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07.03.10 20:55
Hallo, vielleicht kann mir hier jemand helfen der selber mal alkohlkrank war. Ich würde mich sehr freuen.
Es geht um meinen Freund, von dem ich mich bald trennen werde. Ich habe erst nach zwei Jahren gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Anfangs ist es ja ganz schön, Party zu machen. Aber dann kamen Übellaunigkeit, schroffe Bemerkungen, Grenzüberschreitungen. Ständige waren alle anderen Schuld. Ständig das Geühl, man ist aufsgeliefert.
Erst habe ich mir überlegt, was an mir nicht stimmt, aber, dann kam ich drauf, dass es wohl am Alkohl liegt.
Er trinkt mindest zwei Bier jeden Abend und meist noch einen Schnapps. Das ist,was ich weiss. Weil wir nicht zusammen leben, weiss ich nicht, wieviel es wirklich ist. Wenn er getrunken hat, hat er so eine total üble Grosskotzigkeit an sich. Und am schönesten ist es, wenn es dann noch um Frauen geht. Er stellt sich dann gerne als allergrößten Aufschneider dar. Am Wochenende sind oft Totalausfälle angesagt.
Manchmal kann er sich dann an nichts mehr erinnern.
Als ich das Thema sehr behutsam ansprach, meinte er, er weiss dass er ein Problem hat und er arbeite daran. Ich solle ihn aber nicht unter Druck setzen.
Das tat ich dann auch nicht. Aber dann häuften sich wieder die Überreaktionen. Ich hatte oft das Gefühl, er schiebt seine ganzen Komplexe auf mich. Es passierte, dass er mich voranderen schlecht machte. Ich hatte das Gefühl er schämt sich für mich, vor anderen erfolgreichen Leuten.
Ich stellt dann klar, entweder ich oder der Alkohl.
Meine Forderungen waren, nur ein Bier am Abend, unter der Woche keinen Schnaps, und am Wochenende wäre es mir egal. Er beendete zuerst die Beziehung. Wollte dann aber, am Tag danach doch weiter machen und sich darauf einlassen. Er meinte, er ginge jetzt früher schlafen, dann sei der Abend nicht mehr so lang, und er muesse dann nicht trinken. Ich habe nie verstanden was er damit meint.
Mir persönlich ging es nicht sehr gut in den letzten Jahren. Ich habe meine Mutter an Krebs verloren verloren, und hatte eine schwere Opertion, mit Verdacht auf Krebs. Mein Studium hat darunter sehr gelitten und ich musste es beenden und etwas neues anfangen.
Ich glaube, dass ich deswegen erst in letzten halben Jahr merkte, wie schlecht es ihm geht.
Er macht jetzt seit ungefähr einem halben Jahr sehr viel Sport. Hat abgenommen und sieht gut aus.
Er war auch beim Arzt und hat seine Werte messen lassen. Eine Niere ist wohl etwas schlechter durchgespült.
Der Arzt sprach ihn auf Alkohl an. Und er schien einsichtig zu sein.
Beruflich hat er sehr viel Druck und schafft es leider seit zwei Jahren nicht, eine Dissertation zu schreiben.
Er hatte viele Komplexe deswegen und Angst es nicht zu schaffen. Auch sonst hat er viele Komplexe. Er ist ein kleiner Mann. Was mir egal war.
Diese ganzen Komplexe habe ich am Anfang nicht mitbekommen.
Ich dachte, wow, endlich mal ein erfolgreicher guter Mann. Als ich merkte wieviele Baustellen es gibt, war ich geschockt.
Jetzt gibt es bei seiner Arbeit eine neue Frau. Die ist sehr erfolgreich. Und ich habe den Eindruck, er kann sich mit ihr auch erfolgreicher fühlen, und endlich sein Ding durchziehen. Er umgibt sich jetzt mit jüngern Leuten. Er ist der Partytyp, der gerne Ratschläge verteilt an die mindesten 10 Jahre jüngen vor allem Frauen.
Sie zehen um die Häuser und trinken viel. Ich bin die, die vom Alkohlproblem weiss, die Nervtussi.
Der Alkohl wird zelibriert. Es wird Party gemacht. Alles ist super. Mir wird dann vorgehalten, ich könne mich nicht gehen lassen, ich sollte doch mal locker sein.
Ich habe fast das Gefühl, für diese Übergangszeit wo nix ging beutzt worden zu sein.
Was mich immer störte und ich nicht verstand war, dass er nie die Stadt kennenlernen wollte aus der ich kam.
Auch meine Mutter und meine engsten Feudne, wollte er nie kennenlernen.
Ich habe viel nachgedacht, z.B. ob ich co-abhägnig bin. Ich glaube nicht. Ich war deswegen bei einer Psychologin, die mich warte, dass dies aber schnell pasieren kann.
Ich denke, dass er keine Chance hat, wenn er nicht endlich seinen Baustellen angeht, und deswegen wird es bald aus sein. Er müsste eien Psychtherapie machen oder sonst irgendie erkenne, dass der Alkohl schlecht führ ihn ist.
Und jetzt die Frage. Was sagt man jedmanden, den man wegen Alkohl verlässt, und er selber das Problem nicht warhhaben möchte?
Es tut mir um ihn eigenltich unheimlich leid und ich würde ihm gerne was sagen, was ihn weckt,
Aber, macht das überhaupt Sinn? Wäre es nicht besser, einfach nur die Sache zu beenden ohne irgendwas zu sagen, und den Anspruch zu haben, ich sage jetzt noch was, das hilft?
Ich hoffe der Text ist nicht zu konfus. Danke für euer Interesse.
euch noch einen schönen Abend.
07.03.10 21:11
Was sagt man demjenigen??
Genau das was du in dem Moment denkst. Alles andere wäre dir gegenüber nicht richtig. Sag ihm einfach genau das du ihn wegen des Alkohols verlässt. Bin selber Alkoholiker und habe erst, als ich selber bemerkt habe, dass mir vieles durch die Finger rutscht (also meine Frau mich immer weniger lieb haben konnte) die Bremse gezogen und bin zur Therapie gegangen.. Seit dem Moment lebe ich wieder und meine Frau kann mich wieder lieben...
Achja, war / ist meine erste Therapie und bin seit 09.11.2008 zufrieden trocken!!
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