Mama stirbt durch Alkohol

So langsam kann ich nicht mehr. Meine Mutter trinkt seitdem ich denken kann undnichts hat geholfen, weder Hilfe, noch "fallen lassen" . Letztes Jahr im September hat sie wie durch ein Wunder ein (...)   >>>

T>atu5m  am 27.05.09  19:15

24.12.11  20:48

Auch von mir mein Beileid :)*

Ich kenne das Gefühl auch eine trinkende Mutter zu haben, um die man sich ständig sorgt. GsD hat sie rechtzeitig den Absprung vor 3 Jahren geschafft.

Heute saßen wir beisammen und ich habe meine Kinder beneidet, das sie meine Mutter nüchtern erleben können. Erst seit 3 Jahren ist Weihnachten kein Horror mehr für mich.

Du hast alles für deine Mutter getan, aber irgendwann muss man loslassen. Ich denk an dich :)_

Deask~leiYneNx.

24.12.11  21:27

Tatum

:°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

Ich verstehe so gut, wie es Dir geht. Ich habe meine Mutter am 6.10. verloren, ebenfalls durch langjährige Alkoholabhängigkeit. Ihr Herz hat das nicht mehr mitgemacht und ist mitten in der Nacht einfach stehen geblieben.

Wir hatten längere Zeit keinen Kontakt, nachdem ich begriffen habe, das ich ihr nicht helfen kann. Sie hat gefühlte 500 Therapien – auch Langzeit – gemacht, kaum war sie zurück, hing sie wieder an der Flasche. Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr, obwohl ich sie unendlich geliebt habe. Erst als vor 2 1/2 Jahren meine Tochter zur Welt kam, besserte sich unser Verhältnis wieder und sie hat sich echt zusammengerissen. Sie war dann oft bei uns, auch mal mehrere Tage übers Wochenende, sie hat die Kleine echt geliebt und umgekehrt und jetzt ist Heiligabend und meine Mutter ist nicht hier, heute ist ein schlimmer Tag :°( :°( :°( :°(

Fühl Dich ganz lieb gedrückt von mir, auch wenns nicht viel helfen wird, aber hier am PC sitzt jemand, der Dich wirklich gut versteht und mit Dir fühlt :°_

txschxiby

24.12.11  22:26

Es darf nicht sein -das der grund des trinkens- der sohn sein soll !!!! SIE ist der Grund weshalb sie trinkt..ich mache gerade das thema auch durch -mit meinem sohn...ich werde total verrückt ..ich sehe wie er sich heruntergewirtschaftet hat ..total dumm im kopf geworden ist..und komische meinungen hat..aber -er findet immer schuldige -nur..ER selbst ist natürlich nicht schuld!!! süchtige suchen immer einen grund..weshalb sie trinken -das ist das schäbigste daran -niemand anders kann schuld sein das jemand süchtig ist -es ist der süchtige selbst der schuld ist!!!!! versuche DEIN leben zu leben ...versuche dich dem zu entreissen -nimm niemals rücksicht auf einen süchtigen -denn er tut es auch nicht!

p h`oebxe

24.12.11  22:30

oh sorry -verzeih :)- ich las zu spät vom tod deiner mom. das ist sehr sehr traurig -aber in erster linie ..weil sie dir das angetan hat!!!

die mutter von meinen stiefkindern ist auch erst vor kurzem gestorben -auch wegen der trinksucht -DAS ist ein verdammtes teufelszeug!!!!

fühl dich virtuell umarmt ..und versuche dich nicht in schuldgefühle zu verstricken. :)- :)- :)- alles alles gute dir!

p$hoxebe

24.12.11  23:27

@ tatum

Auch von mit herzliches Beileid :°(

Ich habe meine Mama am 25.12.2010 verloren, aber nicht wegen ALkohol.

Ihr Herz ist in der Nacht zum 1.Weihnachtstag einfach stehengeblieben. Die NAchbarin fand sie dann morgens tot in Ihrem Bett und rief uns an.

Ich komme da bis heute noch nicht klar mit.

Auch ich habe dieses JAhr ein bescheidenes Weihnachten, weine viel, denke viel. Für meine Kids versuche ich aber stark zu sein und mir nichts anmerken zu lassen.

Ich wünsche Dir das Du das geschehene verarbeiten kannst mit der Zeit. Ich stelle es mir sehr schwer vor einem geliebten Menschen dabei zusehen zu müssen wie der Alkohol ihn ganz langsam zerstört.

Ganz viele :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* für DIch.

Kopf hoch!!!

