Diazepam (Valium) Abhängigkeit

Hallo, seit einigen Monaten nehme ich täglich zwischen 30 bis 40 Tropfen Diazepam und schaffe es nicht, davon wieder loszukommen. Ich habe es mit verringern der Dosis schon probiert, aber […]

ACnfge\lina2x008   27.07.09  15:38

19.08.09  13:39

Tiffany,

ein toller Beitrag. So darf meinem Gefühl nach nur jemand schreiben, der aus eigener Erfahrung weiß, wovon er spricht. :)^ Ich hätte gern genauso geschrieben, aber das wäre dann viel eher als überheblich oder zu hart angekommen.

Was ich nur noch anmerken möchte Angelina, manchmal wird einem die Entscheidung was mit dem Kind passiert abgenommen. Ich hab zur Zeit zwei junge Mütter stationär, denen man die Kinder entzogen hat....

S'ünftjxe

19.08.09  16:58

Habe gerade einen Benzoentzug hinter mir, war nicht angenehm, ist aber zu schaffen, alleine ist es unmöglich war Stätionär und bin seit 4 Wochen clean und froh das ich es geschafft habe, möchte Dir Mut machen, es lohnt sich, denn irgendwann wirkt das Zeug nicht mehr und Du musst immer mehr nehmen und der Entzug wird härter je höher die Dosis ist, der längere Gebrauch führt zu totalen Verblödung, mach es jetzt noch ist es auszuhalten. :)- :)- Softfox

snoftxfox

19.08.09  18:01

Es ist mir natürlich nicht egal, was mit meinem Kind passiert und mein Leben wäre nichts mehr wert, wenn man mir meinen Sohn wegnehmen würde. Deshalb möchte ich ja endlich von dem Diazepam weg und ich werde es schaffen. Aus diesem Grund wende ich mich auch nicht an das Jugendamt. Bei der Drogenberatungsstelle bin ich anonym und sonst weiß kaum noch jemand von meiner Abhängigkeit.

@ softfox

Ich finde es schön, dass Du mir so mut machst und es ist auch super, dass Du es geschafft hast, das freut mich echt für Dich! Du hast recht, ich muss es so früh wie möglich machen, jeder Tag macht es schwieriger.

Ich werde es schaffen, wenn es auch hart wird und ich werde für mein Kind kämpfen! Er soll auf keinen Fall darunter leiden und da muss ich eben irgendwie funktionieren, genauso wie im Beruf. Das wird sicher kein Spaziergang werden und ich bewundere alle, die es bereits geschafft haben. Natürlich muss mein Sohn gerade viel mitmachen, denn er spürt ja auch, dass es mir nicht gut geht, aber er ist so sehr auf mich fixiert, dass es einem Trauma gleichen würde, wenn ich ihn jetzt weggeben müsste. Das tue ich ihm nicht an und deshalb werde ich es schaffen und zwar jetzt!

APngeUluina%2008

20.08.09  00:17

Also wenn Du vollgepumpt wurdest war es der falsche Arzt.

Was Du wahrscheinlich brauchst sind auf Dich abgestimmte ADs und eine Therapie. ADs sind übrigens kein Heilmittel. ADs haben nur einen einzigen Zweck.

Wenn Du zu tief drinsteckst, dann bist Du therapieresistent. Die ADs sollen Dich soweit stabilisieren dass eine Therapie Wirkung zeigt. Wenn du dann stabiler wirst durch die Therapie, dann werden die ADs normalerweise verringert und dann abgesetzt.

Also, ADs nur zusammen mit Therapie. Wenn Dich ein Arzt mit ADs versorgt ohne sich nach Deinem Befinden zu erkundigen, ohne regelmäßige Kontrollen und ohne dass er sich nach Deiner Therapie erkundigt oder Dir die Dinger weiterverschreibt ohne dass Du in Therapie bist, dann Wechsel den Arzt.

Ich hoffe, dass es nur eine depressive Phase ist, die bald wieder vorübergehen wird. Ich kenne die Anzeichen von früher noch ...

Nach dem was Du so schreibst ist es ein dauerhaftes Problem. Dazu gehören auch wiederkehrende Phasen oder Suchterkrankungen, Panikattacken.

Und das wirst Du alleine eher schwer lösen. Ich sags Dir nochmal ganz deutlich. Du hast eine Verantwortung gesund zu werden. Für Dein Kind. Wenn Du es alleine nicht schaffst, heißt das nur dass Dein Kind länger unter so einer Situation leidet.

Was Du letztendlich machst ist Deine Sache. Ich kanns Dir nur so deutlich sagen wie es ist.

