der Angehörige selbst eine Beratungsstelle aufsuchen.

LG

Pyointi Alcpha

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