Maoohnl!ight7x2

25.12.11  13:26

:°_ :)* Das tut mir leid, dass es doch noch so gekommen ist. Ich kann es so nachvollziehen. 2004 starb erst mein Vater an dieser verhängnisvollen Krankheit und 2007 ist meine Mutter Ihm gefolgt. Ich hatte auch damals so viel Hoffnung. Ich habe so viel versucht – mit Ärzten und Klinik gesprochen – aber es hat nicht geholfen. Erst jemand vom sozial psychologischen Dienst der Stadt konnte Sie überreden eine Therapie zu machen. Aber es war zu spät. Auch ich hatte da schon keinen Kontakt mehr zu Ihr. Damals hatte ich Wut in mir, aber jetzt – habe ich Ihr längst verziehen. Es war der Weg den Sie gewählt hat und niemand anderes. Die Trauer ist sicherlich bei dir jetzt auch noch mit Wut gemischt. Aber auch Du wirst Ihr verzeihen können. Das was du niemals machen solltest, ist, ein schlechtes Gewissen zu haben. Es war Ihr Leben. Fühle dich gedrückt. :)_ Und hole Dir Hilfe, wenn es nicht mehr geht. :)*

C=hevy^ladxy

26.12.11  18:20

Hallo zusammen,

ich bin froh, dass die Feiertage um sind und dass alles irgendwie ging.

Ich danke Euch für Eure Anteilnahme, aber ist so wahnsinnig schwer, sich keine Gedanken zu machen. Irgendwie steht die Zeit weiterhin still und ich überlege jeden Tag, wie ich ihn um bekomme. Ich weiß, irgendwann wird es besser, bloß wann?

Ich denke an Euch und noch einmal vielen Dank!

Tatum

T{atuxm

26.12.11  23:52

Tatum

Ich weiß, irgendwann wird es besser, bloß wann?

das braucht Zeit, die ständigen Gedanken gehören dazu. Ich bin 2Jahre täglich zum Grab meiner Mutter gegangen, hatte mir in den Kopf gesetzt das sie das schönste Grab vom ganzen Friedhof haben soll. Zu hause hatte ich ständig das Gefühl es riecht ganz stark nach ihr, einmal sogar als hätte sie mich berührt in einem Moment wo ich so richtig am zweifeln war. Ihr Schlafzimmer in dem ich sie gefunden hatte hatte ich einige Wochen unverändert gelassen, ich hatte alle Fotos von ihr abgehangen, weil immer wenn ich sie ansah hatte ich das letzte Bild von ihr im Kopf. Ich konnte ihr Lachen nicht sehen.

Dann hatte ich beschlossen nicht mehr täglich zum Friedhof zu gehen, sie innerlich los zulassen und seitdem kann ich ihren Tod annehmen. Sie fehlt auch weiterhin, manchmal beim Einkaufen sehe ich Frauen die nach Dekoration suchen, besonders vor und während Weihnachten, dann sticht wieder eine Nadel ins Herz. Aber heute kann ich ihr Lachen wieder sehen und es ist Platz für die guten und friedlichen Gedanken an meine Mutter.

Die Zeit wo es weh tut braucht man um dahin zu kommen. Mir hat etwas geholfen das ich mich damit beschäftigt habe, hatte Bücher von Elisabeth Kübler-Ross gelesen, mich vor allem noch mal mit dem Thema Alkohol beschäftigt, was wirklich im Kopf und Körper vor sich geht, aus welchen Ursachen es heraus anfängt, wie sich Alkoholiker verändern, welche Synapsen sich im Gehirn umlegen um den Leidesweg möglich zu machen. Dann kam der Punkt wo ich auch dazu sagte "Schluss jetzt", ab heute hat die Krankheit auch keine Macht mehr über mein Leben. Aber es tat mir im nachhinein betrachtet gut mir die Zeit zu nehmen. Aber das war mein Weg.

Zuerst ist sie stündlich in deinem Kopf, dann wird es weniger bis du bemerkst das du mal 2Tage wieder frei von Gedanken bist usw.....ich denke auch an dich :)_

btriMght&syhinxy

22.01.12  04:05

Der erste Monat ohne Mama und ich habe das Gefühl, die Welt steht still...

Sie fehlt mir so doll, dass ich nachts nicht schlafen kann.

Wie man in einem anderen Thread lesen kann, kamen dazu noch Probleme mit meinem Mann und ich bin an einem Punkt, an dem ich gar nicht mehr weiter weiß.

Danke für eure lieben Antworten, aber im Moment tue ich mir so sehr selber leid, dass es schon ätzend wirkt.

Seit Mama gestorben ist, regnet es jeden Tag hier- vielleicht trauer noch andere...

Liebe Grüße,

Tatum

Tgatuxm

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