Aber ich drück Dir natürlich alle Daumen :) :)^ Gute Besserung

Gruß

Tiffany

tqif1fanyxa

20.08.09  08:40

Hallo erstmal *:),

bin hier zugestoßen, weil auch ich Diazepam nehme und einfach mal nachlesen wollte was darüber so geschrieben wird. Wie gesagt nehme ich dieses Medikament auch, aber in Tablettenform. Ich habe es bekommen, weil ich eine ständige Unruhe und Aggresion verspührte (hat auch noch andere gesundheitliche Gründe)...ich war wie eine tickende Zeitbombe und für mein Umfeld ungenießbar. Die Tabletten nehme ich jetzt seit 2 Monaten und kann mich nicht beschweren. Wenn ich das Gefühl von Unruhe im Köper oder meinem Kopf habe oder mal wieder nicht einschlafen kann, nehme ich eine halbe und alles ist schick. Das ist aber auch nicht jeden Tag so, wenn ich zum Bsp. etwas wichtiges zu erledigen habe oder Auto fahre (da ich ja sonst schwummerig bin), lasse ich sie einfach weg und muss mich dann selber wieder runter fahren. Sobald ich mein Leben wieder sortiert habe, werde ich mir das auch nicht mehr von meinem Arzt verschreiben lassen, aber mir hilft es momentan, mich nicht aufzuregen und wie gesagt, ich nehme nur eine 1/2 Tablette, wenn überhaupt. Wollte nur mal meinen Standpunkt wiedergeben. Ich denke auch, daß es schon auf den Typ Mensch darauf ankommt, wie psychisch labil oder stark man eben ist um davon abhängig zu werden. Deswegen sind Gespräche mit dem Arzt wichtig und man sollte immer erhlich zu sich selber sein, ob man sich sowas zutraut.

Seid lieb gegrüßt, *:)

Koa2rdia

20.08.09  08:40

Hallo Tiffany,

es war damals sicher der falsche Arzt, der mir die ADs gegeben hat. Ich bekam es sogar täglich per Infusion, denn in Tablettenform hätte er die Dosis gar nicht so steigern können. Die ADs zeigten erst dann eine Wirkung bei mir, aber leider so, dass ich kein Mensch mehr war. Du konntest mich irgendwo hinsetzen und ich blieb, bis man mich wieder abholte und ich führte nur noch Tätigkeiten aus, die man mir sagte, weil ich gar nicht mehr denken konnte. Ausserdem nahm ich damals 15 Kilo zu, es war furchtbar. Zu guter letzt hat mich dieser Arzt auch noch in eine Psychatrie zwangseingewiesen und seit dem habe ich Angst, mit Ärzten ehrlich und über alles zu reden.

Diese Depression hatte ich schon mal ganz gut im Griff und auch die Angststörungen, aber durch den beruflichen Stress, den Haushalt, das Kind hat ADHS und er reizt einen immer bis zum äussersten und in der Ehe krieselt es, weil er alles mir überläßt, da wurde mir einfach alles zu viel und die Angststörungen kamen wieder zurück. Ich war auch schon in einer Mutter-Kind-Kur, aber die hat leider nicht viel gebracht. Nach 3 Wochen war wieder alles beim Alten.

Im Medikamentenschrank hatte ich dann noch ein paar Diazepam-Tropfen gefunden, die ich für alle Fälle immer zur Verfügung hatte. Ich nahm einfach ein paar und fühlte mich zum ersten Mal wieder leicht und unbeschwert. Ich nahm mir alles nicht mehr so zu Herzen und so bin ich da halt reingerutscht. Denn wer möchte schon gerne wieder in den alten Zustand zurück?

Ich bin dabei, jetzt erst mal die Dosis auf morgens und abends zu verteilen, damit es etwas übersichtlicher wird. Danach möchte ich pro Woche einen Tropfen weniger nehmen und möchte es einfach mal versuchen. Ich muss es schaffen!!! Wie Du schon sagst, ich habe die Verantwortung für mein Kind und deshalb werde ich es auch schaffen. Du kannst mir glauben, ich war schon bei vielen Psychotherapeuten und habe schon sehr viel mitgemacht, aber irgendwie hat es nie gepasst. Nun bin ich bei Wildwasser gelandet und mache da schon seit Wochen Therapie und das tat mir unheimlich gut, aber sie sind halt nicht für Medikamentenabhängigkeit zuständig und es bringt auch nichst, wenn ich auf Entzug bin, dort hin zu gehen, denn ich bin im Moment nicht therapiefähig. Sobald ich es geschafft habe, von dem Valium wegzukommen, werde ich die Therapie dort wieder aufnehmen und ich gehe dann in diese psychosomatische Klinik, wo die ganze Familie mit einbezogen wird und ich mein Kind mitnehmen kann. Er wird dort sehr gut versorgt, da habe ich mich schon kundig gemacht.

So, vielleicht kannst Du mich jetzt ein wenig besser verstehen. Ich danke Dir, dass Du Dir so viele Gedanken um mich machst und mir helfen möchtest! @:)

Ganz liebe Grüße

Axngeli*na20x08

20.08.09  16:35

:)_ :)_ :)_ :-q

Natürlich verstehe ich das. Wenn Du es schaffst das mit dem Diazepam ganz alleine dann geht das auch. Wenn nicht, dann lass Dich nicht von falschen Bildern leiten.

Darum schreibe ich das so eindringlich. Das Bild ist nicht "ich lasse mein Kind im Stich" so wie es viele empfinden wenn es darum geht alleine in eine Klinik zu gehen, sondern "mein Kind braucht mich und so wie es ist ist es schlecht für mein Kind und darum ist es gut wenn ich das ändere".

Halte Dir das bei Deinen Entscheidungen vor Augen. Ein Kind braucht stabilie Bezugspersonen, ein Kind braucht ein stabiles Umfeld. Und das für Dein Kind herzustellen ist Dein Job.

Dein Kind wird nicht zerbrechen wenn Du 2-3 Monate weg bist, aber es bricht wenn Jahre keine Stabilität vorhanden ist.

Was eventuell schon kaputt ist kann man kitten aber je länger sowas dauert umso größer wird der Schaden den Dein Kind davon trägt.

Ich hab zwar jetzt Dich direkt angesprochen, meinte das aber nicht als Vorwurf speziell gegen Dich sondern nur um Dir ganz eindringlich etwas Allgemeines klarzumachen.

Ganz ganz viel Glück und Erfolg wünsche ich Dir und euch.

:)_ :)^

t)if*fanyxa

20.08.09  21:08

Heute war ich nochmal bei einem anderen Drogenberater und der hat mir wirklich richtig weitergeholfen. Er hat sich richtig viel Zeit für mich genommen und er möchte mich bei dem Entzug auch begleiten, egal auf welche Weise ich es auch mache. Er meinte auch, er würde es lieber sehen, wenn ich es stationär machen würde, aber er gab mir auch eine Adresse von einem Arzt, der es evtl. auch ambulant mit mir versuchen könnte, da muss ich aber den Arzt erst noch fragen. Ansonsten musste ich dem Drogenberater versprechen, dass ich keinen Alleingang mache, ohne einen Arzt mit einzubeziehen. Ich fand dieses Gespräch unheimlich gut und ich fühle mich jetzt nicht mehr so alleingelassen mit allem. Er verstand mich, aber er sagte mir - wie Du Tiffany - knallhart wie er es sieht und er wird auch in 2 Wochen mit meinem Mann und mir ein Gespräch führen, damit mein Mann endlich mal weiß, was das alles bedeutet. Jetzt muss ich erst mal einige Stellen abklären, wie es nun weitergehen soll und werde mit dem Absetzen solange warten. Danke nochmal für die klaren Worte und wenn es auch nicht so aussehen sollte, ich nehme sie mir wirklich sehr zu Herzen.

LG

AwngteliNna20508

20.08.09  23:03

Würd mich freuen weiter von Dir hier zu lesen :-)

:)_ :)^

tYiffxanya

21.08.09  21:31

Langsam bin ich wirklich am Ende meiner Kräfte und ich kann nicht mehr. Eigentlich wollte ich es ambulant versuchen, aber wenn die Familie mich da in keinster Weise unterstützt und mich entlastet, dann wird das wohl keine Chance haben. Ich möchte die Dosis ja eigentlich verringern, aber ständig gibt es Situationen, da halte ich es nicht mehr aus und dann nehme ich sogar jetzt noch mehr als zuvor. Ich bin nun wirklich der Ansicht, es geht nur noch mit einer stationären Entgiftung und zwar so schnell wie möglich. Da muss ich nun noch mal mit dem Drogenberater sprechen, wie ich das am Besten mache. So jedenfalls kann und darf es nicht weitergehen, denn ich fühle mich sowas von beschissen. Von der Erhöhung der Tropfenzahl bin ich wie betäubt und mich nervt einfach alles nur noch. Dann ziehe ich mich zurück und bin fast nur noch am Schlafen. Ich bekomme nichts mehr zustande und mein Kind leidet darunter, das ist für mich am Schlimmsten. Nein, ich muss jetzt einen Schnitt machen und durch die Hölle gehen, damit ich endlich eine gute Mutter für meinen Sohn sein kann.

ARngelinQa20x08

21.08.09  23:18

Liebe Angelina :)_

ICh wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute und ganz viel Kraft. Aber gleub mir. Allein mit dieser Entscheidung ist es der erste chritt dass Du selber Dein Leben beser gestaltest und es besser werden läßt. Kurz, es wird besser.

Niemand kann Dir irgendwann sagen Du hättest nichts getan. Ich freue mich für Dich. Wenn Du weiteres weißt, dann schreib Doch bitte, gerne auch über PN.

:)* :-x

Ganz lieben Gruß,

Tiffany

t]iff&anya

24.08.09  22:01

Leider fällt mir mein Mann immer mehr in den Rücken und er macht mir ständig Vorwürfe, weil ich das Valium überhaupt erst genommen habe und nun nicht mehr davon loskomme. Immer wieder habe ich mir hin- und herüberlegt, was ich denn machen soll. Soll ich in eine Klinik und einen radikalen Entzug machen, aber es bricht mir das Herz, wenn ich da an meinen Sohn denke. Mein Mann sagte mir, er würde mich mit dem Kleinen dort nicht ein einziges Mal besuchen kommen und das könnte ich niemals ertragen. Ein radikaler Entzug zuhause kommt eigentlich auch nicht in Frage, denn es wäre viel zu gefährlich und das würde kein Arzt mitmachen. Langsam absetzen würde bedeuten, dass es bis zu einem Jahr dauern kann und dann kann ich die psychosomatische Klinik in Bad Mergentheim vergessen, auf die ich eigentlich so große Hoffnungen gesetzt habe und ausserdem ist die Gefahr immer da, rückfällig zu werden. Aber so kann es doch auch nicht weitergehen. Ich bin total verzweifelt und die ständigen Vorwürfe von meinem Mann machen mich noch zusätzlich fix und fertig. Nirgends finde ich mehr einen Halt, damit ich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen könnte. Meinem Sohn habe ich versprochen, ihn niemals allein zu lassen und dann gleich 3 Wochen, das würde ich nie durchhalten, weil ich weiß, wie er nach mir weinen würde und das würde ich nicht durchhalten. Ich könnte einfach nur heulen, weil ich keinen Ausweg mehr sehe.

Ich muss es schaffen, so hart es auch werden wird und ich muss es zuhause langsam absetzen. Ich habe bereits ein wenig damit angefangen und es geht mir sehr schlecht. Aber da muss ich jetzt wohl durch. Leider habe ich keinen Arzt gefunden, der mich bei meinem Vorhaben begleiten will, es wäre ja auch eine zu große Verantwortung und deshalb muss ich da schauen, wie ich das allein hinbekomme, auch wenn ich dem Drogenberater eigentlich versprochen hatte, dass ich es nicht ohne ärztliche Aufsicht mache. Mir bleibt aber leider keine andere Wahl.

Ich hoffe, es kann mich da jemand ein wenig verstehen.

AHngeilinga200x8

25.08.09  10:14

Hallo Angelina

Ich hab dir ne PN geschrieben :-)

Adbo-utMe

25.08.09  11:03

Ich hoffe, es kann mich da jemand ein wenig verstehen.

nein, ich verstehe es nicht.

Hättest du einen Autounfall und müsstest am Bein operiert werden kämest du auch ins Krankenhaus und dein Sohn würde es überleben.

Du schiebst ihn vor.

SBü/ntje

25.08.09  14:26

Wenn ich einen Autounfall hätte, dann dürfte ich meinen Sohn aber zumindest im Krankenhaus sehen! Ich schiebe ihn nicht vor, ich weiß nur, dass ich solche Sehnsucht nach ihm bekommen würde, dass ich nach spätestens 2 Tagen aus der Klinik verschwinden würde.

Ich habe jetzt doch noch einen Arzt gefunden, der sehr kompetent erscheint. Die Adresse habe ich von dem Drogenberater bekommen und der Arzt kennt sich sehr gut mit Abhängigen aus. Am Donnerstag habe ich einen Termin, da bin ich mal gespannt. Aber auch am Telefon hat er mir schon einige Möglichkeiten des Entzugs aufgezeigt und ich bin ganz optimistisch. Der Drogenberater hat mich ausserdem jetzt unter Druck gesetzt. Entweder gehe ich zu diesem Arzt und lasse mir helfen oder er schaltet das Judendamt ein und da habe ich jetzt eine scheiß Angst, dass sie mir das Kind ganz wegnehmen könnten. Ich muss es also schaffen, egal wie und ich lasse mir nun von diesem Arzt helfen!

Aungeli}na20x08

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